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Nach einer Marathon-Sitzung am vergangenen Mittwoch hat sich die SPD im Stadtrat mit ihrer Forde­rung nach einer „Denkpause“ durchgesetzt: Die Nordanbindung des Flughafens an die Autobahn liegt damit erst einmal auf Eis. Die Sozialdemokraten wollen aktuel­lere Gutachten abwarten – was das Verkehrsaufkommen in den betrof­fenen Stadtteilen, die Fluggastzah­len und die Hydrogeologie angeht.

Die CSU ist über die Entschei­dung für eine Denkpause, die die Grünen und die Linke mitgetragen haben, schwer verärgert. Für sie ist das Projekt damit schon fast gestor­ben. Dabei, so Wirt­schaftsreferent Roland Fleck, sei die Nordanbindung von höchster Wichtigkeit für Nürnberg und für die Metropolregion. Auch die Indus­trie- und Handelskammer setzt sich vehement für den Bau der neuen Straße ein. In unserem Vipraum-Blog wird dies wiederum ganz anders gesehen.

Wir wollen von Ihnen diesmal wis­sen: Nordspange: Ist die Denkpause richtig? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Macht das „Germanische“ ein gutes Programm? Mit Ja antwor­teten 57,8 Prozent, mit Nein 42,2 Prozent.

urn:newsml:dpa.com:20090101:100201-10-11787In der Schweiz spricht man sogar von einer “Kriegserklärung”, aber auch in Deutschland wird der Ankauf der Steuerdaten-CD durchaus kontrovers diskutiert. Dabei sind nicht bloß jene Vermögenden, die ihr Geld am deutschen Fiskus vorbei ins Nachbarland transferiert haben, dagegen, auch andere sprechen von Hehlerei und einer staatlichen Unterstützung von kriminellen Machenschaften. Wieder andere machen einfach eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung auf und verweisen darauf, dass für die 2,5 Millionen Euro, die der Ankauf der CD kostet, mehr als 100 Millionen eingenommen werden könnten. Kanzlerin Angela Merkel scheint sich durch die Angriffe ohnehin nicht beirren zu lassen: “Ich bin wie jeder vernünftige Mensch dafür, dass wir Steuerhinterziehung ahnden”, sagt sie.

Wir wollen aber gerne auch von Ihnen wissen, wie Sie diesen Vorgang bewerten. Machen Sie mit bei unserem Voting oder schreiben Sie uns einen Kommentar zu diesem Thema.

Es ist keine gute Bilanz, die das Germanische Nationalmuseum (GNM) in der vergangenen Woche bekanntgab: 2009 ging die Zahl der Besucher um fast zehn Prozent zurück. Nur knapp 320 000 Kunstinteressierte sahen sich im letzten Jahr die Schätze des renommierten Hauses an.
Woran lag es? Als Sündenbock hat die Museumsleitung die Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg“ ausgemacht: Die international anerkannte Sonderschau über die deutsche Teilung in der Kunst brachte in Nürnberg längst nicht den erhofften Besucherstrom – und das, obwohl sie vom amerikanischen Kritikerverband AICA als beste Themenschau des Jahres 2009 ausgezeichnet wurde. Aber es ist ja nichts Neues, dass die Meinung von Kunstkritikern und der Geschmack des breiten Publikums meilenweit voneinander entfern sind!
Nun sind zehn Prozent bei einer Größenordnung von 320 000 Besuchern eigentlich keine sehr beeindruckende Zahl. Das Problem ist, ob das GNM als wichtigstes Museum in der Stadt und eines der bedeutendsten im ganzen Land nicht grundsätzlich zu wenig Menschen anlockt. Schöpft das Haus seine Möglichkeiten nicht genügend aus, macht es zu wenig populäre Angebote, bleibt es häufig zu abstrakt in seiner Themenstellung, macht es zu wenig Werbung für sich? Das sind die Fragen, die sich automatisch stellen.
Für dieses Jahr stehen interessante Veranstaltungen auf dem Programm des GNM, zum Beispiel die erfolgsträchtige Sonderausstellung „Mythos Burg“ oder die Schau „Reisebegleiter – Mehr als nur Gepäck“ mit Koffern, die Geschichte(n) erzählen, anlässlich des 175. Bahnjubiläums. Auch die neu gestaltete Sammlung „Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur 16.–18.
Jahrhundert“ könnte ein Besuchermagnet werden. Aber reicht das alles schon aus, um eine Trendwende zu erreichen?
Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: Macht das „Germanische“ ein gutes Programm? Abstimmen können Sie hier.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Wurde Siggi Schneider zu Recht ausgegrenzt? Mit Ja antworteten 82,7 Prozent, mit Nein 17,3 Prozent.

20091013 Schneider bei AbstimmungDie CSU sorgte in der vergangenen Woche für einen Paukenschlag: Die Stadtratsfraktion der Konservativen kündigte an, den langjährigen Fußballfunktionär Siegfried „Siggi“ Schneider aus ihren Reihen auszuschließen, sobald er am Mittwoch als Stadtrat vereidigt ist.

Vor der Kommunalwahl vor knapp zwei Jahren hat sich die CSU noch mit dem damaligen Club-Vizepräsidenten, der sein Amt wegen seiner wirtschaftlichen Probleme derzeit ruhen lässt, geschmückt; nun will die Fraktion ihn nicht mehr haben – für Schneider ist das nicht nachvollziehbar. Er verweist darauf, dass eine Insolvenz kein Verbrechen sei, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die CSU-Fraktion wiederum vermisst bei Schneider „Demut im Umgang mit den Gläubigern“, wie es Fraktionschef Sebastian Brehm formulierte. Auch fehle es an der nötigen Offenheit. Die CSU will sich keinen potenziellen Unruheherd an Bord holen – und nimmt dafür in Kauf, nur noch mit 22 statt 23 Mitgliedern im Stadtrat vertreten zu sein.

Wir wollen daher von Ihnen   diesmal wissen: Wurde Siggi Schneider zu Recht ausgegrenzt?  Abstimmen können Sie hier.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück? Mit Ja antworteten 73,3 Prozent, mit Nein 26,7 Prozent.

VAG_Am vergangenen Montag sind rund 20.000 Menschen zu spät gekommen – in die Schule, zur Arbeit, zum Arzt. Schuld war eine ganze Serie von Pannen bei den vollautomatischen U-Bahnen. Eine verirrte Taube versetzte das System in Panik, ein Passagier, der die Notbremse zog und ein anderer, der mitten im Tunnel ausstieg, weil die Bahn dort stehengeblieben war, trugen ihren Teil zum U-Bahn-Chaos bei. Und weil das offenbar noch nicht reichte, fiel auch noch das Ansage-System aus.

Seit dem Start der fahrerlosen U-Bahnen im Jahr 2008 hat die VAG immer wieder mit Pannen zu kämpfen, die den Verkehr aufhalten und die Fahrgäste verärgern. Noch läuft das System nicht wirklich rund.

Viele Passagiere, die auf den Strecken der U2 und U3 unterwegs sind, träumen derweil von der guten alten Zeit: als an der Spitze des Zuges noch ein Mensch saß, der sah, ob da in letzter Sekunde noch jemand angehetzt kommt und deshalb noch einen Moment wartete, der die Tür zur rechten Zeit auf- und zumachte – und der nicht gleich in Schockstarre verfiel, wenn eine Taube angeflattert kam. Oder der ein paar tröstende Worte sagte, wenn mal wieder der Verkehr ins Stocken geraten war.
Nun aber hat der Computer das Steuer übernommen. Aber der ist eben nicht unfehlbar. Ganz im Gegenteil, wie wir am Montag gelernt haben.

Von Ihnen wollen wir diesmal wissen: Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück? Geben Sie Ihr Votum bitte hier (rechte Spalte unter NZ-Leserumfrage) ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sind Gutscheine besser als Kindergeld? Mit Ja antworteten 74,1 Prozent, mit Nein 25,9 Prozent. gs

Es gibt Kinder, die zum Schuljahresbeginn keine Hefte, keine Stifte, keinen Radiergummi haben. Die ohne Frühstück in die Schule kommen. Die auch im Winter in dünnen Jäckchen auf die Straße geschickt werden. Weil es Eltern gibt, die nicht auf die Kleinen achten, weil sie krank, gleichgültig oder überfordert sind. Es ist gut, wenn die Öffentlichkeit die Augen vor dem Problem nicht verschließt, dass es in unserer Gesellschaft vernächlässigte Kinder gibt. Manche Familien brauchen Hilfe – vor allem um der Kinder willen. Dann ist es gut, wenn Nachbarn hinschauen, wenn Lehrer nachhaken, was da eigentlich los ist. Und natürlich ist auch die Politik gefragt. Bildungsgerechtigkeit etwa darf nicht ein bloßes Wahlkampfthema sein. Auch Kinder aus armen Verhältnissen sollen die Chance auf eine gute Ausbildung haben. Damit ihnen der Start ins Leben gelingt, brauchen sie die Unterstützung der Gesellschaft.

Nun hat zum Beispiel Cornelia Pieper, die stellvertretende Vorsitzende der Liberalen, kürzlich vorgeschlagen, Vätern und Müttern die nächste Kindergelderhöhung nicht auszuzahlen. Stattdessen sollten Bildungsgutscheine verteilt werden. Zum 1. Januar 2010 ist das Kindergeld bereits um 20 Euro erhöht worden. Laut Koalitionsvertrag soll bis spätestens 2013 noch einmal nachgelegt werden. Damit die Eltern das Geld, das für ihre Kinder bestimmt ist, nicht zweckentfremden, sollen sie Gutscheine bekommen und die bei Sportvereinen, Kindertagesstätten oder Musikschulen einlösen können. Es gehe um bessere frühkindliche Bildung in Deutschland, so Pieper. In der CSU hat sie sich mit ihrem Vorschlag keine Freunde gemacht. Dorothee Bär, die familienpolitische Sprecherin der Christsozialen, sagte gar, es sei eine Unverschämtheit, Eltern die Kompetenz für Kindererziehung abzusprechen. Auch Heinz Hilgers, der Präsident des Kinderschutzbunds, ist von Piepers Idee alles andere als begeistert: «Das ist ein ungeheuerlicher Generalverdacht gegen Eltern», sagt er. Nun wollen wir von Ihnen wissen: Sind Gutscheine besser als Kindergeld?

Hier geht es zur Abstimmung.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Geht Ihnen Nackt-Scannen zu weit? Mit Ja antworteten 36,8 Prozent, mit Nein 63,2 Prozent.

Nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug ist die Diskussion um die Einführung sogenannter Nacktscanner von neuem entbrannt. Die Niederländer haben sich bereits entschieden: Sie führen als erstes Land in Europa Körperscanner ein. Deutschlands Innenminister de Maizière kann sich das zwar auch vorstellen, ist aber der Meinung, es gebe noch keine optimalen Geräte und will erst mal abwarten.

Die Flugpassagiere selbst stehen Nacktscannern offenbar eher skeptisch gegenüber. So mancher würde sich durch einen derartigen Sicherheitscheck vor dem Abflug regelrecht entblößt fühlen. Kaum jemand empfindet es als angenehm, sich auf diese Weise quasi unter Hemd und Hosen schauen zu lassen.

Während unser Innenminister auf die Entwicklung besserer Scanning-Geräte hofft, ist die Opposition im Bundestag dafür, lieber bestehende Sicherheitssysteme auf ihre Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen und Vorschriften konsequenter anzuwenden.

Kritiker monieren außerdem, dass ein Körper-Scanning wenig Sinn macht, wenn sich nach dieser Kontrolle jeder Passagier im Duty-Free-Shop ganz legal Artikel wie zum Beispiel brennbare Flüssigkeiten kaufen kann, aus denen sich später Bomben bauen lassen.

Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Geht Ihnen Nackt-Scannen zu weit?
Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Kann Hecking den Club vor dem Abstieg retten? Mit Ja antworteten 52,9 Prozent, mit Nein 47,1 Prozent.

Siebenmal ist der 1.FC Nürnberg bisher aus der Bundesliga abgestiegen, einmal zudem aus Liga zwei. In allen acht Fällen haben die Verantwortlichen während der Saison die Reißleine gezogen und den Trainer in die Wüste geschickt, darunter auch verdienstvolle Übungsleiter wie Udo Klug (Saison 1983/84), Willi Entenmann (1993/94) oder Hans Meyer (2007/08). Gebracht hat es in diesen acht Fällen nichts, der Club landete dennoch jeweils eine Etage tiefer. Ein Trainerwechsel in Zeiten des Misserfolgs gehört zu den Mechanismen der Branche, ein Allheilmittel ist er nicht.
Manchmal kam der neue Heilsbringer aber erst, als das Kind schon so gut wie in den Brunnen gefallen war: 2002/03 etwa hielt Präsident Michael A. Roth wohl zu lange an Klaus Augenthaler fest und ersetzte ihn erst kurz vor Saisonschluss durch Wolfgang Wolf.

Dieses Problem stellt sich diesmal nicht. Wenn man den Trainer schon wechseln will, so ist das Vorrundenende ein idealer Zeitpunkt. Der neue Coach Dieter Hecking hat in der Winterpause Zeit, die Mannschaft kennenzulernen und kann sich auch (bezahlbare) Neuzugänge selbst aussuchen. Zudem spricht seine bisherige Bilanz klar für Hecking. Mit Alemannia Aachen schaffte er 2006 den Sprung ins Oberhaus, und auf dem für Fußballlehrer traditionell äußerst schwierigen Pflaster in Hannover behauptete er sich drei Jahre lang.
Zudem ist der Rückstand auf das rettende Ufer mit vier Punkten überschaubar, der Club konnte trotz der mageren Ausbeute von zwölf Zählern einigermaßen den Anschluss halten, weil auch die Konkurrenz in der Hinserie sparsam punktete. Er hat nun immerhin noch 17 Spiele Zeit, das Ruder herumzureißen.
Gleichwohl wirkte die sehr junge Mannschaft in vielen Spielen schlichtweg überfordert – und Wunderdinge kann auch der neue Trainer nicht vollbringen. Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Rettet Dieter Hecking den Club vor dem Abstieg?
Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab. Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sollen Uniformen für Schüler eingeführt werden? Mit Ja antworteten 81,9 Prozent, mit Nein 18,1 Prozent.

Überflüssige Ampeln?

531 Lichtsignalanlagen gibt es im Nürnberger Stadtgebiet. Ampeln werden in aller Regel installiert, damit Fußgänger sicher über die Straße gehen können oder wenn der Verkehr an Kreuzungen sowie Einmündungen geregelt werden muss. Steht einmal eine Ampel, dann wird sie selbst dann nicht mehr abgebaut, wenn sie unnütz geworden ist.

Ein Beispiel: Innerhalb des Nürnberger Altstadtrings gilt seit einigen Jahren generell Tempo 30, so dass kaum mehr Fußgänger-Ampeln benötigt werden. Doch abgebaut wurde keine Ampel. Unnütze Ampeln hemmen den fließenden Verkehr, was für überflüssige Abgase sorgt. Außerdem ist der Unterhalt von Ampeln teuer.

Auf der anderen Seite sorgen Ampeln bei Kindern und Senioren für ein Sicherheitsgefühl. Sie bremsen Raser und sorgen für einen geregelten Verkehr.

Gibt es zu viele Ampeln? Kennen Sie in einer Straße eine bestimmte Ampel, auf die man leicht verzichten könnte? Stimmen Sie auch bei unserer Leserfrage der Woche auf der Homepage mit ab!

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Kann Nürnberg auf große Kulturevents verzichten? Mit Ja antworteten 36,2 Prozent, mit Nein 63,8 Prozent.

Aufgebläht seien die Programme, die Ideen erschöpft, kritisierte Guten-Stadtrat Stephan Grosse-Grollmann Nürnbergs Großveranstaltungen im letzten Kulturausschuss des Stadtrats (die NZ berichtete). Kleineren Trägern fehlte immer häufiger das Geld, während für Leuchtturm-Events wie Blaue Nacht, Bardentreffen und Klassik Open Air zu viel ausgegeben werde. Grosse-Grollmann regte an, die Großveranstaltungen nicht mehr alljährlich stattfinden zu lassen.

Dagegen spricht nicht nur das Argument der CSU-Fraktion, die zu bedenken gibt, man enthalte dem breiten Publikum beliebte Veranstaltungen vor. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen zeigen auch, dass die Stadt nur einen Bruchteil der Kosten für die Großveranstaltungen selbst tragen muss. So habe der Anteil der Einnahmen (durch Sponsoren und Kartenerlöse) an den Kosten der Blauen Nacht 78 Prozent betragen, bei den Stadtverführungen seien es 61 Prozent, beim Klassik Open Air 78 Prozent und beim Bardentreffen 56 Prozent gewesen.

Vom Gesamtetat in Höhe von 1,1 Millionen habe der städtische Anteil nur etwa 320 000 Euro betragen – freilich immer noch eine hohe Summe, die kleinen Trägern weiterhelfen würde. Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Kann Nürnberg auf große Kulturevents verzichten?

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