Trauen Sie den Banken noch?

Zusammen.JPGOb ein Ereignis eine Zeitenwende bedeutet, können die Menschen in aller Regel nur mit zeitlichem Abstand erkennen. Bei der Krise der Finanzmärkte war man sich aber gleich ihrer epochalen Bedeutung bewusst Wenn allein Amerika 700 Milliarden Euro zur Beseitigung der schlimmsten Verwerfungen zur Verfügung stellt, dann kann man nicht mehr anders als von einer Zeitenwende bei den Finanzmärkten sprechen. Finanzminister Peer Steinbrück nahm in der vergangenen Woche kein Blatt vor den Mund, als er sagte, die Welt werde nicht mehr wieder so werden, wie vor der Krise.
In Zeiten der Globalisierung haben amerikanische Finanzkrisen auch auf Deutschland Einfluss. Da überweist schnell mal eine Bank in Frankfurt noch 300 Millionen Euro in ein Pleiteunternehmen nach New York. Das Wirtschaftswachstum wird hierzulande wegen der leichtfertigen und großzügigen Kreditvergabe amerikanischer Banken nachlassen und damit alle treffen. In Deutschland wird der Finanzmarkt stärker reglementiert und die Verbraucher sind besser geschützt, trotzdem haben viele Banken bei ihren US-Geschäften sehr viel Geld verloren. Etliche Kunden haben deshalb ebenfalls Einbußen erlitten. Kunden wollten deutliche höhere Gewinne in den letzten Jahren bei ihren Finanzanlagen haben und Banken haben gerne Kundschaft mit hohen Gewinnen und zum Teil dubiosen Produkten angelockt. Das geht nur gut, wenn man ein hohes Risiko auf den Finanzmärkten eingeht. Bei der NZ-Leserfrage wollen wir deshalb von Ihnen wissen: Trauen Sie den Banken noch? Abstimmen können Sie (ab Montag) hier. Kommentare zur Leserfrage können Sie, wie immer, ebenfalls abgeben (einfach unter diesem Beitrag rechts auf „Kommentare“ klicken).

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Braucht Nürnberg mehr Radwege? Mit Ja antworteten 62,5 Prozent, mit Nein 37,5 Prozent. fis

1 Kommentar in “Trauen Sie den Banken noch?

  1. Haha, könnte fast ne Scherzfrage sein.
    Ich meine, wenn jemand gerade mal 300 Millionen in den Sand setzt, ist das doch kein Pappenstiel! Und dann wird immer so getan: Huch, das Geld ist weg! Als gäbe es nicht Spekulationsgewinnler, die sich ins Fäustchen lachen!
    Unfähigkeit paart sich mit Dreistigkeit! Mag sein, ich kann dem kleinen Angestellten meiner Hausbank trauen, aber gewiss nicht den Geschäftsführern und den Vorständen. Die haben sich allesamt selbst vorgeführt! Für mich erstaunlich ist nur, dass das keine stärkeren Konsequenzen hat.

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