Wird in Nürnberg zu viel geblitzt?

blitzer1Die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach haben zu Beginn des Jahres ihre kommunalen Verkehrsüberwachungen zu einem Zweckverband zusammengelegt. Das schafft Ressourcen. Die beiden in die Jahre gekommenen Geräte für die Geschwindigkeitsüberwachung werden derzeit durch zwei neue ergänzt. Wird in Nürnberg zu viel geblitzt?

Der Vorteil: Mit ihnen kann der Autoverkehr auch in Kurven und bei schlechten Lichtverhältnissen kontrolliert werden. Eines von den beiden Geräten braucht auch keinen Blitz mehr, so dass die Autofahrer nicht mehr feststellen können, ob geblitzt wird.

Der Lerneffekt erfolgt erst dann, wenn man schriftlich aufgefordert wird, für die Geschwindigkeitsübertretung zu bezahlen. Mit der eher unauffälligen Überwachung dürften erheblich mehr Autofahrer als bisher zur Kasse gebeten werden.((Platzhalter))

Auf der anderen Seite hat es auch nichts mit „Abzocke“ oder mit „dem Stellen von Fallen“ zu tun, wenn Autofahrer bei zu schnellem Fahren erwischt werden. Wer gegen Regeln verstoßen hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn er zahlen muss. Es müssen auch Fußgänger und Radfahrer geschützt werden. Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: Wird in Nürnberg zu viel geblitzt?

Über die Leserfrage abstimmen können Sie auf www.nz.de.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: Bürgerhaushalt: Ist das eine gute Idee? Mit Ja antworteten 63,2 Prozent, mit Nein 36,8 Prozent.

7 Kommentare in “Wird in Nürnberg zu viel geblitzt?

  1. Einige der Stellungnahmen zeigen deutlich, daß die StVO als völlig unverbindliche Empfehlung gesehen wird.

    Wer am Straßenverkehr teilnimmt sollte sich eigentlich im klaren sein wie schnell er sein darf und sollte zu jeder Zeit an jeder Stelle auch mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen müssen. Vorsätzliches rasen kann und darf nicht toleriert werden.

  2. Grundsätzlich ist die Verkehrsgeschwindigkeit nach „Ausreisern“ zu überwachen! Gemessen werden muss, aber ………..! Eine Strafe soll doch auf dem Fuß folgen, nicht mit der Post nach 4 Wochen! Anhalten und den Fahrer zur Rede stellen! Sofort eine Stellungnahme und das sofort nach der Messung! Der Lerneffekt stellt sich doch nicht durch einen Vorwurf ein, an dessen Ereignis man sich nicht erinnert. Wie denn auch, kein Blitz, kein Hinweis, durch was auch immer. Es so anbringen und zu verkaufen ist typisch für unsere Meuchler! Natürlich auch sehr, sehr bequem und die Gelddruckmaschine läuft dann vollautomatisch, wie geschmiert! Ich bezweifle die Vernünftigkeit der Standorte nach Gefahrenlage. Sie stehen dort, mit dem Auftrag, viel Geld einzutreiben!

  3. Guten Tag,
    Herr E. Schmidt und Xenia bringen es auf den Punkt. Es wird nicht zu viel, sondern „zu viel an den falschen Stellen“ geblitzt.

    Für den Beamten der Verkehrsüberwachung gibt es natürlich keine „falschen Stellen“……
    Auch wenn es zu bestimmten Tages- , besser, -Nachtzeiten kaum mehr Verkehr gibt muß dieser natürlich durch die Verkehrsüberwachung überwacht werden.

    Mfg.
    Werner Schwarz

  4. Ich glaube schon, dass zu viel an den falschen Stellen geblitzt wird. Wenn man an doppelspurigen Ausfall-Straßen, wie z.B. Richtung Erlangen zur Hauptverkehrszeit stadtauswärts blitzt und damit eigentlich noch zusätzliche Staus verursacht, dann ist hier die Sinnhaftigkeit gefragt. Sollte man eher froh sein, wenn der Verkehr rollt und ihn nicht noch unterbrechen. Wenn neben einer Schule zu den Schulzeiten geblitzt wird und auch die Eltern, die selbst ihre Kinder mit dem Auto anrasend zur Schule bringen, erwischt, nebst natürlcih aller anderen „Sündern“, dann ist das auch in Ordnung. Aber welchen Sinn macht Blitzen nach 18 Uhr in der 30-er-Zone, wenn der Hauptverkehr vorbei und die Straßen leer sind? Lerneffekt? Lerneffekte wünschte ich mir für all die Radfahrer, die hemmungslos über rote Ampeln fahren, auf Fußgängerwegen und abends und nachts ohne Beleuchtung unterwegs sind!

  5. Da leider ein ziemlich großer Teil der Autofahrer die geltenden Geschwindigkeitsregeln vorsätzlich ignoriert Kontrollen eben notwendig. Die Raser schädigen zwar in den überwiegenden Fällen hauptsächlich sich selbst (höherer Verbrauch, Aufbau von Staus an Ampeln), gut daran ist, daß dadurch die Durchschnittsgeschwindigkeit deutlich sinkt.

    Das Verhalten der sehr vielen Raser müßte eigentlich zu viel mehr Kontrollen führen. Im Bewußtsein vieler ist das Nichteinhalten der Höchstgeschwindigkeit ja auch nur ein kleines Kavaliersdelikt.

    Die Moderatoren der lokalen Kommerzrundfunksender, die Warnungen vor Kontrollen vermelden, tun dies sehr häufig in der Art „schneller fahren als erlaubt ist völlig normal und toll und macht weiter so, aber ein paar Meter an bestimmten Stellen besser nicht und dann wieder Vollgas“

  6. Ich bin der Meinung das oft an den falschen stellen geblitzt wird. Es sollte beispielsweiße an Orten wie dem Thumenberger Weg richtung Satzinger Mühle geblitzt werden da dort trotz S-Kurve und Zebrastreifen oft viel zu schnell gefahren wird. Fast stündlich hört man die Reifen quitschen da das Auto dann öfter ausbricht. Ich finde es sollten teilweise höhere Strafen eingeführt werden, vorallem bei wiederholungstätern, denn wenn ich sehe wieviele Unfälle passieren weil Leute ihre Autos aufgrund der hohen Geschwindigkeiten nicht mehr kontrollieren können dann ist ja die Furcht scheinbar nicht groß genug.

  7. Also ich finde das die Verkehrsueberwachung durchaus gerechtfertig ist. Andererseits muesste man dann auch auf gut ausgebauten Strassen die zulässige Geschwindigkeit anpassen. Strassen welche zweispurig sind mit 50km zu bemessen ist doch etwas übertrieben.

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