Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden?

Vergangene Woche sorgten Teile der Anhängerschaft des 1.FC Nürnberg beim Auswärtsspiel in Bochum für einen Eklat: Beim Abbrennen von bengalischen Feuern wurden neun Menschen verletzt. Schon 2008 hätten Club-Fans  beim Spiel   in Frankfurt beinahe für einen Spielabbruch gesorgt, weil sie Knallkörper warfen.
Der FCN greift nun durch, er vergibt nur noch personalisierte Eintritttskarten für Auswärtsspiele und schränkt die Freiheiten der Fan-Gruppierung Ultras ein. Auch Stadionverbote sollen rascher ausgesprochen werden. Vielleicht muss die Polizei die Fans aber noch genauer unter die Lupe nehmen, damit die Pyrotechnik nicht ins Stadion gelangt. Aus Fankreisen erklingen aber ohnehin immer wieder Klagen, dass Stadionverbote viel zu rasch ausgesprochen werden und die Anhänger oft Schikanen durch die  Polizei ausgesetzt seien.
Wir wollen von Ihnen daher diesmal wissen: Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Ist der Tiergarten sein Geld wert? Mit Ja antworteten 75,7 Prozent, mit Nein 24,3 Prozent.

6 Kommentare in “Sollen Club-Fans schärfer kontrolliert werden?

  1. Das Problem des Profifußballs ist doch, dass es schon lange nicht mehr um den Sport geht, sondern dass es sich, politisch gewollt, um Brot und Spiele zum Abreagieren von Frust handelt. Und wenn genau das erfolgt ist plötzlich allenthalben, insbesondere von den Initiatoren dieses Systems, Unverständnis zu hören.
    Was hat denn eine sog. lokale Mannschaft wirklich noch mit dem Ort zu tun, deren Namen sie trägt. Es spielt kein Wawra, Albrecht oder Wenauer mehr, die Bezug zu Nürnberg hatten, es spielen Vertragsarbeiter, deren einziger Bezug zu dem Ort an dem sie gerade spielen die Höhe der Monatsbezüge ist, die sie vom Verein bekommen.
    Dazu kommt, dass auch der DFB kein wirkliches Interesse hat/haben darf, die Randale zu verhindern, spülen ihm doch die von ihm ohne öffentliche Kontrolle festgelegten riesigen Strafgelder von den Vereinen zusätzlich Geld in die Kasse. Das heißt, jede Randale rentiert sich für Herrn Zwanziger und seine Freunde.
    Und kosten tut das Ganze dem DFB ja nichts, schließlich wird die Polizei, ganz im Gegensatz zu Polizeianforderungen durch Privatpersonen, bei Fußballspieklen kostenlos gestellt.
    Solange Fußballspiele die Gladiatorenkämpfe der Neuzeit sind, werden sie so ablaufen, wie sie derzeit ablaufen. Dass weiß jeder, nur sagen darf es niemand, auch die Presse nicht.

  2. Nur noch TV-Spiele, Applaus und Stimmung aus Lautsprechern, Rest VIP-Logen mit Blick vom Buffet auf den Platz zwischen den Plasma-Fernsehern durch.

    Normlale Zuschauer und Fans machen nur Arbeit und bringen zu wenig Geld. Selber Schuld wenn die dann ausgesperrt werden.

  3. Am sichersten wären Fußballspiele (wie übrigens Langstreckenflüge, Schulbesuche und U-Bahn-Fahrten auch), wenn man alle Zuschauer in Einzelkäfigen ins Stadion fahren würde. In der Verfilmung von „Das Schweigen der Lämmer“ gibt es da recht hübsche Gestaltungsvorschläge. Wenn es eine hundertprozentige Sicherheit geben kann, warum sollte sie dann nicht erzwungen werden?

  4. Es ist mir jedesmal wieder ein Rätsel, wenn ich sowas lesen muß. WIE um alles in der Welt kriegen die das an den Ordnern vorbei? Oder erwischen nur wir immer so forsche Typen, die uns zwingen den Rucksack zu öffnen, die schon ab un zu mal so unverschämt sind,uns mit einer Thermosflasche (!!) nicht ins Stadion zu lassen!! (Klar, liest man ja immer wieder, diese Übergriffe von älteren Leuten mittels Thermosflasche…….) ;-(

  5. An jedem ordentlichen Aufführungsort gehen die Wassersprinkler an, sobald es qualmt. Wasser marsch! Das löscht im Stadion zwar nicht die unlöschbaren Fackeln, aber vielleicht doch die Begeisterung am Zündeln.

  6. Ich bin nicht bei vielen Spielen im Stadion. Aber gegen Frankfurt vor einigen Wochen war ich dabei und saß sehr nah am Gästeblock. Was da an bengalischem Zeugs abgefeuert wurde, sah ebenfalls sehr bedrohlich aus. Nur habe ich nach dem Spiel nichts von Restriktionen oder personalisierten Tickets von Seiten der Frankfurter gehört.

    Mir stellt sich immer wieder die Frage, wie die „Fans“ dieses Zeugs ins Stadion bekommen. Wenn vor mir einer mit Rucksack durch die Schleuse geht, wird dieser untersucht. Gibt es wirklich Ordner, die da nicht gründlich genug sind?

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