Benzin: Wären Sie bereit, mehr zu zahlen?

Es war nur eine Frage der Zeit, bis in der diesjährigen Oster-Debatte über zu hohe Benzinpreise Forderungen nach Steuersenkungen aus der Politik laut werden. Sie stehen bei diesem Dauerthema regelmäßig ganz oben auf der Wunschliste der Populisten. Womöglich werden auch bald wieder mal ein „Benzinpreis-Gipfel“, das Anzapfen der Ölreserven, Tankgutscheine für Pendler, Sozialtarife für Energie oder eine Spekulationssteuer auf Ölgeschäfte verlangt.

Immer wieder kommt irgendeinem Politiker dann auch die Idee, Benzin mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent zu belegen. Mit knapp 40 Milliarden Euro macht die Mehrwertsteuer auf den Sprit fast zehn Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus und ist damit nach Einkommen- und Umsatzsteuer die drittstärkste Steuerquelle eines Landes, das Rekordschulden vor sich herschiebt.

Mit einer Absenkung würde man Benzin und Diesel gleichsetzen mit Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch und Butter. Im Gegensatz dazu fordern nicht nur Umweltschützer, den Sprit eher teurer zu machen. Nur über den Geldbeutel sei ein bewusster Umgang mit der wertvollen Ressource Öl zu erreichen und der Umstieg auf regenerative Energien interessant.  

Wir wollen diesmal von Ihnen wissen: Wären Sie bereit, mehr für Benzin zu bezahlen? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Überdachte Radständer in der Altstadt? Mit Ja antworteten 32,9 Prozent, mit Nein 67,1 Prozent. sag

1 Kommentar in “Benzin: Wären Sie bereit, mehr zu zahlen?

  1. Was soll die ewige Benzinpreisdebatte.
    Was man problemlos machen könnte, die LKW Maut auf alle Bundesstraßen ausdehnen. Erstens kommt Geld herein und zweitens würde die Eisenbahn gestärkt. Da ein LKW etwa Straßenschäden für etwa 10000 PKW macht, wäre plötzlich auch der Straßenverschleiß deutlich geringer. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, aber offenbar von unserer nur dem Gewissen verpflichteten Regierung gegen den ADAC uns seine Freunde von den Lenkzeitüberschreitern in Schrott LKW’S nicht durchsetzbar.
    Nicht umsonst sind Güterbahnhöfe heute Speditionshallen, die von DB Schenker mit LKW bedient werden. Die Bahn rechnet sich nicht und die Straßen werden auf Kosten der Allgemeinheit, incl. Radfahrer und Fußgänger zusammengefahren.
    Schon Schenker beweist, dass die ADAC Theorie der überzahlten Straßen nicht haltbar ist, hätte doch die staatliche Bahntochter die Alternative, wäre der Straßenverkehr nicht gar so billig. Übrigens zahlen auch Dieselloks paradoxerweise über ihre Mineralölsteuer die Straßen mit.
    Und wie gelogen wird, zeigt schon die Elektromobilitätsdebatte. Stadtbahnen fahren elektrisch, die meisten Züge fahren elektrisch, aber Elektromobilität in der Politik kommt nur auf der Straße vor.
    Und wenn die Politik dann vor den, im wahren Sinn, Trümmern ihrer Politik, in diesem Fall den ruinösen Straßen, steht, soll der Bürger zahlen. Als Dank findet dann ein wegen einer Todesskifahrt geschasster Ministerpräsident bei seinen Gönnern von der Autouindustrie Zuflucht.
    Und wie der Schwerlastverkehr die Straßen vernichtet, sah man zu Wendezeiten in der DDR. Alle bis dahin guten oder leidlich guten Straßen, waren binnen Monaten von den westlichen LKW Kolonnen zerstört, nachdem sie vorher Jahrzehnte gehalten hatten.

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