Beckstein, Huber weg! Wer soll es richten?

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Nach Erwin Huber nimmt mit Günther Beckstein jetzt auch der erste Franke auf dem bayerischen Ministerpräsidentensessel seinen Hut. Gerade einmal ein Jahr war er im Amt. Schuld am Wahldebakel der CSU war er nur bedingt.

Dass er Franke ist, könnte aber noch nachträglich zum Problem werden. Joachim Herrmann, der zwar in Erlangen kandidiert hat, sich dennoch (wegen seines Geburtsortes München) schon seit Wochen als „Münchner Kindl“ verkauft, hat mit seiner Bayernfahnenaktion schon einen Keil in den Freistaat getrieben. Ob die CSU noch in der Lage ist, eine gesamtbayerische Nachfolgelösung zu präsentieren, scheint zweifelhaft (vielleicht sollte sie sogar die fränkische Unabhängigkeit befördern, dann könnte die CSU wenigstens in Altbayern noch allein regieren). Ob Schmid, Goppel oder Seehofer die Richtigen sind?

Wir werden in unserer Leserfrage noch einmal auf das Thema eingehen. Sie können aber bereits jetzt hier Ihre Kommentare und Ihre Meinung zur Beckstein- und Huber-Nachfolge abgeben. Derzeit gibt es vier ernsthafte Anwärter für das Amt des Ministerpräsidenten: Thomas Goppel, Joachim Herrmann, Georg Schmid und Horst Seehofer (Markus Söder hat inzwischen –  offiziell zumindest – zurückgezogen).

10 Kommentare in “Beckstein, Huber weg! Wer soll es richten?

  1. Ich habe definitiv die CSU zum letzten Mal gewählt.
    Unter Seehofer wird es einen Linksruck geben und die CSU wird auf den Sozi-Kuschelkurs von Merkel voll einschwenken. Dadurch wird sie den letzten Rest ihres Profils verlieren.
    Aber es gibt ja auch Alternativen: eben die FDP. Die FW dagegen werden bald wieder von der Landesbildfläche verschwinden. Bei denen handelt es sich doch nur um Einzelkämpfer mit chronischer Profilneurose – Paradebeispiel Pauli.

  2. Ich bin maßlos enttäuscht von der CSU. Man kann doch nicht die Politiker, welche bayernweit 43 Prozent der Wählerstimmen erhalten haben, einfach absägen. Sicher sind 17 Prozent ein herber Verlust, aber 43 Prozent ist im Vergleich zu anderen Parteien immer noch ein überragendes Ergebnis. Wozu haben wir denn Herrn Beckstein gewählt? Sicher nicht um dann Seehofer als oberbayerischen Alleskönner an der Spitze der CSU zu sehen.

    Die internen Intrigen der CSU nutzen weder dem Wähler noch der Partei, sondern nur den Strippenziehern und dem politischen Gegner. Seltsam, dass die Strippenzieher meist Oberbayern sind.

    Bleibt nur ein Ausblick: Runter mit der CSU auf 20 % – X. Dann kann sich die CSU in Ruhe überlegen, ob sie mal wieder Politik machen möchte und ob es eventuell sinnvoll wäre, sich mit den Problemen der Wählern zu beschäftigen, anstatt den internen Machtpoker öffentlich auszutragen. Dann liegt es in der Verantwortung der übrigen Parteien zu zeigen, dass sie es besser machen können!

    Sollte das in der CSU so weitergehen, habe ich (als Franke) diese Partei zum letzten Mal gewählt!

  3. Es scheint ja tatsächlich auf Seehofer als Alleinherrscher hinauszulaufen. Auf seine populistisch-intrigante Art haben Edmund und Seehofer dies schön eingefädelt.
    Und die nieder- und oberbayerischen Mitglieder haben gleich Hampelmännern mitgespielt. Vielleicht war auch die Oktoberfest-Bierlaune ausschlaggebend.
    Jedenfalls bedeutet Seehofer einen Linksrutsch der CSU auf den Herz-Jesu-Sozialismus in der Tradition von Leuten wie Blüm.

  4. Es wäre eine Katastrophe für die CSU,wenn Herr Seehofer beide Ämter bekleiden würde.Dieser Mensch polarisiert wie kein anderer in der Fraktion.Auch in der Bevölkerung findet er keinen so großen Rückhalt ,wie man es sich bei der CSU erhofft.Mein Favorit wäre Joachim Herrmann,da er aber aus Franken kommt ,glaube ich nicht das er eine Faire Chance bekommen wird.Die Art und Weise wie man Günther Beckstein demontiert hatte hinterläßt bei mir als einen ganz bitteren Eindruck auf das gesamtbild der CSU.Eines kann ich der Partei versprechen,von mir gibt es weder bei der Europawahl noch der Bundestagswahl eine Stimme.Die CSU wird auf das Niveau einer Partei wie die SPD sinken.

  5. Ramsauer oder Söder soll es werden, der Herrmann auf alle Fälle nicht der hat solch arrogante Art an sich mit dem ist kein Land zu gewinnen.

    Auch könnte man den Beckstein lassen und den Söder in den nächsten 5 Jahre aufbauen, er ist der Merz der CSU!

    Auf alle Fällewenn ide sich nicht bald entscheiden verlieren die mehr an Wähler und werden die 50+x nie mehr holen!

    Aber ich vermute dass die hohen Herrn überhaupt noch nicht kapiert haben was der Wähler will! Die Leben immer noch in der 2/3 Mehrheit und spielen sich auf ob es den Wähler nicht gegeben hat. Hohlmeier war letztens im Fernseh hatte mich köstlich amüsiert mit der Einstellung wird sie auch keine Wähler gewinnen.

    Eine Koalition sollen sie mit den Grünen machen, das wäre die beste Mischung für Land und Leute.

    Aber die schwarzen müssen erst noch tiefer fallen bevor sie überhaupt was kapieren!

  6. @Ferdd: Wie wäre es, wenn SPD, Grüne und Freie Wähler den FDP-Leuten vorschlagen, deren Vorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur Ministerpräsidentin zu wählen? Dann wären doch alle zufrieden und die CSU könnte sich in Ruhe konsolidieren.

  7. Wir Franken sind auf alle Fälle die Leidtragenden. Es ist schon eine Unverschämtheit, wie hier Bayern in eine Gewinner- und in eine Verliererhälfte aufgeteilt wird. Kein Wunder, dass wirtschaftlich nur der Großraum München floriert. Eigentlich dürfte jetzt kein Franke mehr CSU wählen. Aber leider wählen hier immer noch viel zu viele ihren Schlächter selber.

  8. Wenn die FDP etwas beweglicher wäre, dann würde sie bei einer Viererkoalition mitwirken, zusammen mit FW, Grünen und SPD den Maget zum Ministerpräsidenten wählen, und die CSU wäre ihre Besetzungssorgen los. Also, FDP, zeige ein Herz für die CSU!

  9. Die CSU sollte gleich wieder den Stoiber nehmen. Der zieht ohnehin im Hintergrund die Strippen.

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