Wim Wenders mag Musik

Wim Wenders     

Sein Geld verdient er mit Filmen. Mit richtig guten Filmen, muß man schon sagen. Vor ein paar Jahren traf ich Wim Wenders für ein Interview in San Francisco. Natürlich ging es dabei um das Thema Film. Nach dem sehr interessanten und netten Gespräch gab ich ihm eine Platte einer meiner Lieblingsbands und bat ihn da mal reinzuhören. Denn irgendwie, so meinte ich, könnte das was für einen seiner nächsten Filme sein.

Keine Ahnung, ob er dachte, was soll denn das nun, auf jeden Fall schleppte er die Platte mit sich rum, bis er wieder in Berlin war. Dort hörte er rein und es gefiel ihm. Nicht für einen neuen Film, aber gut genug, die Band anzuschreiben und alles von ihnen gegen Vorkasse zu besellen. Nach langer Zeit ist nun endlich die neue Infamis Platte veröffentlicht worden. „Im Westen der Himmel“ heißt sie, erschienen auf „Wenders Music“. So klein kann die Welt sein.

Dazu das obige Audiointerview mit Wim Wenders, den ich bei Dreharbeiten in Montreal erreichte.

 

Der deutsche Film und Wim Wenders

In der vergangenen Woche fand zum 14. mal das deutschsprachige Filmfestival „Berlin & Beyond“ in San Francisco statt. Es ist das grösste und erfolgreichste seiner Art im Ausland. Und es war wieder ein voller Erfolg. Das riesige Castro Theatre, das schönste und auch grösste Kino der Stadt, war immer gut gefüllt und bei manchen Vorstellungen sogar ausverkauft. Gezeigt wurden Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die alle mit Untertiteln liefen. Das Publikum war und ist durchaus dankbar mal etwas anderes zu sehen, als das übliche „Made in Hollywood“.

Viele Gäste kamen, darunter Hannelore Elsner, Andreas Dresen und Wim Wenders, der in San Francisco für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Am Rande eines Empfangs im Deutschen Generalkonsulat interviewte ich Wenders über dessen Leben zwischen Deutschland und Amerika und seinen Weg Filme zu machen. Das Interview – auf Englisch – kann man hier finden.