Soll Nürnberg Kunstwerke verkaufen?

Depots_d.JPGNürnberg  ist reich. Leider nicht an Geld, dafür aber an Kunstwerken und historischen Wertgegenständen. Und die wiederum sind arm dran: Zum größten Teil lagern sie bei schädlichem Klima in völlig ungeeigneten, überfüllten Depots. Ihr Verfall ist teilweise nur eine Frage der Zeit. Da jedes städtische Museum den Auftrag hat, auch aktuelles Kulturgut in der Hoffnung auf Wertsteigerung für die Nachwelt aufzuheben, wird beständig weiter gesammelt. Allein die Gemälde- und Skulpturensammlung umfasst jetzt schon 120.000 Objekte.

Die Schaffung eines modernen Zentraldepots, wie es München gerade plant, wäre eine Lösung – eine millionenschwere. Ist sie vertretbar in einer Stadt, die als drängendste Probleme Jugendarbeitslosigkeit, Kinderbetreuungslücken und einen Schuldenberg von fast einer Milliarde Euro herumschleppt? Müsste eine Kommune nicht auch ihr „Tafelsilber“ gewinnbringend für die Allgemeinheit einsetzen? Es muss kein Ausverkauf der Dürers werden, aber vielleicht eine sanfte Entschlackungskur für die Depots. Solvente Privatsammler für jede erdenkliche Art von Kunst gibt es auf der ganzen Welt.

Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Soll die Stadt Kunstschätze verkaufen? Ab Montag können Sie hier abstimmen.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Kaiserburg: Soll die Bayern-Fahne weg? Mit Ja antworteten 45,9 Prozent, mit Nein 54,1 Prozent. Die Digitalkamera hat Margarete Meier aus Nürnberg gewonnen. In dieser Woche verlosen wir unter den Teilnehmern an der Leserfrage ein Standfeuer.

3 Kommentare in “Soll Nürnberg Kunstwerke verkaufen?

  1. Pingback: Bayern-wolln-mer.net » Frankenfahne auf der Kaiserburg? «

  2. Warum verkaufen? Die Baiern stehlen doch sonst alles, was nicht niet- und nagelfest ist – selbst die Fränkische Kultur. Der Bamberger Domschatz lässt grüßen. Natürlich planen und bauen die Baiern ihr Depot. Die brauchen den Platz ja für die neue Beutekunst aus Franken. Ethnozid oder Kulturimperialismus lassen grüßen. Geld dafür, dass fränkische Kunst in Franken anständig aufbewahrt und konserviert werden kann? Eher glaube ich an die Unschuld einer Hure als an die Redlichkeit eines bairischen Politikers.

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