Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) will Hundehalter und ihre Schützlinge nicht nur ständig mit neuen Auflagen, Strafgebühren und Leinenpflicht behelligen, sondern ihnen auch etwas Gutes tun. Deswegen wird in der Grünanlage im Sterntorzwinger auf einer 1300 Quadratmeter großen Fläche ein Hundespielplatz mit Treppen zum Hochklettern und Slalomstangen errichtet.
Dieses gut gemeinte Unterfangen ist indes heftig umstritten. Selbst Hundefreunde sagen, dass sie ihren Vierbeiner solche Übungen lieber im ohnehin besser ausgerüsteten Hundesportverein absolvieren lassen. Zudem kritisieren sie, dass der eine Platz den Mangel an Freilaufflächen für Hunde in der Stadt nicht annähernd kompensiert. Andere kritisieren die Kosten, immerhin stellt die Stadt in Zeiten klammer Kassen ein Budget von 13000 Euro zur Verfügung.
Hundehalter kommen ins Gespräch
Manche befürchten Beißereien auf dem Gelände, andere allerdings freuen sich darauf, dass die Hunde auf dem neuen Spielplatz miteinander toben und so auch die Halter ins Gespräch kommen können. Zudem verweisen die Befürworter darauf, dass sich die Plätze in Berlin bewährt hätten.
Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Sind Spielplätze für Hunde sinnvoll?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll die EM in der Ukraine boykottiert werden?“ Mit Ja antworteten 69 Prozent, mit Nein 31 Prozent.
M.P.
Fußball ist eine völkerverbindende Angelegenheit. Bei internationalen Turnieren feiern Fans aller Herren Länder miteinander, egal, ob ihre Mannschaft letztendlich einen Sieg errungen hat oder nicht. Da ist die Freude am Partymachen oft doch größer als der Ehrgeiz. Doch jetzt, fünf Wochen vor Beginn der Europameisterschaft, wird der Sport zum Politikum.
Die Ukraine, neben Polen Gastgeber, ist wegen ihres Umgangs mit der früheren Regierungschefin Julia Timoschenko in die Kritik geraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt sogar einen Boykott der Spiele.
Ist es möglich, mit gutem Gewissen im Stadion zu sitzen und den deutschen Kickern beim Spielen zuzusehen, während eine prominente Regimekritikerin im Gefängnis malträtiert wird? Diskussionen über zweifelhafte Gastgeber gab es in der Geschichte immer wieder: etwa über Argentinien, Austragungsort der WM 1978 und damals eine Militärdiktatur, die Kritiker foltern und hinrichten ließ. Auch damals erwägte Deutschland einen Boykott – und machte am Ende doch mit.
Letztlich: Wen straft man, wenn man dem Fußballturnier fernbleibt? Das Regime, auf das man Druck ausüben will oder die Menschen, die sich auf die Austragung der EM in ihrer Heimat mit viel Engagement vorbereitet haben und sich auf ihre Gäste freuen? Und wer soll wegbleiben? Nur Merkel und ihre Ministerriege? Oder am besten gleich alle? Die Fans und die Teams? Sollen die Reihen in den Stadien leer bleiben? Haben das die Spieler verdient? Eines ist jedenfalls jetzt schon klar: Diese EM wird in die Geschichte als eine umstrittene eingehen – und das ist vor allem schade für die Polen.
Unsere Leserfrage lautet in dieser Woche: „Soll die EM in der Ukraine boykottiert werden?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Höhere Strafen für rüpelhaftes Radfahren?“ Mit Ja antworteten 83 Prozent, mit Nein 17 Prozent.
In der Debatte um Verkehrsverstöße von Radfahrern schlägt die Gewerkschaft der Polizei unter anderem höhere Bußgelder vor. Vorsitzender Bernhard Witthaut zeigt sich überzeugt davon, dass es nur über das Portemonnaie gehe. Es müsse geprüft werden, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer nicht an den für Autofahrer angepasst werden könnte – etwa wenn man das Handy benutzt.
Zuletzt hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ein zunehmend rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern kritisiert. Bislang wurden sie oft Rüpelradler genannt. Ramsauer hat kürzlich einen neuen Namen für sie gefunden: Kampfradler. Er habe zum Beispiel beobachtet, wie Radler unter den Augen von Polizisten rote Ampeln und jede Verkehrsregel missachteten.
In Deutschland sterben jährlich rund 440 Menschen bei Fahrradunfällen. Tausende telefonieren beim Radeln, halten nicht bei Rot oder rasen halsbrecherisch durch Fußgängerzonen. Allerdings: Es sind deutschlandweit Millionen mit dem Rad unterwegs. Deshalb muss man andererseits die Frage stellen, ob mit den jüngsten Vorschlägen nicht mit Kanonenkugeln auf Spatzen geschossen wird.
Es mag ja sein, dass immer mehr radelnde Verkehrsrowdys unterwegs sind. Keinesfalls aber handelt es sich dabei um die Mehrheit der Radfahrer. Dem Verbieten, Regulieren und Bestrafen könnte auch erst einmal mehr Aufklärung über die Risiken vorausgehen. Außerdem haben sich die meisten Kommunen in puncto bessere Infrastruktur für mehr Fahrradsicherheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Höhere Strafen für rüpelhaftes Radfahren?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab. Hier können Sie über die Leserfrage diskutieren.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sollen Senioren zum Führerschein-TÜV?“ Mit Ja antworteten 27 Prozent, mit Nein 73 Prozent. we
Über den Aufstieg der Fürther freuen sich nicht alle. Viele Clubfans zum Beispiel. Sogar die Journalisten in der Region haben damit ihre Probleme. Die Spielvereinigung auf Augenhöhe mit dem „Ruhmreichen“, wie soll das denn praktisch aussehen? Wir haben schließlich nur einen Aufmacher im Sportteil oder auf unserer Internetseite. Also müssen wir uns entscheiden, wen stellen wir nach oben und wen nach unten, den Club oder die Spielvereinigung.
Eine Gleichheit von Meldungen herstellen, das widerspricht nämlich dem Selbstverständnis der Medien. Die müssen gewichten. Gleichheit gibt es ohnehin nicht. Auch hier: Der Club begreift sich nach wie vor als Nummer 1 in der Region, liegt aber nicht nur in der eigenen Einschätzung, sondern auch bei den Zuschauerzahlen oder beim Umsatz vorne und — nicht zuletzt — bei den sportlichen Erfolgen in der Fußballhistorie.
Eine ähnliche Argumentation vertritt allerdings auch der Bayerische Rundfunk, wenn ihm von Fans des FCN — oder neuerdings des FC Augsburg — vorgeworfen wird, die meiste Sendezeit dem FC Bayern München zu widmen und die anderen bayerischen Bundesligavereine zu vernachlässigen. Und selbst Clubfans wollen ungern mit den Bayern verglichen werden.
Man könnte freilich auch ergebnisorientiert herangehen. Mit einem 2:0-Sieg würde das Kleeblatt zur Topmeldung, wenn der Club gleichzeitig nur 1:0 gewinnt. Schafft der das allerdings gegen den BVB und Fürth nur gegen Mainz, was dann?
Vielleicht machen wir uns aber einfach nur zu viele Gedanken. Immerhin gilt auch: Suchen hält fit, gleich finden macht träge.
Was meinen Sie?
Immer wieder ist er in der Diskussion, der regelmäßige Gesundheitstest für Autofahrer. Aktuell fordert Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) eine solche Untersuchung, bei der vor allem die Reaktions- und Sehfähigkeit älterer Menschen überprüft werden soll.
Der Chefarzt der Geriatrie am Klinikum Nürnberg, Cornel Sieber, wie auch Johanna Myllymäki-Neuhoff vom Zentrum für Altersmedizin halten regelmäßige Tests ebenfalls für sinnvoll, auch wenn Senioren gemäß der Unfallstatistik des Polizeipräsidiums Mittelfranken nur mit 10,9 Prozent als Hauptunfallverursacher am Gesamt-Unfallgeschehen beteiligt sind. Dennoch: Sowohl die Reaktionsfähigkeit wie auch das Vermögen, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, nehmen mit zunehmendem Alter ab, betont Sieber.
Ab wann jedoch gilt man eigentlich als „Senior“, „Seniorin“? Mit dem 65 Lebensjahr, früher, später? Wann sollte mit dem Test begonnen und in welchem Abstand sollte er wiederholt werden? Die vom Hamburger Senator geforderten 15 Jahre seien „eine viel zu lange Zeitspanne“, so Sieber. Ab 70 müsse der Test schon „alle paar Jahre“ sein, erklärte der Professor.
In der Schweiz kommen ältere Verkehrsteilnehmer beispielsweise regelmäßig auf den Prüfstand; die Finnen müssen ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre zum Test. Hierzulande aber ist die Skepsis groß. Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Sollen Senioren zum Führerschein-TÜV?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf www.nz.de ab. Über die Leserfrage diskutieren können Sie hier.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll die Stadt die Zahl der Spielhallen begrenzen?“ Mit Ja antworteten 92 Prozent, mit Nein 8 Prozent.
Spielhallen und Wettbüros fördern die Spielsucht. Zudem tragen sie dazu bei, dass ganze Viertel heruntergewirtschaftet werden, weil sich Einzelhändler nur ungern in der näheren Umgebung der Daddelbuden ansiedeln. Denn meist werden die Schaufenster großzügig mit der Firmenaufschrift abgeklebt – das fördert die Anonymität der Nutzer und erweckt gleichzeitig den Eindruck, dass sich die Macher nicht in die Karten schauen lassen möchten, mit was sie ihr Geld wirklich verdienen.
Andererseits sind Spielhallen immer noch besser als leerstehende Geschäfte und verwaiste Straßen. Casinos und Wettbüros müssen ebenso Umsatzsteuer an die Stadt zahlen, wie der Gemüseverkäufer nebenan oder das mittelständische Industrieunternehmen am Hafen. Die Einnahmen durch Spielhallen dürften in Nürnberg erheblich sein, zählte die Stadt vergangenes Jahr doch 144 Stück.
Mit diesem Geld wird wiederum in die Stadt investiert, Straßen erneuert, Wohnungen gebaut, Stadtviertel saniert. Forscher kritisieren ohnehin, dass nicht die Spielhallen das Problem seien, sondern die Spielautomaten in Gaststätten und Imbissbuden. Die Hälfte aller Jugendlichen käme nach Meinung der Forscher so mit dem Automatenspiel in Kontakt. Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Soll die Stadt die Zahl der Spielhallen begrenzen?“ Geben Sie Ihr Votum bitte im Internet unter www.nz.de ab.
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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Brauchen wir mehr Zugang zur Pegnitz?“ Mit Ja antworteten 58 Prozent, mit Nein 42 Prozent.
Die Stadt Nürnberg hat einen Plan: Die Pegnitz soll zugänglicher und besser erlebbar werden, für Einwohner wie für Touristen. Man hat zwei Landschaftsarchitekten beauftragt, die Vorschläge machten, wie das zu realisieren sein könnte. Mit einer Treppe hinunter zum Ufer beispielsweise, mit Bänken und einem Steg am Wasser. Letztlich sollen aber die Bürger entscheiden, was davon umgesetzt wird. Und sie werden dazu aufgerufen, eigene Vorschläge zu machen.
Man könnte nun argumentieren, dass es Wichtigeres gäbe, in das die Stadt ihr Geld und ihre Zeit investieren könnte, als in derartige Pläne: Schulen, Straßen, vernachlässigte Grünanlagen. Ist die bessere Erschließung der Pegnitz da nicht ein Luxusproblem?
Und doch: Wasser bedeutet Lebensqualität. Das gilt nicht nur fürs Meer. Der Blick aufs Wasser beruhigt. Wir Nürnberger haben das Glück, dass unser Fluss mitten durch die Innenstadt fließt. Doch davon bekommt man kaum etwas mit, es sei denn, der Weg führt über eine der zahlreichen Brücken. Meist ist die Pegnitz weit weg, weit unter uns. Das kann sich nun ändern. Vielleicht wäre das eine gewisse Investition wert.
Unsere Leserfrage lautet in dieser Woche „Brauchen wir mehr Zugang zur Pegnitz?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab Über die Leserfrage diskutieren können Sie hier.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sind Kaufhäuser noch zeitgemäß?“ Mit Ja antworteten 76 Prozent, mit Nein 24 Prozent.
Quelle: Die letzten Mitarbeiter machten 2009 kurz vor Weihnachten das Licht aus: Insolvenz beim Versandhändler Quelle an der Fürther Straße – es waren tragische Wochen, die bundesweit Schlagzeilen machten. Woolworth: Nach 80 Jahren schloss die Woolworth-Filiale in der Königstraße. Karstadt: Nach monatelangem Gezerre wurde die Warenhauskette Karstadt an den deutsch-amerikanischen Privatinvestor Nicolas Berggruen verkauft. Es war eine Rettung praktisch in letzter Sekunde – 25000 Mitarbeiter konnten ihr Glück kaum fassen, wie lange es anhält, weiß niemand. Kaufhof: Die Metro-Tochter Kaufhof schließt vier Filialen mit insgesamt 228 Mitarbeitern, darunter die am Aufseßplatz – auf 75 Kaufhof-Mitarbeiter kommen unruhige Zeiten zu.
Vorbei scheinen die goldenen Zeiten zu sein, in denen die Menschen im Kaufrausch in die Konsumtempel eilten. Die NZ berichtete erst vor wenigen Tagen vom Auf und Ab der Kaufhäuser. In dem Bericht war zu lesen, dass das Kaufhaus sein Alleinstellungsmerkmal – ein breiteres und günstigeres Angebot als der Einzelhandel – längst verloren hat.
Natürlich versuchen die Kaufhäuser, sich dieser Entwicklung entgegenzustemmen. Sie bauen um, modernisieren, das wird auch honoriert – und letztlich ist es natürlich keineswegs so, dass niemand mehr in Kaufhäuser geht.
Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Sind Kaufhäuser noch zeitgemäß?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab. Hier können Sie über die Leserfrage diskutieren.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Ist Lanz der richtige Gottschalk-Nachfolger?“ Mit Ja antworteten 42 Prozent, mit Nein 58 Prozent. we
Thomas Gottschalk geht, Markus Lanz kommt. Der von den meisten erhoffte Nachfolger für “Wetten, dass…?” hat dem ZDF den Laufpass gegeben: Hape Kerkeling. Nun also Lanz, er ist bekannt, er ist beliebt, hat Charme, ist hartnäckig und geschmeidig zugleich.
Verkehrschaos, verschlossene Kindertagesstätten, ungeleerte Mülltonnen: Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in der vergangenen Woche schon einmal demonstriert, was passiert, wenn sie richtig sauer sind. Während die Nürnberger noch glimpflich davonkamen, ging in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wegen der Warnstreiks nicht mehr viel voran.
Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten von Bund und Kommunen einen Lohnzuwachs um 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Die Forderung ist den Arbeitgebern zu hoch, deshalb legten sie aus Prostest zur ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vor. Heute werden die Beratungen fortgesetzt.
Die Dienstleistunggewerkschaft ver.di argumentiert damit, dass immer mehr Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nur noch mit Zweitjobs über die Runden kommen. Auch seien die Arbeitsplätze bei Bund und Kommunen schon lange nicht mehr so sicher, wie immer behauptet werde. Ver.di kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Steuerpolitik der letzten Jahre, die zu Lasten der öffentlichen Haushalte gegangen seien. Es sei auf Milliardeneinnahmen verzichtet worden, Außerdem prangert die Gewerkschaft an, dass aus Steuergeldern riesige Summen zur Rettung von Banken bereitgestellt wurden.
((ContentAd))Die Arbeitgeber wiederum halten ihrem Gegenüber vor, völlig überzogene Forderungen zu stellen. Niemand wolle eine Nullrunde, sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der Verhandlungsführer des Bundes. Doch die Finanzen von Bund, Städten und Gemeinden seien knapp. Gefragt sei nun die Einigungsbereitschaft der Gewerkschaften. Auch der Präsident des Verbandes der kommunalen Arbeitgeber, Thomas Böhle, warnte vor einem zu hohen Abschluss. Auf diese Weise würde unter anderem der Ausbau der Kindertagesstätten gefährdet, sagt er.
Unsere Leserfrage lautet diesmal: „Öffentlicher Dienst: Forderungen gerechtfertigt?“ Geben Sie Ihr Votum unter NZ.de ab.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Mehr Geld für die Straßenbahn?“ Mit Ja antworteten 56 Prozent, mit Nein 44 Prozent. Die Digitalkamera hat Walter Leyh aus Eckental gewonnen. In dieser Woche verlosen wir unter den Teilnehmern an der Leserfrage einen Raclette-Grill.