Mehrwertsteuer: Kaufen Sie jetzt mehr?

Shoppen in Corona-Zeiten ging erst einmal gar nicht (Foto: imago) – da war die Runde durch den Supermarkt schon ein besonderes Erlebnis, weil sie zumindest Abwechslung bot. Auch wenn jetzt wieder viel mehr möglich ist, die Kauflaune der Bürger ist noch immer nicht auf der Höhe. Viele Branchen leiden unter massiven Einnahmeeinbrüchen. Um die Konsumfreude anzukurbeln, hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer gesenkt – bis zum 31. Dezember gilt die Regelung, die Teil des Konjunkturpakets ist, das die Folgen der Corona-Krise abmildern soll.
Es sind nun keine Riesenbeträge, die der Kunde aufgrund der Mehrwertsteuersenkung beim Einkauf spart. Aber es gibt schließlich genug Menschen, die Monat für Monat auf jeden Cent achten müssen. Wer aufgrund der Krise auch noch um seinen Arbeitsplatz fürchtet, wird trotz aller Rabatte oder Steuersenkungen kaum in Konsumlust verfallen – wer schafft sich in dieser Phase schon ein neues Auto an?

Gabi Eisenack

Mehrwertsteuer: Kaufen Sie jetzt mehr?“

Hat das Warenhaus noch Zukunft?

Der Innenstadt-Karstadt (Foto: Roland Fengler) ist gerettet – diese Nachricht hat am Freitag für Schlagzeilen gesorgt. Und für Reaktionen. Während die einen sich darüber freuen, dass es in der Innenstadt nun auch weiterhin ein Geschäft gibt, in dem es alles gibt, zeigten sich andere Kommentatoren eher skeptisch. Die Rettung – so meinen sie – sei keine endgültige. Das Aus für das Warenhaus werde dadurch nur um ein paar Jahre verschoben. Überhaupt: Hat sich das Einkaufsverhalten nicht grundlegend verändert? Braucht man tatsächlich noch ein Warenhaus, wenn man doch alles mit ein paar Klicks im Internet bestellen kann? Oder haben die Kunden mittlerweile verstanden, wie wichtig Warenhäuser als Frequenzbringer in der Innenstadt sind und kaufen nun gezielt dort ein.jule

Hat das Warenhaus noch Zukunft?

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Haben Sie Angst vor einer zweiten Welle?

Schritt für Schritt kehren wir ins normale Leben zurück. Noch immer herrscht Maskenpflicht und gilt das Abstandsgebot. Aber: Menschen flanieren durch Fußgängerzonen, sitzen im Café, Schwitzen im Fitnessstudio, fahren in den Urlaub. Die Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland, abgesehen von der Lage in Teilen Nordrhein-Westfalens, lässt Lockerungen zu. Doch kommt der ein oder andere auch ins Grübeln. Sind wir zu forsch? Kommen wir uns schon wieder viel zu nahe? Wird aus den lokal begrenzten neuen Ausbrüchen doch wieder eine größere Welle, die im Herbst anrollt?

Im Moment sind Virologen (Foto: Oliver Berg/dpa) verhalten optimistisch, dass Deutschland von einer zweiten Welle verschont bleibt. Sicherheit können sie freilich nicht garantieren und mahnen weiterhin zur Vernunft. Das tut auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Erst am Wochenende hat er sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt. „Wir müssen wirklich weiter aufpassen. Die aktuellen Ausbrüche sind eine Warnung. Distanz, Hygiene und Masken bleiben wichtige Vorsichtsmaßnahmen. Und bei neuen Ausbrüchen ist schnelles Handeln entscheidend.“.gs

Haben Sie Angst vor einer zweiten Welle?

365-Euro-Ticket: Ein Grund zum Umsteigen?

Der Nürnberger Stadtrat hat in der vergangenen Woche den Weg für ein 365-Euro-Ticket frei gemacht. Die Initiative ging von den Linken aus. Es soll zum 1. Januar 2023 eingeführt werden. Allerdings sind noch viele Fragen nicht geklärt, denn allein für Nürnberg müssten pro Jahr Einnahmeausfälle von 30 Millionen aufgefangen werden. Angesichts des angespannten städtischen Haushalts müssten wohl Bund und Land einspringen. Ungeklärt ist auch, wer im VGN-Bereich alles mitmacht, denn nicht überall ist das Netz so dicht geknüpft wie in Nürnberg. Ein Auseinanderbrechen des VGN wäre aber ein Rückschritt im ÖPNV.

Auf der anderen Seite macht es ein 365-Euro-Ticket leichter, vom Auto auf umweltfreundliche Busse und Bahnen umzusteigen. Ob allein der günstige Tarif genügt, Pendler dazu zu bringen, das Auto stehen zu lassen, wird sich zeigen. In aller Regel steigen Pendler um, wenn es kurze Takte gibt und lange Strecken ohne Umsteigen zur Verfügung stehen. Es muss also die Infrastruktur im Öffentlichen Personennahverkehr stimmen, wenn die Verkehrswende neuen Schwung erhalten soll.

André Fischer

365-Euro-Ticket: Ein Grund zum Umsteigen?

Corona: Würden Sie sich impfen lassen?

Wissenschaftlerweltweit forschen derzeit an einem Impfstoff gegen Corona. Gefunden haben sie ihn noch nicht. Wenn es aber soweit ist, dann könnte man sich mit einem kleinen Piks vor der Krankheit schützen, die gerade die ganze Welt in Atem hält (Foto: Martin Schutt/zb/dpa). Wer sich impfen lässt, der könnte ohne Angst vor einer Ansteckung wieder so leben, wie wir es alle vor Ausbruch der Pandemie gewohnt waren. Besonders Risikogruppen, also Menschen, die ein wenig älter sind oder eine Vorerkrankung haben, könnten endlich aufatmen. Nicht nur, weil sie sich durch die Impfung selbst schützen würden, sondern auch, weil eine Durchimpfung der Gesellschaft zu einer Herdenimmunität führen würde, von der auch die Personen profitieren, die die Verabreichung eines Impfstoffes ablehnen oder die nicht geimpft werden können. Nur: Schon jetzt – also zu einer Zeit, zu der noch gar kein Impfstoff existiert – gehen bereits Menschen auf die Straße, die Impfungen kritisch gegenüber stehen. Einige von ihnen befürchten, dass man beim Impfen einen Chip unter die Haut gepflanzt bekommen soll. Die meisten Impfkritiker aber argumentieren nicht mit Verschwörungstheorien. Sie wollen nur erreichen, dass jeder selbst darüber entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht. Auch eine vergleichsweise harmlose Impfung könnte doch zu schlimmen Nebenwirkungen führen. Aus diesem Grund lehnen sie die Maßnahme für sich selbst – sollte nun ein Impfstoff gefunden werden – zunächst ab.

Julia Vogl

 

Corona: Würden Sie sich impfen lassen?

Planen Sie heuer Urlaub im Ausland?

Die Länder unserer Sehnsucht waren in den vergangenen Monaten Corona-bedingt in unerreichbare Ferne gerückt. Die Deutschen, die so gerne verreisen (Foto: Günter Distler), wurden ihrer Leidenschaft beraubt. Nun aber kommt der Sommer und mit ihr die Urlaubszeit – und da öffnen sich rechtzeitig wieder viele europäische Landesgrenzen. Touristen, oft wenig geliebt, wenn sie in Übermassen auftauchen, sind wieder gern gesehen. Vor allem natürlich aus wirtschaftlichen Gründen. Ganz ohne sie geht es auch nicht. Ferienträume könnten also doch noch wahr werden: am Strand in der Sonne liegen, durch Roms Gassen schlendern, die Gipfel der Dolomiten erklimmen. Doch wollen wir das wirklich? Kommt echte Urlaubsstimmung auf, wenn immer noch Abstandsgebote gelten und Hygienevorschriften – hoffentlich – streng eingehalten werden? Ist Urlaub daheim nicht vielleicht doch attraktiver, in vertrauter Umgebung, mit dem Hausarzt in nicht allzu weiter Distanz?

Gabi Eisenack

Planen Sie heuer Urlaub im Ausland?

Corona: Haben Sie noch Angst vor Ansteckung?

DieInfektionszahlen sinken. Vor einigen Wochen noch mussten mehrere Hundert Nürnberger in Quarantäne verharren, weil sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Der Lockdown aber zeigte Wirkung (Foto: Julia Vogl).
Während die Zahl der Neuinfizierten täglich immer weiter sank und zwischenzeitlich an manchen Tagen gar keine neuen Fälle gemeldet wurden, konnten immer mehr Menschen aus der Quarantäne entlassen werden.
Die Folge: Am Sonntag etwa mussten gerade einmal noch 48 Nürnberger laut städtischer Mitteilung daheim bleiben. Der Trend ist auch in den umliegenden Städten und Kreisen zu sehen. Auch in der Region sinkt die Zahl der akut erkrankten Menschen immer weiter. Rein rechnerisch ist die Möglichkeit, sich mit dem Virus anzustecken, damit sehr gering.
Dazu kommt: Die Menschen halten Abstand und tragen an Orten, an denen dieser nicht immer eingehalten werden kann, einen Schutz vor Nase und Mund. Selbst wenn sie also das Virus in sich tragen, gibt es Vorkehrungen, die eine Ansteckung anderer Menschen zumindest weniger wahrscheinlich werden lassen.
Und dennoch gibt es Menschen, die die Lockerungen noch nicht richtig genießen können. Was, wenn man sich bei einem Menschen ansteckt, der einfach nicht getestet worden ist? Wie kann man eine Ansteckung vermeiden, wenn man unter Leute geht, die sich dann aber nicht ausreichend an Hygieneregeln halten? In Ostfriesland etwa war das der Fall – dort trafen sich 50 Personen in einem Restaurant, 23 von ihnen wurden positiv auf das Virus getestet. Und auch beim Besuch des Gottesdienstes ist vielen noch mulmig. Hat es doch in Frankfurt erst eine Masseninfektion in einer Kirche gegeben.
Wie geht es Ihnen? Genießen Sie die Lockerungen oder machen Sie sich Sorgen, weil Sie sich womöglich anstecken könnten?

Julia Vogl

Corona: Haben Sie noch Angst vor Ansteckung?

Pop-Up-Radwege: Eine Lösung für die Stadt?

Berlin hat sie schon und auch in Paris, Brüssel, Barcelona, Mailand, Wien, Mexiko-Stadt und Vancouver radeln die Bewohnerinnen und Bewohner der Metropolen auf sogenannten Pop-Up-Radwegen (Foto:dpa-Bildfunk). Dabei handelt es sich um sichere Fahrradspuren, die auf Hauptstraßen kurzfristig eingerichtet werden. Grund: Während der Corona-Pandemie sollen und wollen viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel meiden. Das Fahrrad dient als gesunde, günstige und umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto.
Auch in Nürnberg ist die Zahl der Radfahrer in den vergangenen Wochen merklich gestiegen. Der Ortsverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat deshalb eine Petition für die neuen Radstreifen gestartet. Sie diene vor allem der Sicherheit der Radfahrer. Am dringendsten hält der VCD den Abschnitt zwischen Rennweg und Rathenauplatz auf der Bayreuther Straße. Hier gäbe es eine gefährliche Radweglücke, so der Verein.
Viele Organisationen begrüßen den Vorstoß. Aber es gibt auch Kritik: Mehr Platz für Radler heißt auf der anderen Seite freilich Einschränkungen für Autofahrer. Statt zwei Spuren für Kraftfahrzeuge gäbe es dann punktuell nur noch eine. Lange Blechkolonnen wären die Folge, so die Befürchtung.

Clara Grau

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Sollen die Sommerferien verkürzt werden?

Coronabedingt sind bayernweit alle Schulen in den drei Wochen vor den Osterferien geschlossen geblieben. Eine Woche nach den Ferien durften zumindest die Schüler zurück in den Präsenzunterricht zurückkehren, die heuer ihren Abschluss schreiben. Nach und nach drücken auch weitere Jahrgangsstufen wieder die Schulbank – allerdings doch sehr eingeschränkt (Foto: Hans-Joachim Winckler)

Für die Eltern bedeutet das viel Arbeit. Gerade kleinere Kinder müssen beim Homeschooling gut betreut werden. Nicht in allen Familien war das in den vergangenen Wochen einfach so in den gewohnten Alltag zu integrieren. Eltern mussten Urlaub nehmen und ihren Kindern helfen – wenn sie es denn konnten. In manchen Familien war die Beschulung daheim gar nicht oder nur bedingt möglich, weil Eltern – aus welchen Gründen auch immer – schlichtweg nicht helfen konnten.

Entstanden sind ungleiche Bildungschancen. Und Eltern, die nun vor einem Betreuungsproblem während der anstehenden Sommerferien stehen.
Wie aber soll man diese Probleme lösen? Ein Vorschlag wäre es, die Ferien im August und September einfach zu verkürzen. Die Kinder wären in den Schulen gut betreut und könnten Wissenslücken, die durch den Schulausfall während der Corona-Pandemie entstanden sind, wieder aufholen. Die Eltern könnten sich verstärkt auf ihren Beruf konzentrieren. Und auch diejenigen, die noch genug Urlaub haben, dürften wohl nicht allzu arg unter verkürzten Ferien ächzen – scheinen ausgedehnte Fernreisen in diesem Sommer schließlich eher weniger wahrscheinlich.

Oder sollte man doch auch an die Lehrer denken, die ihren Unterricht unter großem Stress auf digitales Lernen umgestellt haben und gerade jetzt die sechs Wochen Pause im Sommer verdient haben? Vielleicht brauchen auch die Schüler die lange Auszeit im Sommer, um sich endlich einmal vom Leistungsdruck zu erholen? Klar ist: Ministerpräsident Markus Söder hat bereits klargestellt, dass in Bayern an den Sommerferien nicht gerüttelt wird – aber wäre das nicht vielleicht doch ganz gut?

Sollen die Sommerferien verkürzt werden?

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Corona: Gehen die Lockerungen zu weit?

Die Corona-Krise hat das Leben in vielen Bereichen verändert oder ganz lahmgelegt. Was immer selbstverständlich war, ist plötzlich nicht mehr möglich. Dass viele Einschränkungen nötig waren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, stieß in der Bevölkerung auf große Zustimmung, die allermeisten Menschen hielten sich an die Vorgaben der Politik. Und halfen mit, das Tempo der Ausbreitung zu drosseln.

Nun werden ab Montag die strengen Regeln gelockert. Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen (Foto: Hans-Joachim Winckler), was gut für die Wirtschaft ist. Schrittweise kann demnächst auch die Gastronomie ihren Betrieb wieder aufnehmen und immer mehr Schüler kehren in die Schulen zurück – das alles sollte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geschehen, von Normalität kann also keine Rede sein.

Während sich viele Menschen freuen, dass sie in ihrer Freiheit nicht mehr so stark eingeschränkt sind, machen sie die anderen Sorgen: Wie wird sich die Zahl der Infizierten entwickeln? Wird sie wieder steigen, wenn aufgrund der Lockerungen die Menschen die Situation nicht mehr ernst nehmen?

Gabi Eisenack

Corona: Gehen die Lockerungen zu weit?