Soll der Neptunbrunnen auf den Hauptmarkt?

neptunbrunnenNürnbergs Plätze können eine Aufwertung vertragen. Ein CSU-Stadtrat hat jetzt vorgeschlagen, den Neptunbrunnen, der im Stadtpark steht, auf den Hauptmarkt zu stellen. Ob das gut ist oder nicht – darüber herrschen auch in der NZ-Lokalredaktion unterschiedliche Ansichten.

Pro: Die Menschen lieben Brunnen-Wasser. Sie wollen an heißen Tagen ihre Finger kühlen, sie wollen sich zum Eisessen hinsetzen und dem Plätschern zuhören, sie wollen den Kindern zusehen, die beim Plantschen einen Riesenspaß haben. Für die steinerne Atmosphäre auf dem Hauptmarkt wäre der Neptunbrunnen auf jeden Fall ein Gewinn. Wohin setzen wir uns, wenn wir durch Italiens herrliche Städte flanieren und eine Pause brauchen? An einen Brunnen! Wollen wir diese Freude nicht auch den Touristen machen, die durch unsere Altstadt spazieren? Auch unsere fränkischen Sommer sind schließlich ganz schön heiß. Natürlich würde es die Stadt viel Geld kosten, wenn der Neptunbrunnen dorthin verfrachtet würde, wo er nach Wunsch des Stifters hingehört. Aber wenn es darum geht, ihre Heimat zu hegen und zu pflegen, sind die Nürnberger bekanntermaßen großzügig. Sie würden bestimmt den einen oder anderen Euro springen lassen, um der guten Stube der Stadt – so wird der Hauptmarkt ja gerne bezeichnet – zu einer neuen, alten Attraktion zu verhelfen. Gabi Seitz

Contra: Außer dem, was grünt und blüht, hat der Nürnberger Stadtpark nicht sehr viel zu bieten – mit dem grünen Herzen von Fürth beispielsweise kann er schon gar nicht konkurrieren. Der Neptunbrunnen bringt eine wunderbare Mischung von Skulpturenkunst und Wasserspiel in die sonst eher langweilige Grünanlage. Sein Grünspan-Grün beißt sich keinesfalls mit dem Grün der Vegetation drumherum, sondern fügt ihr einen weiteren Farbton hinzu, der das Gesamtbild belebt. Auch Stadtpark-Besucher lechzen im Sommer nach Erfrischung und Abkühlung. Außer dem Neptunbrunnen finden sie in dem Park kaum andere Gelegenheiten dazu. Mag sein, dass der Brunnen von manchen Vierbeinern (oder eher ihren unvernünftigen Frauchen/Herrchen) als Hundeklo missbraucht wird. Doch das ist kein Argument, ihn in die Innenstadt zu verpflanzen, wo es schon genügend Brunnen gibt. Und wenn man es denn täte: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, auch noch für Ersatz im Stadtpark zu sorgen? Die Stadt bestimmt nicht! Ute Wolf

Unsere Leserfrage lautet daher: Soll der Neptunbrunnen wieder auf den Hauptmarkt? Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

In der vergangenen Woche fragten wir:Denken Sie über einen Kirchen­austritt nach? Mit Ja antworteten 28,1 Prozent, mit Nein 71,9 Prozent.

161 Kommentare in “Soll der Neptunbrunnen auf den Hauptmarkt?

  1. Das ist doch Wahnsinn. Erst den Monsterblock Stadtbibliothek und jetzt die geplante Zerstörung vom Hauptmarkt. Ich frage mich, wer schützt eigentlich diese Stadt vor Leuten wie Herrn Baumann? Sorry der hat doch einen an der Latte. Sprechen Sie endlich ein Machtwort Herr Maly, oder ich habe Sie zum letzten Mal gewählt!

    @“Bürgernah“ (tolles Pseudo, haha!)
    brav gemacht! Da wird dich Herrchen aber hoffentlich schön loben.

  2. @ Bürgernah: Das, was Sie hier schreiben, ist genau die Form von Polemik, derentwegen sich so viele Menschen von Politik abwenden.
    Niemand hat hier bestritten, daß Maly ein anerkannter OB ist. Aber wenn Sie hier jemanden, der seine Meinung zu einem Thema äußert, als jemanden wahrnehmen, der ungefragt (herrje!) rhetorischen Beistand (?) leistet, dann dürften Demokratieverständnis und das Recht zur freien Meinung nicht zu den Dingen gehören, die Ihnen wichtig sind. Bevor wir aber mit der Speichelleckerei nach Ihrer Art weitermachen (typisch, daß Sie Ihren Namen nicht nannten), wenden wir uns lieber dem Thema zu. Sie haben natürlich vergessen, daß bis 1934 Christkindlesmarkt und Neptunbrunnen gleichzeitig und nebeneinander existierten – und zwar so gut, daß Streicher den Christkindlesmarkt nicht als Grund für die Brunnenverlegung nannte.
    Der Brunnen wird den Hauptmarkt stärken, nicht schwächen.

    Im Übrigen, Anonymus, hat Maly auf der gleichen Veranstaltung auch gesagt, daß ‚gegenwärtig‘ der Brunnen nicht zu den Grundbedingungen der Hauptmarktneugestaltung gehört, daß sich das aber ändern könne. Der OB hat sich also eine Meinungsänderung durchaus vorbehalten.
    Die Diskussion, die Sie als überflüssig bezeichnen, hat nichts mit einem Sommerloch zu tun – sie läuft seit etwa einem halben Jahr; wahrscheinlich ist, daß Sie es eben erst jetzt mitbekommen haben. Das spricht dann aber nicht gegen die Diskussion.

    Es ist aber immer wieder erstaunlich, was alles herhalten muß, um die Julius-Streicher-Entscheidung argumentativ zu unterstützen. Vermutlich fordert jetzt bald der eine oder andere, daß der Schöne Brunnen weg muß, um den Christkindlesmarkt zu sichern…

    Im Übrigen ist zum Thema bereits gesagt: Ausgleichsflächen würden sich finden lassen, denn der Christkindlesmarkt ist nicht mehr auf den Hauptmarkt beschränkt. Und wenn – was ich weder befürworte noch ablehne, was aber gegenwärtig diskutiert wird – die Straße am Westrand des Hauptmarkt stillgelegt wird, entstehen dort weitaus mehr neue Standflächen, als sie durch den Brunnen verloren gingen. Damit bleibt vom Beitrag von ‚bürgernah‘ nicht mehr viel übrig – außer der gehässigen Art, der boshaften Attitüde und des schlechten Stils.

  3. @ Thomas Stahl -134-

    Ich habe mir gerade in deinem Posting den Link auf den Entwurf von dem Büro angeschaut. Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein. Und den beauftragt unser Baureferent mit dem Hauptmarkt. Der Platz auf dem Bild sieht ja aus wie ein Kasernenhof. Das hätte Julius Streicher bestimmt gefallen, weil es ja sogar die Planungen der Nazis noch um Längen übertrifft. Nicht zu fassen.

  4. @ Joachim Thiel (s.o.)

    Ulrich Maly ist einer der angesehensten und erfolgreichsten Bürgermeister der Republik und braucht sicherlich nicht den ungefragten rheorischen Beistand irgendeines hämischen Wichtigtuers aus dem Stadtrat. Was Maly sagt ist nicht „unbdeacht“ wie Sie hier mit billiger und durchsichtiger Polemik kolbotieren wollen, das hat Hand und Fuß. Unser Bürgermeister handelt verantwortungsvoll und denkt nicht populistisch sondern weiter. Oder wollen Sie etwa verantworten dass der Christkindlesmarkt so arg verkleinert werden muss, daß er nicht mehr attraktiv genug ist und die Besucher deshalb irgendwann wegbleiben? Das ist doch ein Mega-Gau für Nürnberg. Denken Sie vielleicht mal an die Einzelhandels- und Übernachtungsumsätze? Die ganze Diskussion über den Neptunnbrunnen ist überflüssig wie ein Kropf und wird sich noch als Sommerloch herausstellen an das sich nächstes Jahr keiner mehr erinnert.

  5. Am 10. Juni (Donnerstag) 2010 hatte auch ich die Möglichkeit, meinen argumantativen Standpunkt für die Rückkehr des Neptuns auf seinen angestammten Platz auf dem Hauptmarkt darzulegen. Leider hatte ich als Außerstehender keine Erfahrung in solchen Auftritten, denn ich versuchte mit Argumenten meinen Standpunkt zu begründen, worauf man leider nicht eingegangen wollte. Eine Frau (deren Name ich leider nicht kenne) konterte mit einem lapidaren Satz, dass sie den Neptun im Stadtpark lieber sähe als auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
    Merkwürdigerweise hat Herr Andre Fischer im Artikel „Neptunbrunnen hat wenig Chancen“ (NZ vom 12. Juni) leider nur Dr. Malys Gegenargument, dass „der Neptun das Ende des Christkidlesmarktes wäre“ hervorgehoben. Den Zuhörern dürfte wohl nicht entgangen sein, dass OB unmittelbar danach auch gesagt hat, dass durch die neu entstandene Pro-Neptun-Diskussion der Brunnen durchaus noch Chancen habe, in die Auschreibung nachträglich mitaufgenommen zu werden, zumal die Gründe der überwiegenden Mehrheit der Diskutanten im Blog von „NZ-pro senf“ sind nicht so einacch vom Tisch zu wischen. Meine statistische Auswertung ergab, dass sich bis heute 125 Diskutanten zu Wort gemeldet haben (Wiederholungen wurden von mir bereinigt, daher bitte ich nicht meine Zahlen auf die Goldwaage zu legen). Das Ergebnis scheint mir hochinteressant zu sein: dafür sind 64%, dagegen 21%, keine Meinung hatten lediglich 15%. Übrigens, die Gegner konnten ebenfalls keine nennenswerte Argumente gegen die Verlegung des Brunnens nennen. Eine einfache Ablehnung, wie es die mir unbekannte Frau am Schönen Brunnen am 10.06.2010 sagte, scheint mir weniger als zu wenig zu sein.
    Ich setze nach wie vor auf die Kraft der Argumente, die man nicht ignorieren kann. Ja dann, „Glück auf“ für Dich, Herr Fürlinger, und Dein maritimes Gefolge, denn die überwiegende Mahrheit der Diskussionsteilnehmer sind für Deinen Umzug auf den Hauptmarkt von Nürnberg.

  6. JETZT SIND WIR BÜRGER GEFRAGT, um schlimmstes am Hauptmarkt und Obstmarkt (sowie andere Plätze wie z.B. dem Egidienplatz) zu verhindern. Wir alle kennen das „architektonische Highlight“ Willy-Brandt-Platz und erwarten ähnliches am Friedrich-Ebert-Platz.
    DAS SOLLTE NICHT MEHR PASSIEREN!

    Die Gute Nachricht: So wie es Aussieht formt sich eine Bürgerinitiative pro Neptunbrunnen!

    Folgende Situation herrscht derzeit vor:…wer will findet einen Weg (wir Bürger), wer nicht will findet Gründe (Stadtverwaltung und OB)

    Baumann und OB wollen den Hauptmarkt möglichst Pflegeleicht gestalten und für Veranstaltungen jeglicher Art offen halten. Selbst Grün geht scheinbar nicht wegen den Marktleuten! Allerdings leuchtet mir manche Argumentation nicht mehr ganz ein, nachem ich folgendes gelesen habe:

    Durch die Aufnahme der nördlichen Altstadt in das Stadterneuerungsprogramm »Aktive Stadt- und Ortsteilzentren» hat nun auch der Egidienplatz Chancen auf eine Schönheitskur. Im Stadtplanungsausschuss werden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. Das ausführende Würzburger Büro für Städtebau und Architektur, Dr. Holl, formuliert das Ziel so: »Der Egidienplatz sollte in Verbindung mit dem Theresienplatz als kultureller Treff- und Mittelpunkt des Egidienviertels dienen und zugleich einer Übernutzung des Hauptmarkts entgegenwirken, indem er als Alternativstandort für Veranstaltungen entwickelt wird.

    Hmmmm….und zugleich einer Übernutzung des Hauptmarktes entgegenwirken , indem er als Alternativstandort für Veranstaltungen entwickelt wird!!!
    Das entkräftet einige bisher genannten Argumente der Kritiker des Neptunbrunnens!

    Ein Blick auf die Website von dem Architekturbüro Dr. Holl, auf dem ein Platz dargestellt wird, bringt das Selbstverständnis dieses Büros zum Audruck (nebenbei: warum beauftragt die Stadt für so lokale Themen eigentlich ein Architekturbüro in Würzburg???)

    Webstite: http://www.dr-holl.de

    Ich persönlich habe noch nie einen solchen toten, leblosen und kalten Platz gesehen wie auf dieser Website. Aber das entspricht denke ich genau dem Geschmack vom Baureferat, wenn ich mir unsere Nürnberger Plätze anschaue.

    UND HIER MÜSSEN WIR BÜRGER AKTIV GEGENWIRKEN! UND AM BALL BLEIBEN UND FÜR EINEN SCHÖNEN HAUTPMARKT MIT PIAZZA-CHARACTER KÄMPFEN.

    Sonst findet am Ende der Architekturwettbewerb statt (Ein Wettbewerb, wo schon von vornherein vorgegeben wird: Kein Grün, Kein Wasser, Keine Aufenthaltsqualität, Kein Historizieren, etc….), sprich wo es nur noch um die betonierte, vordefinierte Umsetzung von Baumanns Referat und deren Vorstellungen geht.

    Sorry, das es so lang geworden ist.

    Thomas Stahl

  7. Zwar wollte ich mich, nach dem Artikel „Späte Gerechtigkeit für den Meeresgott“ vom 15.04.2010 hier nicht im Blog nochmals zu Wort melden. Die überwältigende Resonanz des Themas und die hier an mich persönlich gerichtete Frage zur Finanzierung veranlassen mich jetzt dennoch zu einer Stellungnahme.

    Zuerst möchte ich aber den Diskussionsteilnehmern für die lebhafte und sehr niveauvolle Diskussion meine große Anerkennung und der NZ dafür, dass sie dieser Diskussion Raum gibt meinen Dank aussprechen. Nie hätte ich gedacht, dass dieses Thema die Menschen so bewegt. Auch ich habe erst hier viel Neues erfahren. Für die Rückführung des Neptunbrunnens auf den Hauptmarkt sprechen stadtgestalterische, historische und nicht zuletzt auch politisch-moralische Gründe, vor allem aber dass der Platz dadurch sehr an Atmosphäre gewinnen würde. Ich möchte aber auch den Kritikern Respekt zollen, deren Bedenken hinsichtlich der Nutzbarkeit als Markt- und Veranstaltungsplatz sind berechtigt und müssen sorgfältig bedacht werden. Die Einlassung dass der Neptunbrunnen den Christkindlesmarkt unmöglich mache, mit der der Oberbürgermeister in der NZ von heute zitiert wird, ist so sicher nicht richtig. (Allerdings sollte man jetzt diese vielleicht auch nur unbedacht gefallene Äußerung nicht überinterpretieren. Das mag in der Eile ungeschickt formuliert gewesen sein, war aber wahrscheinlich nicht so absolut gemeint, wie es manche hier verstanden haben wollen.)
    Ich meine: Die Vorwegfestlegung der Bauverwaltung im Ideenfindungsverfahren zur Neugestaltung des Hauptmarktes den Neptunbrunnen per se auszuschließen ist kurzsichtig und unrichtig. Die Stadtheimatpflegerin Frau Dr. Maué hat zu Recht ein ergebnisoffenes Verfahren gefordert. Ein Architektenwettbewerb dient doch gerade dazu Lösungen zu finden, die möglichst allen Anforderungen weitgehend gerecht werden. Ich halte es für unglücklich als Beginn eines solches Verfahren erst einmal Denkverbote voranzustellen.

    Ich möchte hier gerne einen Beitrag zur Versachlichung leisten und mich jetzt – weil hier im Blog auch schon alles Wichtige gesagt wurde – auf die hier vielfach angesprochene Frage der Kosten und der Finanzierbarkeit beschränken:

    Das Informationsverhalten der Bauverwaltung irritiert. Die im Artikel der NZ vom 29.04.2010 wiedergegebene Aussage von Herrn Heinlein (dem im Hochbauamt der Stadt Nürnberg für Brunnen zuständigen Mitarbeiter ), niemand hätte „nur den Hauch einer Vorstellung davon, was das kosten würde“ stimmt nicht. Er – der dort auch überhaupt kein Hehl daraus macht, dass er von einer Umsetzung des Neptunbrunnens auf den Hauptmarkt nichts hält – sagt hier schlichtweg die Unwahrheit: Erst 2008 sind vom Hochbauamt nämlich Kosten in Höhe von 850.000 € (Verwaltungsvorlage für den Kulturausschuss am 11.07.2008) genannt worden. Diese bezogen sich allerdings auf den Jakobsplatz und sind auf einer Fortschreibung von 1981 ermittelt worden, was natürlich keine seriöse Basis ist. (Aber die Antwort auf die seinerzeitige Anfrage von Herrn Stadtrat Grosse-Grollmann war ja auch ziemlich oberflächlich und unwillig. Pikante Notiz am Rande: im von ihr als Sitzungsvorlage vorgelegten geschichtlichen Kurzabriss hat die Bauverwaltung den von Julius Streicher 1934 verfügten Abbau gleich ganz verschwiegen, ein weißer Fleck in der dem Ausschuss vorgelegten Chronologie.)

    Was die Fragen zu den Kosten angeht, kann ich hier und heute natürlich keine verbindliche oder hinreichend exakte Antwort geben. Mir erscheint der zuletzt genannte Betrag aber als sehr hoch gegriffen, man könnte vermuten, er sollte vielleicht einfach nur abschrecken. Kosten müssten jedenfalls erst einmal seriös kalkuliert werden.

    Ganz billig wäre die Sache aber sicher nicht. Zum einen müssten die Figuren gereinigt und teilweise restauriert werden, weil die knapp 50 Jahre im Stadtpark auch ihre Spuren hinterlassen haben (das wären aber Kosten die über kurz oder lang sowieso auch bei Verbleib im Stadtpark anfielen). Das Becken auf dem Hauptmarkt wäre neu anzulegen. Dazu käme einiges an Kosten für Unsichtbares, eine Menge Technik, etwa die komplette Wasserversorgung samt unterirdischer Pumpenkammer. Unbedingt wünschenswert und aus heutiger Sicht unverzichtbar ist natürlich auch – der Abendwirkung wegen – eine effektvolle Lichtinszenierung aus dem Becken heraus. Das käme neu dazu. Dagegen fielen Pflasterbauarbeiten und Umgebungsanpassungen schon mal nicht zusätzlich an, da der Hauptmarkt eh neugestaltet wird.
    Ich vermute aber dass man mit viel weniger als 500.000 € sicherlich nicht hinkäme.

    Auf der anderen Seite gäbe es jetzt die einmalige Chance den Großteil dieser Kosten im Rahmen der anstehenden Hauptmarkt-Umgestaltung, die durch das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ hoch gefördert wird, zu schultern. Hier steht eine Förderquote von bis zu 60% im Raum. Diese Chance besteht konkret jetzt, irgendwann später sehr wahrscheinlich nicht mehr.

    Der verbleibende Betrag wäre zwar übersichtlich. In Zeiten schwerer Haushaltskrisen sind selbst gut 200.000 € nicht mal „einfach so“ da. Es geht hier aber sicher auch nicht um Größenordnungen die, den Willen dazu natürlich vorausgesetzt, überhaupt nicht zu schultern wären. Wie immer ist das letztlich auch eine Frage der Prioritätensetzung. Denkbar wäre auch eine Co-Finanzierung durch Bürgerspenden, wie es derzeit am Kettensteg beispielhaft praktiziert wird.

    Auf der Gegenseite müsste man allerdings auch den Nutzen, etwa durch die Attraktivitätssteigerung für Touristen sehen. Der Hauptmarkt als gefühlte Mitte der Stadt bekäme eine ganz andere atmosphärische Qualität. (Man kann das schwer in Zahlen fassen, aber hier gäbe es wohl auch einen indirekten Refinanzierungseffekt. Wer einmal einen Abend auf einem der Brunnenplätze in Rom verbracht hat kann erahnen, dass die Anziehungskraft solcher Plätze eine wichtige Komponente für das sich Wohlfühlen der Menschen in einer Stadt und damit auch relevant für den Fremdenverkehr ist.)

    Joachim Thiel
    (Stadtrat und Sprecher der CSU-Fraktion für Stadtplanung)

  8. Vielleicht sehen wir die ganze Sache falsch warum sich die Partei, die sonst so gerne gegen die NPD Stellung bezieht, nun eine Entscheidung der NSDAP mit den hirrnrissigsten Argumenten verteidigt.
    Vielleicht ist die Aufstellung des Neptun Brunnens am Hauptmarkt tatsächlich teurer, als wir alle denken. Die Figuren des Brunnens wurden, als der von der NSDAP nur etwas verlegte Brunnen unter SPD OBM Urschlechter der autogerechten Stadt im Wege war, in ein vorhandenes Brunnenbecken im Stadtpark verpflanzt. Die Frage ist also, wo ist die Original Brunnenschale? Wurde sie vielleicht unter SPD Ägide entsorgt, so etwas soll ja manchmal vorkommen und nun fürchtet man entweder, dass das herauskommt oder man fürchtet die Kosten einer Neuherstellung des Brunnenbeckens.
    So würde wenigstens ein kleiner Schuh daraus, warum sich der OBM der selbsternannten Stadt der Menschenrechte gar so vehement und mit nachweisbar falschen Behauptungen dafür einsetzt, dass der Brunnen keinesfalls auf den Platz zurückkommt, für den er geschaffen wurde. Der Hauptmarkt war bereits Hauptmarkt, als der Brunnen gegossen wurde, ja der Brunnen stand auch als feste Marktbuden am Hauptmarkt standen und den Raum weiter beschränkten. Nur heute soll er dort nicht wieder aufgestellt werden, nicht weil es nicht möglich ist, nein weil es die SPD bzw. ihr OBM es nicht will. Und wie demokratisch das bei der SPD geht, wissen wir ja von der geplanten Wiedererrichtung der Straßenbahn am Hauptmarkt vorbei. Solange der SPD Verkehrsstadtrat Fischer etwas zu sagen hat, wird er nach seiner Aussage die Wiedereinrichtung dieser Linie zu verhindern wissen, allen anderslautenden Gutachten zum Trotz. Offenbar gilt diese äußerst demokratische Prämisse bei seinem Parteigenossen OBM Maly analog für den Neptunbrunnen.

  9. zu „Neptunbrunnen hat wenig Chancen“ NZ von heute (12.06.)

    Die NZ berichtet heute über eine Bürgerinformationsveranstaltung am Hauptmarkt und schreibt davon, dass etliche Teilnehmer eine Begrünung, so wie eine Verlegung des Neptunbrunnens vom Stadtpark auf seinen angestammten Platz auf den Hauptmarkt (so der Artikel wörtlich) anmahnten.

    Was mich wirklich erschreckt, ist die dann wiedergegebene überhebliche und rechthaberische Antwort des Oberbürgermeisters, dass man das nicht in die Ausschreibung des Wettbewerbs aufnehme. Seine Begründung ist falsch und an den Haaren herbeigezogen. Wörtlich zitiert: „Das wäre das Ende des Christkindlesmarktes“.
    Wie konnte es denn dann sein, Herr Maly, dass der Christkindlesmarkt auch schon auf dem Hauptmarkt stattfinden konnte, als der Neptunbrunnen dort noch stand? Es gibt ein Bilddokument aus dem Jahr 1933 (also ein Jahr bevor der in Nürnberg abgeurteilte Hauptkriegsverbrecher Julius Streicher den Brunnen abbrechen und den Marktplatz in die heutige Steinwüste für seine Nazi-Aufmärsche umgestalten liess) dass den Christkindlesmarkt mit Neptunbrunnen zeigt. (Herr Dr. Mulzer hat es in den Altstadtberichten 1988 abgedruckt). Beides war möglich. Der Brunnen hat den Christkindlesmarkt nicht gestört. Ist das Unwissen oder Desinformation?

    Herr Dr. Maly, ich finde es ungeheuerlich, dass sie mit einem unwahren Drohszenario nach dem Motto, wollt Ihr für einen Brunnen jetzt auf den Christkindlesmarkt verzichten, den Bürgern Sand in die Augen streuen und mit den Gefühlen der Menschen jonglieren.
    Die Bürger sind es satt mit dieser schnöseligen Art von oben herab angeschwindelt zu werden!

    Nürnberg sollte sich aber vorallem für seine Verlogenenheit schämen. Diese Stadt bewirbt sich mit (vorallem Ihren) wohlgesetzten Sonntagsreden darum den Schwurgerichtssaal der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse als Unesco-Weltkulturerbe und zugleich wird die antisemitisch begründete kulturelle Schandtat eines der allerschlimmsten dort verurteilten Nazi-Schwerverbrechers weiter im Stadtbild konserviert, weil man sich mit allen Mitteln einer Diskussion diese Untat wieder gutzumachen widersetzt. Das ist unaufrichtig!
    Die Auflage des jüdischen Stifters Gerngroß, der den Hauptmarkt als Standort zur einzigen Bedingung macht wird von der Stadt der Menschenrechte frech ignoriert. Man meint wohl offenbar sich das erlauben zu können, weil es von dieser Familie keine Nachgeborenen mehr am Leben sind, die das Recht ihres Vorfahren durchsetzen können. Das ist schäbig!
    Ich schäme mich für meine Heimatstadt.

  10. Das Problem Nürnbergs ist die Demokratur der selbsternannten Volksparteien. SPD und CSU können beschließen, was sie wollen, sie haben die Mehrheit und wenn es darum geht Schaden für das Volk zu verursachen waren sie sich schon immer einig. Ich will die Themen nicht nochmals ausbreiten. Wenn Herr Maly nicht will, gelten nicht die Menschenrechte, sondern der Wunsch des Gauleiters Julius Streicher den Hauptmarkt von dem „Judenbrunnen“
    zu befreien. Interessanterweise ließ ihn aber selbst der Gauleiter im weiteren Innenstadtbereich wieder aufstellen und zwar gar nicht weit entfernt von seinem Amtssitz. Erst die SPD verbannte ihn in den Stadtpark.
    Viel mehr, glaube ich gibt es zu diesem Thema gar nicht mehr zu sagen, außer dass die ganze Angelegenheit ein bezeichnendes Schlaglicht auf den Zustand dieses Staates und seiner politischen Klasse wirft.

  11. @ Andre Freud

    ‘Weil’s ein Schmarrn ist’

    Eigentlich kann man ja über so ein „Gwaaf“, irgendeiner Stadtratshinterbänklerin (mal auf gut fränkisch gesagt) nur noch den Kopf schütteln. Was haben wir denn für Leute in den Kommunalparlamenten? Vielleicht sollte sich Frau Kaiser (wer ist das eigentlich, von ihr hab‘ ich sonst noch nie was gehört) erst mal die Mühe machen den Blog hier durchzulesen und auf Argumente eingehen, statt nur dumm herumzureden. Meine Güte noch mal.

    Was Sie zur Stadtpolitik sagen Herr Freud, spricht mir aus dem Herzen. Die inkompetente Taktiererei und Mauschelei der Parteien (das ist aber nicht nur die SPD, da nehme ich mal die anderen nicht davon aus) die nie, wie sie so treffend sagen, nicht über die Banalitäten des Alltags hinaus ragt, nervt die Bürger doch nur noch. Ich war bei der Altstadt-Begehung gestern auch einige Zeit dabei und fand es sehr befremdlich wie widerwillig und unaufnahmebereit der OB und seine Verwaltungsbeamten auf Bürgerkritik reagiert haben, wenn es ihnen nicht in den Kram passte. Wenn man den Bürgerns sowiesso nicht zuhören will, dann sollte man doch solche Pseudo-Bürgernähe-Veranstaltungen ehrlichkeitshalber gleich sein lassen.

  12. Am Donnerstag (10.06.) war die Stadtteilbegehung mit OB Maly und der ‚Stadtspitze‘, wie es hieß. Gleich zu Beginn wurde (auch von mir) die hier diskutierte Frage angesprochen.
    OB Maly hielt sich außerordentlich bedeckt. Zwar legte er sich nicht fest, aber er lehnte ab, daß der Neptunbrunnen am Hauptmarkt ein fester Bestandteil der Vorgaben für den 2011 kommenden Wettbewerb zur Neugestaltung sein sollte – und fügte hinzu, daß das der gegenwärtige Stand sei (der sich gegebenenfalls noch ändern könne).
    Dazu ist doch wohl zu bemerken: Wenn der Neptunbrunnen NICHT in den Vorgaben berücksichtigt werden sollte, dann wird er auch nicht mehr an seinen rechten Ort verlegt werden, weil die Architekten, die am Wettbewerb teilnehmen werden, das dann kaum noch planen werden.
    Also muß man JETZT, vor Beginn des Wettbewerbs, dafür sorgen, daß eine entsprechende Meinungsbildung und anschließende Entscheidung getroffen wird. Es eilt also.

    Die Gründe für die Verlegung bleiben alle gültig:
    — Es ist eine rechtliche Verpflichtung vorhanden, den Brunnen am Hauptmarkt aufzustellen, denn das war die – einzige – Pflicht, die im Gegenzug zur Spende des Gerngroß von der Stadt übernommen wurde
    — Julius Streicher ließ den Brunnen entfernen, weil er 1. von einem Juden gestiftet, 2. den seinerzeit Adolf-Hitler-Platz genannten Hauotmarkt als Aufmarschgelände während der NSDAP-Reichsparteitage weniger gut nutzbar machte. Nun sollten wir heute solches Streicher’sche Unrecht nicht fortsetzen; außerdem brauchen wir Gottseidank den Hauptmarkt nicht mehr als Aufmarschgelände
    — Brunnen funktionieren. Das meint: Sie wirken positiv auf das Umfeld, wirken hebend auf die Gastronomie, animieren Hauseigentümer zur Pflege der Häuser und Fassaden, beleben Plätze (als Treffpunkt und ‚Fluchtlinie‘), verringern die aktuellen Probleme der ‚Vermüllung‘ und so weiter
    — Der Neptunbrunnen wurde im Barock als memento mori gefertigt; er sollte nach den gerade auch in Nürnberg und Franken furchtbaren Erfahrungen des 30jährigen Krieges die Menschen an die Freuden des Lebens erinnern, damit sie nicht mehr so leichtfertig in den Krieg gehen
    — Es handelt sich beim Neptunbrunnen um ein kunst- und kulturhistorisches Werk ersten Ranges; daß wir ihn wieder auf den Hauptmarkt können, aber manche es nicht wollen, macht uns schnell zur Lachnummer der Nation. Oder kann sich jemand vorstellen, daß beispielsweise die Münchner auf eine entsprechende Chance verzichten würden? Sicher nicht!
    — Die Kosten, die am Ende bei der Stadt bleiben werden, sind 1. voraussichtlich nicht besonders hoch und können 2. zu einem Gutteil, wenn nicht zur Gänze durch bürgerliches Engagement getragen werden (ganz abgesehen davon, daß ein solches Projekt sich auch erheblich und fördernd auswirken wird)
    — Der Vorbehalt, daß der Christkindlesmarkt geschmälert wird, weil Standflächen verloren gehen, greift ganz und gar nicht. Zum einen dauert der Christkindlesmarkt vier Wochen, das Jahr aber hat 52. Daher ist dieses Argument nur ein recht schwaches. Zum anderen aber ist der Christkindlesmarkt faktisch doch nicht mehr auf den Hauptmarkt beschränkt – Ausgleichsflächen zu finden, wäre eine leichte Übung, für die nur eines vorhanden sein muß: Guter Wille.
    — Der Brunnen würde dem Hauptmarkt ein altes großstädtisches Flair wiedergeben, das leider in Nürnberg nicht nur selten geworden, sondern auch bei manchen nicht sehr willkommen ist.

    Dr. Bosch hat hierüber (siehe oben im Blog) lesenswerte Informationen zusammengestellt. Traurig ist, daß diese Argumente (wie auch die von mir zusammengestellten) von den Gegnern der Verlegung einfach ignoriert werden. Oder, wie die SPD-Stadträtin Kaiser heute ihre ablehnende Meinung wie folgt begründete: ‚Weil’s ein Schmarrn ist‘. Vielleicht hatte sie auch nur keine Lust, in eine Diskussion einzusteigen, aber Argumente solcher Güte sind nicht wirklich beeindruckend. Ich bin zwar in der CSU, aber ich fände es ausgesprochen schade, wenn gerade ein solches Projekt aus der Partei-Brille beurteilt werden sollte. Also bleibt die Hoffnung, den Nürnbergern zunächst einmal die objektiven Informationen über die Geschichte des Neptunbrunnens nahe zu bringen und so eine Diskussion anzustoßen.

    Muß denn Stadtpolitik so sehr von Taktik bestimmt sein? Es wäre besser, wenn die Verantwortlichen auch einmal einen Blick für das Machbare, für das Erstrebenswerte hätten, und einmal etwas zu schaffen versuchten, was über die Banalitäten des Alltags hinaus ragt. Der Brunnen wird am Hauptmarkt noch für Generationen Grund zur Freude sein. Wir alle sollten uns bemühen, diese Sache nun ernsthaft und sehr bald auf den Weg zu bringen. Es bleibt zu hoffen, daß die bei der Stadtteilbegehung anwesende Presse auch über dieses Thema angemessen berichtet und nicht – wie die NN (meiner Meinung nach) – das Thema aus vorauseilendem Gehorsam manchen Stadtmächtigen gegenüber ignoriert, also totzuschweigen versucht.

    Der Brunnen ist eine seltene und echte Möglichkeit, der ‚guten Stube der Stadt‘ ein besseres Gesicht zu geben.

  13. @Werner Beier

    Ich habe explizit gesagt „ausnahmsweise“. Das heißt, ich stimme ich mit Ihne durchaus überein.
    Aber sagen CSU, SPD und ihr Propagandablatt NN, z. B. wie sie die von ihnen als gesetzt betrachtete U Bahn nach Fürth Süd finanzieren wollen. Wieso fragt da niemand nach den Kosten?
    Bereits ein Rathenaumosaik bei der U Bahn weniger, oder etwas weniger Licht in den U Bahnhöfen würde wahrscheinlich reichen, die Kosten für die Verlegung des Neptun Brunnens aufzubringen, mit dem Verzicht auf den Wiederaufbau eines seit Jahrzehnten aus Unrentabilität stillgelegten DB Bahnhofes für die U Bahn, könnte man sogar viele Brunnen verlegen und auch sonst noch viel Kultur erhalten, siehe auch andere aktuelle Blocks.

  14. @ Dr. Anton Bosch (#119)

    Ein sehr guter und informativer Beitrag (wie Ihr Leserbrief in der Print-Ausgabe vom Dienstag). Dieser Teil der Geschichte war mir völlig unbekannt. Ein zwingender Grund m,ehr, dass der Brunnen wieder auf den Hauptmarkt MUSS! Bitte schicken Sie das auch an den OB und an alle Stadtratsfraktionen. Ein bischen Nachhilfeunterricht in Kultur- und Zeitgeschichte kann dort sicher nicht schaden. Vielleicht kommt dann von dort aus ein wenig Druck auf die mit der Tragweiter dieser Frage offensichtlich völlig überforderte (oder nur desinteressierte) Bau- und Stadtverwaltung

  15. @Mitropa1

    Ihr Verständnis und Ihre „Schutznahme“ für die CSU in allen Ehren. Stadtrat Thiel rechne ich den Vorstoß in Sachen Neptunbrunnen hoch an. Schön wenn hier auch mal Ideen und kritische Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte kommt. Ansosten steht die Kulturpolitik dieser Partei ja eher im Lichte seichter Unterhaltung, wie blaue Nacht etc. zeigen, Substaznzielles hört man von dort (wie auch den anderen Parteien, vielleicht mal die Guten und ansatzweise die Grünen ausgenommen) ja nicht. Allerdings hätte ich mir von Herrn Thiel gerne auch ein paar Worte zur Finanzierung gehört. Wieviel würde es kosten? Ist das zu finanzieren? (Bitte nicht nur rosarote Luftschlösser bauen, Herr Architekt!)
    Inzwischen ist die CSU ja sehr still zu diesem Thema. (Vielleicht gärt da auch noch die alte Sünde aus den 80er nach als die mit den Grünen und den Kommunisten (haha!!) zusammen das SPD-Vorhaben kippten den Neptunn auf den Jakobsplatz zu stellen. Von den Genossen hörte man seitdem nichts mehr (abgesehen von Stadtrat Raschkes Vorschlag den Neptunbrunnen auf den Obstmarkt zu möbeln, das war so vor eion zwei Jahren). Zu den FW sage ich mal nichts hier (die ein-Mann-Truppe bewegt eh nichts). Fazit: Also wieder einmal schweigt die Politik (und das „Rathaus-Amtsblatt“ NN) zu einem virulenten Thema.

  16. @ 116 Jürgen H. Dörfler

    Das paßt zu den Freien Wählern! Erst mal lange abwarten in welche Richtung sich das Meinungsbild entfaltet und dann „Gas geben“ mit populistischen Kommentaren.

    Lassen Sie Taten folgen und sorgen Sie (!) dafür, dass ihr Herr Stadtrat Beck den Anfang macht!

  17. Das tut sie – zumindest teilweise, und es scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Die Zustimmung ist steigend, je mehr sich die Menschen mit dem Thema befassen.

  18. Da muß ich ausnahmsweise die CSU in Schutz nehmen, von deren Stadtrat Tiehl wurde die Sache ja angestoßen. Ich hoffe nur, dass er nicht ein Einzelkämpfer oder gar Populust ohne Hintergrund ist, sondern seine Partei hinter ihm steht.

  19. Ich persönlich bin kein Freund der Freien Wähler, d.h. ich halte von ihnen so wenig (oder so viel) wie von den anderen Parteien. Aber den Einsatz von Herrn Dörfler finde ich anerkennenswert. Das mag sich unrealistisch anhören, aber es darf schon mal zugespitzt werden. Schließlich ist für Spaßreisen der Stadträte, etc. immer genug Geld da. Also der Apell mal mit guten Beispiel voranzugehen, Chapeau!
    Ansonsten, dass der Brunnen auf den Hauptmarkt zurückkommt wäre doch – angesichts der vielfältigen Geschichte die hier viele Beitragsschreiber vor mir aufgearbeitet haben – doch selbstverständlich. Dass es das nicht ist ist peinlich für die (selbsternannte) Stadt des Friedens und der Menschenrechte.
    Also ich begrüße das Engagemant der Freien Wähler; warum hört man aber von den anderen Parteien nichts? (wichtiger Probleme? oder alle auf Spaßreise?)

  20. trullala….
    „wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?“

    Wieder mal ne Million für Traumtänzereien rauswerfen, oder was?

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