• Startseite
  • Über diese Seite

Senf dazu

Nürnberg debattiert

Feed on
Beiträge
Kommentare

Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück?

18. Januar 2010 von vip

VAG_Am vergangenen Montag sind rund 20.000 Menschen zu spät gekommen – in die Schule, zur Arbeit, zum Arzt. Schuld war eine ganze Serie von Pannen bei den vollautomatischen U-Bahnen. Eine verirrte Taube versetzte das System in Panik, ein Passagier, der die Notbremse zog und ein anderer, der mitten im Tunnel ausstieg, weil die Bahn dort stehengeblieben war, trugen ihren Teil zum U-Bahn-Chaos bei. Und weil das offenbar noch nicht reichte, fiel auch noch das Ansage-System aus.

Seit dem Start der fahrerlosen U-Bahnen im Jahr 2008 hat die VAG immer wieder mit Pannen zu kämpfen, die den Verkehr aufhalten und die Fahrgäste verärgern. Noch läuft das System nicht wirklich rund.

Viele Passagiere, die auf den Strecken der U2 und U3 unterwegs sind, träumen derweil von der guten alten Zeit: als an der Spitze des Zuges noch ein Mensch saß, der sah, ob da in letzter Sekunde noch jemand angehetzt kommt und deshalb noch einen Moment wartete, der die Tür zur rechten Zeit auf- und zumachte – und der nicht gleich in Schockstarre verfiel, wenn eine Taube angeflattert kam. Oder der ein paar tröstende Worte sagte, wenn mal wieder der Verkehr ins Stocken geraten war.
Nun aber hat der Computer das Steuer übernommen. Aber der ist eben nicht unfehlbar. Ganz im Gegenteil, wie wir am Montag gelernt haben.

Von Ihnen wollen wir diesmal wissen: Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück? Geben Sie Ihr Votum bitte hier (rechte Spalte unter NZ-Leserumfrage) ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sind Gutscheine besser als Kindergeld? Mit Ja antworteten 74,1 Prozent, mit Nein 25,9 Prozent. gs

Veröffentlicht in NZ-Leserfrage, Nürnberg, U-Bahn | 7 Kommentare

7 Kommentare zu “Wünschen Sie sich die U-Bahn-Fahrer zurück?”

  1. am 18. Januar 2010 um 11:051Leo van Rooijen

    Menschlichkeit wird durch Computer ersetzt. Arbeitslosigkeit und Kriminalität steigen. Die Firmen, welche dieses ‘Spielzeug’ zu ihrem Vorteil entwickeln tätigen dies auf Kosten der Reisenden. Unsere Politiker klatschen Beifall und entweihen mit ihren Scheren die Menschlichkeit. Leo

  2. am 18. Januar 2010 um 11:102ecco

    wer das schon schlimm findet, sollte man den nahverkehr der db genießen. pünktlichkeit ist im berufsverkehr ein fremdwort. und das woche um woche. zeitnahe und richtige fahrgast-informationen im störungsfall? nicht bei uns! hier wäre wettbewerb echt mal angesagt…

    immerhin lernt man ab und an neue bezeichnungen für störungsursachen, wie z.B. “böschungsbrand” :-)

  3. am 18. Januar 2010 um 11:583Oleg Britvin

    Die Idee an sich war gar nicht mal so schlecht, abgesehen von der Tatsache, dass es die U-Bahn-Fahrer evtl den Job gekostet hat. Wir haben hier eine Art “Industrialisierung reloaded”. Damals wurden Maschinen und Fertigungsanlagen entwickelt, was dazu geführt hat, dass viele Arbeiter entlassen wurden. Heute geht es in gewissen Sinne einen Schritt weiter.

    Wenn man seine abfahrende U-Bahn nicht rechtzeitig erwischt dann hat man halt einfach Pech und sollte sich damit abfinden… Wenn der U-Bahn-Fahrer 3x wartet weil gerade ein blinder, betrunkener 95jähriger mit gebrochenen Beinen noch einsteigen will, dann gibt das auch irgendwann eine Verspätung, das muss nicht sein.

    Ein Computer mit Intelligenz, der dem Menschen eine anspruchsvolle Arbeit abnimmt – seit je her ein Traum der Menschheit. Allerdings muss dieser Computer auch richtig funktionieren und seine Vorteile gegenüber seinem menschlichen Ebenbild beweisen. Das ist bei der automatischen U-Bahn nicht der Fall. Ein Ausfall ist okay, einmal ist keinmal, aber es gibt in letzter Zeit ja ständig Probleme.

    Es ist mit Sicherheit nicht einfach, so etwas zu entwickeln – schließlich muss man genug Anwendungsfälle und Wenns und Abers berücksichtigen… Das kenne ich nur zu gut, bin ja selbst Softwareentwickler. Insofern stelle ich mich natürlich auch ein bisschen auf die Seite meiner Kollegen, die das elektronische Hirn dieser U-Bahn programmiert haben. Aber wenn es nun mal bestimmte Unsicherheiten gibt, dann braucht das Ding einfach mehr Simulationen, Testzeit etc. Das ist gerade bei so etwas wie einer U-Bahn-Steuerung besonders wichtig, da ein Fehler hier sofort von den Kunden bemerkt wird und zu einem Glaubwürdigkeitsverlust des Unternehmens führt. Die Schuld sehe ich – wie immer – bei den Vorgesetzten, die dann einfach sagen “Ihr habt habt genug getestet, das Ding MUSS jetzt auf die Schienen”.

    Man stelle sich folgende theoretische Rechnung vor: Projekt X würde – wenn man es gewissenhaft und richtig umsetzt, mit Testphase etc – 100.000 Euro kosten. Wenn man es schlampig umsetzt, dann vielleicht 50.000. Und wenn man halbherzig ein paar Tests durchführt und sich bei den meisten Sachen einfach auf die theoretische Grundlage verlässt und davon ausgeht, dass das “schon gehen” wird, dann kostet es 75.000. Die meisten Entscheider würden dann die 75.000-Version durchziehen, aber das bedeutet eben, dass man bestimmte Risiken in Kauf nimmt. Und das ist die Ursache für die meisten Probleme…

  4. am 18. Januar 2010 um 15:214Werner

    Wer in der U-Bahn in der Zukunft einen Fahrer braucht, soll sich fragen, warum er im Aufzug, wie früher, keinen Fahrer mehr braucht. Dieser sagte im das Stockwerk an. Anwesenheit auf den Bahnsteigen ist wichtiger als Fahrer in der U-Bahn. In einer Seilbahn und im Sessellift sitzt auch kein Fahrer.

  5. am 18. Januar 2010 um 23:315f.lohni

    Die automatische U-Bahn ist super!!!!

  6. am 4. Februar 2010 um 16:516Wolfgang Grebenhof

    Solange wir drei bis vier Millionen Arbeitslose haben, darf die Öffentliche Hand keine Arbeitsplätze wegrationalisieren oder durch Technik ersetzen. Statt die Leute mit Hartz IV abzuspeisen, sollten sie lieber Jobs bekommen – U-Bahn-Fahrer oder -Schaffner, Aufzugsbegleiter, Türaufhalter. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit “wer soll das bezahlen?” Zum Beispiel die Steuerflüchlinge, die sie jetzt dank Daten-CD hoffentlich schnappen. Und solange wir für Banken-Rettung Milliarden übrig haben, kann Geld ja wohl kein Mangel sein in diesem land. Man muß es nur vernünftig und fair einsetzen.

  7. am 10. Februar 2010 um 08:297Ralph Hoffmann

    Die Fahrerlose U-Bahn ist ein Beispiel mehr, wie sich der Mensch der Maschine unterzuordnen hat. Der 95-jährige mit gebrochenen Bein, egal ob er nun betrunken ist oder nicht, ist mir in der Personenbeförderung genauso wichtig. Und er kommt sowieso in der Realität nicht vor. Es zeigt aber, wie hier von Technologieversessenen argumentiert wird. Für mich gilt der umgekehrte Weg: eine Maschine dient dem Menschen, und wenn sie über dem Menschen steht, ist sie definitiv verkehrt.

    Weiterhin ist die Verlogenheit in der ganzen Debatte schier unerträglich: Es wird andauernd behauptet, dass die fahrerlose U-Bahn zuverlässig sei. Erst seit Mitte Januar schaffen es die VAG-Verantwortlichen wie der Technik-Vorstand Rainer Müller nicht mehr, das ganze zu vertuschen oder als Kinderkrankheiten abzutun. Wo ist eigentlich die Entschuldigung der Befürworter des Systems an die Kritiker, die im Vorfeld – zurecht, wie sich nun zeigt – gewarnt hatten und nur diffamiert wurden?

    Es gibt nur einen Weg: Das fehlerhafte System, dass wir nun haben, versuchen zu verbessern; die U2 und U3 nicht weiter auszubauen, damit die Problemlage nicht auch noch vergrößert wird; zukünftig mehr auf Straßenbahn zu setzen, wie andere Großstädte das Deutschland- und weltweit schon längst tun.

    Und Schönreden hilft dabei keinen Deut weiter!

  • Neueste Kommentare

    • R. on Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden?
    • Harald Hertel on Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden?
    • Harald Hertel on Problempatient Krankenhaus: Doktor, übernehmen Sie!
    • Harald Hertel on Mieser Service in den Ämtern
    • 20 Millionen Rentner in Deutschland werden mit Nullrunde konfrontiert on Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden?
  • Letzte Einträge

    • Sollen Eltern bei der Rente bevorzugt werden?
    • Mieser Service in den Ämtern
    • Problempatient Krankenhaus: Doktor, übernehmen Sie!
    • Welches Museum hätten´S denn gern?
    • Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden?
  • Blogroll

    • Links

      • Alle NZ-Blogs
      • Campus-Blog
      • Die 3 Clubfreunde
      • Greuther-Weiber
      • If You’re going to San Francisco
      • Mode-Blog
      • Paaradox
      • Tiergarten-Blog
      • Vanessa sieht fern
      • Vip-Raum
  • Kategorien

  • Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Bloggeramt.de
    Zum Franken-Wiki
  • Archiv

    • März 2010
    • Februar 2010
    • Januar 2010
    • Dezember 2009
    • November 2009
    • Oktober 2009
    • September 2009
    • August 2009
    • Juli 2009
    • Juni 2009
    • Mai 2009
    • April 2009
    • März 2009
    • Februar 2009
    • Januar 2009
    • Dezember 2008
    • November 2008
    • Oktober 2008
    • September 2008
    • August 2008
    • Juli 2008
    • Juni 2008
    • Mai 2008
    • April 2008
    • März 2008
    • Februar 2008
    • Januar 2008
    • Dezember 2007
    • November 2007
    • Oktober 2007

Senf dazu © 2010 Nürnberger Zeitung

Wir verwenden WordPress