Dem Z-Bau droht das Aus

zbauDie Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter den Betreibern, Mietern und Freunden des Z-Baus: Das Kulturreferat empfiehlt, den Z-Bau zu schließen. Sogar ein Abriss des Gebäudes wurde ins Gespräch gebracht – und wird jetzt immer wahrscheinlicher.

Am Freitag, 30. April, sollte im Kulturausschuss die Zukunft des Z-Bau besiegelt werden. Grundlage für die Entscheidung, wie es mit dem Kulturzentrum weitergeht, bildete ein umfassendes Papier des Kulturreferates.

Darin geht es vor allem ums Geld. Demnach würden sich die Kosten für die Erhaltung des Gebäudes in den nächsten Jahren auf 11,7 bis 16,4 Millionen Euro belaufen. Das sei zu viel, so die Stadt. Deswegen könnte dem alternativen Kulturzentrum jetzt der Todesstoß versetzt werden. Die Proteste gegen die Schließung des europaweit anerkannten Kulturzentrums, die sich bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung angekündigt hatten, hatten jedoch dafür gesorgt, dass die Entscheidung über die Zukunft des Z-Baus vertagt wurde. Der Konflikt schwelt also weiter.

Schon der erste Bauabschnitt würde die Stadt 4,86 Millionen Euro kosten. Das wäre aber nur der erste Schritt, der dringend nötig ist. Denn mittels dieses Bauabschnitts würden 73 Brand- und Sicherheitsauflagen realisiert werden. Sie sind seit Jahren nicht erfüllt, eigentlich dürfte das Gebäude schon längst nicht mehr bespielt werden. Knackpunkt sind dabei EU-Gelder, die für den ersten Ab-schnitt beantragt werden könnten. Etwa die Hälfte, 2,28 Millionen Euro, würde die EU übernehmen. Aber – und das ist das Tückische – nur, wenn die Stadt sich verpflichtet, in den kommenden Jahren die Generalsanierung fortzusetzen. Das würde allerdings nochmal mit sechs bis elf Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Summe müsste von der Stadt aufgebracht werden. Dass sie das – in wirtschaftlich schweren Zeiten – nicht schaffen wird, ist absehbar. Statt dessen soll das Gebäude abgerissen werden und das Kulturzentrum mit seinen Einrichtungen wie dem Kunstverein, der Z-Bau GmbH und dem Zoom-Club in Ersatzdomizile umziehen, hieß es Wohin, das weiß bis heute niemand.

Jetzt steht wohl fest, dass der Zoom-Club im ersten Stock des Baus am 31. August geschlossen werden muss. Eine Alternative sei von Kulturamtsleiter Jürgen Markwirth nicht vorgeschlagen worden, beklagen die Betreiber. Das unterstreicht die Befürchtung vieler Unterstützer des Z-Bau. Weder die Z-Bau GmbH noch der Kunstverein glauben nämlich, dass es in der Stadt überhaupt Räume für ein alternatives Zentrum gibt. Sie sehen zehn Jahre Arbeit in den Staub getreten, sollte der Z-Bau abgerissen werden.

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Neue Entwicklungen zum Thema

Sehr viel mehr zu dem Thema ist übrigens in der NZ-Ausgabe vom 23.4.2010 zu finden.

257 Kommentare in “Dem Z-Bau droht das Aus

  1. Wenigstens ein Thema das, wenn nicht alles täuscht nach Stadtratsentscheidungen im Sinne des Bürgers, abgeschlossen werden kann.

  2. Vollkommen gegen die Schließung des Z-Baus!!!!!!!!!
    Des gehd ja mol goa ned!!!
    Was wird na sunst aus middlfrangn

  3. Neeein…..ein solch wunderbares Kulturgut schließen???
    Welchem Haudegen fällt das denn ein?
    Lassen! Gefälligst!
    Darin bin ich groß geworden und so viele andere!
    Wohin sonst? In Kapitalistenschuppen absteigen wie Hirsch, Rakete, Planet…was bleibt uns sonst?
    Mit dem Z-Bau würde eine der schönsten Blumen der Stadt verwelken!
    Gut überlegen! Das Ergebnis dabei ist klar! Offen lassen! Ausbauen!
    Kampflos wird das Z auf jedenfall nicht aus dem Nürnberger Kulturalphabet gestrichen werden!!!!!!

    Ich bin mit Hand und Fuß und all den anderen Maßen DAGEGEN!!!!

  4. @ Rocker
    sehr witziger intelligenter Beitrag. Würde sagen mit diesem bissig-intelektuellen Beitrag solltest Du Dich für den Literaturpreis bewerben 🙂
    @ alle
    Nix für ungut: aber Z-Bau war gestern. Schaut nach vorne.

  5. @Sparer
    Bin genau Deiner/Ihrer Ansicht. Im Angesicht des bevorstehenden Katastrophenhaushalts, den unsere Rathaus-Kalition mit „Maly and Friends“ nach 8 Jahren mißwirtschaft und Verschwendung zu verantworten haben, wäre es verantwortungslos für diesen Bruchschuppen von Zoom auch nur eine müde Mark Steuergeld in die Hand zu nehmen.

  6. Nachtrag: Die Vorschläge von Nr. 235, Leo Zöllner, sind sehr gut! Das ist der Weg für die Zukunft!

  7. Na hoffentlich bewegt der Auszug des Zoom-Clubs unseren Stadtrat dazu, nicht noch mehr Geld in diese Ruine zu versenken! Was man doch mit 16 Millionen alles anstellen könnte! Ich will es heute gar nicht mehr ausrechnen.

  8. @ steuerzahler: du glaubst ja gar nicht wieviele Ärzte Drogen konsumieren…..also wenn du dich das nächste ma unters „messer“ legen mußt…denke daran das der Arzt/Ärztin unter drogen stehen könnte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    KLAR is das ich DAGEGEN bin das ZOOM zu schließen,wo sollen WIR denn hin??? Ich würde wenn ich die kohle hätte das ZOOM orginal getreu nachbauen 🙂

    THE ZOOM BEAT GOES ON!!!!!!!!

  9. Ehrlich gesagt hat Nürnberg nicht viel zu bieten und den z-bau zu schließen befördert den Unterhaltungswert der Stadt gegen Null! Ich hab mich gern in den Zug gesetzt und bin eine Stunde gefahren um ins Zoom zu gehen – naja ab September ist damit schluss! Nicht fair!!!

  10. Die Musik- und Jugendkultur fernab von Kommerz und Stumpfsinn ist abhängig vom Z-Bau ( mit Kunstverein,ZOOM und Roter Salon). Die Location prägt die Nürnberger Musikszene seit langem und ist einziger Ort in Nürnberg wo vernab von Plastikpopkultur gefeiert werden kann. Eine Schließung wäre meiner Meinung nach fatal für die musikalische,kulturelle und die Jugend-entwicklung in Nürnberg. Z-Bau bleibt!

  11. Die larmoyante Amateurlyrik von Fln. Roth in aller Ehre, aber angesichts des Schuldendesasters der Stadt – dieses Jahr fehlt wohl ein Betrag zwischen 180 (Aussage von Schulden-Verwalter Riedel) bis 300 Mio (Pressemeldungen) – steht die Frage doch wohl nicht ernsthaft auf der Tagesordnung in dieses baufällige Drogenloch 10-15 Millionen zu versenken. Da gibt es wirklich wichtigere ‚Baustellen‘.
    (Allenfalls sollte man die sich erst mal vernünftig anhörenden Vorschläge von Herrn Zöllner (#235) prüfen.

  12. @ 241 Franz …
    genau den gedanken hab ich heute auch schon mal gehabt…
    einfach die bude besetzten… …

  13. Stadt Nürnberg….

    die entscheidung ist gefallen
    und nein sie gefällt uns nicht
    jetzt gibts wohl kein weg zurück
    nein wir weinen nicht vor glück
    keiner von uns ist über die entscheidung entzückt

    musik kunst und kultur ist euch wohl nicht wichtig
    dass was ihr tut ist verdammt noch mal nicht richtig
    warum wollt ihr uns unsere gemeinschaft nehmen
    etwas dass uns so wichtig ist im grauen alltagsleben

    dass hier geht raus an alle die etwas zu sagen haben
    an alle die nicht nach unserer meinung fragen
    an alle denen es nur ums geld geht
    weil was uns wichtig ist… einfach nicht zählt
    an die, die lieber in anderes investieren
    denen es egal ist, was wir mit dem club verlieren

    an alle die reden und reden .. und verdammt nochmal nichts machen
    wir können es noch so sehr versuchen …
    schaut so aus, als könnten wir ´s nicht schaffen

    ich hör jetzt lieber auf sonst werd ich noch beleidigend
    hier gehts nicht nur um diesen club,
    wir versuchen viel mehr zu verteidigen….

    aber ihr seid so blind …. wie ein maulwurf
    wenn ihr eueren mund auf macht
    kommt nur scheiß raus
    okay schluß jetzt, ich hör auf……

  14. Wenn die Idioten alles dicht machen, dann brauchen sie sich nicht zu wundern wenn sich früher oder später Leute zusammenschließen und das besetzen, was uns genommen wurde.

    Fuck you, Stadt Nürnberg!

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