Braucht Nürnberg mehr Radwege?

rad_klein.jpgIn Nürnberg dreht sich derzeit viel um das Rad. Die Stadt wurde in der vergangenen Woche mit dem deutschen Fahrradpreis „best for bike“ für ihre „Mobile Bürgerversammlung“ ausgezeichnet. Außerdem begann das Stadtradeln, bei dem sich Politiker für den guten Zweck abstrampeln. Für jeden gefahrenen Kilometer wandern 50 Cent in den Bau neuer Radwege. Hinzu kommt: Durch die Aufstockung des Radwegeetats stehen in den kommenden fünf Jahren 4,5 Millionen Euro für den Ausbau neuer Strecken bereit.

Und schon jetzt ist die Stadt auf das Erreichte stolz und bescheinigt sich in ihren Verlautbarungen „ein gutes Radverkehrsnetz“. Kritiker hingegen bemängeln fehlende Querungen der Fußgängerzone und des Hauptmarktes. Andere beklagen, dass es zu wenig lückenlose Radwegeachsen gibt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) präsentierte im Verkehrsausschuss in der letzten Woche sogar einen ganzen Katalog von Verbesserungsvorschlägen.
Doch wie sieht das die Bevölkerung? Braucht Nürnberg tatsächlich neue Radwege oder reichen die aus, die es bereits gibt? In unserer Leserfrage wollen wir diesmal von Ihnen wissen: Braucht Nürnberg mehr Radwege? Abstimmen können Sie ab Montag hier.

Die Leserfrage der vergangenen Woche lautete: Sollen Wahlplakate nur noch in begrenzten Zonen aufgehängt werden dürfen? Mit Ja antworteten 76,9 Prozent, mit Nein 23,1 Prozent.

8 Kommentare in “Braucht Nürnberg mehr Radwege?

  1. Natürlich braucht Nürnberg mehr Radwege, weil das Fahrrad mehr denn jeh als unverzichtbarer und integraler Bestandteil des gesamten Verkehrssystems anzusehen ist. Die Förderung des Radverkehrs trägt zu einer höheren innerstädtischen Wohn- und Lebensqualität bei. Die Verlagerung von kurzen Pkw-Farten auf den Radverkehr kann zu spürbaren Emissionsminderungen beitragen, denn gerade im Kurzstreckenbereich sind die Kfz-Emissionen besonders hoch. Knapp die Hälfte aller Autofahrten unterschreitet eine Distanz von 6 km! M.E. könnte und müßte mehr zur Förderung des Radleranteils in Nürnberg getan werden. Die Stadt hat bekanntlich beträchtliche Probleme mit der Luftbelastung. Der Radleranteil von 13% ist im Vergleich mit anderen Städten sehr gering. Erlangen hat z.B einen Radverkehrsanteil von 25%! Unsere Stadtpolitiker sind also gefordert wesentlich mehr als bisher für den Radverkehr zu tun.

  2. Die Fragestellung der NZ war :Brauchen wir mehr Radwege?
    Die Antwort kann nur lauten, ja oder nein.
    Wenn man diese Antwort begründen will, ist diese Antwort sicher abhängig vom Nutzen eines Fahrradweges. Bei einigen der Schreiber frage ich mich, ob er jemals ein Fahrrad benützt hat, bzw. ob er die Fragestellung verstanden hat.
    Das Sankt Floriansprinzip hilft hier nicht und nach Sarkasmus oder Ironie wurde auch nicht gefragt.
    Wer aus welchem Grund auch immer, täglich auf das Fahrrad angewiesen ist, will sicher und ungefährdet sein Ziel erreichen. Zu einer intakten Infrastruktur gehören auch intakte Fahrradwege. Als Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer stelle ich fest, dass der Radfahrer die schlechtesten Bedingungen vorfindet. Sicher kann man nicht überall Radwege anbringen, die vorhandenen kann man aber pflegen und durch zurückschneiden von Büschen das zuwachsen verhindern. Man kann auch die Asche die im Winter angebracht ist wieder abkehren.
    Fahrradwege ( Gehwege) benützen nicht nur Verkehrsrowdys, sondern auch Kinder ,Senioren, Rollstuhlfahrer und Autofahrer die diese Wege zur Abkürzung benützen.
    Wenn alle Verkehrsteilnehmer wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen und für den anderen Verständnis aufbringen, müssen wir uns nicht gegenseitig beschimpfen und können uns unbefangen Verkehrsfragen zum besseren Miteinander widmen.
    Als Verkehrsteilnehmer der nicht nur im Stadtgebiet Nürnberg im Jahr ca. 8000 Km mit dem Rad zurücklegt, vermisse ich den einen oder anderen Km Radweg, benötige ihn allerdings nicht unbedingt, da ich trotz meiner 62 Jahre noch fit bin. Für einen Genussvollen Radausflug mit Familie oder Freunden würden Kiesfreie Radwege in den Wäldern vielen Radfahrern mehr Lust auf Radfahren bereiten.

    Manfred Klemz

  3. Wozu benötigen wir Radwege? Wir fahren lieber auf Gehwegen
    in verkehrter Richtung in Einbahnstraßen ohne Licht (nachts)
    Was ist eine rote Ampel?

  4. Es gibt schon noch etliche Straßen, welche man für die Radfahrer kenntlich machen könnte. Ich denke da eben mal an die Einbahn-Straße hinter dem Bahnhof, wenn man von der Allersberger Straße her kommt. Gerade wenn man den Südausgang der Bahn benutzen möchte, muss man erst einen Umweg fahren. Oder wie viele wird dann auf dem Gehweg (der im besonderen breit genug ist) gefahren.
    Vielleicht könnte man ja diesen Gehweg für Radfahrer und Fußgänger nutzen, oder auf der anderen Seite die Autoparkplätze reduzieren und da einen Radweg entgegen der Fahrbahn anbringen.

    Auch andere Einbahn-Straßen, abseits von den Hauptverkehrs-straßen könnten ohne viel Aufwand gekennzeichnet werden, um so den Radfahren entgegen zu kommen.

    Ich suche mir meistens verkehrsärmere Straßen und halte nicht so sehr viel davon einen Radstreifen an den Hauptverkehrsstraßen abzuteilen.
    Wenn jeder Verkehrsteilnehmer sich etwas toleranter verhalten würde, wäre dies schon ein guter Schritt in die richtige Richtung. Auch mal als Autofahrer einen Radfahrer aus der Seitenstraße über die Straße lassen, wenn die Ampel vorne sowieso Rot hat. Beim Überholen nicht gleich wieder nach rechts einscheren. Der Radfahrer ist nämlich gar nicht so langsam, wie dies manchmal Autofahrer denken.
    Natürlich gibt es bei den Radfahrern auch Rowdys, aber solche findet man überall auch bei den Autofahrern!

    Zu den Kommentar von Herrn Frank kann man nur sagen „absolut hirnlos“.

  5. Das Fahrradnetz soll an diversen Stellen wenigstens geschlossen werden.
    Noch wichtiger wäre für mich, daß die vorhandenen Radwege gepflegt werden. Z.B. der Radweg von Langwasser nach Altenfurt, der sehr viel befahren wird, ist in einem sehr schlechten Zustand. Der Radweg zum Jägersee ist sogar ein markierter und in einem so schlechten Zustand, daß viele lieber die Straße benutzen. Man könnte diese Liste noch weiterführen.

    Der Fahrradbeauftragte der Stadt Nürnberg sollte sich mal ein Bild davon machen.

    Mit freundlichen Grüssen

  6. W O F Ü R ? – Jeder Cent ist einer zuviel !!!
    Man muß sich leider für die Radfahrer schenieren, sofern man einer ist.
    Ob alt oder Jung, gefahren wird in der Regel rücksichtslosest wo es gerade genehm ist.
    Wo bleibt die Disziplin oder wenigstens ein wenig Vorsicht.
    Bei vielen muß man leider annehmen, daß durch den Fahrtwind das Hirn (soweit vorhanden) unterkühlt wurde.

    Nürnberg besteht doch nur aus Radwegen – gekennzeichnet oder nicht – so kommt es mir vor.

  7. Für was neue Radwege? Die werden ja doch nicht benutzt. Auf Gehsteigen Fußgänger jagen macht doch viel mehr Spass – oder?

    Diese Annahme drängt sich doch geradezu auf, wenn man feststellt, dass die vorhandenen Radwege nicht benutzt werden, sondern die Trottoirs als Rennbahnen benutzt werden. Verkehrsregeln? Was ist das – es gilt doch leider wohl offensichtlich:

    Wenn der Radverkehr rollen soll – gehören Fußgänger unter die Erde!

    Denkt mal darüber nach!

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