Bringt die Rentenerhöhung etwas?

Das_Rent.JPGMit der Rentenerhöhung um 1,1 Prozent wollte sich die Große Koalition ganz offensichtlich Wohlwollen bei den Senioren erkaufen. Diese sind gerade was Wahlen angeht eine enorm wichtige Gruppe, denn zum einen gehen sie meistens noch wählen, zum anderen nehmen sie zahlenmäßig immer mehr zu.
Doch statt Wohlwollen zu erzeugen hat die Große Koalition nun eine Debatte losgetreten, die nicht einmal den Nutznießern dieser Erhöhung gefallen dürfte. Auf einmal wurde das Thema Rente in die politische Auseinandersetzung katapultiert und Streitpunkt zwischen Jung und Alt. Zwar wird die Erhöhung den Bundeshaushalt mit einer Milliarde Euro zusätzlich belasten. Beim Rentner selber kommen aber vielleicht gerade einmal zehn Euro zusätzlich an. So wundert es kaum, dass nun sogar einzelne Rentner Erhöhungegner wie den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn unterstützen, um so zu demonstrieren, dass sie sich nicht auf Kosten ihrer Kinder und Enkel bereichern wollen.
In unserer Leserfrage der Woche wollen wir von Ihnen wissen: Bringt die Rentenerhöhung etwas? Abstimmen kann man wie immer ab Montag auf der NZ-Homepage.

7 Kommentare in “Bringt die Rentenerhöhung etwas?

  1. Was ich nicht verstehe ist,

    – das am 25. sten eines Monats die Krankenversicherungen die Beiträge zur Rentenversicherung an die BfA überweisen

    und

    – dann am 28. sten eines Monats das Geld wieder zurück an die Rentner (und auch Pensionäre des öffentlichen Dienstes !!!) überwiesen wird.

    Es ist eine Schande, das es in Deutschland aus einer Manie heraus, u.a. wegen der unseligen Heuschreckendiskussion, verboten ist, diese guten hundert Milliarden Euro jedes Monat gut anzulegen und dafür Zinsen zu nehmen.
    Mir widerspricht dieses sogenannte „Umlagesystem“ derart, das ich es langsam nicht mehr einsehe, für alle und jeden in diesem Land seine Altersversorgung mitzufinanzieren. Ausserdem verlange ich, das meine Beiträge auf ein Bankkonto verzinst angelegt werden. Wenn sich ein Teil der Deutschen für das Umlagesystem entscheidet, ist das ihre freie Wahl, aber diese Zwangsverpflichtung eines imaginären Staates, der sich langsam zu einer DDR entwickelt, für alle und so auch mich zu entscheiden wie meine Rentenbeiträge angelegt werden, empfinde ich langsam als Bedrohung von links.

    Es hilft langsam nur eins: Widerstand gegen diesen Wohlstandsstaat, der die Leistungsträger in die Armut treibt.

  2. Rentenerhöhung bringt für kleine Rentner nichts!
    Besser wäre es die Mehrwertsteuer für Medikamente abzuschaffen, als hohe Renten und Pansionen nochmals aufzustocken.
    Ich würde gern auf meine Rentenerhöhung von 10,- € verzichten, wenn ich damit nur eine der vielen Abtreibungen wegen finanzieller Not in Deutschland verhindern könnte.
    Die sicherste Rente ist immer noch die staatliche Rente und ungerecht ist sie auch nicht, wer 45 Jahre einzahlt bekommt auch eine Rente mit der man auskommen kann. Außerdem kümmert sich die Rentenversicherung auch um Erwerbsunfähige, Kranke und Rehabilitatonsmaßnahmen. Mit der Risterrente wünsche ich allen viel Glück, hoffentlich wird sie nicht zur T – Aktie.
    Alle haben sich doch über die Wiedervereinigung gefreut und es war dem dümmsten bewußt das kostet auch Geld. Die Menschen in Mitteldeutschland jetzt für die Rentenmisere verantwortlich zu machen, ist doch ziemlich billig. Diese Leute haben auch in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt und die meißten haben auch noch, ab 1970 in die freiwillige Zusatzversicherung eingezahlt. Außerdem mußten auch alle Frauen berufstätig sein, denn wer nicht arbeitete, war ganz schnell im Arbeitslager oder im Gefängnis. Deshalb haben diese Frauen auch eine angemessene Rente verdient. Anders sieht es allerdings bei der stattgefundenen Rentenerhöhung für die DDR – Funktionäre aus, das ist nicht in Ordnung, war aber ein Verhandlungsfehler der Bundesregierung beim Einigungsvertrag.
    Übrigens haben nicht nur die Mitteldeutschen den Krieg verloren, ohne Krieg keine Teilung und auch keine Wiedervereinigung.

    Es gibt andere Baustellen in Deutschland, wie Entwicklungshilfe für China, oder kostenlose Mitversicherung in der Krankenkasse für Personen die überhaupt nicht in Deutschland leben und, und, und…
    wir brauchen unbedingt eine Rentenpflichtversicherung wo alle einzahlen müssen, dann sieht es für uns viel besser aus.

  3. Ungerechtes Rentensystem in Deutschland

    Nach außen wird immer betont, wie gerecht und sozial das Rentensystem in Deutschland ist.
    Von wegen!!
    Millionen von Neurentnern aus der ehemaligen DDR, die niemals einen Pfennig in das System eingezahlt haben, bekommen eine sogar vergleichsweise höhere Rente als die, die jahrzehntelang gearbeitet haben. Hunderttausende Zuwanderer aus dem Osten und Süden erhalten ebenfalls Renten, ohne auch hierfür etwas getan zu haben.
    Ich persönlich habe dieses Land mit seiner Gerechtigkeitssucht so was von satt, wo es zunehmends für die Masse an Menschen sich schlechter und ungerechter entwickelt.
    Vor allem für meine Generation (*1967) schaut es verdammt düster aus und ich bin hilflos gegenüber dieses Zwangssystem, Geld in ein sinnloses Umlagesystem einzuzahlen. Ich kann nur sagen, scheiss Deutschland und ich kann es nicht mehr hören, das wir angeblich zuviel jammern. Es ist schon kurz nach zwölf!

  4. Gähn! Die Rente, der Traum aller Malocher und Angestellten, längst auf das höchste gefährdet. Wieviel bringen 1,1 Prozent auf lange Sicht – mit Zins und Zinseszins? Reicht es später mal fürs Power-Walking auf Mallorca – oder muss zu Hause die Ravioli-Dose geköpft werden? Mein Alternativ-Tipp zur Angst vor der zu knappen Rente: rechtzeitig auf Heiratsschwindler umschulen.

  5. Ich kann das nicht mehr hören, sehen oder lesen. Den Aufschrei in der Bevölkerung, dass die maßlose Rentenerhöhung uns alle verarmen wird. Wissen sie dass über 6.000.000 Rentnerinnen und Rentner monatlich weniger als 500€ Rente beziehen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen? Ist es nicht traurig, dass die Altersarmut zu nimmt und wer regt sich da auf? Auch wir Rentner haben fast 50 Jahre in die Rentenversicherung Beiträge ei
    begezahlt sollen wir jetzt betteln gehen? Dafür dürfen die armen Manager, damit sie betteln müssen, ihre Bezüge selber um einige Prozente anheben und am besten das Geld am Fiskus vorbei in das Ausland transferieren. Die Landesbanken haben einige Milliarden in den Sand gesetzt, das zahlt ja die Bevölkerung, auch die Rentner. Kein Mensch, ausgenommen einige Politiker aus der jeweiligen Opposition, regt sich auf. Mit diesen Gelder hätte die Rentenerhöhung viel höher ausfallen können. Einen Vorschlag an die vielen Rentnerinnen und Rentner die ehrenamtlich aktiv sind: „Kündigen sie die unentgeltlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten und lassen sie sich als geringfügig Beschäftigte wieder einstellen, dann haben sie eine vernünftige Rentenerhöhung“.

  6. @ mechthild
    Sie haben insofern Recht, als die Genarationen, die nach dem Krieg geboren wurden, es nicht anders kennen, als alle zwei Jahre Lohnerhöhungen zu bekommen und sich immer mehr leisten zu können. Das hat aber nichts mit „den 68ern“, also mit der Studentenbewegung, zu tun. Die stehen für etwas ganz anderes.
    Die können Sie vielleicht gerade noch für Autoritätsprobleme in den Schulen oder für ein aus dem Ruder gelaufenes Gutmenschentum verantwortlich machen, aber nicht dafür.
    Etwas differenzierter sollte man das Problem schon angehen.

  7. Sündenfall 68-er Generation

    Erinnern wir uns: 10 % Lohnsteigerungen jedes Jahr in den Siebzigern, massenhafte Einstellungen im öffentlichen Dienst in den Siebzigern, ziellose und ineffiziente Zuwanderung seit den Siebzigern und schließlich maßloser Zuwachs an Schulden so sind die Eckpunkte derer, die seit den 68-er Jahren gesellschaftliche Verantwortung an sich gerissen haben.
    Diese Generation ist es, die jetzt in Rente geht: Die, die nie Maß gehalten hat, über alle Verhältnisse gelebt haben kämpfen um ihren goldenen Handschlag in den Ruhestand.

    Erinnern wir uns weiter: 1,5 Billionen Schulden, das sind 1.500 Milliarden Euro oder besser 3 Billionen Euro, werden die nächsten 4-5 (!!!) Generationen zurückzahlen müssen, außer es wird wieder Krieg oder ähnliches geben.

    Erinnern wir uns: All diese Fakten werden jetzt von diesen, die die nachwachsenden Generationen um ihre Zukunft gebracht haben, mit aller politischer und medialer Macht „kleingeredet“.

    Bei einem hat Alt-Bundespräsident Herzog Recht, die Macht wird in den nächsten 20 Jahren noch immer bei dieser Generation liegen und sie wird weiterhin plündern, ausbeuten, teuschen, tricksen und tarnen. Übrigens, die sitzen auch in den Chefsesseln von Redaktionen, Universitäten, Kultur, Bildung uws.

    Es grüßt Euch die zum Untergang Geweihten

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