Wer soll der neue Bundespräsident werden?

KöhlerBundespräsident Horst Köhler hat als erster deutscher Bundespräsident seinen Rücktritt vom Amt erklärt. Hintergrund sind umstrittene Äußerungen des Staatsoberhaupts über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

Der Rückzug von Köhler mitten in der Euro-Krise könnte die schwarz-gelbe Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in schwere Bedrängnis bringen. Der 67-jährige Köhler war Kandidat von Union und FDP. Er war am 23. Mai 2004 erstmals zum Staatsoberhaupt gewählt und fünf Jahre später bestätigt worden.

Bereits kurz nach Köhlers überraschendem Rückzug machten erste Gerüchte um mögliche Nachfolger die Runde. Bis es zu der Wahl eines Nachfolgers kommt, dürfte allerdings noch etwas Zeit ins Land gehen. Zunächst muss die Bundesversammlung (zusammengestellt aus den Mitgliedern des Bundestags und Vertretern der Länderparlamente) einberufen werden. Allein Mitglieder der Bundesversammlung können Kandidaten für das höchste Amt im Staat vorschlagen.

Zum Bundespräsidenten kann gemäß Art. 54 (1) GG jeder gewählt werden, wer deutscher Staatsangehöriger ist, das Wahlrecht zum Bundestag besitzt und mindestens 40 Jahre alt ist. „Lovely Lena Meyer-Landruth“ hat also keine Chancen, nach ihrem Grand-Prix-Sieg uns Deutsche auch als „Mutter der Nation“ aus dem aktuellen Motivationstief zu holen. Ihr Mentor Stefan Raab hingegen schon. Er ist bereits 43. Der bisher jüngste Bundespräsident, Walter Scheel, war bei seiner Wahl 54 Jahre alt.

Wir wollen nun wissen: Wer soll der nächste Bundespräsident/die nächste Bundespräsidentin werden? Geben Sie Ihr Votum ab und diskutieren Sie mit.

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3 Kommentare in “Wer soll der neue Bundespräsident werden?

  1. Ich weiß nicht, wie lustig das sein soll in den Vote Stefan Raab mit einzubringen. Das Thema ist ernster als viele denken; Horst Köhler ist sicherlich nicht ohne bzw. mit den niederen genannten Gründen zurückgetreten! Das „Ende der Fahnenstange“ wird bald kommen, da bin ich sicher. Jedenfalls täte es dem Land gut, wenn eine der fähigsten Ministerinnen Deutschlands den Platz einnehmen würde: Ursula von der Leyen – leider würde sie dann aber auch an ihrer bisher wichtigen Position fehlen – so richtig viel gute Leute gibt’s da nicht, denke ich…

  2. Mein Favorit ist Dr. Klaus Töpfer: Er war Stellvertreter von Kofi Annan, Direktor der UNO – Umweltorganisation und Umweltminister. Er hat ein Bewußtsein für die anstehenden Probleme dieser Welt: Ozonloch, Klimawandel, Nord-Süd-Gefälle und eine Vision für eine Nachhaltige Entwicklung. Er kommt aus der konservativ-liberalen Ecke, steht aber seit seiner UNO Zeit über den Parteien.

  3. Jeder Kandidat aus dem bürgerlichen Lager würde zunächst den Makel tragen nur ein Notnagel zu sein. Wer möchte aber schon als solcher ins Rennen gehen? Andererseits braucht es in der jetzigen Lage mit dem aus den Fugen geratenem Euro und der Dauerkrise der Regierungskoaltion eine herausragende Persönlichkeit um über diesen Posten Stabilität zu vermitteln.
    Wird aber die Union nach dem Rücktritt Horst Köhlers erneut einen Kandidaten Angela Merkels abnicken? Hier böte sich die Möglichkeit mit dem Führungsstil der Kanzlerin gegenüber der Partei abzurechnen.

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