Familienfreundliche Firma – Wunsch oder Wirklichkeit?

Wohin mit den Kleinen, wenn beide Elternteile schnellstmöglich wieder in den Beruf einsteigen wollen oder müssen? Was macht man mit dem Nachwuchs während der Sommerferien, wenn sich der Urlaub dem Ende zuneigt und die Arbeit wieder ruft?

Beinahe jeder Arbeitnehmer kennt wohl die Probleme: zu wenig Krippen- und Kindergartenplätze, Teilzeitregelungen, Pflege und Betreung von Angehörigen. Privat- und Berufsleben unter eine Hut zu bekommen, gestaltet sich meist als schwieriger Drahtseilakt.

In einigen Unternehmen der Region steht Familienfreundlichkeit bereits ganz oben auf der Interessensliste. Mit der Einführung von betriebseigenen Kinderkrippen, zusätzlicher Ferienbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten versuchen die Arbeitgeber langsam vermehrt, berufliches und familiäres Engagement zu verbinden.

In der vergangenen Woche startete ein bundesweites Modellprojekt unter dem Motto „Vision familienbewusste Arbeitswelt“. Nürnberg hat sich dabei ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Die Metropolregion will zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Viel mehr Unternehmen müssen ihren Arbeitnehmern attraktivere Lebensbedingungen bieten, um den Spagat zwischen beruflichen und privaten Verpflichtungen zu ermöglichen.

Wir wollen deshalb in dieser Woche von Ihnen wissen: Ist Ihr Arbeitgeber familienfreundlich? Stimmen Sie bei der NZ-Leserfrage hier ab.

3 Kommentare in “Familienfreundliche Firma – Wunsch oder Wirklichkeit?

  1. Der Bedarf an familienfreundlichen „Arbeitslösungen“ ist riesig. Egal ob kleine 4 Mann Firma oder Großkonzern, die Anforderungen sind immer die gleichen. Flexible Lösungen für die/den Mitarbeiter. Allerdings haben es da große Firmen mit der Umsetzung deutlich einfacher als der Handwerker Betrieb um die Ecke. Die finanziellen Möglichkeiten spielen wie immer die Hauptrolle.

  2. Herrn oder Frau A. Schwarz kann ich nur voll zustimmen. Ich habe mich auch geärgert über diese Frage. Da werden Leute, die nicht mehr im Arbeitsleben stehen, oder die, wie ich, aus wirtschaftlichen Gründen ihren Arbeitsplatz verloren haben, einfach ins Abseits gestellt. Als wären das Unnormale, die nicht an Umfragen teilnehmen dürfen. Irgendwann wird man uns so noch das Wählen verbieten.
    Kann man denn von einem NZ-Redakteur nicht erwarten, dass er diese Situation berücksichtigt? Oder sind Sie schon so arrogant, dass sie sich etwas anderes als die eigene Existenz gar nicht mehr vorstellen mögen?

  3. Obwohl ich schon zur so genannten Generation sechzig plus gehöre, lese ich regelmäßig und mit Interesse Ihre „Frage der Woche“. Dieses Mal habe ich mich allerdings sehr gewundert, denn mit der aktuellen Frage schließen Sie ja alle Leser – wie z.B. auch mich – aus, die nicht mehr im aktiven Berufsleben stehen. Wie soll ein Pensionär denn die Frage nach seinem Arbeitgeber beantworten??
    Darüber hinaus können auch andere Leser sich nicht beteiligen: Schüler und Studenten etwa genauso wenig wie alle Arbeitslosen!! Also, ich kann mich über diese Frage nur wundern!

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