Donald Trump ist ein….(bitte einsetzen)

Zur Auswahl stehen: Niete, Schlappschwanz, Feigling, Schwächling, Weichei, Warmduscher, Waschlappen, Knalltüte, Schlaffi, Schwachmat, Lauch, Nulpe, Schattenparker. Das sind die Übersetzungsvorschläge für das Wort „Wimp“. Und mit „Wimp“ bezeichnen nun so einige selbst ernannte „Trumpianer“ diesen Präsidenten, der großmäulig angetreten war, ein „Deal Maker“ zu sein, der in Washington aufräumen, der nicht klein bei geben würde.

Aus die Maus, etliche in seiner getreuen Anhängerschaft sehen sich von Donald Trump verraten und verkauft. Schon zuvor stieß das neuerliche Finanzierungskonzept des „Commander in Chief“ so einigen auf. Im Wahlkampf hieß es noch laut und deutlich „Mexico will pay for it“. Davon redet keiner mehr, allen voran nicht Donald Trump. Sein Einknicken im Haushaltsstreit am Freitag wird daher als weitere Schwäche gesehen. Und das, obwohl Trump die richtige Entscheidung getroffen hat, denn unter den Bedingungen war es nicht möglich überhaupt ernsthaft über einen Kompromiss zu sprechen. Nun hat der Kongress drei Wochen Zeit, um eine Lösung zu finden.

Donald Trump wird nun von Teilen seiner Basis als Weichei bezeichnet. Foto: Reuters.

Mit dieser heftigen Reaktion aus dem eigenen Lager scheint Trump nicht gerechnet zu haben. Trump tweetete sich am Samstagmorgen die Finger wund. Er verteidigte seine Entscheidung, versuchte wieder die Oberhand zu bekommen, zu zeigen, er habe die Kontrolle. Ein Mauervideo aus Israel, dazu sein neuer, dämlicher Spruch: Build the wall – crime will fall, so als ob hier geborene Amerikaner Engel seien und keine Straftaten begehen. Ach ja, stimmt, die USA sind  ja „god’s country“. Der Spruch wird also gut bei der Christlichen Rechte ankommen. Verantwortlich für die vielen Drogen, die Gewalt, die hohe Mordrate sind die von außen, nicht die US Bürgerinnen und Bürger mit Heiligenschein.

In den kommenden drei Wochen wird es hoch hergehen. Die Frage ist, wie beide Seiten ihr Gesicht bewahren können. Der eine will sich mit einer Mauer ein Monument setzen. Trump braucht die „wall“, um seine Anhängerschaft zu beruhigen und sie auf den Wahlkampf 2020 einzustimmen. Die anderen haben nun eine Schlacht gewonnen und wollen sicherlich nicht den gesamten Kampf verlieren. Die Demokraten lehnen eine Mauer an der südlichen Grenze ab, wissen aber selbst, dass die Grenzsicherheit ein großes Problem und wichtiges Thema ist, das angegangen und gelöst werden muss. Wie, das steht nun noch in den Sternen. Welcher Kompromiss kann gefunden werden, damit beide Lager zeigen können sie haben sich bewegt und gleichzeitig auf ihren Grundprinzipien bestanden?