Soll der Staat die Steuersünder-CD kaufen?

urn:newsml:dpa.com:20090101:100201-10-11787In der Schweiz spricht man sogar von einer „Kriegserklärung“, aber auch in Deutschland wird der Ankauf der Steuerdaten-CD durchaus kontrovers diskutiert. Dabei sind nicht bloß jene Vermögenden, die ihr Geld am deutschen Fiskus vorbei ins Nachbarland transferiert haben, dagegen, auch andere sprechen von Hehlerei und einer staatlichen Unterstützung von kriminellen Machenschaften. Wieder andere machen einfach eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung auf und verweisen darauf, dass für die 2,5 Millionen Euro, die der Ankauf der CD kostet, mehr als 100 Millionen eingenommen werden könnten. Kanzlerin Angela Merkel scheint sich durch die Angriffe ohnehin nicht beirren zu lassen: „Ich bin wie jeder vernünftige Mensch dafür, dass wir Steuerhinterziehung ahnden“, sagt sie.

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3 Kommentare in “Soll der Staat die Steuersünder-CD kaufen?

  1. Na ja, vielleicht erhält der CD-Klauer ja auch noch den Bundesverdienstorden!!??? Beim Geld hört eben jede Moral auf- der Hinterzieher steht jedenfalls auf der selben Stufe wie der Hehler! Nur blöd wenn der eine die Gesetze auslegen kann wies ihm paßt-gleich ist eben doch nicht ganz gleich! Grundrechte sind schon zu allen Zeiten mit Füssen getreten worden, die Demokratie reagiert da nicht anders…….

  2. “Halt, das gilt nicht!…”, schrie der Bankräuber aus dem Fluchtauto, als das ihn verfolgende Polizeiauto ebenfalls bei Rot die Kreuzung überquerte: “Den Kindern in Vorbild!”.

  3. Tja der Staat. Es ist halt nicht immer dasselbe, wenn es andere machen.
    Will sagen, für den Normalo ist es Hehlerei, einen Dieb was abzukaufen.
    (Obwohl man da auch manchmal das zigfache verdienen könnte. . . )
    Aber was sollte man auch von diesen Schmiergeld-Empfängern anderes
    erwarten……

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