Mieser Service in den Ämtern

EinwohnemDie Forderung nach mehr Bürgerfreundlichkeit der Ämter kommt immer wieder. Sie ist so berechtigt wie wohlfeil. Erhoben wurde sie noch zu Zeiten, als man am Einwohneramt vielleicht gerade einmal zehn Minuten warten musste. Inzwischen haben sich diese Wartezeiten vervielfacht (Bild) und das obwohl neue Technik angeblich doch alles erleichtern sollte. Vielleicht liegt es nicht an der Technik, sondern am Menschen.

Die CSU hat jetzt wieder einen Vorstoß unternommen. Ziel ist die Öffnungszeiten zu verlängern, die Wartezeiten zu verkürzen und ein Bürgerbüro einzurichten. Dazu will die Union nun von der Verwaltung Vorschläge. Mag sein, dass da der eine oder andere Verbesserungsvorschlag schlummert, der jetzt nur auf einen solchen Weckruf gewartet hat. Vielleicht fehlen Kommunalpolitikern auch die Mittel, den Bürger selbst zu fragen, was ihn denn nervt und was er anders haben möchte. Wir springen hier gerne ein. In der Kommentarspalte können Sie Ihre Erfahrungen und Ihre Vorschläge einbringen. Wir leiten sie dann weiter.

3 Kommentare in “Mieser Service in den Ämtern

  1. Auf der einen Seite werden längere Öffnungszeiten in Läden gefordert und gleichzeitig bleiben die Zeiten bei den Ämtern starr.
    Ich denke, da sollte schon mehr Bürgerservice geboten werden.
    Gerade beim Einwohneramt muss man sich z.B. wundern, warum da viele Schalter nicht besetzt sind und gleichzeitig im Hintergrund etliche Beamte herumschleichen.
    Früher mussten Akten bewegt werden, aber heute ist doch alles in der EDV.

  2. Die Idee ist nicht neu! Nur die Bürger haben das Angebot sehr wenig angenommen. Es wäre besser, wenn man telefonisch wie beim Arzt, Frisör, etc. einen festen Termin vereinbaren könnte. Telefonisch oder per E-Mail ist dies leicht möglich.

  3. „Die CSU hat jetzt wieder einen Vorstoß unternommen. Ziel ist die Öffnungszeiten zu verlängern, die Wartezeiten zu verkürzen und ein Bürgerbüro einzurichten. Dazu will die Union nun von der Verwaltung Vorschläge.“

    Wie wäre es mal mit selber Denken(!), liebe CSU?

    Stattdessen immer wieder die gleichen alten Kamellen auspacken und andere auffordern die (Denk-)Arbeit zu machen. Selber kann es die CSU-Fraktion mit ihren vielen Parteikarrieristen anscheinend nicht mehr.

    Als Beweis siehe die vielen Anträge, die immer nach dem gleichen Muster laufen:
    – einen Zeitungsartikel aufschnappen
    – den darin beklagten Missstand in einen Antrag aufnehmen
    – und von anderen, meist der Stadtverwaltung, dann eine Lösung verlangen
    – eigenes Zutun => Fehlanzeige!

    Wenn Politik so einfach wäre….

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