Braucht Nürnberg mehr Tempo-30-Zonen?

Verkehr_Im Eckpunktepapier, mit dem sich SPD und CSU Mitte 2010 nach dem großen Zoff doch noch auf eine Fortsetzung der Kooperation für den Rest der Legislaturperiode einigten, ist es festgeschrieben: Rote und Schwarze wollen die Autofahrer vor Grund- und Hauptschulen ausbremsen. Dort soll künftig überall Tempo 30 gelten. Momentan wird die Einführung solcher Zonen bei all jenen Nürnberger Schulen – auch den Gymnasien – überprüft, vor denen die Straßen nicht ohnehin schon verkehrsberuhigt sind.

Auch wenn ein Tempo-30-Gebot vor manchen Schulen aus rechtlichen Gründen gar nicht möglich ist, erscheint der Plan auf den ersten Blick sehr sinnvoll: Immerhin geht es dabei um nichts Geringeres als das Wohl der Kinder. Messungen haben ergeben, dass die Autofahrer in der Tat vor Schulen oft zu schnell unterwegs sind. Die Zahl der Unfälle ist zwar dennoch gering, aber die Stadträte wollen präventiv tätig werden. Und vielleicht tragen mehr Tempo-30-Zonen ja sogar dazu bei, dass die Bürger ihre Autos häufiger stehen lassen.
Allerdings gibt es auch Gegenargumente: Frank Jülich, Nürnbergs oberster Verkehrsplaner, fürchtet eine kontraproduktive Wirkung von zu vielen Tempo-30-Zonen: Schließlich könnte man die Einhaltung der Vorgabe dann nicht mehr so überprüfen, wie es sein müsste, was zu einer allgemein sinkenden Akzeptanz der Zonen bei den Autofahrern führen könnte.

Bei Hauptverkehrsstraßen ist es zudem schwierig, den Verkehr zu drosseln. Das Verkehrsplanungsamt denkt daher für diese Fälle über eine zeitlich befristete Tempo-30-Regelung nach, die die Autofahrer nur in den Phasen rund um Unterrichtsbeginn und -ende zwingt, langsamer zu fahren. Doch das würde ein kompliziertes Regelwerk erfordern, denn man müsste sich zum Beispiel auch für die Ferienzeiten etwas einfallen lassen. Es könnte zu ziemlich viel Verwirrung bei den Autofahrern führen.

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Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Hat Ihnen das Silvestival gefallen?“ Mit Ja antworteten 37 Prozent, mit Nein 63 Prozent. mp

3 Kommentare in “Braucht Nürnberg mehr Tempo-30-Zonen?

  1. Nürnberg braucht die Umweltzone we in München und Berlin etc. dmait wir nicht komplett im Dieselruß ersticken. Aber von solchen Maßnahmen werden wir erst mal verschont.

  2. Ach was soll diese Diskusion * Die Stadt soll zuerst mal die
    bestehenden 30-er Zonen konsquent überwachen. * Im Stadt-
    teil Maxfeld z.B. in der Schmausengartenstrasse wird gerast
    was das Zeug hält * Und in diesem Viertel wird geparkt, dass
    einem die Haare zu Berge stehen *
    Also diskutiert weiter in das Blaue ********************
    Bla Bla ******************************************

  3. Nürnberg braucht nicht mehr Tempo 30 Zonen solange sie nicht überwacht werden. Übrigens sind es gerade die Eltern, die mit zu hoher Geschwindigkeit ihre Kinder in die Schule bringen.
    Helfen tun nur sog. Schickane wie Einengungen der Straße wie z. B. in Laufamholz vor der Volksschule. Da muß der Autofahrer langsam fahren und die zu überquerende Fahrbahn wird zu Gunsten der Kinder als Nebeneffekt sogar noch enger.
    Aber das wird kaum flächendeckend kommen, soweit geht die Liebe zwischen SPD und CSU auch wieder nicht und eine Abstimmung gemeinsam mit den Grünen ist ja für die SPD ganz Pfui, bzw. erpresst sie doch bei „Untreue“ die CSU wieder bei ihrem Lieblingsprojekt flächendeckender U Bahnstrecken.

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