Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?

Es war schon lange klar, dass der Tiergartenbesuch nach der Eröffnung der Delfinlagune für diejenigen, die bisher nicht ins Delfinarium gingen, teurer wird. Nun liegen die Zahlen auf dem Tisch: Ein Erwachsener muss für eine Eintrittskarte künftig 4,50 Euro mehr als bisher zahlen. Derzeit müssen die Besucher neun Euro berappen, künftig sind es 13,50, die Erhöhung beträgt also satte 50 Prozent. Kritiker sagen, dass es gerade Familien schwer fallen wird, unter diesen Bedingungen noch in die Anlage am Schmausenbuck zu gehen.

Der spürbare Preisanstieg wird vor allem aber jenen sauer aufstoßen, die den Tiergarten mögen, aber dem Großprojekt Delfinlagune kritisch gegenüberstehen. 60 Prozent der Besucher verzichteten bisher auf die Delfin-Shows; und um die Lagune gab es immerhin heftige Debatten: Zum einen verschlingt der Bau 24 Millionen Euro, zum anderen ist die Zukunft der Delfinhaltung ungewiss: Nach den großen Erfolgen, die Nürnberg in den 90ern mit der Aufzucht junger Tiere hatte, gab es in den vergangenen Jahren nur Rückschläge und viele tote Delfinbabys.
Für Delfinariumsgänger wird der Eintritt nicht teurer

Andererseits sind die Tiergartenverantwortlichen überzeugt, mit der Lagune beste Voraussetzungen für die Delfinzucht geschaffen zu haben. Und der Tiergarten bietet den Besuchern natürlich nun auch wesentlich mehr als bisher: Für Freunde der Großen Tümmler könnte es sehr reizvoll sein, den 51-jährigen „Oldie“ Moby und seine Artgenossen in der Lagune zu erleben. Zudem sind zwei weitere Aspekte in der Preisdebatte wichtig: Für diejenigen, die die bisherige Zusatzgebühr fürs Delfinarium zahlten, wird der Tiergartenbesuch nicht teurer, die mussten nämlich bisher schon 13,50 Euro zahlen; und im Vergleich zu anderen Städten sind die Preise in Nürnberg ohnehin maßvoll. Auch die beiden anderen Tiergärten, die noch Delfine halten, verlangen mehr als Nürnberg: In Duisburg kostet der Eintritt 14,50 Euro, in Münster 14 Euro.

Bedenkt man, dass die schöne Anlage am Schmausenbuck viele andere Tiergärten in den Schatten stellt, ist eine Preiserhöhung vielleicht zu rechtfertigen, zumal der Tiergarten mit der Eisbärenfamilie noch eine weitere ganz besondere Attraktion zu bieten hat.

Wir wollen daher in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?“

82 Kommentare in “Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?

  1. Lauter edle Gedanken von ach so edlen Tierschützern. Man möchte meinen niemand findet den
    Tiergarten (Zoos) gut.

    Denn, es dürfte wohl keinen Zoo auf der ganzen Welt geben wenn man bedenkt dass alle Tiere
    hier „nur“ dem Menschen dargestellt werden sollen und ein Zoo im allgemeinen die natürlichen
    Lebensbedingungen der Tiere nicht bieten kann (Tierquälerei?). Da frage ich mich schon warum
    man das halten von Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Eisbären und Beispielsweise Antilopen usw. in den meisten Meinungen nicht einmal erwähnt? Sind das keine erwähnenswerte Tiere in Bezug aufs Thema „einsperren im Zoo“ Werden denn solche Tierarten ausgewildert und rechtfertigen so
    ihre „Gefangenhaltung“? Heimatnahe Aufzucht-Gehege machen das, aber doch bitte nicht Zoos deren
    meisten Tiere in freier Wildbahn nicht (v. mit sehr wenigen Ausnahmen) überleben könnten.

    Ich finde die fachliche Zoohaltung absolut korrekt, nach langem Überlegen bin ich zu dem
    Schluss gekommen.

    Denn: Wie bringen wir sonst unseren Kindern diese Tiere nahe? Warum wohl gehen Lehrer mit ihren
    Klassen gerne in den Zoo? Oder sollen die Kinder in die Heimatländer der Tiere reisen und damit
    eine Industrie und Umweltverschmutzung fördern?

    Und was ist mit dem Interesse der älteren Menschen? „Vermeintlicher Tierschutz“ geht immer vor?

    Was bringt es wenn Touristen Safaris in die entlegensten Gebiete der Welt unternehmen
    und dabei schon bei An- und Abreise nicht geringen Schaden für unsere Umwelt verursachen?
    Und auch ans Rote Meer zum zufälligen Delfin-Streicheln, komme ich nur, auch wenns relativ
    nahe ist, mit d. entspr. Verpestung der Umwelt.

    Und in den Naturschutzgebieten, nehmen wir die Masai Mara, wimmelt es von Mini-Bussen die, obwohl
    nicht erlaubt, bis ganz nah ans Löwen-Nest heranfahren damit diese geknipst werden können.
    Masai Mara für Touristen verbieten? Wer finanziert dann das Tier-Reservat?

    Und zum Beispiel gibt es viele viele (und es werden immer mehr) Tauchgebiete in denen es vor
    Tauchern nur so wimmelt. Entsprechend sehen die Korallenbänke aus, da hier ein Prozentsatz
    Taucher eben nichta dabei findet mal was abzubrechen, den Boden aufzuwühlen, den Dreck ins
    Meer zu kippen (da wo die Tiere ihre Heimat haben).

    Ich könnte noch ein paar Beispiele nennen: Lodges in Paradiesen, Hotels wo sie nicht hingehören,
    genehmigter Abenteuer-Urlaub in Reservaten usw.

    Viele die sich Tierschützer nennen denken nicht zuende, denn deren Meinung ist nicht absolut,
    andere Menschen, womöglich die Mehrheit der Bevökerung, sehen das womöglich anders, nämlich
    dass der Mensch sich schon das Recht rausnehmen kann Tiere „Tiergerecht in Gefangenschaft
    zu halten“.

    Meiner Meinug nach ist man Tierschützer nur dann wenn man Tieren nahe ist. Und damit meine
    ich nicht unbedingt „Haus“-Tiere. Denn hier verhält es sich ja ähnlich wie mit Zoo-Tieren.
    Haus-Tiere werden in den meisten Fällen ja sogar extra für den Menschen gezüchtet und
    modelliert und wenn es sich un Hunde handelt gehörten die meisten davon die in Städt-Zentren
    gehalten werden „verboten“, so weit kein Park vorhanden. Schon alleine die Zucht von („Rasse“-)
    Hunden gehörte „verboten“.

    Nein, nein und nochmals nein: Der Mensch wird niemals auf das Halten von Tieren in „Gefangenschaft“ verzichten.

    Ansonsten gäbe es auch keine Tier-Züchter mehr: „Verboten“ und „Fleisch essen“ „verboten“, Eier, Milch und Kühe, Schweine und Hühner laufen wieder frei herum…:-), keine Haustiere (verboten, Katzen zurück in den Wald, werdet wieder Luchse und Hunde auf den Acker, werdet wieder Wölfe), keine Zoo-Tiere (verboten), keine Reiter-Ställe (verboten, Pferde zurück auf den Acker, denn kein Pferd will gesattelt werden!), keine Pony-Höfe (veboten), keine Streichel-Zoos (verboten), keine
    Zirkus-Manege mit Tieren (verboten).

    Erlaubt wären dann nur noch US Minen-Delfine.

    Nein, nein und nochmals nein: Der Mensch wird niemals auf das Halten von Tieren in „Gefangenschaft“ verzichten und solange das mit Hirn gemacht wird (es gibt genug Berufe, Seminare und Bücher) sehe kein Argument dagegen. Denn sollte irgendwann aller Tierbesitz in Gefangenschaft verboten worden sein, werden viele Tierarten halt in ihren Heimatländern in freier Wildbahn ausgerottet, es würde kaum
    jemanden interessieren, das Problem wäre weit von uns weg. Fernsehen löst dieses Problem nicht.

    E.G.

  2. Schliesse mich der Meinung von Anna Purna voll und ganz an. Wir Menschen sind nicht die Kroenung der Schoepfung, dafuer verhalten wir uns viel zu dumm und machen dabei so viel kaputt. Nur ganz am Ende werden wir selber dabei umkommen. ODER wir aendern vieles gewaltig und dazu gehoert UNBEDINGT auch der Umgang mit Tieren.

  3. Hab gerade entdeckt, dass es tatsächlich ein Bürgerbegehren gab. Ganz offensichtlich hat man aber zu wenig Stimmen bekommen. Da kann man nur sagen: so funktioniert eben Demokratie. Anscheinend ist die schweigende Mehrheit eben doch nicht so negativ zu Zoo bzw. Lagune eingestellt.

  4. Wenn man mal die Intoleranz und Gehässigkeit gegenüber anderen Meinungen hier betrachtet, dann ist es offenbar schon besser, den Namen hier nicht zu nennen. Da es hier ja schon um eine Grundsatzdiskussion über den Zoo an sich geht, war das Lebensalter übrigens allgemein auf Zootiere bezogen. Zudem verbessert die Lagune die Situation der Delfine deutlich. Und dann noch was: das ist ma ähnlich wie bei Stuttgart21! Warum melden sich denn die Bedenkenträger immer so spät. Man hätte ja frühzeitig ein Bürgerbegehren durchführen können.

    • Wie bei Stuttgart 21, wo das Bürgerbegehren von CDU und SPD verhindert wurde und nun die Bürger, die mundtod gemacht wurden, schuld daran sein sollen, dass gebaut wird, ist es doch auch beim Delfinarium in Nürnberg. Es gab lange vor Baubeginn Proteste, die haben aber nicht gefruchtet.
      Und dann gab es ja immer wieder Zusagen, die nicht eingehalten werden. Bestes Beispiel ist: Die Delfinfreunde wollen die Tiergartenbahn nicht, also wurde deren Wiederaufbau mit allen Mitteln hintertrieben, gesagt wurde aber, dass sie selbstverständlich wieder kommt. Ja es wurden sogar als Symbol Zahnradtriebwagen beschafft, für die es nie ein Einsatzgebiet im Tiergarten geben konnte, die aber die Entschlossenheit sich für die Bahn einzusetzen dokumentieren sollten, bis man dann, wenn es zu spät ist, auch für die Öffentlichkeit bedauerlicherweise festgestellt hätte, dass das mit der Zahnradbahn nicht geht.
      Das große Pech der Tiergartenfreunde war, dass man die DB AG nicht davon abbringen konnte zum Eisenbahnjubiläum, das ja ansonsten in Nürnberg nicht stattfand, wenigstens den Wideraufbau des Tiergartenadlers zu versprechen. Nun standen die Tiergartenfreunde und die Bahn AG gegeneinander. Da mußte die Stadt entscheiden. Hätte man das Angebot der Bahn abgelehnt wäre der Schaden für Nürnberg so groß gewesen, dass sich die Politik endlich einmal gegen die Tiergartenfreunde durchsetzte. Eine Volksbefragung hätten die interessierten Kreise wie in Stuttgart mit fadenscheinigen Gründen zu verhindern gewußt.

  5. Sorry, aber ganz offensichtlich ist hier eine normale Diskussion nicht möglich. Es herrscht aufgeregtes, emotional aufgeladenes „Ich hab recht“-Gegacker vor. Rationale Argumente werden völlig ignoriert.

    • auch sorry, aber wer ist dann da aufgeregt???? Die Kommentare entsprechen den Tatsachen, ein Gegacker ist es nicht, trotzdem haben wir recht, weil es eben so ist. Und wenn Jemand meint, man könnte nur die echten Tiere im Zoo kennen lernen, dann mag ich mit so Jemanden schon gar nicht diskutieren. Schöner Abend

    • Hahe, schade, dass sie Ihren wirklichen Namen verbergen. Sie behaupten Dinge, die Sie nicht beweisen können! Betreiben reine Schönrederei von Tierquälerei. Ich warte immer noch auf Ihre Antwort zu Ihrer Behauptung, dass Delfine in Gefangenschaft länger leben, als in der freien Wildbahn! Sie liefern ja nicht mal Argumente, was sehr schade ist, denn so kann man Sie leider nicht ernst nehmen!

        • reine Ausnahme…und wie alt sind die anderen Tiere geworden?

          Hier eine Aufstellung:

          1.) Max, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 01.05.73

          2.) Plüsch, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 12.06.73

          3.) Plum, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 31.12.73

          4.) Moritz, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 18.01.78

          5.) Calypso, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 08.09.78

          6.) Rosita, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 23.11.78

          7.) Mel, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1972, gest. 12.11.79

          8.) Namenlos, Nachzucht, nach 43 Tagen verendet, geb. 16.08.80, gest. 28.09.80

          9.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar, geb. u. gest. am 24.09.81

          10.) Lola, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1970, gest. 30.11.81

          11.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar, geb. u. gest. am 25.04.83

          12.) Namenlos, Nachzucht, verendet nach acht Tagen, geb. 26.07.83, gest. 02.08.83

          13.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, Embryo nicht auffindbar, geb. u. gest. am 21.12.83

          14.) Namenlos, Nachzucht, nach 16 Tagen verendet, geb. 13.05.85, gest. 29.05.85

          15.) Marina, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 14.04.86

          16.) Andrea, Wildfang aus Mexiko, geb. 1976, gest. 16.04.86

          17.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht geb. u. gest. am 20.01.87

          18.) Ines, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 01.02.87

          19.) Sabu, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 05.05.92

          20.) Namenlos, Nachzucht, geb. 23.09.92, gest. 24.09.92

          21.) Evita, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 20.10.93

          22.) Juan, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 24.02.96

          23.) Emy, Wildfang aus Cuba, geb. ca. 1980, gest. 10.01.98

          24.) Namenlos, Nachzucht, geb. 12.12.97, gest. 10.01.98

          25.) Neike, Nachzucht (Emy/Moby), geb. 21.11.93, gest. 08.10.99, Herzkreislaufversagen, halbseitige Lähmung

          26.) Coco, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 10.04.02

          27.) Namenlos, Nachzucht, geb. 28.07.04, gest. 27.08.04

          28.) Namenlos, Nachzucht, geb. 18.03.05, gest. 25.03.05

          29.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 18.05.06

          30.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 19.06.06

          31.) Daisy, Wildfang, geb. ca. 1971, gest. am 19.06.06

          32.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 22.07.06

          33.) Namenlos, Nachzucht, geb. 07.06.07, gest. am 10.06.07

          34.) Namenlos, Nachzucht, geb. und gest. am 25.06.07

          35.) Eva, Wildfang, geb. ca. 1969 Küstengewässer Mexiko, gest. am 22.07.09

          36.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 18.03.10 (verstorbenes Jungtier des Nürnberger Delfins „Anke“)

          37.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 27.09.10 (verstorbenes Jungtier des Nürnberger Delfins „Naomi“)

  6. Tiergärten sind aus tierrechtlicher Sicht unverantwortlich. Besonders die Eisbären-/ und Delfinhaltungen sind dramatischen. Das Klima für den Eisbären, aber auch die Anpassung der Gehege an den natürlichen Lebensraum des Eisbärens fehlen. Delfine schwimmen in Freiheit mehrere hundert Kilometer und können in Delfinlagunen nicht mal ansatzweise artgerecht gehalten werden. Deshalb gehe ich nicht in Tiergärten, den Tieren zuliebe !

  7. Zitat aus http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/delfinbabys-verendet-tiergarten-nuernberg-prozess-verwaltungsgerichtshof-ID1305185283246.xml

    „Wie wir Delfine im Tiergarten medizinisch behandeln, hat keinen Einfluss auf die Delfine in freier Wildbahn“, sagte Tiergartendirektor Dag Encke dem Bayerischen Rundfunk. Deshalb gehörten diese Daten auch nicht zu den Umweltinformationen. Er habe alle relevanten medizinischen Daten über die verendeten Delfinbabys wissenschaftlichen Institutionen zur Verfügung gestellt, so Encke. Er sei aber nicht bereit, Informationen an Kampagnen-Organisationen zu geben, die nichts anderes im Kopf hätten, als den Tiergarten öffentlich schlecht zu machen.“

    Herr Encke, kann es sein, dass da noch irgendwelche Leichen im Keller vergraben sind? Wenn der Tiergarten nichts zu verheimlichen hätte, dann könnte er erhobenen Hauptes seine Zuchtbücher mit den darin verzeicheneten „Erfolge in der Delfinaufzucht“ zur Einsicht offenlegen.
    Dass es Herr Encke mit der Ehrlichkeit nicht ganz genau nimmt und Versprechungen schneller platzen als Seifenblasen hat er ja schon öfter unter Beweis gestellt. Beispiele: 2005 „nach Enckes Vorstellungen wäre das (Preiserhöhung durch die Lagune) aber immer noch billiger als der derzeitige Tiergarten-Eintritt plus der Karte für das Delfinarium“ Tatsache: Preiserhöhung von 50%!
    Nochmal 2005: “ Mehr als 10,3 Millionen Euro darf die »Lagune« nicht kosten. Ob sich die von Encke favorisierte Version zu diesem Preis verwirklichen lässt, ist eher unwahrscheinlich. »Dann müssen wir das Ganze eben in mehreren Bauabschnitten angehen«, meint der Tiergartendirektor“ Tatsächliche Kosten, 24 Mio Euro, das 2 1/2 fache ohne die neuen Delfine, die ja auch nochmal ein paar Hunderttausend kosten werden.

    Herr Encke war bei seinem Praktikum im Zoo von Moskau
    auch damit beschäftigt „Kröten zu waschen“. Wie man Kröten verplempert und sie anderen Leuten aus der Tasche zieht, scheint er auch erlernt zu haben.

    Quellenangabe: http://www.franken-wiki.de/index.php/Dag_Encke

  8. Seit meiner Kindheit war ich in keinem Zoo oder Zirkus mehr, also auch nicht in einem Delfinarium oder Ähnlichem. Das hat nichts mit dem Eintrittsgeld zu tun! Ich kann Tiere in Gefangenschaft nicht ansehen, ohne dass mir die Tränen kommen. Denn ich kann ihre Qualen fühlen (dabei ist es egal, ob die Tiere in der Wildnis geholt oder im Zoo geboren wurden. Ein Bewusstsein für ein Leben in Freiheit ist in jedeem Lebewesen seit der Geburt vorhanden und kann nicht weggezüchtet werden). Ich begreife nicht, wie Menschen, die sich als tierlieb bezeichnen, so etwas ansehen oder unterstützen, indem sie hingehen. Wenn niemand mehr in den Zoo/Zirkus ginge, hätten die Qualen der Tiere ein Ende.
    Jeder, der hingeht, unterstützt bewusst oder unbewusst diese Grausamkeit, die Schmerzen und Ängste dieser wundervollen Lebewesen. Jeder Besucher trägt Verantwortung! Aber auch jeder, der wegschaut. Und es ist für mich unvorstellbar, wie man damit leben kann? Aber so ist der Mensch: Er tut Dinge, ohne nachzudenken, ohne sich hineinzufühlen und redet sie sich schön! Was ihm abhanden gekommen ist, ist echte Empathie! Aber es gibt immer einen Weg, man muss sich nur neu entscheiden und irgendwo anfangen, den Blickwinkel, das Bewusstsein zu verändern.
    Alles, was wir anderen – so auch den Tieren – antun, fällt auf uns zurück. Das Leben ist Ursache und Wirkung. Man kann den Auswirkungen von gesetzten Ursachen nicht entgehen, es sei denn, man schafft neue positive Ursachen. Dass sich die Natur „wehrt“, erfahren die Menschen auf der ganzen Welt. Und es wird noch viel mehr solcher negativen Auswirkungen geben, denn der Mensch hat die Ursachen gesetzt – und er trägt die Verantwortung – immer, überall und zu jeder Zeit!

  9. Nachdem in letzter Zeit beim Senf hier nicht viel los war, schaut man da mal wieder rein und wird von einer stark emotionalen und polemischen Debatte überrascht.
    Da will angeblich die Stadt Nürnberg Millionen mit der Lagune verdienen und Zoos sind grundsätzlich eine Tierquälerei.
    Komisch, dass dann Tiere in Zoos wesentlich älter werden, als in freier Wildbahn. Die Natur ist eben auch nicht sonderlich tierschonend.
    Ich finde es schon wichtig, dass vor allem Kinder auch „echte“ Tiere kennen lernen können und nicht nur TV-Bilder konsumieren müssen. So entsteht eine bessere Beziehung zu den Lebewesen.
    Dann sind Zoos ja auch wichtig für die Erhaltung gefährdeter Arten und allgemein für die Forschung.
    Noch zum Eintrittspreis. Natürlich ist das eine recht drastische Erhöhung. Wenn man aber den Preis mal in Relation setzt z.B. zu einem Kinobesuch, dann muss man sich schon über die überzogene Aufgeregtheit wundern.

    • Können Sie belegen, dass Delfine in Gefangenschaft länger leben, als in der freien Wildbahn?
      Ich wette, das können Sie nicht!
      Übrigens, Blauwale sind auch gefährdet – Ihrer Argumentation nach, müsste man die 30 Meter langen Tiere dann auch in Zoos unterbringen. Delfinarien tragen nicht zur Erhalt von Delfinpopulationen bei, denn sie wildern diese Tiere nicht aus. Sie gefährden gar die freilebenden Delfinpopulationen, denn kein Delfinarium kommt ohne Wildfänge aus. Der Begriff Forschung ist an den Haaaren herbeigezogen. Wenn man die wenigen wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahrzehnte in Deutschland ansieht, ist die Gefangenschaftshaltung von Delfinen nicht zu rechtfertigen. Delfinquälerei zu betreiben, damit eine bessere Beziehung zu diesen Lebewesen geschaffen werden kann? Dazu bedarf es keinen Kommentar mehr. Übrigens, Kinder wollen auch australische Ureinwohner, Eskimos und Indianer sehen!

    • Das lebende Beispiel, daß die schleimige Propaganda der Zoos nachwievor funktioniert.
      Es gibt tatsächlich Tierarten die ausgewildert wurden, diese Zuchten finden aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und natürlich sind das nur Tierarten mit denen man in der Bevölkerung mächtig Eindruck schinden kann (Mendesantilope, Urwildpferd, Hawaii-Gans, Bartgeier, Steinadler, Mönchsgeier, Wisent, Europäische Wildkatze), Delfine waren nach 40 Jahren intensiver Zuchtbemühung definitiv nie dabei. Für andere, höchstbedrohte Tierarten wie z.B. den Sibirischen Tiger gibt es solche Projekte nicht, was aber nicht heißt, dass sie nicht gezüchtet werden. Diese Zuchten haben einzig und allein den Zweck Besucher in den Freiluftknast zu locken, werden die Tiere groß und Rangeleien und Rangkämfe gehen los, weiß man nicht wohin damit. Da kann es schon mal vorkommen, dass deutsche Tiger als Potenzmittel auf einem asiatischen Markt landen. Noch besser; die Tiere werden dorthin verkauft wo sie von zahlungskräftigen Jägern abgeschossen werden dürfen. Wenn Ihre Kinder das nächste mal echte Elefanten, die ständig mit dem Kopf wackeln, gesehen haben und endlich beim Steichelzoo sind, dann erklären Sie ihnen doch bitte warum da immer kleine Zicklein da sind und die etwas größeren längst zu Frischfleisch für die Raubkatzen geworden sind. Das ist die Wahrheit und Kinder sollten vor allem lernen nicht zu lügen.

    • Da kann ich leider nur noch den Kopf schütteln, Ihr Satz : „Ich finde es schon wichtig, dass vor allem Kinder auch “echte” Tiere kennen“.
      Sagen Sie dann aber auch Ihren Kindern die Wahrheit, wenn sie Sie fragen, woher alle diese Tiere kommen????? Erzählen Sie dann auch den Kinder, dass diese Tiere aus ihrer natürlichen, freien Umgebung, weg von ihren Freunden, entrissen wurden und dass sie ihr restliches Leben hinter Gitter oder im Planschbecken verbringen müssen nur damit die Kinder noch „echte“ Tiere sehen können.Sie zu fangen,von ihren Freunden zu trennen, ihren willen zu brechen, um sie zur Schau zu stellen, zeugt von grosser Respektlosigkeit gegenüber diesen anderen, eigenständigen Lebewesen.

  10. Die Frage ist nicht, ob die Preise erhöht werden sollen. Die eigentliche Frage ist, woher nehmen wir Menschen uns das Recht, Tiere auf diese oder ähnliche Weise einzusperren? Ich gehe davon aus, dass es sich bei diesen Delfinen um Wildfänge handelt, womöglich aus der berüchtigten Bucht. Ich komme immer mehr zum Schluss, dass es dekadent ist, wie wir Menschen uns der Natur, der Umwelt und den Tieren gegenüber verhalten. Damit wir alle auf unsere Kosten kommen, sei es Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit, ein fettes Steak auf dem Teller oder eben Tiere begaffen in irgendeinem Tiergarten oder Zirkus, oder was auch immer, gehen wir buchstäblich über Leichen, ohne daran zu denken, was dieses Verhalten bewirkt. Und so etwas nennt man intelligent… Darum: NEIN NEIN NEIN zu Delfinarien!

  11. Ich unterstütze mit keinem Euro in irgendeinem Zoo oder Delfinarium die Tierquälerei. Es ist ein Jammer wenn man sieht, wie die Tiere in ihren Käfigen auf- und ablaufen und vollig degenerieren! Jeder der in einen Zoo geht, sollte sich darüber bewußt sein, dass er Tierquälerei unterstützt und fördert! NEIN DANKE!

  12. Nein zu Delfinarien. Geldverschwendung gibt es schon genug. Man sollte lieber das Geld für den Schutz der Delfine einsetzen und sie nicht einsperren. Nein, nein, wir sperren Tiere ein für unsere „Belustigung“. Das ist ein no go!!!!!

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