Katholisches Christkind?

Das Nürnberger ChristkindDas Nürnberger Christkind stellt man sich nett, blond, kinderfreundlich und weiblich vor (halt so wie auf dem Bild links aus der Christkindlesmarkt-Webseite). Jetzt soll es außerdem noch katholisch sein, meint der SPD-Stadtrat und BDKJ-Funktionär Michael Ziegler.

Was er dabei offenbar übersehen hat, ist einerseits, dass mittlerweile auch viele Nichtchristen in der Stadt leben und andererseits, dass es vor knapp 500 Jahren mal einer Reformation gegeben hat. Immerhin hat Ziegler mit seinem Vorschlag eine Diskussion angestoßen, die die einen zu der Forderung bringt, im Weihnachtsrummel nicht dessen Ursprung, die Geburt des Jesuskinds, zu vergessen, und die anderen Vorschläge machen lässt, wie den Job doch vielleicht Eva Herman anzutragen.

Muss das Nürnberger Christkind überhaupt Christin sein? Könnte man sich in Nürnberg nicht auch mit einem Buddhisten mit Glatze und Migrationshintergrund anfreunden?

11 Kommentare in “Katholisches Christkind?

  1. Pingback: 4810d446af

  2. Hallo, liebe Mitbürger,
    ein Bißchen Traditionspflege sollte schon noch sein, solange der „Christkindles Markt“ so heißt und dessen Repräsendationsfigur eben das Christkind ist. Trotz aller Toleranz – es wird ja kein Andersgläubiger des Marktes verwiesen! Aber jede andere Religion würde sich sicherlich dagegen sträuben und dies auch gar nicht zulassen, wenn zu einem traditionellen Fest, die Symbolfigur ausgerechnet von einem „Ungläubigen“ dargestellt wird. In unserem Falle ist es ja völlig egal, ob katholisch, evangelisch oder sonstwie christlich – aber wenigstens getauft sollte sie schon sein. webe

  3. die CSU – na, da machen wir ein fass auf. Die hat doch ein christiliches Programm. (Identität zwischen Programm und Wirklichkeit ist ja eher selten). und wenn einer „christian“ heisst, ist das nicht unbedingt ein Programm. Beim Christkind schon eher. oder?

  4. Hallo Herr Zielonka,
    müssten dann aber nicht auch die CSU und die CDU ihren Namen ändern? Und die vielen Christianen oder Christophe, die aus der Kirche ausgetreten sind?

  5. die Frage musste ja mal gestellt werden, hat denn der ganze Kommerzrummel noch etwas mit dem „Christentum“ zu tun?
    Ist es vielleicht sogar ein Verstoß gegen das neue Anti-Diskriminierungsgesetz, wenn das „Christkind“ einen christlichen Hintergrund haben sollte? Dann aber bitte auch weg mit dem Namen, der da unsere multikulturellen Mitbürger so untolerant ans ehemals christliche Abendland gemahnt: Geflügelte Jahresendfigur mit gelockter Langhaarfrisur, das wär’s doch! Reimt sich auch noch, und was will man mehr bei solchen Ungereimtheiten!

  6. Die tun ja gerade so, als wäre die Christkindleswahl eine demokratische Veranstaltung. In Wirklichkeit wird da doch die Vorauswahl und die Endauswahl von beamteten Stadtmitarbeitern vorgenommen. Das „Volk“ darf doch lediglich sechs auf Kraut, äh aus zwölf, auswählen. Schon das ist politisch unkorrekt. Wer galubt, dass da am Schluß eiin politisch korrektes Christkind rauskommt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Der wiederum ist nun mal männlich und hat einen Bart. Oder soll der Weihnachtsmann zukünftig vielleicht auch katholisch, weiblich, blond und glattrasiert sein?

  7. Bei der ganzen Diskussion drängt sich mir die Frage auf: Sind nur Katholiken Christen? Sind denn Protestanten, Baptisten, Anglikaner, Kopten und Orthodoxe keine Christen? Was qualifiziert einen Menschen dazu „Christ“ zu sein?

    Hat Christus etwa gemeckert, dass seine Zuhörer damals größtenteils Juden waren, ja war er ursprünglich nicht selber einer?

    Ich denke, das Christkind sollte dem christlichen Glauben nahe stehen, um die Werte, für die das Christkind steht, auch authentisch zu repräsentieren. Aus welcher genauen „Sekte“ es denn nun kommt, das ist doch dann gar nicht wichtig.

  8. Hat sich nicht vor Jahren schon mal ein junger Mann mit wallenden, blonden Haaren als Christkind beworben und wurde dann nicht zugelassen?

  9. Ob schwarz, weiß, christlich oder gar nicht religiös: Hauptsache, das Christkind kommt wieder zur Weihnacht im Tiergarten. Das meinen jedenfalls der Ochs und der Esel am Schmausenbuck.

  10. Buddhistin darf das Christkind ja noch sein. Aber weiblich auf jeden Fall.
    Glatzköpfig? Vielleicht würde dann die Perrücke besser passen.
    So gesehn ist es eigentlich nicht wichtig
    . . . ob wirklich Haupthaar vorhanden ist.

Kommentarfunktion geschlossen.