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MuseumIndustriekulturSchon wenn sie das Wort “Museum” hören, beginnen manche zu gähnen. Doch die meisten Museen verdienen heutzutage eine solche Reaktion nicht mehr. Es hat sich eine Menge verändert in der Museumslandschaft. Die Besucher müssen in vielen Häusern längst nicht mehr “Abstand halten” zu den ausgestellten Sachen – ganz im Gegenteil: Das Berühren ist immer öfter erwünscht und nicht mehr verboten. Auch in Nürnberg – links im Bild das Museum Industriekultur – haben sich die Museen weiterentwickelt und laden die Besucher oft zu eigenen Aktivitäten ein.

Die Nürnberger werden aber in letzter Zeit auch zunehmend selbst aktiv, was Ideen für neue Museen angeht. Es gibt eine ganze Liste von Vorschlägen, welche zusätzlichen Museen man gern hätte: In der Ehrenhalle des Rathauses sollen die Kopien der Reichskleinodien ausgestellt werden. Ein Kulturhistorisches Museum soll die Bedeutung Nürnbergs auf dem Gebiet von Kunst und Kunsthandwerk endlich gebührend würdigen. Ein Museum für historische Fahrzeuge steht ebenso auf der Wunschliste wie ein Feuerwehrmuseum oder ein Museum zur Bayerischen Geschichte und sogar ein Arabisches Museum. Die Sportstadt Nürnberg soll in einer eigenen Sportsammlung präsentiert werden, und als Spielzeugstadt will man zusätzlich zum Spielzeugmuseum auch noch ein Spielearchiv.

Was ist sinnvoll, was kann und soll sich die Stadt leisten? Gibt es womöglich bestehende Museen, die nicht mehr sinnvoll sind? Wie kann man alte Einrichtungen mit neuen Inhalten füllen? Oder passt alles so, wie es ist?
Jetzt sind Sie gefragt: Schreiben Sie uns Ihre Meinung hier im Blog in einem Kommentar!

Vergangene Woche sorgten Teile der Anhängerschaft des 1.FC Nürnberg beim Auswärtsspiel in Bochum für einen Eklat: Beim Abbrennen von bengalischen Feuern wurden neun Menschen verletzt. Schon 2008 hätten Club-Fans  beim Spiel   in Frankfurt beinahe für einen Spielabbruch gesorgt, weil sie Knallkörper warfen.
Der FCN greift nun durch, er vergibt nur noch personalisierte Eintritttskarten für Auswärtsspiele und schränkt die Freiheiten der Fan-Gruppierung Ultras ein. Auch Stadionverbote sollen rascher ausgesprochen werden. Vielleicht muss die Polizei die Fans aber noch genauer unter die Lupe nehmen, damit die Pyrotechnik nicht ins Stadion gelangt. Aus Fankreisen erklingen aber ohnehin immer wieder Klagen, dass Stadionverbote viel zu rasch ausgesprochen werden und die Anhänger oft Schikanen durch die  Polizei ausgesetzt seien.
Wir wollen von Ihnen daher diesmal wissen: Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Ist der Tiergarten sein Geld wert? Mit Ja antworteten 75,7 Prozent, mit Nein 24,3 Prozent.

Flocke geht, es gibt keine Elefanten mehr – und nun will der Tiergarten auch noch die Preise erhöhen? Da mag sich mancher fragen, ob der Besuch am Schmausenbuck überhaupt noch lohnt.

Selbstverständlich, meint Helmut Mägdefrau, der stellvertretende Tiergartenchef. Elefanten gebe es überall, dafür haben wir Delfine, die sonst kaum jemand hat. Und die bald sogar in einer schicken neuen Lagune. Außerdem kann es nach Flocke nur dann ein neues Eisbärenbaby geben, wenn die große Schwester Platz für ihren Vater Felix macht. Ein Liebespaar braucht nun mal seinen Freiraum.

Die höheren Einnahmen fließen in neue Projekte, die den Tiergarten noch schöner machen sollen. Ganz nebenbei: Im bundesweiten Vergleich steht der Nürnberger Tiergarten preislich immer noch gut da – er rangiert in der unteren Hälfte.

Was meinen Sie: Ist der Tiergarten sein Geld wert?

Margot KäßmannViele sahen in Margot Käßmann die Retterin der schrumpfenden Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die durch sie in den vergangenen Monaten endlich wieder ein Gesicht bekommen hatte. Mit Charme und Nachdruck vertrat Käßmann die Anliegen ihrer Kirche in der Öffentlichkeit: Nicht erst seit ihrer Wahl zur Ratsvorsitzenden der EKD vor vier Monaten ist Hannovers Bischöfin Aushängeschild und Sprachrohr der Protestanten.

Auf ihre sympathische Art eroberte die Mutter von vier erwachsenen Töchter die Herzen vieler Menschen und verbarg auch Schicksalsschläge wie eine Krebserkrankung und ihre Scheidung nicht. Mit ihrer Kritik am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr stieß Käßmann seit Jahresbeginn auf für sie ungewohnt heftigen Protest. Eine Alkoholfahrt, bei der sie mit 1,54 Promille gestoppt wurde, beendete nun aprupt ihre Kirchenkarriere. Am Mittwochnachmittag gab sie ihren Rücktritt bekannt.

War dieser Schritt richtig? Sagen Sie uns ihre Meinung.

Am Mittwochabend, beim Abfahrtslauf der Frauen, konnte dem Betrachter Angst und Bange werden, als die schwedische Skirennläuferin Anja Pärson bei ihrem schlimmen Sturz 60 Meter durch die Luft flog. Wenige Tage zuvor war erst der junge Georgier Nodar Kumaritaschwili in der Hochgeschwindigkeitsbahn, auf der die Bobfahrer und Rodler hinunterrasen, tödlich verunglückt. Eine traurige Premiere. Tote bei Winterspielen – das hatte es nämlich nicht einmal in jenen Zeiten gegeben, als die Athleten noch mit Pudelmützen Eishockey spielten oder sich von den Schanzen stürzten, wie es bisweilen in Rückblicken auf die olympischen Veranstaltungen der frühen Jahre zu sehen ist.
Es kommt der Verdacht auf, dass die Organisatoren auf der Jagd nach Rekorden und Sensationen die Anforderungen immer höher schrauben und letztlich damit die Gesundheit und sogar das Leben der Sportler aufs Spiel setzen.
Andererseits sind die Olympischen Spiele der Höhepunkt im sportlichen Kalender, und es entspricht nun mal dem Wettkampfgedanken, dass sich hier die Besten durchsetzen sollen. Und oft sind Stürze und Unfälle auch weniger schlimm, als sie zunächst aussehen. Pärson etwa zog sich zwar einige üble Prellungen zu, aber die werden schnell vergessen sein. Zumal sie kurz darauf die Bronzemedaille in der Kombination gewann.
Wir wollen von Ihnen daher diesmal wissen: Olympia: Geht die Rekordjagd zu weit? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sollen CSU und SPD ihr Rathaus-Bündnis beenden? Mit Ja antworteten 66,1 Prozent, mit Nein 33,9 Prozent.

Seit die Sozialdemokraten im Stadtrat eine „Denkpause“ in Sachen Nordspange durchgesetzt haben, herrscht zwischen SPD und CSU im Rathaus dicke Luft. Die Christsozialen halten den Bau einer Verbindung des Flughafens mit der Autobahn für unverzichtbar. Die SPD habe mit ihrer „Denkpause“ die Vereinbarungen gebrochen, die sie nach der Wahl eingegangen sind. Deshalb will die CSU die Kooperation im Rathaus nun erst einmal auf Eis legen.

Schon nach der Kommunalwahl im Jahr 2002 haben die SPD und die CSU im Stadtrat eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. In den großen Themen wollte man sich zum Wohle der Stadt nicht künstlich beharken, sondern die Dinge gemeinsam zügig voranbringen. Vor allem aber wollte man verhindern, dass die extreme Rechte im Rathaus das Zünglein an der Waage spielen könnte.

Nach der herben Niederlage der CSU bei den Kommunalwahlen 2008 wurden Zweifel laut, ob den Christsozialen so viel Rathaus-Harmonie wirklich gut tut. Sie nahm sich vor, künftig mehr eigenes Profil zu zeigen. Und ging aber dann doch wieder – wenn auch eine losere – Kooperation mit der SPD ein. Denn, so die CSU, im Rathaus müsse sachorientiert gearbeitet werden. Ideologische gefärbte Debatten hätten dort keinen Platz.

Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: Sollen CSU und SPD die Kooperation im Rathaus beenden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Nordspange: Ist die Denkpause richtig? Mit Ja antworteten 47,7 Prozent, mit Nein 52,3 Prozent. gs

Nach einer Marathon-Sitzung am vergangenen Mittwoch hat sich die SPD im Stadtrat mit ihrer Forde­rung nach einer „Denkpause“ durchgesetzt: Die Nordanbindung des Flughafens an die Autobahn liegt damit erst einmal auf Eis. Die Sozialdemokraten wollen aktuel­lere Gutachten abwarten – was das Verkehrsaufkommen in den betrof­fenen Stadtteilen, die Fluggastzah­len und die Hydrogeologie angeht.

Die CSU ist über die Entschei­dung für eine Denkpause, die die Grünen und die Linke mitgetragen haben, schwer verärgert. Für sie ist das Projekt damit schon fast gestor­ben. Dabei, so Wirt­schaftsreferent Roland Fleck, sei die Nordanbindung von höchster Wichtigkeit für Nürnberg und für die Metropolregion. Auch die Indus­trie- und Handelskammer setzt sich vehement für den Bau der neuen Straße ein. In unserem Vipraum-Blog wird dies wiederum ganz anders gesehen.

Wir wollen von Ihnen diesmal wis­sen: Nordspange: Ist die Denkpause richtig? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Macht das „Germanische“ ein gutes Programm? Mit Ja antwor­teten 57,8 Prozent, mit Nein 42,2 Prozent.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100201-10-11787In der Schweiz spricht man sogar von einer “Kriegserklärung”, aber auch in Deutschland wird der Ankauf der Steuerdaten-CD durchaus kontrovers diskutiert. Dabei sind nicht bloß jene Vermögenden, die ihr Geld am deutschen Fiskus vorbei ins Nachbarland transferiert haben, dagegen, auch andere sprechen von Hehlerei und einer staatlichen Unterstützung von kriminellen Machenschaften. Wieder andere machen einfach eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung auf und verweisen darauf, dass für die 2,5 Millionen Euro, die der Ankauf der CD kostet, mehr als 100 Millionen eingenommen werden könnten. Kanzlerin Angela Merkel scheint sich durch die Angriffe ohnehin nicht beirren zu lassen: “Ich bin wie jeder vernünftige Mensch dafür, dass wir Steuerhinterziehung ahnden”, sagt sie.

Wir wollen aber gerne auch von Ihnen wissen, wie Sie diesen Vorgang bewerten. Machen Sie mit bei unserem Voting oder schreiben Sie uns einen Kommentar zu diesem Thema.

Es ist keine gute Bilanz, die das Germanische Nationalmuseum (GNM) in der vergangenen Woche bekanntgab: 2009 ging die Zahl der Besucher um fast zehn Prozent zurück. Nur knapp 320 000 Kunstinteressierte sahen sich im letzten Jahr die Schätze des renommierten Hauses an.
Woran lag es? Als Sündenbock hat die Museumsleitung die Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg“ ausgemacht: Die international anerkannte Sonderschau über die deutsche Teilung in der Kunst brachte in Nürnberg längst nicht den erhofften Besucherstrom – und das, obwohl sie vom amerikanischen Kritikerverband AICA als beste Themenschau des Jahres 2009 ausgezeichnet wurde. Aber es ist ja nichts Neues, dass die Meinung von Kunstkritikern und der Geschmack des breiten Publikums meilenweit voneinander entfern sind!
Nun sind zehn Prozent bei einer Größenordnung von 320 000 Besuchern eigentlich keine sehr beeindruckende Zahl. Das Problem ist, ob das GNM als wichtigstes Museum in der Stadt und eines der bedeutendsten im ganzen Land nicht grundsätzlich zu wenig Menschen anlockt. Schöpft das Haus seine Möglichkeiten nicht genügend aus, macht es zu wenig populäre Angebote, bleibt es häufig zu abstrakt in seiner Themenstellung, macht es zu wenig Werbung für sich? Das sind die Fragen, die sich automatisch stellen.
Für dieses Jahr stehen interessante Veranstaltungen auf dem Programm des GNM, zum Beispiel die erfolgsträchtige Sonderausstellung „Mythos Burg“ oder die Schau „Reisebegleiter – Mehr als nur Gepäck“ mit Koffern, die Geschichte(n) erzählen, anlässlich des 175. Bahnjubiläums. Auch die neu gestaltete Sammlung „Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur 16.–18.
Jahrhundert“ könnte ein Besuchermagnet werden. Aber reicht das alles schon aus, um eine Trendwende zu erreichen?
Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: Macht das „Germanische“ ein gutes Programm? Abstimmen können Sie hier.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Wurde Siggi Schneider zu Recht ausgegrenzt? Mit Ja antworteten 82,7 Prozent, mit Nein 17,3 Prozent.

20091013 Schneider bei AbstimmungDie CSU sorgte in der vergangenen Woche für einen Paukenschlag: Die Stadtratsfraktion der Konservativen kündigte an, den langjährigen Fußballfunktionär Siegfried „Siggi“ Schneider aus ihren Reihen auszuschließen, sobald er am Mittwoch als Stadtrat vereidigt ist.

Vor der Kommunalwahl vor knapp zwei Jahren hat sich die CSU noch mit dem damaligen Club-Vizepräsidenten, der sein Amt wegen seiner wirtschaftlichen Probleme derzeit ruhen lässt, geschmückt; nun will die Fraktion ihn nicht mehr haben – für Schneider ist das nicht nachvollziehbar. Er verweist darauf, dass eine Insolvenz kein Verbrechen sei, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die CSU-Fraktion wiederum vermisst bei Schneider „Demut im Umgang mit den Gläubigern“, wie es Fraktionschef Sebastian Brehm formulierte. Auch fehle es an der nötigen Offenheit. Die CSU will sich keinen potenziellen Unruheherd an Bord holen – und nimmt dafür in Kauf, nur noch mit 22 statt 23 Mitgliedern im Stadtrat vertreten zu sein.

Wir wollen daher von Ihnen   diesmal wissen: Wurde Siggi Schneider zu Recht ausgegrenzt?  Abstimmen können Sie hier.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück? Mit Ja antworteten 73,3 Prozent, mit Nein 26,7 Prozent.

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