Überdachte Radständer in der Altstadt?

Der Stadtrat möchte das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver machen. Deswegen sollen noch in diesem Jahr auch überdachte Fahrradabstellanlagen in der Altstadt entstehen. 25 werden es am Ende sein, die Platz für 330 Räder bieten.
Allerdings sind nicht alle Stadträte über die neuen Anlagen glücklich. Joachim C. Thiel (CSU) äußerte kürzlich im Verkehrsausschuss Bedenken, dass die Altstadt mit einem „Sammelsurium an Dingen“ zugestellt werde und es dabei an der gestalterischen Sorgfalt fehle. Zuvor hatte sich schon der  Baukunstbeirat  kritisch geäußert. Christine Seer von den Grünen dagegen verteidigte die Abstellplätze als wichtigen Service für die Radler.
Wir wollen von Ihnen daher diesmal wissen: Brauchen wir überdachte Radständer in der Altstadt? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.
Die Frage der vergangenen Woche lautete: Sollten schwer straffällige Kinder eingesperrt werden? Mit Ja antworteten 93,2 Prozent, mit Nein 6,8 Prozent.

6 Kommentare in “Überdachte Radständer in der Altstadt?

  1. Nein! 25 Fahrradabstellanlagen in der Altstadt. Ein Geniestreich unserer sogenannten Bürgervertreter – oder hoffentlich nur ein Aprilscherz.
    Besitzt die Stadt eigentlich ein Gesamtkonzept zur touristischen Vermarktung der Altstadt? .. mit Antworten z.B. der Fragen: „Was erwartet ein zahlender Gast in/von der Nürnberger Altstadt? Was erwartet ein zahlender Gast nicht /stößt ihn ab? Welche „Installationen“ werden in der Altstadt generell abgelehnt?“ Nach meinen bisherigen Beobachtungen ist alles erlaubt.
    Die geplanten 25 „Fahrradabstellanlagen“ (kosten ja nix) verschlechtern den chaotischen und unappetitlichen Gesamteindruck der Altstadt nicht – oder hoffentlich doch nur ein Aprilscherz?

  2. Sinn würden solche Abstellplätze nur an Bahnhöfen machen, aber doch bitte nicht mitten in der Innenstadt. Was sind das für verblendete Gutmenschen, die ohne nachzudenken eine solchen ScheiXXX fordern ? BITTE liebe Politiker! Denkt doch mal logisch ! Ich hoffe, die wenigen die hier Einhalt fordern, bekommen Gehör

  3. Das ist der neuste Schildbürgerstreich der Stadtverwaltung. Diese hässlichen Dinger mitten in die Altstadt. Unvorstellbar so ein Fahrraddach am Sebalder Platz oder auf dem Hauptmarkt vor der Frauenkirche….. Grauenhaft.
    Dem Baukunstbeirat ein herzliches Dankeschön für die klaren Worte. Stoppt bitte diesen ideologischen Bessermenschen-Unsinn.

  4. Stoppt endlich diesen Wahnsinn die Städte mit noch mehr „Sperrmüll“ zu verschandeln! Recht so, wenn Stadträte fordern, nicht an jeder Ecke überdachte (!) Fahrradständer zu installieren. Schon jetzt gleicht manche Fußgängerzone eher einem Hindernisparcours in dem Menschen geschickt zwischen Kundenstoppern, Parkbänken, Spendern für Hundekotbeutel, Hinweistafeln, Wegweisern, Kleiderständern etc. manövrieren müssen. Sicherlich gehören viele der genannten Dinge zum öffentlichen Leben und erleichtern es sogar. Aber ist es nicht absurd, dass ein Fahrradfahrer der im Regen losfährt, sein Rad in der Stadt trocken unterstellen will?? Der Sinn erschließt sich mir nicht! Fazit: Geschickt ins Stadtbild integrierte Fahrradständer ohne Dach würden völlig ausreichen und (viel) Geld würde auch noch gespart, was sinnvoller verwendet werden könnte.

  5. Man soll nicht immer von der guten alten Zeit reden, aber es gab in der Vergangenheit manches über das heute diskutiert werden muß.

    Als ich in der Schule war, fuhr ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof Dutzendteich und von dort weiter mit der Bahn.

    Rechts vom Bahnhofsgebäde standen gebührenpflichtige überdachte Fahrradständer.
    Dort konnte man sein Fahrrad unterstellen.
    Durch die Gebührenpflicht im Pfennigbereich, war einerseits gewährleistet, dass die Fahrräder einen Besitzer haben, bzw. sie konnten nach längerem Ablauf der Karte entfernt werden. Zudem waren die Fahrräder versichert und konnten angesperrt werden. Das wichtigste war aber, sie standen geordnet im Fahrradständer. Zumindest an den S Bahnhöfen Rehhof und Mögeldorf gibt es heute noch immerhin einen Fahrradständer.

    Und wo stehen die Fahrräder anderwärts z. B. am U Bahnhof Maxfeld mangels Alternative. Sie sind malerisch rings um die Eingangshalle am Geländer festgekettet, ein wirklich malerischer Eindruck, vom Hbf will ich ja gar nicht reden. Was für ein Geschrei gibt es um jeden wegfallenden Autoparkplatz. Fahrradparkplätze gibt es in der Stadt überhaupt nicht. Da kann man sich dann wieder schön über die assozialen Radfahrer aufregen, die ihr Gefährt angeblich überall fallen lassen.

  6. Es ist gut, überdachte Radständer zu haben. Die Vorteile für Material und Fahrer liegen auf der Hand. Ich bin uneingeschränkt dafür.
    Für mich (=Allwetterradler) gibt es drei andere – vorher zu erfüllende – Faktoren:
    1) Die Abmessungen sind meist zu eng um wirklich alle Stellplätze zu nutzen. Wäre PKW Parkplätze so bescheiden bemessen und zugeschnitten wie die meisten Radständer, dann müssten wir wohl immer durch den Kofferraum ein- und aussteigen. Es müssen also größere Stellflächen pro Rad entstehen!
    2) Viele Stellplätze werden von Anwohnern dauerbeparkt und stehen damit sowieso für In-die-Stadt-radelnde nicht zur Verfügung. Die Befürchtung: dies wird bei überdachten Stellplätzen noch schlimmer. Dann bleiben de facto trotz mehr Stellplätzen, weniger Stellplätze für Einkaufende. Dauerparken sollte also verhindert werden!
    3) Drittens ist eigentlich 2″b“. Fahrrad-Wracks nehmen auch etliche Stellplätze weg. Nach wie vielen Jahren darf so ein gammeliger Rahmen abtransportiert werden und wie soll ein Stadtarbeiter erkennen welches Rad abtransportiert werden müsste? Diese Räder sehen deutlich hässlicher im Stadtbild aus als alle überdachten Ständer zusammen! Hilft hier vielleicht eine Radzulassungsstelle? 🙂

    Wenn also alle untauglichen Ständer entfernt und durch sinnvolle ersetzt wurden, jedes Rad eine auf eine Person zugelassene Kennung hat die nach Frist abläuft, so dass Strafzettel für Dauerparker vergeben werden können und der Wrack-Abtransport dadurch geregelt wird, dann sollen Dächer darüber geschraubt werden!

    Dazu noch mehr pro-Radler freundliche Ampelschaltungen und endlich anfangen Scherben zu putzen auf den Radwegen, dann ist Nürnberg auf einem guten Weg vielleicht schon in 10 oder 15 Jahren fahrradfreundlich zu werden.

    Ich bin dabei!

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