Bedauern Sie das Ende von “Wetten, dass . .?”

LanzIn Nürnberg wurde am Samstag ein Show-Dinosaurier zu Grabe getragen: “Wetten, dass . . ?” soll nie wieder erstaunliche Wetten, Hollywoodstars und Livemusik präsentieren, so hatten es die Verantwortlichen nach fast 34 Jahren entschieden. Zu mies waren die Quoten, zu sehr stand Moderator Markus Lanz in der Kritik.

Dabei schaffte die Show einst das, wonach sich viele immer noch sehnen: Unterhaltung, die die ganze Familie vor dem Fernseher vereint. Viele Besucher, die in Nürnberg beim Finale von „Wetten, dass . . ?“ dabei waren, erinnerten sich genau daran, wie es damals war. Wie sie als Kinder das erste Mal lange aufbleiben durften, um gemeinsam mit den Eltern den Kandidaten die Daumen zu drücken. Wie man am Montag die Sendung vom Samstag diskutierte: „Hast du das gesehen?!“

Das Format sei ein „Lagerfeuer“ gewesen, an dem sich die Nation und die Familie versammelt hätten, sagte Moderator Günther Jauch wehmütig. Dieses Lagerfeuer ist nun aus, ein Ersatz nicht in Sicht.

Kritiker hatte die Sendung immer gehabt. Doch dann kam das Desinteresse von immer mehr Zuschauern dazu. Die sinkenden Quoten zeigten, dass das Konzept von „Wetten, dass . . ?“ nicht mehr stimmig war. Aber: Muss eine Show, die ja nach wie vor vielen Millionen Menschen gefällt, denn tatsächlich abgesetzt werden?

Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: „Bedauern Sie das Ende von ,Wetten dass . .?‘“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier oder auf NZ.de ab. Über die Leserfrage diskutieren können Sie im Internet auf unserer Debattenseite “Senf dazu”.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Im Advent: Zu viele Buden in der Innenstadt?“ Teilgenommen haben 294 Leser. Mit Ja antworteten 58,5 Prozent, mit Nein 41,5 Prozent.

Hier finden Sie unseren Live-Ticker zum Nachlesen.

Im Advent: Zu viele Buden in der Innenstadt?

Innenstadt NürnbergDer Nürnberger Christkindlesmarkt ist weltberühmt, doch so mancher Tourist glaubt vermutlich, dass er sich auf die gesamte Innenstadt erstreckt. Ursache dafür sind die zahlreichen Buden, die sich während der Vorweihnachtszeit in der Fußgängerzone finden lassen.

Das hat natürlich auch Vorteile: An den Ständen in der König- oder Karolinenstraße lässt es sich etwas entspannter als im Trubel auf dem Hauptmarkt Glühwein schlürfen oder Drei im Weckla verputzen.

Dafür aber ist es um die Geschmackssicherheit der Stand-Betreiber nicht immer zum Besten bestellt: So wirken manche Buden wie riesige goldglänzende Geschenkpakete, während andere versuchen, mit pseudo-altfränkischer Fachwerkromantik zu punkten. Neben den reinen Verkaufsständen haben sich mittlerweile auch überdachte Imbissbuden etabliert.

Manchmal fragt man sich deshalb, ob es ein genussfreudiger Nürnberg-Besucher angesichts dieser Konkurrenz überhaupt noch bis zum „Städtlein aus Holz und Tuch“ schafft, wo sowohl die Gestaltung der Buden als auch das vorweihnachtliche Angebot nach etwas strengeren Kriterien gemessen werden.

Als nicht gerade sehr ansehnliche „Essmeile“ hatte die Nürnberger SPD heuer schon im Juni den Weg zum Christkindlesmarkt kritisiert und nach höheren Qualitätsstandards verlangt. Ein Arbeitsteam des Wirtschaftsreferats kam danach zu dem Ergebnis, dass die Stände durchaus dem Weihnachtsflair in der Innenstadt zugute kommen. Ein zu großer Wildwuchs werde durch die Begrenzung auf maximal 27 Stände auf jeden Fall vermieden.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Braucht der Tiergarten ein Elefantengehege?“ Teilgenommen haben 768 Leser. Mit Ja antworteten 67,4 Prozent, mit Nein 32,6 Prozent.

Braucht der Tiergarten ein Elefantengehege?

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass Elefantendame Yvonne im Nürnberger Tiergarten verabschiedet worden ist. Seitdem werden dort keine Elefanten mehr gehalten. Nun denkt der Tiergarten aber immer lauter darüber nach, wieder ein Gehege für Elefanten zu bauen.

 Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

Immer wieder kommen Gedanken auf, wieder ein Gehege für Elefanten im Tiergarten Nürnberg zu bauen.

In einem Bericht an den Kulturausschuss der Stadt ist jetzt zu lesen, dass der Bau einer Elefantenanlage (Kosten: 50 Millionen Euro) die Eintrittspreise für den Tiergarten erheblich in die Höhe treiben würde. Sechs bis acht Euro mehr würde das Ticket für einen Erwachsenen dann kosten.

Angedacht ist der Bau einer überdachten und klimatisierten Fläche von rund 6500 Quadratmetern. Zusätzlich sollen sich die Elefanten in einer Außenanlage von einer Größe von mindestens zweieinhalb Hektar die Füße vertreten können.

Der Tiergarten spricht sich klar für den Bau einer solchen Anlage aus. „Es ist nur eine Frage der Finanzierung“, ist am Schmausenbuck zu vernehmen.

Dabei rechnet man schon heute damit, dass eine Realisierung des Projekts Tierschutzorganisationen aufbringen würde. „Am größten ist der Protest bei Delfinen“, sagt Tiergartendirektor Dag Encke, „dann kommen große Bären und Elefanten.“ Dem Tiergarten geht es beim Bau einer Elefantenanlage aber nicht darum, durch eine weitere Attraktion mehr Besucher anzulocken. „Wir haben einen klaren Bildungsauftrag“, sagt Encke.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Gefallen Ihnen die Parks in Nürnberg?“ Teilgenommen haben 275 Leser. Mit Ja antworteten 31,6 Prozent, mit Nein 68,4 Prozent.

Gefallen Ihnen die Parks in Nürnberg?

ParkDas Forsa-Institut ist vor allem für seine Umfragen zur Bundestagswahl bekannt. Kürzlich hat das Unternehmen aber ein ganz anderes Fach beackert: Im Auftrag des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau haben die Meinungsforscher Bürger nach ihrer Ansicht über den Zustand der Parks und Grünanlagen in ihrer Stadt befragt.

Die Nürnberger waren besonders kritisch, deshalb landete die Stadt in der Rangliste auf dem letzten Platz. Mit Gestaltung und Pflege seien sie nicht zufrieden, äußerten die 500 für die Studie befragten Bewohner der Frankenmetropole. In Hannover bewerteten 91 Prozent der Bürger die Parks und Grünanlagen in ihrer Stadt positiv, in Nürnberg waren es nur 65.

Doch: Ist das harte Urteil wirklich gerechtfertigt? Natürlich liegt nach einem Partywochenende schon mal Müll auf der Wöhrder Wiese oder auf den Flächen rund um den Dutzendteich herum. Aber in der Regel wird der von Sör zügig weggeräumt.

Und was heißt mangelnde Pflege? Denken wir doch an den Luitpoldhain, an den Stadtpark, an die Pegnitzwiesen im Westen, an kleine Oasen wie den Burggarten. Wer dort spazieren geht, dem bieten sich prächtige Ansichten. Wer mag da von mangelnder Pflege sprechen? Eigentlich doch nicht.

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Vergangene Woche wollten wir wissen: „Brauchen Radler Haltegriffe an Ampeln?“ Teilgenommen haben 496 Leser. Mit Ja antworteten 14,1 Prozent, mit Nein 85,9 Prozent.

Brauchen Radler Haltegriffe an Ampeln?

radlerEs gibt Dinge, die man als Fahrradfahrer unbedingt benötigt (wie Luft in den Reifen oder funktionierende Bremsen), während es zur Not auch ohne einen Tacho mit zwölf Funktionen geht. Haltegriffe an Ampelmasten sind vermutlich auch eher der “Wellness”-Kategorie zuzurechnen und lösten nun eine lebhafte Diskussion aus.

„Ich sehe das eher als Luxus an“, meint etwa der Nürnberger Fahrradbeauftragte Hugo Walser. Die Stadt werde aber demnächst an fünf noch nicht näher benannten Standorten solche Andock-Hilfen montieren lassen.

Ein klarer Befürworter der Rotlicht-Überbrückungs-Griffe ist die FDP, die mit einem entsprechenden Antrag die Kugel ins Rollen brachte. Auch der ADFC sieht die Griffe grundsätzlich als sinnvoll an (obwohl es natürlich dringendere Probleme gebe) und weist darauf hin, dass sie in vielen anderen Städten üblich sind. Sauer stieß dem Fahrrad-Club auf, dass Sör die Idee rundheraus abgelehnt hatte.

Als die Nürnberger Haltegriff-Pläne publik wurden, waren die Reaktionen im Netz überwiegend skeptisch: „Wer an der Ampel den Fuß nicht mehr auf den Boden bekommt, sollte über drei Räder nachdenken“, wird etwa gelästert. Nicht von der Hand zu weisen ist auch der Einwand, dass die Griffe immer nur einem Pedalritter zur Verfügung stehen.

Dem entgegen stehen aber auch Meinungen, dass die Griffe praktisch und in vielen anderen Städten zu finden seien. Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: „Brauchen Radler Haltegriffe an Ampeln?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll die Stadt mehr für den Fasching tun?“ Teilgenommen haben 299 Leser. Mit Ja antworteten 29,1 Prozent, mit Nein 72,9 Prozent.

Soll die Stadt mehr für den Fasching tun?

Verabschiedung FaschingsprinzenpaarAm 11. 11. stellt der Festausschuss Nürnberger Fastnacht das Prinzenpaar der neuen Faschingssaison vor, wie immer. Wie immer? Die Tradition, dass sich Karnevalsbegeisterte rechtzeitig freiwillig zur Verfügung stellen, bröckelt seit ein paar Jahren.

Nach 2007 und 2012 mussten die Organisatoren auch diesmal wieder in letzter Minute öffentlich um Kandidaten werben. Wer will’s machen? Es gibt auch keine Altersgrenze, keine Miss-Wahl-Jury, stattdessen Spaß, bitte, bitte!

Das klingt lustiger, als es für die 17 Nürnberger Faschingsgesellschaften ist. Als Vereine wollen sie das Brauchtum hochhalten, haben aber selbst Zeitnot und Nachwuchssorgen. Das Ehrenamt von Prinz und Prinzessin kostet nicht nur Extra-Zeit, sondern auch vierstellige Investitionen. Die Festgarderobe und die zu verteilenden Orden muss das Paar selbst bezahlen, von kleineren Zuschüssen abgesehen. Finanzierungssorgen plagen auch den Nürnberger Faschingszug und den mit ihm verwandten Schembartlauf, der immerhin aufs Spätmittelalter zurückgeht.

Fastnacht ist deutsches Kulturgut, und der vom Prinzenpaar angeführte Faschingszug unterhält jährlich Zehntausende Zuschauer. Müsste sich die Stadt Nürnberg diese Brauchtumspflege mehr kosten lassen? Mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Gelder? Oder soll der organisierte Frohsinn Privatsache bleiben? Wir wollen von Ihnen diesmal wissen: „Soll die Stadt mehr für den Fasching tun?“ Geben Sie Ihr Votum bitte auf NZ.de auf der rechten Seite ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Braucht Nürnberg einen weiteren Fernbusbahnhof?“ Teilgenommen haben 335 Leser. Mit Ja antworteten 52,5 Prozent, mit Nein 47,5 Prozent.

Braucht Nürnberg einen weiteren Fernbusbahnhof?

fenbusseAls die Lokführer den Bahnverkehr in Deutschland lahmlegten, waren die Fernbusse eine willkommene Alternative. Das Reisen im Bus ist beliebt und relativ billig. Als der Markt 2013 liberalisiert wurde, war relativ schwer abzusehen, wie das neue Angebot angenommen wird.

Dieser Tage zog die Stadt Bilanz. Die Zahl der Fernbusse, die ankommen, steigt moderat. Überrollt wurde Nürnberg nicht – und wird es vermutlich auch nicht.

Trotzdem hält die Stadt nach neuen Fernbusbahnhöfen Ausschau. Man will für den Fall des Falles gewappnet sein. Die Ansprüche an einen Standort, der sich eignen könnte, sind relativ hoch: Er muss für die Busfahrer schnell von der Autobahn oder Bundesstraße aus erreichbar und gut an öffentliche Verkehrmittel Richtung Zentrum angebunden sein. Der Platz, der diesen Anforderungen genügt, ist in Nürnberg nicht üppig vorhanden.

Der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) in der Nähe des Hauptbahnhofs ist Hauptanlaufstelle für die Fernbusunternehmen und stößt bisweilen an seine Kapazitätsgrenzen. Die Stadt will ihn mit einem neuen Konzept besser nutzbar machen. Alles anderen Standorte, die im Gespräch sind, würden erst in ferner Zukunft frei – unter anderem die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 4 in Thon. Schnell einsetzbar wäre nur ein Standort am Flughafen, wo jetzt schon der Postbus hält.

Der Vorstadtverein Nürnberg-Nord begrüßt die Pläne der Stadt, dass Fernbusse weiterhin den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ansteuern sollen.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Körperwelten: Ist die Ausstellung geschmacklos?“ Teilgenommen haben 439 Leser. Mit Ja antworteten 75,6 Prozent, mit Nein 24,4 Prozent.

Aufklärung oder makabre Leichenschau?

KörperweltenEs gibt wohl kaum eine andere Ausstellung, deren Veranstalter sich so wenig Sorgen machen müssen, ob sie in der Öffentlichkeit auch wahrgenommen wird: Egal wo Gunther von Hagens “Körperwelten” Station machen, sind hitzige Diskussionen an Ort und Stelle garantiert.

Obwohl schon über 15 Jahre seit der ersten Plastinat-Präsentation in Deutschland verstrichen sind, liefern die konservierten Leichen Stoff für mehrere heiß umstrittene Streitfragen: Die Bandbreite reicht von „Wird die Würde der so gezeigten Verstorbenen verletzt?“ über „Ist es nicht geschmacklos, tote Körper beim Skatspielen oder beim Sex zu zeigen?“ bis hin zu „Wird hier unter dem Deckmantel der medizinischen Aufklärung ein makaberes Geisterbahn-Spektakel inszeniert?“ Das angestrebte Verbot der geplanten Dauerausstellung in Berlin liefert dabei vor allem den Kritikern neue Nahrung.

Die Befürworter können darauf pochen, dass sich schon rund 40 Millionen Besucher die Ausstellungen angesehen haben – vermutlich nicht ausschließlich sensationslüsterne Jenseits-Spanner. Und es finden sich außerdem nach wie vor mehr als ausreichend Menschen, die ihre Körper für die Plastination zur Verfügung stellen – oft sogar mit dem ausdrücklichen Wunsch, einmal in einer Ausstellung zu landen.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll der Ladenschluss gelockert werden?“ Teilgenommen haben 742 Leser. Mit Ja antworteten 40,8 Prozent, mit Nein 59,2 Prozent.

Soll das Ladenschlussgesetz gelockert werden?

977035306Bis es möglich war, Geschäfte auch bis 20 Uhr zu öffnen, hat es Jahrzehnte in Deutschland gedauert. Die flexiblen Schlusszeiten werden vor allem von denjenigen geschätzt, die nicht immer pünktlich ihre Arbeitszeit beenden können. Aber: Ist bald die nächste Reform notwendig? 

Öffnungszeiten bis 20 Uhr sind inzwischen Standard. Von Gewerkschaften und Kirchen werden allerdings noch immer die zwei Sonntage im Jahr, an denen in der Innenstadt und in der Südstadt eingekauft werden darf, heftig bekämpft. Das Familienleben soll nicht dem ungezügelten Einkaufen geopfert werden.

Doch was will eigentlich der Kunde? Er wurde bislang nicht gefragt. Während in anderen Bundesländern schon bis Mitternacht die Geschäfte offen bleiben, gibt es in Bayern bislang nur vereinzelt lange Einkaufsnächte. Meistens nur einmal eine im Jahr. Auch in Nürnberg gab es dafür einen Vorstoß, doch im Gegenzug hätte ein Einkaufssonntag geopfert werden müssen, lauteten die Signale aus der Nürnberger Politik. Das wollten die Einzelhändler nicht, denn der Umsatz an den beiden Einkaufssonntagen ist hoch. Es wird sich also in Nürnberg vorerst nichts ändern.

Sicher, von allgemein längeren Öffnungszeiten profitieren vor allem große Geschäfte, denn kleinere können den personellen Aufwand nur selten stemmen. Der Einzelhandel muss sich aber etwas einfallen lassen, sonst wandern noch mehr Kunden ins Internet ab. Dazu gehören auch veränderte Öffnungszeiten: Die Geschäfte im Hauptbahnhof sind voll, vor allem dann, wenn andere geschlossen haben.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sonderrechte für E-Autos im Verkehr?“ Teilgenommen haben 341 Leser. Mit Ja antworteten 15 Prozent, mit Nein 85 Prozent.

Sonderrechte für E-Autos im Verkehr?

Bericht zu Elektromobilität überreichtNur 49 Autos, die rein mit Strombetrieb fahren, waren im vergangenen Jahr in Nürnberg registriert. Viele Hundert mehr sollen es werden, und zwar schnell, das sieht die Bundesregierung mit ihrer Kampagne für die Elektromobilität vor.

Doch der Bürger entscheidet sich heute nur im Ausnahmefall für ein E-Auto: Zu kompliziert erscheinen noch das Aufladen und die begrenzte Fahrdauer, erst recht angesichts hoher Kaufpreise. Als E-Fahrer macht man sich ganz bewusst zum Exoten.

Was die Beliebtheit der E-Autos steigern könnte, darüber gibt es geteilte Meinungen. Der Bund hat jüngst ein Gesetz geschaffen, das Elektroautofahrern Vorrechte im Stadtverkehr einräumen will: Sie dürften auf Busspuren als erste über die Ampel, bekämen Sondernummernschilder und Gratisparkplätze als Dank dafür, dass sie leise und abgasfrei fahren. Bis zum Jahr 2020, so erhofft ess sich die Bundesregierung, ist dann eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Nachhilfe am anderen Ende nötig

Der Nürnberger Verkehrsplanungschef aber hält davon gar nichts, wie die allermeisten Rathäuser im Land. Ob in Berlin, München, Stuttgart oder Hamburg: Nirgendwo herrscht Begeisterung über die Entscheidung der Großen Koalition, den E-Mobilen Vorfahrt zu gewähren. Die Städte meinen: Es bräuchte die Nachhilfe genau am anderen Ende, nämlich bei der Entwicklung attraktiverer, leistungsfähiger, steuerbegünstigter E-Autos. Wer die leisen Flitzer stattdessen nur auf der Straße bevorzuge, hole sich neben großem behördlichen Aufwand höchstens noch mehr Autos in die vollen Städte. Denn die Modelle eignen sich derzeit nicht als echter Ersatz für den Benziner oder Diesel. Die autoverliebte Nation kauft sich ein umständliches E-Auto, wenn überhaupt, nur als Zusatz-Mobil.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Volksfest: Schützenswertes Gut?“ Teilgenommen haben 373 Leser. Mit Ja antworteten 49,3 Prozent, mit Nein 50,7 Prozent.