Club-Chaos: Hat die Vereinsführung versagt?

baderaro2.jpgAuch in der Zweiten Liga schafft es der Club, bundesweite Schlagzeilen zu schreiben. Der erzwungene Rücktritt von Trainer Thomas von Heesen nur zwei Spieltage nach Saisonbeginn war der erste große Paukenschlag dieser Spielzeit. Bei den meisten Fans des 1. FC Nürnberg war „Mr. Vollgas“ aber schon lange unten durch. Für sie war die „Verabschiedung“ längst überfällig. Tatsächlich müssen sich die Verantwortlichen, allen voran Sportdirektor Martin Bader und Präsident Michael A. Roth, fragen lassen: warum jetzt?

Hätte man von Heesen gleich nach dem Abstieg von dannen ziehen lassen, hätte ein neuer Trainer die Chance gehabt, die komplette Vorbereitung mit der Mannschaft zu absolvieren. Vor allem Roth bewies in Sachen Personalpolitik schon des öfteren kein sonderlich glückliches Händchen. Nicht weniger als 15 Übungsleiter hat der autokratische Vereinsboss in seiner Amtszeit schon verschlissen. Er selbst zog dagegen nie Konsequenzen. Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Chaos beim Club: Hat die Vereinsführung versagt?

Abstimmen können Sie (ab Montag) hier.

Das Ergebnis unserer letzten Frage, sie lautete „Soll die Stadt Kunstschätze verkaufen?“:  Ja 50,6 Prozent,  Nein 49,4 Prozent.

12 Kommentare in “Club-Chaos: Hat die Vereinsführung versagt?

  1. Die Vereinsführung hat nicht unbedingt versagt aber zumindest unglücklich agiert. Wie ich im anderen Forum bereits gesagt habe, war die Entlassung von Hans Meyer ein Fehler, den man jetzt wieder reparieren sollte (Hans Meyer wieder als Cheftrainer einsetzen). Herr v. Heesen wurde meines Erachtens zu spät entlassen. Er hätte spätestens beim Abstieg gehen sollen.
    Grundsätzlich gebe ich „Ernesto“ Recht, dass sowohl Herr Roth als auch Herr Bader bleiben sollten. Die Alternativen für sie gibt es nämlich nicht. Ein Herr Schmelzer hat ja schon mal gezeigt was er kann.

  2. Hut ab vor Herrn Roth!

    Dass er sich hier zu Wort meldet, verdient Respekt.

    Bei unserem „Glubb“ wird schon immer quer geschossen, und Michael A. Roth hat in schweren Zeiten immer die Clubfahne hochgehalten. Vor allem in kaufmännischer Hinsicht wurde mit ihm solide gearbeitet, eine Tatsache, die leider nicht immer gegeben war beim „Traditionsverein“.

    Verstehe einer die fränkische Seele: Da wird erst gemault, dass der Erfolgstrainer Hans Meyer schließlich dorch gefeuert wurde, jetzt war der Zeitpunkt angeblich zu spät(!), um den Abstieg zu verhindern.
    Und jetzt, wo bereits zu Beginn der Zweitligasaison rechtzeitig die Reißleine gezogen wurde, werden jetzt plötzlich wieder die Stimmen laut, die Unruhe und Ablenkung in den Verein tragen! Da soll das Präsidium und die Vereinsführung zur Rechenschaft gezogen werden – wozu? Zu welchem Zweck?

    Was der Club jetzt mal braucht, ist Ruhe und Zeit. Nicht nur die Mannschaft, auch der Verein selbst. Das Personalkarusell hat sich lang genug gedreht, jetzt ist mal Pause angesagt.
    Oenning scheint ein kompetenter Mann zu sein, der die Mannschaft erreicht. Die verunsicherte Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit des Aachenspiels ihr wahres Gesicht gezeigt und ein deutliches Signal gegeben, dass sie kann und will. Ein Martin Bader ist überhin über alle Zweifel erhaben und möge ein biblisches Alter erreichen, so dass er uns noch lange erhalten bleibe!

    Ich verstehe die Diskussion nicht, und hoffe inständig, dass sie nichts mit eventuellen Ambitionen einer „Person“ mit Clubhistorie zu tun hat, die in den Startlöchern zum Rennen ums Präsidium steht und das in der Frage gennante im FCN auslösen würde: Chaos.

    Ich erinnere nur kurz an vergange Zeiten: Die Kosten für die Modernisierung von Stadion und Trainingsgelände, eine ungeschickte Transferpolitik und schließlich Steuerhinterziehung (!) und Schiedsrichterbestechung (!) führten den Club bis 1994 zurück in die 2. Bundesliga und kurz vor den finanziellen Ruin. Und das mit einem Herrn Schmelzer, der öffentlich bekundet, wieder Präsident werden zu wollen.

    Mein persönlicher Appell an Herrn Roth und Herrn Bader: Machen Sie beide BITTE weiter, Sie sind absolute Glücksgriffe für diesen Verein!

  3. Die Verpflichtung des Thomas von Heesen kam zu völlig falschen Zeitpunkt. Meyer hätte man schon vor der Winterpause entlassen müssen, dann würde wir jetzt noch 1. Bundesliga spielen. Seine Personalpolitik, der Umgang mit den Spielern und nicht zuletzt seine totale Machtfülle waren der Hauptgrund für den Abstieg! Diesen Vorwurf müssen sich -ob sie wollen oder nicht- auch Herr Bader und Herr Roth gefallen lassen! Gespannt darf man nur sein, wie die handelnden Personen nun den Trainerposten neu besetzen. Ich kann nur hoffen, das man Herrn Oenning beruft, bevor man wieder irgendeinen „Konzepttrainer“ oder gar den „Oberlehrer“ Finke holt, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, das der Club länger in der zweiten Liga spielt, als viele (auch die sportliche Leitung) es wahrhaben möchten.

  4. Beim Club sollte man einen Manager mit Fußballsachverstand einstellen
    Herr Bader ist bestimmt ein guter Kaufmann aber meiner Meinung nach
    fehlt ihn das nötige Fingerspitzengefühl für gute Fußballer.
    Außerdem hätte man schon im Spätherbst vergangenen Jahres Herrn Meyer ablösen sollen, dann wäre vieles anders gelaufen beim Club.
    In den letzten Spielen schnell noch einen Konzepttrainer zu verpflichten war ebenfalls ein Fehler.
    Hier wäre ein richtiger Feuerwehr mann, der mit Leidenschaft an das Thema Klassenerhalt angegangen wäre nötig gewesen.
    Bei Herrn von Heesen hatte man nie den Eindruck.
    Aber im nachhinein ist man immer klüger.

  5. Hallo,

    wie lange braucht das Management , um zu begreifen das nicht der Trainer auf dem Feld steht sondern die Spieler.

    Die Spieler haben die Chance vom Trainer zu lernen, wenn Sie aber nicht in der Lage sind sollte man Sie auswechseln. Ein Sonderschüler würde schneller und besser lernen.

    Leider sind wir in Deutschland soweit das die chefs nur Studierte einstellen. Was daraus wird sieht man an den managern die Unternehmen in die Pleite stürtzen und davon noch Geld kassieren.

    Hier gehört nicht nur die ganze Manschaft ausgewechselt sondern auch das Managemt. Schade das man nur Studierte berücksichtigt bei der Auswahl. Es sollten richte Menschen in das Managemet die auch was von Praxis verstehen.

    Als Motto ein Guter Sonderschüler ist besser als ein schlechter Studierter.

    Also : Punkt eins Manschaft neu zusammen stellen .
    Punkt zwei Studierte Manager gegen richtig Ausgebildete mit
    Praxis einstellen. Begründung : haben mehr Ahnung und
    Erfahrung.
    Und die Trainer wieder einstellen.
    Die bisherigen Spieler als Putzkollone für das Stadion
    einsetzten und den Lohn nach Leistung austellen.
    Wenn ich die Manschaft unter mier hätte, die würden erst mal lernen was harte Arbeit heißt und nicht nur Geld für Leistung einstecken die Sie zu 100 Prozent nicht erfüllen können.

    Nicht der Trainer spielt auf den Platz sondern die Spieler.

    MFG

    Weber

  6. Sehr geehrte Damen und Herren,

    in Ihrer NZ-Leserumfrage schreiben Sie, dass allen voran Herr Bader und meine Person für die Entscheidungen bezüglich des Trainers von Heesen verantwortlich waren. Dies ist so nicht korrekt. Sämtliche Entscheidungen hinsichtlich des Trainers wurden in den letzten Jahren stets gemeinsam im FCN Präsidium sowie im Aufsichtsrat getroffen und werden somit auch gemeinsam verantwortet. Mit einem „Chaos“ hat dies nichts zu tun.
    Herr von Heesen konnte uns vor der neuen Saison überzeugen, dass ein sofortiger Wiederaufstieg möglich ist. Das ihm entgegengebrachte Vertrauen schwand jedoch bereits nach den ersten Spielen. Zudem kam der Schritt zur Trennung nicht von uns, sondern Herr von Heesen hat initiativ die Konsequenzen gezogen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Michael A. Roth

  7. Warum kommt erst jetzt die Frage auf ? Es wird schon lange Zeit,daß einer kommt der von Fußball was versteht . Die Probleme liegen doch klar auf der Hand.Bitte lieber Hr. Roth und diejenigen die mit entscheiden bleiben Sie dem Club treu ,bloß nicht mehr als Präsident oder Aufsichtsrat ect. Lehnen Sie sich gemütlich zurück und lassen es doch einfach mal einen anderen probieren.Ich will Ihre Verdienste für den Verein nicht schmälern,aber es kommt doch noch nur dem Club zugute. Daher bitte ich Sie um die nötige Einsicht.

  8. ja klar haben die versagt. roth wird wegen des geldes gebraucht. nun gut das ist bei anderen auch so. außerdem gibt es keinen der das machen könnte oder möchte. van heesen war nichts für nürnberg ein fehler von bader von dem sich der club auch trennen sollte. gibt es wircklich keine manager oder trainer die aus der region sind die region verstehen (bitte nicht reuter der bringt schon 60 nicht auf die beine) als trainer sollte der club mal an finke denken.

  9. Meiner Meinung nach hätte man nach dem Abstieg den Trainer schon wechseln müssen. Denn er hat in der Rückrunde nichts bewegt und alles emotionslos hingenommen. Die Einkaufspolitik war auch nicht gut. Wobei ich auch sagen muß, daß auch trotzdem ein paar gute dabei waren (Breska, Gygax, Goncalvez).
    Das Faß zum Überlaufen brachte für mich die Demontage von Breska und Abardonado nach dem Lautern-Spiel. Sicher waren beide nicht gut, aber auch nicht schlechter als die anderen.
    Vor allen Dingen Breska halte ich für die Offensive als sehr guten Einkauf.
    Ich muß mich auch wundern, wieso Abardonado so zugenommen hat. Hier hatte man Zeit, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen.

  10. Klar haben sie versagt. Aber nicht jetzt, sondern in den Monaten zuvor, als sie erst unbedingt den Meyer halten wollten, dann nicht gemerkt haben, dass von Heesen der Falsche war und den dann auch noch nach dem Abstieg weiterwursteln und seine Bielefelder Spezis einkaufen ließen.
    Das Hauptproblem beim Club ist (abgesehen von Leuten wie Söder und Wichtigtuern auf der Journalistenseite) der MA Roth. Der nimmt sich immer längere Auszeiten, um dann in panischen Aktionismus zu verfallen, nach dem Motto: ein Rumpelstilzchen zeigt Stärke (erinnert sich noch jemand an seine Pistolendrohung?) und scheinbare Dauerlösungen übers Knie zu brechen. Dem Roth fehlt die Kontinuität. Ansonsten hätte er beim Meyer mal dezent hier und da eine Korrektur vorgenommen, und alles wäre gut geworden. Stattdessen hat man den Meyer machen lassen, obwohl man doch wissen könnte: Jeder macht Fehler, selbst der beste.

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