Der bunte Vogel ist weg

pauli.jpgDie Fürther Landrätin Gabriele Pauli ist aus der CSU ausgetreten. Überrascht hat das kaum noch jemanden. Höchstens diejenigen Journalisten, die immer „Fakten, Fakten“ tönen und jetzt zurückrudern müssen, weil die These von der „Franken-Mafia“ eben doch nicht stimmte. Die Prognose, „Ritter“ Beckstein werde „Engelchen“ Pauli — nach einer gewissen Schamfrist, versteht sich — mit hohen Ämtern beglücken, als Dank für den Sturz Stoibers, dürfte wohl falsch gewesen sein.

Ob „die schöne Landrätin“ nun bei den Grünen, bei den Freien Wählern, beim Fernsehen oder bei einer eigenen Pauli-Partei etwas wird, ist noch offen. Vielleicht ist sie auch schon wer, und muss daher gar nichts mehr werden.

Wie auch immer! In der NZ-Leserfrage beschäftigen wir uns daher mit der CSU. Ist es für sie ein Verlust, dass Pauli – die weniger die Heimchen am Herd als aktive, selbstbewusste Frauen angesprochen hat – nicht mehr dabei ist? Schließlich konnte sie durchaus auch Erfolge beim Wähler erzielen. Oder muss die CSU froh sein, dass dieser „bunte Vogel“ endlich nicht mehr mit Querschüssen das Parteiprogramm konterkariert?

5 Kommentare in “Der bunte Vogel ist weg

  1. In einigen Jahren wird man vermutlich Ansätze von Paulis Programm im offiziellen CSU Programm finden – dann wenn der Partei klar geworden ist, das sie irgendwie mit der Lebensrealität der Menschen nicht mitgewachsen ist …

  2. Sogenannte „Königsmörder“ und „Verräter“ werden nur benutzt, aber von niemandem geachtet! Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine andere Partei Interesse an Fr. Pauli haben könnte.

  3. Ja. Genervt hat sie schon. Aber gehörig durcheinander gewirbelt hat sie die Alt-Herren-Riege an der Parteispitze schon auch. Und das hatte ja auch gewissen unterhaltungswert.

  4. Die „schöne Landrätin“, ich kann es nicht mehr hören. Hoffentlich ist nach dem CSU-Austritt endlich Schluss mit Pauli. Die Frau nervt nur noch.

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