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Geht Ihnen Nackt-Scannen zu weit?

4. Januar 2010 von uwo

Nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug ist die Diskussion um die Einführung sogenannter Nacktscanner von neuem entbrannt. Die Niederländer haben sich bereits entschieden: Sie führen als erstes Land in Europa Körperscanner ein. Deutschlands Innenminister de Maizière kann sich das zwar auch vorstellen, ist aber der Meinung, es gebe noch keine optimalen Geräte und will erst mal abwarten.

Die Flugpassagiere selbst stehen Nacktscannern offenbar eher skeptisch gegenüber. So mancher würde sich durch einen derartigen Sicherheitscheck vor dem Abflug regelrecht entblößt fühlen. Kaum jemand empfindet es als angenehm, sich auf diese Weise quasi unter Hemd und Hosen schauen zu lassen.

Während unser Innenminister auf die Entwicklung besserer Scanning-Geräte hofft, ist die Opposition im Bundestag dafür, lieber bestehende Sicherheitssysteme auf ihre Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen und Vorschriften konsequenter anzuwenden.

Kritiker monieren außerdem, dass ein Körper-Scanning wenig Sinn macht, wenn sich nach dieser Kontrolle jeder Passagier im Duty-Free-Shop ganz legal Artikel wie zum Beispiel brennbare Flüssigkeiten kaufen kann, aus denen sich später Bomben bauen lassen.

Wir wollen deshalb von Ihnen wissen: Geht Ihnen Nackt-Scannen zu weit?
Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Kann Hecking den Club vor dem Abstieg retten? Mit Ja antworteten 52,9 Prozent, mit Nein 47,1 Prozent.

Veröffentlicht in Flugsicherheit, NZ-Leserfrage, Politiker, Thomas de Maiziere, Verkehr | 5 Kommentare

5 Kommentare zu “Geht Ihnen Nackt-Scannen zu weit?”

  1. am 4. Januar 2010 um 09:251Harald Hertel

    Wer heute fliegen und zumindest eine gewisse Sicherheit vor Anschlägen haben will, der muss eben in den sauren Apfel beißen und sich scannen lassen. Abgesehen davon, bei diesen Bildern von den sog. Nacktscannern, kann man ja gar nicht viel erkennen. Und die Sicherheitsbeamten werden wohl auch nicht Zeit und Muse haben, diese Bilder zu “genießen”.
    Alternative wäre ja eine Leibesvisitation, und ob das dann angenehmer wäre?!

  2. am 4. Januar 2010 um 12:572Fritz K

    Es gab bereits Attentäter, denen ein Sprengsatz in die Magenhöhle genäht wurde. Aber soweit muss man gar nicht gehen, auch bei dem genannten Versuch, das US-Flugzeug am Weihnachtstag zu sprengen, hätte ein Nacktscanner den Sprengsatz nicht gefunden, so sagt zumindest ein britischer Experte. Die Scanner durchdringen nicht nur Kleidung, für sie sind auch Plastik, Chemikalien und Flüssigkeiten unsichtbar. Das heißt nicht, dass diese Scanner überflüssig sind, aber es wäre gefährlich, sich allein auf dieses Mittel zu verlassen.

    Noch etwas zur Sensationslust: gewiß würden die Privatsender gerne Nacktbilder vom Flughafen zeigen, damit könnte man sicher Quote machen. Die Rede ist aber von Scannern, die noch nicht einmal von Angestellten beaufsichtigt werden, sondern vollautomatisch Fremdkörper erkennen und Alarm geben. Alles weitere wird auf üblichem Weg geklärt (Befragen, Abtasten). Dass die Bilder etwas mit Nacktheit zu tun haben, ist sowieso nur eine Suggestion der Medien, ein Blick auf exemplarische Scans genügt, um das zu erkennen. Im Englischen heißen diese Geräte “Body Scanner”. Wer kam eigentlich auf die Idee, das mit “Nacktscanner” zu übersetzen? Und warum greifen auch “seriöse” Medien diese irreführende “Nackt”-Thematik bereitwillig auf?

  3. am 4. Januar 2010 um 14:563Uwe G.

    Wer eine gewisse Sicherheit vor Attentätern beim Fliegen haben möchte, der muss wohl “Scannen” oder Abtasten über sich ergehen lassen. Das medienwirksame Wort “Nacktscanner” ist irreführend, da sich niemand nackt ausziehen muss und nackt gescannt wird.
    Man könnte doch genauso das Abtasten medienwirksam in “Abfummeln” umbenennen.

  4. am 8. Januar 2010 um 10:364Hezekiel

    Es ist unglaublich mit was für leichtgläubigen bis an größter Dummheit grenzenden Schafen man hier in Deutschland zusammen leben muss:

    Seit 2001 kenn ich keinen einzigen beschissenen Fall, in dem überhaupt ein einziges Flugzeug in die Luft gesprengt worden ist—-aber jedes Jahr hört man diesen Politiker-Müll: Wir haben eine große, noch größere, aller größte…Terrorgefahr und das seit 8 Jahren und alle Schafe machen wieder “Mähh” dazu und lassen es über sich ergehen, dass man seit 2001 Schritt für Schritt von jedem seiner Grundrechte beraubt wird, für die unsere Verfassung überhaupt erst entstanden sind…ob Steuersenkungen der FDP: und all die Schafe machen wieder “Mäh” und denken sie hätten was davon, ob wohl es wieder nur den reichen Leuten zu Gute komm—–aber nicht euch—–aber trotzdem FDP wählen, ne oder Videoüberwachung an allen erdenklichen Plätzen in Nürnberg, ohne erwiesenen und auch versprochenen Fahndungserfolg—-aber ein Bauernfänger sagt: blablabla und all ihr Schafe mach “mäh” und sagt “ja so ist es”…..was wäre wenn dieser Anschlag auf einen Schiff stattgefunden hätte oder der Typ über die mexikanische Grenze nach Texas in einem Segelflieger gekommen wäre…wollt Ihr dann Nacktscanner auf Schiffen installieren oder das Segelfliegen grundsätzlich für Muslime verbieten…..den oberen Intriganten kommt doch jeder Anschlag recht und auch den Lobbyisten die diese beschissenen Nacktscanner bauen und damit genauso viel Kohle scheffeln werden wie die Schweinegrippe-Impfstoff-Hersteller die uns den Untergang der Welt an die Wand gemalt hatten und was ist jetzt???? Jedenfalls konntet Ihr wieder “Mäh” machen, und seit zufrieden mit eurer grenzenlosen Dummheit und Ignoranz, ja denken ist anstrengend aber manchmal hilft es auch mehr als der BILD und den anderen Hetz-Blättern jeden Scheiß zu glauben und immer zu allem “jA” und “mäh” zu sagen…..

  5. am 10. Januar 2010 um 23:135gebersdorfer

    Wer in die Sauna will, muss sich auch ausziehen. Wer sich beim Urologen untersuchen lässt, muss die Hosen runter lassen. Im Puff sind viele sogar kaum dazu zu bewegen, ein Tütchen überzustülpen….

    Watrum zieren sich auf ein Mal alle und geben sich verschämt, nur weil sie ein paar Sicherheitsleute am Flughafen ebenfalls nackig sehen wollen. Sollen sie halt zuhause bleiben, wenn sie sich nicht trauen. Zwingt sie doch auch niemand, in die Sauna zu gehen. Wäre ohnehin besser, wenn nicht so viel geflogen würde.

    Sollte jetzt jemand behaupten, ich muss aber häufig beruflich fliegen, dann kann man ihm nur zurufen: Kündige halt, wenn du dich genierst, es gibt ganz bestimmt haufenweise Leute, die deinen Job gerne übernehmen und weniger gschamig sind!

    Dass das Nacktskannen die Sicherheit kaum erhöht, das steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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