Aufklärung oder makabre Leichenschau?

KörperweltenEs gibt wohl kaum eine andere Ausstellung, deren Veranstalter sich so wenig Sorgen machen müssen, ob sie in der Öffentlichkeit auch wahrgenommen wird: Egal wo Gunther von Hagens “Körperwelten” Station machen, sind hitzige Diskussionen an Ort und Stelle garantiert.

Obwohl schon über 15 Jahre seit der ersten Plastinat-Präsentation in Deutschland verstrichen sind, liefern die konservierten Leichen Stoff für mehrere heiß umstrittene Streitfragen: Die Bandbreite reicht von „Wird die Würde der so gezeigten Verstorbenen verletzt?“ über „Ist es nicht geschmacklos, tote Körper beim Skatspielen oder beim Sex zu zeigen?“ bis hin zu „Wird hier unter dem Deckmantel der medizinischen Aufklärung ein makaberes Geisterbahn-Spektakel inszeniert?“ Das angestrebte Verbot der geplanten Dauerausstellung in Berlin liefert dabei vor allem den Kritikern neue Nahrung.

Die Befürworter können darauf pochen, dass sich schon rund 40 Millionen Besucher die Ausstellungen angesehen haben – vermutlich nicht ausschließlich sensationslüsterne Jenseits-Spanner. Und es finden sich außerdem nach wie vor mehr als ausreichend Menschen, die ihre Körper für die Plastination zur Verfügung stellen – oft sogar mit dem ausdrücklichen Wunsch, einmal in einer Ausstellung zu landen.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll der Ladenschluss gelockert werden?“ Teilgenommen haben 742 Leser. Mit Ja antworteten 40,8 Prozent, mit Nein 59,2 Prozent.

Soll das Ladenschlussgesetz gelockert werden?

977035306Bis es möglich war, Geschäfte auch bis 20 Uhr zu öffnen, hat es Jahrzehnte in Deutschland gedauert. Die flexiblen Schlusszeiten werden vor allem von denjenigen geschätzt, die nicht immer pünktlich ihre Arbeitszeit beenden können. Aber: Ist bald die nächste Reform notwendig? 

Öffnungszeiten bis 20 Uhr sind inzwischen Standard. Von Gewerkschaften und Kirchen werden allerdings noch immer die zwei Sonntage im Jahr, an denen in der Innenstadt und in der Südstadt eingekauft werden darf, heftig bekämpft. Das Familienleben soll nicht dem ungezügelten Einkaufen geopfert werden.

Doch was will eigentlich der Kunde? Er wurde bislang nicht gefragt. Während in anderen Bundesländern schon bis Mitternacht die Geschäfte offen bleiben, gibt es in Bayern bislang nur vereinzelt lange Einkaufsnächte. Meistens nur einmal eine im Jahr. Auch in Nürnberg gab es dafür einen Vorstoß, doch im Gegenzug hätte ein Einkaufssonntag geopfert werden müssen, lauteten die Signale aus der Nürnberger Politik. Das wollten die Einzelhändler nicht, denn der Umsatz an den beiden Einkaufssonntagen ist hoch. Es wird sich also in Nürnberg vorerst nichts ändern.

Sicher, von allgemein längeren Öffnungszeiten profitieren vor allem große Geschäfte, denn kleinere können den personellen Aufwand nur selten stemmen. Der Einzelhandel muss sich aber etwas einfallen lassen, sonst wandern noch mehr Kunden ins Internet ab. Dazu gehören auch veränderte Öffnungszeiten: Die Geschäfte im Hauptbahnhof sind voll, vor allem dann, wenn andere geschlossen haben.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sonderrechte für E-Autos im Verkehr?“ Teilgenommen haben 341 Leser. Mit Ja antworteten 15 Prozent, mit Nein 85 Prozent.

Sonderrechte für E-Autos im Verkehr?

Bericht zu Elektromobilität überreichtNur 49 Autos, die rein mit Strombetrieb fahren, waren im vergangenen Jahr in Nürnberg registriert. Viele Hundert mehr sollen es werden, und zwar schnell, das sieht die Bundesregierung mit ihrer Kampagne für die Elektromobilität vor.

Doch der Bürger entscheidet sich heute nur im Ausnahmefall für ein E-Auto: Zu kompliziert erscheinen noch das Aufladen und die begrenzte Fahrdauer, erst recht angesichts hoher Kaufpreise. Als E-Fahrer macht man sich ganz bewusst zum Exoten.

Was die Beliebtheit der E-Autos steigern könnte, darüber gibt es geteilte Meinungen. Der Bund hat jüngst ein Gesetz geschaffen, das Elektroautofahrern Vorrechte im Stadtverkehr einräumen will: Sie dürften auf Busspuren als erste über die Ampel, bekämen Sondernummernschilder und Gratisparkplätze als Dank dafür, dass sie leise und abgasfrei fahren. Bis zum Jahr 2020, so erhofft ess sich die Bundesregierung, ist dann eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Nachhilfe am anderen Ende nötig

Der Nürnberger Verkehrsplanungschef aber hält davon gar nichts, wie die allermeisten Rathäuser im Land. Ob in Berlin, München, Stuttgart oder Hamburg: Nirgendwo herrscht Begeisterung über die Entscheidung der Großen Koalition, den E-Mobilen Vorfahrt zu gewähren. Die Städte meinen: Es bräuchte die Nachhilfe genau am anderen Ende, nämlich bei der Entwicklung attraktiverer, leistungsfähiger, steuerbegünstigter E-Autos. Wer die leisen Flitzer stattdessen nur auf der Straße bevorzuge, hole sich neben großem behördlichen Aufwand höchstens noch mehr Autos in die vollen Städte. Denn die Modelle eignen sich derzeit nicht als echter Ersatz für den Benziner oder Diesel. Die autoverliebte Nation kauft sich ein umständliches E-Auto, wenn überhaupt, nur als Zusatz-Mobil.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Volksfest: Schützenswertes Gut?“ Teilgenommen haben 373 Leser. Mit Ja antworteten 49,3 Prozent, mit Nein 50,7 Prozent.

Sind Volksfeste ein schützenswertes Gut?

volksfestLaut Deutschem Schaustellerbund ist Deutschland mit jährlich 9900 Volksfesten und mehr als 1400 Weihnachtsmärkten das Volksfestland Nummer eins in der Welt – deswegen möchten die Schausteller, dass Volksfeste zum Unesco-Kulturerbe werden und damit besonderen Schutz erhalten.

Auf der Liste des immateriellen Weltkulturerbes stehen Rituale und Kunstfertigkeiten, aber auch besondere Essenstraditionen oder Tänze und Gesänge.

Kann der Tanz auf der Bierbank nach dem Genuss von fünf Maß Bier wirklich als ein solches schützenswertes Ritual angesehen werden, könnte man böse fragen. Fahrten mit dem Autoscooter, in der Achterbahn oder im Kettenkarussell mögen unterhaltsam sein – aber sind sie weltkulturerbewürdig?

Auf der anderen Seite haben manche dieser Feste in der Tat eine enorme Tradition. Man denke an das Oktoberfest in München, die Cannstatter Wasen in Stuttgart oder freilich auch den Nürnberger Christkindlesmarkt. Und selbst die kleine Dorfkirmes oder so manche Stadtteilkirchweih kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bundestagsabgeordnete aller Parteien sowie die SPD-Bundesministerinnen Andrea Nahles und Manuela Schwesig machen sich daher dafür stark, dass die Volksfeste auf diese Weise geadelt werden.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Braucht die Region den Opernball?“ Teilgenommen haben 412 Leser. Mit Ja antworteten 27,9 Prozent, mit Nein 72,1 Prozent. 

Braucht die Region den Opernball noch?

Opernball 2014Braucht ihn Nürnberg tatsächlich nicht mehr, seinen einst so viel gerühmten Opernball? Er war das ganz große Ereignis, als er vor 13 Jahren gegen Widerstände und mit enormem Aufwand inszeniert und initiiert wurde; strahlte weit über die regionalen Grenzen und bot Repräsentationsfläche für Prominenz aus Politik, Wirtschaft und natürlich Gesellschaft.

Man traf sich auf dem zur Tanzfläche komplett umgebauten Opernparkett, fühlte sich so ein bisschen nach Wien versetzt und doch so herrlich selbstbewusst fränkisch.

Platz fanden fortgeschrittene Tänzer auf den Flächen erst in den frühen Morgenstunden. Ausverkauft – man musste gar nicht nachsehen – war die nächste Ballnacht bereits am Tag nach dem Ereignis. Große Roben wallten über den roten Teppich, auf dem sich neben Sternchen vor allem nationale und internationale Stars im Blitzlichtgewitter sonnten; Firmen-Chefs wie Politiker nutzten den Glamour der Nacht für Besprechungen in den Logen. Und wer zum Sehen und Gesehenwerden erschien, schaffte es kaum, alle Angebote zu nutzen. Der gesamte Ballsaal zitterte mit, wenn es bei der Tombola-Ziehung um den Hauptpreis ging – meist ließ eine noble Karosse Herzen höherschlagen. Kurz: Wer etwas auf sich hielt, musste dabei sein, man sah sich – selbstverständlich – auf dem Opernball. Dann kam der Knick. Nicht plötzlich. Schleichend.

((ContentAd)) Immer mehr splitterte vom einstigen Angebot ab, sogar Namenspatron Albrecht Dürer wurde im Titel gekappt. „Wir gehen dieses Jahr mal nicht hin“, war immer öfter zu hören, als das Fernsehen die rauschende Nacht nicht mehr übertrug, die prominenten Gäste ausblieben und die künstlerischen Stargäste der bundesweiten Klatschpresse nicht mehr ausreichten, um aus
der Noris zu berichten. Was ließ die Nummer eins im Nürnberger Gesellschaftsreigen mit 1900 Gästen (früher 3000) derart einbrechen?

Ist ein Tanzereignis in außergewöhnlichen Räumen mit kulturell hochwertigem Programm heute uninteressant – oder ist der Ansatz für die breitere Masse falsch? Kennt man sein Zielpublikum? Das Staatstheater sagt ja, machte sogar eine Umfrage. Oder kalkuliert man ungünstig, hat zu hohe Kartenpreise und erntet damit eine überzogene Erwartungshaltung? War man zu wenig kreativ, zu wenig mutig? Boomt beispielsweise der „Ball der Unternehmer“ nur, weil er relativ neu und damit „in“ ist – und wie sieht das in zehn, elf Jahren aus? Wurde der Opernball vielleicht auch schlechtgeredet? Der Opernball liegt nach den jüngsten Zahlen auf der Intensivstation.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll die Schule um 9 Uhr beginnen?“ Teilgenommen haben 424 Leser. Mit Ja antworteten 34 Prozent, mit Nein 66 Prozent.

Soll die Schule um neun Uhr beginnen?

SchuleDie Ferien sind vorbei – für die Schüler ist das süße Leben damit erst einmal vorbei. Jetzt klingelt ihr Wecker wieder, wenn es draußen noch dunkel ist. Spätestens um acht Uhr müssen sie schließlich wach und mit einem Frühstück im Bauch in der Schule sitzen und pauken – voll konzentriert natürlich.

In der Praxis sieht das jedoch oft anders aus. Wortmeldungen gibt es in der ersten Schulstunde kaum. Stattdessen stehen viele Lehrer vor Klassen, in denen sich ein Großteil der Schüler die Augen reibt und im Halbschlaf auf der Bank lümmelt. Konzentration? Fehlanzeige. Dass der Schulstoff so nicht ins Hirn vor­dringt, kann man sich denken.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es um die Aufmerksamkeit in der ersten Stunde nicht besonders gut bestellt. Kein Wunder, wer sich im Dunkeln auf den Weg machen muss, entwickelt wohl kaum besonders viel Freude auf das, was ihm an dem Tag bevorsteht.

Freilich gibt es auch Argumente, die für einen frühen Schulbeginn sprechen. Zum Beispiel schaffen es berufstätige Eltern so leichter, die Kinder in der Schule abzuliefern und trotzdem noch pünktlich in der Arbeit zu erscheinen. Außerdem gehört der Nachmittag den Kids – wenn auch mit Hausaufgaben. Da können sie aber wenigstens frei ent­scheiden, wann sie diese erledigen möchten.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Zu viel Trubel um den Franken-Tatort?“ Teilge­nommen haben 314 Leser. Mit Ja antworteten 84,4 Prozent, mit Nein 15,6 Prozent.

Zu viel Trubel um den Franken-Tatort?

Franken-tatort2000 Bewerbungen sind eingegangen. Für einen Tatort ganz schön viel. Pressekonferenz – die Journalisten drängen sich. Für einen Tatort ganz schön voll. Aber es ist auch nicht irgendein Tatort, es handelt sich schließlich um den FrankenTatort. Eine ganze Region feiert sich selbst.

Auch die Lokal-Presse überschlägt sich mit der Berichterstattung. Bekanntgabe des Titels, Umbenennung der Charaktere, selbst über das Mittagsessen am Set wurde berichtet. Jede noch so kleine Kleinigkeit wird bis ins kleinste Detail veröffentlicht.

Die Schauspieler allesamt sind von so viel Begeisterung überrascht. „Alle 50 Meter werde ich in der Innenstadt angesprochen“ erzählt Hauptprotagonist Fabian Hinrichs. „Als ich dann mit meiner Frau essen war, bohrte eine Dame ihren Finger in ihren Rücken und fragte: ,Is des der Kommissar?‘“, fügt er hinzu.

Produzentin Kerstin Hager erklärt: „So einen Andrang habe ich bei einer Filmproduktion noch nie erlebt.“ An Popularität fehlt es dem Film also nicht. Selbst der Nürnberger Bürgermeister lud am Freitag zum Plausch. „So etwas passiert uns in München schon lange nicht mehr“, erzählt Hager.

Ob der Film die hohen Erwartungen erfüllen wird, werden die Zuschauer erst nach der Ausstrahlung im kommenden Jahr sagen können. Besonders aber wird sich erst dann zeigen ob es das viele Interesse wert war und der Himmel, der laut Titel ja ein Platz auf Erden ist, wirklich wolkenlos strahlt. Oder ob das Ganze zu einer matschigen Schlammpfütze wird.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Flüchtlingszelte: Sind sie menschenunwürdig?“ Teilgenommen haben 524 Leser. Mit Ja antworteten 27,5 Prozent, mit Nein 72,5 Prozent.

Flüchtlingszelte: Sind sie menschenunwürdig?

Die nicht selten traumatisierten Menschen, die vor Bürgerkrieg und Verfolgung geflohen sind, leben in Stockbetten und müssen auf mobile Toilettenhäuschen gehen, es bleibt ihnen keine Privatsphäre. Zudem fehlt es Gesundheitsamtschef Fred-Jürgen Beier zufolge an notwendiger Ausstattung – Beier kritisierte die Regierung scharf für diese Form der Unterbringung und konnte nicht nachvollziehen, wieso die Regierung so lange brauchte, um eine Sozialbetreuung für die Menschen zu arrangieren.

Es ist auch in der Tat kaum nachzuvollziehen, warum ein Land wie Deutschland, das sich so für seine perfekte Logistik und Organisation rühmt, diesen Menschen keinen besseren Empfang bereiten kann. Zumal es angesichts der krisenhaften Entwicklungen in der Welt wohl vorauszusehen war, dass die Zahl der Asylbewerber in die Höhe schnellen würde.

Auf der anderen Seite ist ein Platz im Zelt immer noch besser als einer im Kerker eines diktatorischen Regimes. Das mag zynisch klingen, aber die Würde dieser Menschen, die nun an der Deutschherrn- und der Frankenstraße leben, wurde vermutlich in deren Heimatländern noch weit mehr mit Füßen getreten. Zudem müssen sie nach Auskunft der Regierung auch nur kurze Zeit, nämlich zwei bis vier Tage, im Zeltlager bleiben, dann bekommen sie eine andere Unterkunft.

Zudem fehlt es an Alternativen – auch das städtische Sozialamt hatte bereits befürchtet, auf Zeltstädte für Asylbewerber zurückgreifen zu müssen, legte diese Pläne aber angesichts sinkender Temperaturen zu den Akten. Die Regierung will an den Zeltlagern zunächst festhalten.

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Haben Sie Angst vor Ebola?“ Teilgenommen haben 277 Leser. Mit Ja antworteten 51,3 Prozent, mit Nein 48,7 Prozent.

Herrscht zu viel Trubel auf dem Hauptmarkt?

HauptmarktWer heuer in den Sommerferien auf eine längere Urlaubsreise verzichtet und lieber zu Hause bleibt, muss sich nicht langweilen: Die Stadt hält in diesen Tagen so manche Abwechslung bereit. Kaum sind die letzten Fuhren Sand vom Beachvolleyball-Turnier auf dem Hauptmarkt zusammengekehrt, stehen schon die Mountainbiker in den Startlöchern.

Ab kommendem Samstag werden zwischen Frauenkirche und Schönem Brunnen die spektakulären Hindernisse für den „District Ride“ aufgestellt. Bei vielen Nürnbergern, Touristen und Tagesausflüglern aus der näheren und weiteren Umgebung kommen die verschiedenen Veranstaltungen, die sich derzeit auf dem Hauptmarkt die Klinke in die Hand geben, gut an. Die Besucher des Beachvolleyball-Turniers schwärmten von der tollen Stimmung und dem einzigartigen Flair in „Nürnbergs guter Stube“, die Veranstalter denken schon laut über eine Wiederholung des sandigen Spektakels im nächsten Jahr nach. Auch der „District Ride“ ist heuer schon zum vierten Mal zu Gast in der Innenstadt.

Doch die Belagerung des Hauptmarkts durch Sponsoren und Sportereignisse gefällt nicht jedem. Der Wochenmarkt muss wegen dieser Events 132 Tage im Jahr in die Königstraße ausquartiert werden.

Mancher Händler klagt über Umsatzeinbußen, einige Kunden haben Mühe, ihre Lieblingsstände wiederzufinden, weil die Händler – anders als auf dem Hauptmarkt – in der Königstraße keinen festen Platz haben. Wieder andere klagen über die Kosten und den Lärm dieser Veranstaltungen. Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage daher diesmal wissen: „Herrscht zu viel Trubel auf dem Hauptmarkt?“ 

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Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?“ Teilgenommen haben 506 Leser. Mit Ja antworteten 53 Prozent, mit Nein 47 Prozent.

Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?

biergartenBislang müssen die meisten Biergärten in der Innenstadt spätestens um 23 Uhr schließen. Gerade im Hochsommer, wenn es auch spätabends noch angenehm warm ist, kommt es bei einigen Gästen nicht besonders gut an, wenn die Wirte schon um halb elf die letzten Bestellungen aufnehmen. Das findet auch Sebastian Brehm. Der CSU-Fraktionsvorsitzende will nun bei einem Probelauf im kommenden Jahr an den Wochenenden längere Öffnungszeiten testen.

Damit folgt er dem Beispiel der Landeshauptstadt. Dort wurden bislang gute Erfahrungen mit längeren Öffnungszeiten der Biergärten gemacht. „Seitens der Anwohner gab es nahezu keine Beschwerden“, so Brehm, der sich sicher ist, dass es in der Stadt einen breiten Konsens für seinen Vorschlag gibt. Ein entsprechender Antrag soll im Herbst im Stadtrat diskutiert werden.

Beim Bürgerverein Altstadt stößt Brehm mit seinem Vorschlag jedoch auf Unverständnis. In einer Mitteilung sprechen die Anwohner gar von einer „Gastrofizierung“ der Innenstadt, bei der die Rechte der Anwohner keine Rolle mehr spielten. Wir wollen von Ihnen in unserer Leserfrage diesmal wissen: „Sollen Biergärten bis Mitternacht öffnen dürfen?“

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