Wenn der Pizzabäcker mit dem Teer kommt

Domino’s ist eine amerikanische Pizzakette. Fast Food Pizza, nicht teuer, nicht besonders gut, aber beliebt. Und diese Kette hat derzeit eine vielbeachtete Werbekampagne gestartet, in der es heißt, dass sie Schlaglöcher auf den Straßen repariert, da die Pizzen vieler Kunden auf der Heimfahrt durcheinander gerüttelt werden. Und wer will das schon, dass der triefende Käse an der Pappschachtel hängt.

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Domino’s erklärt, Pizzafans sollten die Schlaglöcher auf ihrem Weg melden, dann werde man vielleicht anrücken, um die „potholes“ zu schließen. Eine werbewirksame Aktion der Pizzakette, die darüberhinaus auch noch gerne von Städten und Gemeinden angenommen wird, denn die sind allerorts pleite. So hat Milford im Bundesstaat Delaware gerade mal ein jährliches Budget von 30.000 Dollar, um seine Schlaglöcher zu füllen, die nach einem harten Winter in allen Teilen der Kleinstadt zu sehen sind. Der City Manager war daher dankbar dafür, dass die Pizzabäcker seine Gemeinde auserwählt hatten, um mit 5000 Dollar einige Löcher zu schließen.

Als Gegenleistung verlangte die Fast Food Restaurantkette nur Fotos von der Aktion und ein abschließendes Bild des Logos auf der Straße mit dem Slogan “Oh yes we did”. Amerikanische Städte haben schon lange keine Probleme mehr, Firmenlogos auf städtischem Grund und in städtischen Gebäuden zu zeigen. So finanzieren in vielen Schulen Unternehmen wie Coca Cola, McDonald’s oder Subway Schulspeisungen oder Sporteinrichtungen, öffentliche Parks werden von Banken und Versiherungen gesponsert, wenn das Firmenlogo am Eingang prangt. Da ist ein Domino’s Zeichen auf der Straße rein gar kein Problem für viele Stadtverantwortlichen. Ein paar mal drüber gefahren und schon ist es wieder weg.

 

 

 

 

Trump sagt mal wieder „F.U.“

Man erlebt es trotz allem nicht so oft, dass der amerikanische Präsident so offen einem Großteil der Amerikaner „F… Y..“ zuruft. Aber genau das ist mit seinem jüngsten Tweet passiert. Weite Teile der USA erleben einen extremen Kälteeinbruch, wir hier im Westen haben fast sommerliche Temperaturen nach verheerenden Bränden. Und was macht der Präsident? Ihm sind die Auswirkungen des Klimawandels egal. Vielmehr unterhält er zum Jahresausklang seine Wähler mit einem dusseligen Tweet. Seine Basis wird ihm sicherlich zunicken und unglaublich geistreich bemerken: „genau, wo ist denn „Global Warming“, wenn wir hier so viel Schnee haben“. Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel!