Würden Sie mehr für Milch bezahlen?

Melken_1.JPGDie Bauern versuchen einen Milchboykott durchzuführen, weil sie 43 Cent für den Liter Milch von den Molkereien wollen. Die derzeit von Molkereien und Discountern bezahlten Preise würden nicht reichen, um das Überleben der Höfe auf Dauer zu sichern, so die Haltung der Boykottführer. Hohe Energiepreise und Investitionskosten könnten mit niedrigen Milchpreisen von den Bauern nicht finanziert werden. Das ist eigentlich unbestritten.
Preisdrücker bei den Milchpreisen sind die Supermarktketten und Discounter, die Milchprodukte zum Teil noch unter Einstandspreis verkaufen, um Kunden anzulocken: Butter, Joghurt und Milch braucht fast jeder, vielleicht kauft er dann auch noch andere Lebensmittel ein, so die Rechnung. Milchprodukte im hart umkämpften Einzelhandel sind oft „Lockvogelangebote“, deshalb drücken die Konzerne auch in diesem Bereich gerne die Preise.
Aber nicht nur die Bauern müssen mit jedem Cent rechnen, sondern auch die Kundschaft. Noch dazu ist völlig offen, ob ein höherer Milchpreis tatsächlich auch bei den Bauern ankommt.

Wir wollen deshalb von unseren Lesern wissen: Sind Sie bereit, mehr für die Milch zu bezahlen? Ihr Votum können Sie auf der NZ-Homepage abgeben. Sie können aber auch hier Kommentare zur Leserfrage abgeben. Die Leserfrage der vergangenen Woche lautete: Ist das Bußgeld für Verkehrssünder zu hoch? Mit Ja antworteten 42,9 Prozent, mit Nein 57,1 Prozent.