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Nürnberg debattiert

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Stirbt die Kneipenkultur?

7. September 2008 von vip

Nachts_i.JPGDas Kneipenpublikum ändert sich und will nicht mehr nur stundenlang an einem Pils nippen. Die äußeren Umstände ändern sich ebenfalls. So müssen durch das Rauchverbot viele Gäste – zumindest zeitweise – draußen bleiben. Auch die finanzielle Lage der Wirte ändert sich und mancher muss um seine Existenz fürchten. Nur die städtischen Dienststellen ändern sich nicht. Sie beziehen sich immer noch auf die gleichen Verordnungen wie früher, fordern deren strikte Einhaltung und drohen mit längeren Sperrzeiten.

So sehen das zumindest viele Nürnberger Kneipiers und Barbesitzer, die sich gegenwärtig gegen Auflagen der Ordnunsgbehörden zur Wehr setzen und Unterschriftenkampagnen gestartet haben. Die Anwohner, unter denen auch (ebenfalls hin und wieder um ihre Existenz kämpfende) Rechtswanwälte sind, sind allerdings meist anderer Meinung und pochen auf ihre Nachtruhe.

In unsere Leserfrage wollen wir  diesmal wissen: Nimmt die Stadt Nürnberg zu viel Rücksicht auf Kneipenanwohner? Abstimmen können Sie ab Montag an dieser Stelle. Sie dürfen uns aber auch gerne in diesem Blog einen Kommentar abgeben.

In der vergangenen Woche wollten wir wissen:  “Club-Chaos: Hat die Vereinsführung versagt?” Mit Ja stimmten 78,3 Prozent, mit Nein 21,7 Prozent.

Veröffentlicht in Gastronomie, Lokale Debatten, NZ-Leserfrage, Nürnberg | 35 Kommentare

35 Kommentare zu “Stirbt die Kneipenkultur?”

  1. am 8. September 2008 um 09:351dali

    Ich wäre für einen fairen Kompromiss. Es muss doch beides geben können? Ich finde das zumindest einige Gastrobetriebe alles versuchen um die Anwohner zu schützen und auch noch mehr machen würden. Aber eine so stark verlängerte Sperrzeit ist einfach das AUS für viele Bars. Sowas kann auch nicht sein!

  2. am 8. September 2008 um 10:212Klaus L.

    Ich denke eine Rücksicht untereinander ist notwendig, aber es artet langsam aus. Ich bin berufsmäßiger Taxifahrer und habe nix gegen Kneipenkultur. Aber was Am SA un SO am Hauptmarkt abläuft vor dem Hochgeschwindigkeitsrestaurant ist schon nahe am Vandalismus. Herumstehende Flaschen sind noch das geringste, aber Mülleimer rausreißen, gröhlen und lachen und schreien. Ich bin früher auch immer nachts weg, aber sowas haben wir nicht gemacht. Und noch eines: Vielleicht liegt es auch ein bißchen an den Wirten, die mit ihren Billig-Events etc. das “billige Publikum” anziehen. Ich sehe (am WE) kaum noch Leute zwischen ab 30 und drüber. Und es erscheinen auch immer wieder “Kids” wo ich meine, daß die noch net 18 Jahre alt sind und noch um 3 Uhrunterwegs sind. Leben und Leben lassen. Aber von einer gepflegten Kneipenkultur kann ich im Burgviertel nicht mehr viel erkennen.

  3. am 8. September 2008 um 11:083Peter G.

    Hallo Klaus, da bin ich deiner Meinung. Aber es gibt im Burgviertel auch gepflegte Bars (bar*77) mit einem “anderen Publikum”. Leider ist es dort einfach nur laut, weil viele Menschen kommen. Laut sind dann zb. die Besoffenen, die den Laden nicht betreten dürfen und sich dann vor der Tür weiter aufführen.

    Der Besitzer würde alles tun, damit es für die Anwohner besser wird.
    Sperrzeit verlängern und Laden schließen sind aber keine Alternativen, dann könnte man auch die Anwohner zum Umziehen “zwingen”.

  4. am 8. September 2008 um 11:114McGuyver

    Schön, dass mal jemand einen anderen Problempunkt erwähnt, denn man hat immer das Gefühl, dass das Nachtleben nur aus Weißgerbergasse und Weinmarkt besteht und es auch nur dort Probleme gibt.
    Klaus L. hat recht, wenn er die Situation vor dem Laden mit dem großen “M” beschreibt, aber hat da schon mal jemand einen Sicherheitsdienst gefordert, wie er in der Weißgerbergasse schon seit 2004 vor Ort für Ruhe sorgt?
    Die Aussage, dass nur “Kids” im Wochenendlichen Nachtleben unterwegs sind, kann ich so absolut nicht bestätigen. Als Taxifahrer sieht man eben nur die gewissen Knotenpunkte und es fallen einem diese Gruppen mehr auf, die sich lautstark verhalten und das sind dann in der Regel die Jüngeren.
    Es gibt (noch) genügend Bars und Kneipen in denen sich auch Leute um die 30 und weit darüber hinaus aufhalten – gerade in der Weißgerbergasse!
    Falls einige dieser Läden in Zukunft tatsächlich früher schließen müssen und ihr vielfältiges Musikprogramm einstellen müssen, dann muss man allerdings tatsächlich damit rechnen, dass das Saufen wieder im Vordergrund steht und dass dieses “Angebot” eher das jüngere Publikum annehmen wird.
    Das vernünftige ältere Publikum wird in andere Städte abwandern und sei es nur für das Wochenende.

  5. am 8. September 2008 um 12:585Harald Hertel

    Kneipenkultur?
    Warum gibt es denn mit den alteingesessenen Restaurants keinerlei Probleme? Ärger bereiten doch nur diese Bars, deren Wirte das schnelle Geld machen wollen. Die jammern dann, dass Nürnberg zum Museum würde.
    Immerhin hat ein Museum mehr mit Kultur zu tun als dieses Partyfeiern à la Ballermann.
    Die Sebalder Altstadt ist eben ein traditionelles Wohngebiet. Da passt eben eine Kneipenszene wie in der Düsseldorfer Altstadt nicht hin, basta!

    PS: Wenn die Wirte darauf abzielen, dass ja nur wenige Anwohner bei den Kneipen betroffen wären, so ist das natürlich falsch, denn die Kneipenbesucher ziehen ja in mehr oder weniger angeheitertem Zustand durch das ganze Viertel.

  6. am 8. September 2008 um 13:316Peter G.

    Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf:

    Belebte Innenstadt auch nach 23 Uhr:
    Pro: alle unter 35 Jahre
    Innenstadt: über ca. 35 Jahre

    “Warum gibt es denn mit den alteingesessenen Restaurants keinerlei Probleme? ”

    Ganz einfach: um 23Uhr sind da nur noch 5 Leute drin! Und um 23 uhr gehts wo anders erst los.

  7. am 8. September 2008 um 15:037Peter G.

    Ich meinte natürlich:

    Belebte Innenstadt auch nach 23 Uhr:
    Pro: alle unter 35 Jahre
    Kontra: über ca. 35 Jahre

  8. am 8. September 2008 um 15:328freeminder

    traditionelles wohngebiet….
    völlig überholt und unzeitgemäß!

    genauso wie die sperrzeit im allgemeinen und die sonntage und sonstigen feiertage, an denen einem ein tanzverbot von der obrigkeit auferlegt wird.

    ein völliger quatsch, diese ständigen reglementierungen & vorschriften, die lediglich der schikane und dem legalen abzocken derer gelten, die diese linie mal überschreiten.

    es ist nicht mehr 1907, sondern 2008 und es hat sich eine menge geändert.
    unter anderem eben auch das weggehverhalten erwachsener menschen.

    sicherlich gibt es genügend laut schreiende und eventuell vielleicht sogar leicht randalierende mini grüppchen, die mal mehr lärm machen, wie z.b. diese ständigen junggesellenabschiede oder die oben beschriebenen kids.

    dafür haben wir eine polizistendichte, gemessen an der einwohnerzahl, die andere städte vor neid erblassen lässt.
    wenn diese herren nicht die ganze zeit bequem im auto sitzen würden und darauf warten, dass zufällig was vor ihrer nase passiert, dann könnten diese sehr einfach mit fußstreifen auf dem hauptmarkt und anderen problempunkten präsent sein und die randalierer selbst zur ordnung rufen.

    und die stadt soll sich nicht ständig rausreden, sondern mal grundlegend und komplett von unten nach oben das personal wechseln und menschen mit mehr weitblick einstellen.

    zeit für wirklich umwälzungen und veränderungen ist angesagt,
    zeit für neues auf allen ebenen.

    und das bedeutet eben auch, alte vorschriften und gesetze, wie z.b. beschluss die innenstadt zum “friedhof” zu machen, auszumisten.

    denn auf lange sicht wird diese kurzsichtige handlungsweise massive einbußen fordern!

    nicht nur weniger arbeitsplätze und steuern durch weniger gastronomen, sondern auch weniger studenten, weil weniger nachtleben und weniger möglichkeiten auf nebenverdienst. weitere einbußen drohen bei touristen, gästen, messebesuchern und damit auch bei ausstellern, was zur abwanderung von messen (ausser für heizdecken, denn die werden künftig reißenden absatz hier finden),
    zulieferern und verarbetendem gewerbe & dienstleistern führen wird.
    was weitere steuereinbußen nach sich zieht.
    die taxifahrer können ihr gewerbe abmelden, denn wer fährt denn am wochenende zu den spitzenzeiten durch die city???

    und am ende wandert noch der rest der verbliebenen konsumenten und mittelstandsförderer ab – und belebt den osten wieder neu.

    so siehts aus.

    hier wird sträflichst vernachlässigt, wie sehr ein gutes und nicht reglementiertes, ausgelassenes nachtleben mit allen anderen zweigen verflochten ist.

    wie kommts, dass es in münchen solche debatten kaum gibt??
    da zieht man halt woanders hin, wenns einem zu laut ist.
    hier zieht man neben eine schule und beschwert sich dann über spielende kinder – sturköpfe

    und dabei gibt es so viele tolle wohnungen AUSSERHALB der stadtmauern!
    das sind prima wohngebiete…..

  9. am 8. September 2008 um 15:339Basti

    Sehr geehrter Herr Hertel, ich finde es schade das alle “jüngergen” Bars in einen Topf geworfen werden. Sicher gibt es auch “schwarze Schafe” gegen die auch vorgegangen werden sollte. Ihre Argumentation zeigt mir nur das Sie noch nie in einer der Bars (z.B. *77) waren, anders kann ich mir den Vergleich mit dem Ballermann nicht erklären. Der Großteil der Wirte will sich aber eine langfristige Existenz aufbauen, sie haben überhaupt kein Interesse an “billig Parties”, da diese langfristig eher geschäftsschädigend sind. Gegen das “Ballermann”-Argument spricht der Umstand das die Bar*77 vom Stadtmagazin Prinz zu einer der besten Locations der Stadt gewählt wurde, bestimmt nicht wegen 50Cent Parties und Sangria Eimern.

    Manchen Menschen sollten sich mal die Mühe machen diese Locations zu besuchen, dann würden sie festestellen das sie da lauter normale Menschen, wie evtl. Ihren Zahnarzt, Anwalt, die Kassiererin vom Supermarkt oder eine Kollegin antreffen die dort ihren wohlverdienten Feierabend in angenehmen Ambiente verbringen.
    Ob hier ein Museum oder die Gastronomie nun mehr oder weniger Kultur beinhaltet kann man, denke ich so pauschal nicht beantworten. Immerhin steht Kultur nicht nur für Bildung, sondern auch für Lebensart. Abgesehn davon schließt das Eine doch das Andere nicht aus, es sollte sich eher ergänzen. Das macht doch eine lebendige, moderne Großstadt aus und zu einer solchen möchte sich Nürnberg ja wohl zählen. Zu dieser modernen Stadt gehört auch ein modernes Nachtleben, nicht der Rückbau der Gastronomie aufs Jahr 1981. Hallo, wir haben das Jahr 2008, liebe Stadt, die 70er sind vorbei, in den meisten Diskotheken hängen keine Spiegelkugeln mehr. Ist der “U1 Fashion Store” auch ne Disko mit grosser Merchandising Area weil da ab und an ein DJ auflegt?!?
    Wie gesagt liebe Stadt, lasst den Kreativen ihre Ideen, 1. will mehr die Pils-Bar an der Ecke und 2. liebe “Charly-M Generation”, Ihr habt auch gefeiert bis der Arzt kam.

    Noch ne schöne Woche.

  10. am 8. September 2008 um 16:0010Peter G.

    Die Polizei ist auch mehr damit beschäftigt nachts Falschparker aufzuschreiben, als für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Problem ist, das es dann kein Geld gibt :(

  11. am 8. September 2008 um 17:1011Frank

    Es ist schon richtig, dass man nicht nur auf die Anwohner, sondern auch auf die Kneipen Rücksicht nehmen muß. Und es ist auch richtig, dass sich der Lärm auf den Straßen durch das Nichtraucherschutzgesetz, das viele Kneipengäse auf die Straßen treibt, verstärkt hat – dafür können die Wirte nichts.
    Andererseits ist es aber so, dass jeder Wirt bei der Zulassung seines Lokals genau wusste, dass er eine Genehmigung für ein Schanklokal, aber nicht für eine Diskothek hat. Trotzdem haben viele Bars den Charakter eines Tanzclubs.
    Ich selbst gehe gerne in die Bars beispielsweise in der Weißgerbergasse und habe nicht wenig Geld im Pik 16 oder in der Mata Hari gelassen. Das Gejammere der meisten Wirte ist für mich aber recht heuchlerisch – immerhin haben sie jahrelang wissentlich davon profitiert, dass die Stadt ein oder zwei Augen zudrückt und nicht auf die buchstabengenaue Einhaltung der Zulassung pocht. Warum die Behörden das jetzt tun sei dahingestellt. Wenn sich ein Dutzend von 14 000 Bewohnern der Sebalder Altstadt mehrfach beschwert, kann das als Grund ja kaum herhalten. Zumal jeder, der in der Weißgerbergasse eine Wohnung mietet oder kauft, weiß, dass hier eben die Post abgeht. Gerade das macht die Gasse ja zu einer attraktiven Wohngegend.
    Wenn sich eine 90-Jährige, die seit Geburt in der Weißgerbergasse wohnt, über die Kneipen aufregt, kann ich das noch nachvollziehen. Aber wer bewußt hier her zieht und dann anderen Leuten das Leben schwer macht hat ganz offensichtlich nicht mehr alle beieinander. Trotzdem, bei allem Respekt – ich habe selbst zehn Jahre in der Nürnberger Gastronomie gearbeitet – ist die konzertierte Aktion einiger Nürnberger Kneipenwirte nichts anderes als Gejammer auf hohem Niveau.

  12. am 8. September 2008 um 18:4712dali

    @Frank:

    ..Viele Bars haben den Charakter eines Tanzclubs?…

    Ja welche denn? Bitte sag mir mal was einen Disco von einer Bar unterscheidet! Und bitte schau nicht im Regelwerk der Stadt aus dem Jahr 1980 nach, sonst muss das U1 Fashion Store zumachen ;)

  13. am 8. September 2008 um 19:4413Harald Hertel

    @freeminder

    Aha, völlig unzeitgemäß.

    Ist ja eine geniale Feststellung. Genau wie der andere Quatsch, der dann folgt. Selten so viel Schwachsinn in wenigen Sätzen gelesen, wie das oben!

    Wieso sollte die Sebalder Altstadt als vorrangiges Wohngebiet unzeitgemäß sein? Die Sebalder Altstadt ist eine der bevorzugten Wohnlagen Nürnbergs und dies garantiert nicht wegen der Kneipen!

    Warum sollten also die Altstadt-Bewohner diese Belästigungen dulden?
    An jedem Wochenende kann man ja nachts erleben, wie sich so einige Kneipenbesucher, die sich vorher mit viel Alkohol oder noch anderen Dingen in Stimmung gebracht haben, z.B. an Abfalleimern austoben.
    Ist das Kneipenkultur?
    Nein danke!

  14. am 8. September 2008 um 19:4714Harald Hertel

    @freeminder

    noch ein Nachtrag:

    “und dabei gibt es so viele tolle wohnungen AUSSERHALB der stadtmauern! das sind prima wohngebiete…..”

    Das zeigt doch welch Geistes Kind der Schreiberling ist. Abgesehen davon, dass er zu blöde zum korrekten Schreiben ist.

    freeminder will also Ramba-Zamba in der Altstadt und die Bewohner sollen eben abhauen. Echt klasse!

  15. am 8. September 2008 um 19:5615dali

    @Harald Hertel:

    “An jedem Wochenende kann man ja nachts erleben, wie sich so einige Kneipenbesucher, die sich vorher mit viel Alkohol oder noch anderen Dingen in Stimmung gebracht haben, z.B. an Abfalleimern austoben.”

    Mich stört das auch. Aber hier die Schuld einfach allen Kneipen zu zu schieben? Das geht einfach nicht so allgemein!

    Wo ist die Polizei wenn Leute randalieren?

    Oder sind die Bars schuld, die plötzlich Discotheken werden, mit ihrer lauten Musik, ihren hell leuchtenden Discokugeln und mit billigen 7 Euro Longdrinks die Leute zum randalieren und lautsein auf der Straße animieren?

  16. am 8. September 2008 um 22:1316Peter

    In der Innenstadt gibt’s nunmal Stadtleben, das ist meiner Meinung nach völlig normal und in jeder größeren Stadt so. Mit diesen Verboten werden eine handvoll Anwohner halbglücklich gemacht (denn sie regen sich bestimmt trotzdem auf, dass bis 1 Uhr Ramba Zamba herrscht) und tausend andere werden abgeschreckt.

    Kein Wunder, dass man sich hier Sprüche von Leuten anhören darf ala: “Willst du feiern, meide Bayern!!”

  17. am 9. September 2008 um 01:1217freeminder

    armer harald…ein altstadt-opfer…..
    ich hab ja mittleid mit dir und opfere gerne meine wenige freie zeit, um dir bei der wohnungssuche in buxtehude zu helfen.

    danke für den persönlichen angriff.
    er unterstreicht dein niveau, du
    “um 16 uhr die amtsstube verlasser und um 17:30 uhr schlafen geher”

    und die leute toben sich auch auf der fürther strasse an abfalleimern aus und in u-bahnen und in langwasser süd
    -
    kurze denkpause für harald
    -
    grade an der u-bahn-station langwasser süd herrscht ja ein kneipen überangebot.

    nur weil du deine kindheit im keller verbracht hast und jetzt vor neid platzt.

  18. am 9. September 2008 um 07:0918Harald Hertel

    @freeminder 17

    Wer hier persönliche Angriffe macht, ist doch ganz offensichtlich.

  19. am 9. September 2008 um 09:1219Peter G.

    Freeminder sagt eigentlich nur das aus, was einfach der Mehrheit der Leute meint: Wer in der Stadt wohnt, kann nicht erwarten das es leise wie auf dem Dorf ist. Es wird immer laut bleiben!!!

    Habe selber in der Stadt gewohnt und mir haben die betrunkenen Leute die Aussenspiegel mit den Füssen eingetreten. Aber ich suche die Schuld nicht in den Gastronomen, sondern a) in der Lage und b) in den bekloppten Leuten die nachts durch die Straßen ziehen und sich nicht benehmen können.

    Klar, wenn es keine Bars etc in der Stadt geben würde, dann gäbe es womöglich nicht die Leute. Aber wenn wir das mal anfangen, dann sind wir echt arm dran! Nürnberg ist im Vergleich zu vielen vielen anderen Städten schon echt öde!

  20. am 9. September 2008 um 11:3120freeminder

    ja, exakt so wars gemeint. denn es sind, wie richtig dargestellt, die leute und nicht die gewerbetreibenden.

    wehret den anfängen sage ich nur.
    erst die raucher, dann die nachtschwärmer.
    als nächstes dürfen keine menschen mit tattoos oder piercings mehr in die stadt und die läden müssen raus.
    dann die sexshops, denn die führen uns ja in versuchung.
    später dann alle friseure, die trendfrisuren schneiden bis wir irgendwann dort ankommen, dass nur noch evangelische menschen in die innenstadt dürfen.

    hatten wir sowas nicht schon mal?

    ich wohn am plärrer und hab im sommer, wie im winter kids vor der tür, die fußball gegen das garagentor spielen.
    natürlich ziehen auch die won-besucher gröhlend und volltrunken an meinem fenster vorbei.
    ganz zu schweigen von den bewohnern der heilsarmeehäuser, die den ganzen tag von früh bis spät an der strassenecke, vor marktkauf, plus und norma rumlungern, pöbeln und gröhlen.
    ich versteh von meinem fernseher nichts, wenn die fenster offen sind.

    das sind, ohne übertreibung, die zustände, die ich JEDEN tag, nicht nur freitag und samstag, erleben darf.

    und geh ich mich beschweren?

    nein, denn ich kann ja umziehen, wenns mir nicht passt.

    ich hab mit diesen umständen sogar fürs abi gelernt und studiert.

    aber was einfach nicht geht, ist dieses ständige ignorant egoistische verlangen, dass sich das umfeld mir anpassen soll.

    jeder mensch ist frei und kann wohnen wo er mag.
    aber er kann den menschen, die ebenfalls dort wohnen nicht vorschreiben, wie sie sich zu verhalten oder zu leben haben, weil man sonst damit nicht klarkommt.

  21. am 9. September 2008 um 11:3621SugarRayBanister

    In Leipzig wurde die Innenstadt direkt zur Amüsiermeile erklärt, erst das Stadtleben, dann die Anwohner (Entschuldigung, aber wer in einer Stadt (hallo: S T A D T) lebt muss damit rechnen, dass ein Auto hupt, eine Straßenbahn rattert, und das Menschen leben). Da geht so was. Aber Leipzig ist ja auch eine Boomtown in der das Wachstum zurzeit durch den Mangel an hochpreisigen Hotels begrenzt wird.
    Aber vielleicht will sich Nürnberg ja auch seine vorgehaltene staubige Gemütlichkeit bewahren, ist ja auch ein Aushängeschild. Aber dann soll man mal nach Wien gucken, wie man Gemütlichkeit und aktives Stadtleben kombiniert, sicher nicht mit Verboten/Sperrzeiten.

  22. am 9. September 2008 um 11:5622becks

    ich arbeite seit einigen jahren im ausland und bin nur relativ selten in meiner alten, geliebten heimatstadt unterwegs, war aber bei meinen besuchen in den letzten jahren doch sehr angetan von dem was sich in der nürnberger altstadt entwickelt hat! eine relativ hohe kneipendichte, die es einem problemlos ermöglicht mal schnell von einer location zur anderen zu wechseln! für jeden ist etwas dabei! umsomehr bestürzt es mich, dass solche diskussionen überhaupt entstehen! wer in die innenstadt zieht sollte vorher wissen auf was er sich einläßt!

    die entstehung des problems sehe in vor allem eng verknüpft mit der einführung des nichtrauchergesetzes! im winter war es wohl selbst vielen rauchern zu kalt um sich länger vor der tür aufzuhalten, aber mit steigenden temperaturen bildet sich schnell mal ein geselliges grüppchen vor der tür. das dies einen “normalen” geräuschpegel manchmal überschreitet ist nicht zu verleugnen! den kneipenbesuchern bleibt ja aber leider keine andere wahl, als sich zum rauchenauf die strasse zu stellen, oder aber zu hause zu bleiben!

    an all diejenigen, die nachts randalierend durch die altstadt ziehen: vielen dank an euch (ich kann es nicht anders sagen!) vollidioten, dass ihr es leuten, die sich am wochenende gesittet vergnügen wollen durch euer assoziales verhalten noch schwerer macht!!! lernt euch zu benehmen, oder geht in den stadtwald und besauft euch dort!

    sollte sich diese wirklich armsellige diskussion fortsetzen und die gesetzgebung die mittlerweile doch sehr ansprechende kneipen-, bar- und clubszene in der nürnberger altstadt wieder auf einen stand von 1980 katapultieren, dann ist das ein wirkliches armutszeugnis für die “metropolregion”, die auf ihrer eigenen homepage mit einem florierenden nachtleben werbung für unsere schöne stadt macht!!!

    in diesem sinne, allen die es wollen eine schöne feierei in ihrem lieblingsclub… :-)

  23. am 9. September 2008 um 12:2323Sugar Ray Banister » Finstere Zeiten

    [...] Stirbt die Kneipenkultur? Blubbernde Diskussion plus sehr eindeutigem Antiordnungsamtvoting bei der [...]

  24. am 9. September 2008 um 12:4024freeminder

    ich kann nur zustimmen!

    bin beruflich viel unterwegs und wirklich froh, wenns in der jeweiligen stadt dann nach einem 12 und mehr stunden arbeitstag noch was zu sehen und erleben gibt, um den stress abzuschütteln.

    und leipzig is wirklich ne geile sache.
    und auch wien und so viele andere städte. da sind die leute glücklich, freundlich und ausgelassen und nicht mürrisch, maulig und diktatorisch wie hier leider sehr häufig.

    am krassesten finde ich allerdings, dass man in regensburg, augsburg und münchen, also den tiefbayerischen und teils schwarzen regionen so ungestört durch die städte flanieren kann und in franken viel sturer und rigorsoer umgegangen wird.

    vielleicht, weil man sich vor der landesregierung profilieren will?
    oder sind wir einfach nur becksteins vorgarten?
    oder isses wiedermal nur die spetzel- und vetternwirtschaft, angefeuert von den altstadtfreunden, die ein regieren nach dem wunsch des volkes unmöglich macht?

  25. am 9. September 2008 um 13:2725Peter G.

    Zitat becks:
    “an all diejenigen, die nachts randalierend durch die altstadt ziehen: vielen dank an euch (ich kann es nicht anders sagen!) vollidioten, dass ihr es leuten, die sich am wochenende gesittet vergnügen wollen durch euer assoziales verhalten noch schwerer macht!!! lernt euch zu benehmen, oder geht in den stadtwald und besauft euch dort!”

    Genau das meine ich auch! Die nerven mich auch!

  26. am 10. September 2008 um 17:0026McGuyver

    Sehr geehrter Herr Hertel,

    wenn ich hiermit mal ein wenig Bezug auf Ihre Ausführungen nehmen darf.

    Ich gebe Ihnen völlig recht, dass es Bars und Kneipen gibt, die auf schnelles Geld aus sind. Ebenso ist es richtig, dass es eine Menge Leute und Gruppen gibt, die sich oft daneben benehmen.

    Nur ist es nun einmal so, dass man nicht immer alles schwarz/weiss sehen kann.

    Genauso, wie es solche schwarzen Schafe unter den Gastronomen und deren Besuchern gibt, so gibt es auch Anwohner, die sich eben nicht nur über inakzeptable Missstände beschweren, sondern oft einfach aus Prinzip, auch über Dinge, die sie gar nicht stören.

    Die Gastronomen der Innenstadt haben schon vor längerem von der Stadt Nürnberg einen Orndungsdienst gefordert, der sich selbst ein Bild vom Nachtleben machen kann, so dass das Verursacherprinzip auch mal wieder angewandt werden kann und die wenigen Personen, die sich daneben benehmen auch zur Rechenschaft gezogen werden können, damit nicht immer jedes Vergehen dem Nachtleben ansich und den Gastronomen im Allgemeinen angerechnet wird.

    Dass alteingesessene Restaurants keine Probleme haben, liegt einerseits auf der Hand, da sie ja im seltensten Falle nach 23.00 Uhr noch geöffnet haben, und ist andererseits auch nicht ganz richtig, da es viele Beispiele gibt, wo traditionelle Restaurants massive Probleme mit Anwohnern hatten/haben.

    Jeder, der in eine Innenstadt, vor allem in die Nähe von gastronomischen Einrichtungen zieht, sollte wissen worauf er sich einlässt, aber kontroverserweise sind es gerade diejenigen, die neu dazugezogen sind, die sich am meisten beschweren. Da muss man sich dann schon fragen, wer da im Sinne des gesunden Menschenverstandes Recht hat.

    Wenn Sie mit Nachdruck (”basta”) der Meinung sind, dass eine Kneipenkultur wie in Düsseldorf nicht nach Nürnberg passt, so möchte ich Sie schon einmal fragen, wieso das in jeder größeren Stadt funktionert und nicht in Nürnberg? Ebenso würde mich interessieren, ob Sie schon in den 70er/80er Jahren in der Sebalder Altstadt gewohnt haben, denn damals war die Kneipenszene dort von der Dichte her durchaus mit Düsseldorf zu vergleichen.

    Die Kneipenszene z.B. in der Weißgerbergasse existriert schon wesentlich länger, als der Flächennutzungsplan, der eben diese als allgemeines Wohngebiet auszeichnet, also besteht hier definitiv ein gewisses Gewohnheitsrecht der ansässigen Gastronomie (Ausnahmen gibt es natürlich).
    Die Sebalder Alstadt ist im Übrigen keinesfalls komplett ein allgemeines Wohngebiet. Irrsinnigerweise ist gerade der Teil, in dem die wenigsten Kneipen und am wenigsten Gewerbe anzutreffen ist, ein Mischgebiet (Das Quartier Tiergärtner Tor bis Hallertor, Lammsgasse Albrecht-Dürer-Straße). Da liegt es doch auf der Hand, dass eben dieser Flächennutzungsplan überholt werden muss.

    Eine Stadt von der Größe Nürnbergs braucht ein lebendiges Nachtleben, denn der wirtschaftliche Faktor (Messebesucher, Touristen, Studenten von Außerhalb) ist dabei etwa genauso entscheidend, wie die Bedeutung für viele Bewohner, die es eben wegen des lebendigen Stadtlebens in die Innenstadt zieht. Wenn es hier und da heißt, dass man als Innenstadtbewohner mit einem gewissen Lärmpegel leben muss, so ist damit nicht gemeint, dass man alles hinnehmen muss, in jedem Fall aber nicht erwarten kann, dass es so ruhig zu geht, wie in den Vorstädten.

    Ich denke, dass ich im Sinne aller spreche, wenn ich sage, dass ich auch keine Ballermann-Verhältnisse in Nürnberg haben möchte, aber vor Städten wie Leipzig, Dresden, Düsseldorf u.s.w. möchte ich mich auch nicht verstecken müssen.
    Nürnberg will eine Großstadt sein, also muss man auch die Nachteile einer Großstadt in Kauf nehmen und kann sich nicht nur die Rosinenstückchen rauspicken.

  27. am 11. September 2008 um 21:3627Angriff auf die Kneipenkultur « News aus Franken

    [...] Aktion der Bundesregierung, die dem Alkoholismus den Kampf angesagt hat, auf der anderen Seite die Barbesitzer, denen das Ordnungsamt mit Sperrzeitverlängerungen den Garaus macht. Verfasst von frankennews [...]

  28. am 13. September 2008 um 11:3128Rettet Nürnbergs Barkultur | The Pimp Blog - über Werbung & Design

    [...] Mittlerweile haben wir über 1500 Stimmen. Danke! Jetzt hat auch die Nürnberger Zeitung ein Voting gestartet. Bitte gebt auch hier eure Stimme [...]

  29. am 14. September 2008 um 02:0129McGuyver

    Großartig!
    Über 600 Stimmen gegen die Kneipen innerhalb von wenigen Stunden!
    Wenn da mal nicht einer gemogelt hat!
    Ts ts ts…

  30. am 14. September 2008 um 15:5030dali

    einfach nur peinlich. Aber alle wissen wie es wirklich ist und ich hoffe ja das die admin leute von der nz das filtern werden. Kommt davon wenn man voting nur mit cookie sicherung macht… Also bitte löscht die unwahren stimmen

  31. am 14. September 2008 um 20:3831freeminder

    ich lach mich schlapp….echt

    gestern nacht um 01uhr wars noch umgekehrt und dann sowas…
    es wird immer peinlicher für die anwohner

  32. am 15. September 2008 um 13:0932Stephan Schulz

    Die Auswertung dieser Leserumfrage, wie sie in der heutigen Ausgabe zu sehen ist, kann nie und nimmer seine Richtigkeit besitzen.
    Waren es bis zum Samstag Vormittag stets 83-85% der Stimmen für die “Ja” gestimmt hatten, wurde das Ergebnis in der Nacht von Samstag auf Sonntag innerhalb von wenigen Stunden mit ca 800 “Nein”-Stimmen verfälscht und maipuliert, bis ein Verhältnis von ~ 45% zu 55% entstand.

    Das jetzt Abgedruckte Verhältnis von 65,2% zu 34,8% ist wohl in jedem Falle “geschönigt”.

  33. am 15. September 2008 um 13:1133Peter G.

    Für mich verliert hiermit die NZ ganz deutlich an Glaubwürdigkeit!
    Sehr peinlich!

  34. am 15. September 2008 um 13:3034Julian Kaufmann

    Wir haben sogar Screenshots der einzelnen Stände, da ist ganz klar zu sehen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Wo sollen denn in einer einzigen Nacht über 800 Gegenstimmen herkommen?

    Da hat sich auf jeden Fall jemand ganz schön ins Zeug gelegt um dieses bisweilen sehr eindeutige Ergebnis ab zu schwächen und zu manipulieren.

    Frechheit.

  35. am 15. September 2008 um 13:4135admin

    Die Stimmen, die am Samstag das Ergebnis völlig auf den Kopf gestellt haben, wurden von uns nicht berücksichtigt. Dass dennoch mit 65,2 zu 34,8 Prozent ein vergleichsweise moderates Ja-Ergebnis herauskam, hängt mit der parallel dazu durchgeführten Telefonumfrage zusammen. Die ergab – für sich genommen – nämlich eine Mehrheit für die Anwohner. Von uns werden Internetvoting und Telefonvoting jeweils zusammen gezählt. Meistens sind die Unterschiede marginal. Bei dieser Frage war das nicht der Fall. Offenbar rufen Anwohner lieber an, während Kneipenbesucher eher das Internet benutzen.

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