Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?

Es war schon lange klar, dass der Tiergartenbesuch nach der Eröffnung der Delfinlagune für diejenigen, die bisher nicht ins Delfinarium gingen, teurer wird. Nun liegen die Zahlen auf dem Tisch: Ein Erwachsener muss für eine Eintrittskarte künftig 4,50 Euro mehr als bisher zahlen. Derzeit müssen die Besucher neun Euro berappen, künftig sind es 13,50, die Erhöhung beträgt also satte 50 Prozent. Kritiker sagen, dass es gerade Familien schwer fallen wird, unter diesen Bedingungen noch in die Anlage am Schmausenbuck zu gehen.

Der spürbare Preisanstieg wird vor allem aber jenen sauer aufstoßen, die den Tiergarten mögen, aber dem Großprojekt Delfinlagune kritisch gegenüberstehen. 60 Prozent der Besucher verzichteten bisher auf die Delfin-Shows; und um die Lagune gab es immerhin heftige Debatten: Zum einen verschlingt der Bau 24 Millionen Euro, zum anderen ist die Zukunft der Delfinhaltung ungewiss: Nach den großen Erfolgen, die Nürnberg in den 90ern mit der Aufzucht junger Tiere hatte, gab es in den vergangenen Jahren nur Rückschläge und viele tote Delfinbabys.
Für Delfinariumsgänger wird der Eintritt nicht teurer

Andererseits sind die Tiergartenverantwortlichen überzeugt, mit der Lagune beste Voraussetzungen für die Delfinzucht geschaffen zu haben. Und der Tiergarten bietet den Besuchern natürlich nun auch wesentlich mehr als bisher: Für Freunde der Großen Tümmler könnte es sehr reizvoll sein, den 51-jährigen „Oldie“ Moby und seine Artgenossen in der Lagune zu erleben. Zudem sind zwei weitere Aspekte in der Preisdebatte wichtig: Für diejenigen, die die bisherige Zusatzgebühr fürs Delfinarium zahlten, wird der Tiergartenbesuch nicht teurer, die mussten nämlich bisher schon 13,50 Euro zahlen; und im Vergleich zu anderen Städten sind die Preise in Nürnberg ohnehin maßvoll. Auch die beiden anderen Tiergärten, die noch Delfine halten, verlangen mehr als Nürnberg: In Duisburg kostet der Eintritt 14,50 Euro, in Münster 14 Euro.

Bedenkt man, dass die schöne Anlage am Schmausenbuck viele andere Tiergärten in den Schatten stellt, ist eine Preiserhöhung vielleicht zu rechtfertigen, zumal der Tiergarten mit der Eisbärenfamilie noch eine weitere ganz besondere Attraktion zu bieten hat.

Wir wollen daher in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?“

82 Kommentare in “Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?

  1. Ich sage : NEIN!!! Auf keinen Fall Delfinarium !!!!!!!!! Und auch keine Preiserhöhung!!!!! 18 Millionen EURO auszugeben, um ein Betonbecken zu bauen, in dem die Tiere eingesperrt sind. Da kann man das Geld doch sinnvoller anlegen, bzw. für gute Zwecke im Tierschutz ausgeben

  2. Die Erhöhung des Kombipreises um 50 Prozent des Nürnberger Tiergartens mit der Delfin-Lagune ist gegenüber Familien mit Kindern ein Schlag ins Gesicht.

    Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) warnt zusammen mit ProWal seit Jahren nicht nur wegen der Haltungsbedingungen vor dem 24-Million-Projekt der Delfin-Lagune. Der Zuschuss der Bayerische Landesstiftung von 1,5 Millionen Euro gilt für die Tierschutz-Organisationen als fragwürdig, zumal durch die Landesstiftung nach ihrer Satzung eine Förderung von Projekten nur zulässig sei, wenn sie gleichzeitig „gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken dient“, wobei nur Vorhaben gefördert werden dürften, „die nicht zu den Pflichtaufgaben der kommunalen Gebietskörperschaften gehören“.

    Die Stadt hat für die Lagune eine Schuld (Bürgschaft) von rund 20 Millionen Euro übernommen. WDSF und ProWal hatten die Stadt mehrfach gewarnt, dass Delfinarien vom Aussterben bedroht seien. Insbesondere nach dem Oscar-prämierten Kinofilm „Die Bucht“, der die Zusammenhänge zwischen der blutigen japanischen Delfintreibjagd und der Delfinarienimporte aufdeckte, ist das Zuschauerinteresse an gefangen gehaltenen Delfinen stark rückläufig.

    Um die Aufklärung der Bevölkerung über die Hintergründe der Delfingefangenschaft fortzusetzen, verteilen Helfer des WDSF, ProWal und Menschen für Tierrechte e.V. an Sonntagen vor dem Nürnberger Tiergarten Informations-Flyer, so auch am Sonntag den 15. Mai.

    Wir haben mehrfach die verantwortlichen Politiker und Parteien in Nürnberg gewarnt, dass im Rahmen der politischen Verantwortung Köpfe rollen werden, wenn sie die Wahnsinnsverschuldung durch den Bau der Lagune nicht stoppen. Das WDSF ist vom Bundesministerium gebeten worden, an der Neuauflage der Haltungsbedingungen für Delfine mitzuwirken. Mit einer wissenschaftlichen Stellungnahme von Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum hat das WDSF eingebracht, dass ein Delfinarium wenigstens eine Länge von 900 Metern haben muss, um den biologischen Grundbedürfnissen der Meeressäuger gerecht zu werden. Alleine dadurch wird die Delfin-Lagune bereits bei ihrer Eröffnung nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen überholt sein.

    WDSF und ProWal fordern, die teure Delfinhaltung endgültig einzustellen und die Nutzung der Lagune einer Freizeitgestaltung zuzuführen. Eine Nachzucht ist aufgrund von 37 vorzeitigen Todesfällen in Nürnberg nicht mehr zu rechtfertigen. Die nächsten Todesfälle sind auch in der Lagune vorprogrammiert, zumal die Wasserqualität und die Haltung der sensiblen Tiere im Winter nicht einer artgerechten Haltung entsprechen.

  3. Andreas Morlok Reply:
    May 10th, 2011 at 14:32

    von einem FDP-Stadtrat in Nürnberg war nichts anderes als Antwort zu erwarten. Beschämend.

    Andreas Morlok Reply:
    May 9th, 2011 at 19:55

    Wenn viele den Zoo in Nürnberg boykottieren. Dann hat diese elendige Delfinquälerei auch ein Ende.

    Solange die Bürger die Politiker dieser „Qualität“ immer wieder wählen und sie selber die Tierquälereien mit ihrem Besuch von Zoo, Delphinarium, Zirkus, Rodeo, Reitveranstaltungen, Tiermessen usw. fordern und fördern, dem Fleischfraß nicht endlich abschwören, ändert sich am Tierelend gar nichts. Von den verlogenen sog. Tierversuchen gar nicht zu reden. Dann sind wir weiter dem nicht vorhandenen guten Willen, der Verantwortungslosigkeit, dem Lobbyismus und der Impertinenz dieser sog. Volksvertreter ausgeliefert – nicht nur in bezug auf die Tiere, sondern auch in bezug auf uns selbst. Diese Leute dürfen nie mehr gewählt werden.

  4. We hope that in the future, captivity will end for dolphins and whales and wish that all non-releasable and rehabilitable dolphins and whales would be placed in more natural conditions under human care until the industry phases out without breeding.

  5. Selbst wenn der Eintritt kostenlos wäre, würde ich niemals in Delfinarien, Tierparks, Zirkusse & Co. gehen.
    Es ist mir unbegreiflich, dass die Menschen im 21. Jahrhundert immer noch nicht realisieren, dass dort LEBEWESEN von ihren Familien getrennt, eingesperrt und gequält werden! Und wer hier jetzt widerspricht ist nicht ausreichend informiert und/oder verschließt aus Egoismus einfach nur die Augen davor.
    Gibt es heutzutage nicht genügend andere Methoden der Unterhaltung? Müssen denn immer Tiere gequält werden, damit der Mensch sich unterhalten fühlt??
    Wacht endlich auf verdammt nochmal! Sperrt euch doch selbst mal für ein paar Jahre ein, weg von Familie & Freunden, in einem kleinen Zimmerchen, und dann sprechen wir uns wieder!!

  6. Ich boycottiere Zoo und Zirkus mit Tieren. Sogar wenn der Eintritt gratis wäre, würde ich nie hingehen. Auch meiner Tochter möchte ich keine in Gefangenschaft gehaltenen Tiere „vorführen“.

  7. —–Original-Nachricht—–
    Subject: Delphinarium Nürnberg, Antwort eines Stadtrats
    Date: Mon, 09 May 2011 17:07:07 +0200
    From: „astrid“
    To: „Utz Ulrich“

    Danke, Herr Utz, für Ihren „Rat“.

    Danke, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, etwas zu lesen, das Ihnen gar nicht gefällt, und sogar noch antworten.

    Sie sollten den Text und meinen Zusatz aber besser lesen – lesen, nicht mit Ihrem vorgefaßten lobbyistischen Selbstverständnis beiseite schieben.

    Wenn Sie nichts dagegen haben, ist das, was da unten steht, genau meine Meinung. Ich habe nämlich im Gegensatz zu den vielen Dummköpfen im Land eine. Wie kommen Sie dazu, mir zu unterstellen, ich könne nicht denken und wäre auf das Hirn anderer angewiesen? Was fällt Ihnen ein?! Sie sollten lieber darüber nachdenken, ob das, was Sie für sich selbst denken nennen, Denken ist bzw. in welche Richtung es driftet. Denken ist nicht GELD!

    Welche Berechtigung hätten Sie und Ihre Genossen im Rathaus, hochsensible Tiere aus dem Meer verschleppen zu lassen und sie in einem Gefängnis einsperren zu dürfen -obwohl Sie genau wissen, daß die Tiere darin leiden u. sterben, daß kein Tier dorthin gehört. Haben die Tiere Ihnen erlaubt, sie zu verschleppen und lebenslänglich einzuknasten? Sie sind doch die einzigen, die das erlauben dürften oder?

    Wer hätte Ihnen und Ihren Genossen das Recht zu geben oder gegeben, über fremdes Leben herrschen zu dürfen? Die Bürger, die die FDP nicht gewählt haben, und die Bürger, die seit Jahren gegen die Delphinarien kämpfen und sogar in der Türkei auf Verantwortungsbewußtsein gestoßen sind? Wohl nicht. Oder hat der nichtexistente Gott, den Sie vermutlich wie all die anderen braven sog. Christen jeden Tag um Ihr eigenes Ego anjammern, Ihnen und ihnen das ins Ohr geflüstert? Auch nicht. Ja, wer dann bloß?

    Wollen Sie eingeknastet sein? Warum nicht? Ist doch so schön! Denken Sie mal genau über diese Frage nach. Mehr brauchen Sie gar nicht zu tun.

    Sie werden es nicht glauben: In der Türkei wird demnächst ein weiteres (ausländisches) Delphinarium geschlossen, und o Wunder, sogar in Deutschland wurde ein Wasserknast nach dem anderen geschlossen. Hatten all die Verantwortlichen nach Ihren unmaßgeblichen Vorstellungen kein Gehirn, hatten sie alle keine eigene Meinung?

    Furchtbar, daß Leute wie Sie über Städte u. Staat – und die Tiere – herrschen dürfen, mit der üblichen selbstherrlichen Impertinenz. Ich dachte erst, Sie wären CDU, sehe jetzt aber, daß Sie FDP sind. Na, egal, alles eine Soße. Bloß gut, daß die FDP jetzt weg vom Fenster ist, wenigstens die. Die CDU muß auch noch geschafft werden. Aber da steht der plebs vor, der nie etwas begreift. Bieten Sie dem doch mal Denk-Schulung an.

    Ich danke meinen Eltern, je älter ich werde, umso mehr, daß sie mir Verstand und kritischen Geist mitgegeben haben. Und ich bin heilfroh, daß sie die furchtbaren Zeiten heute nicht erleben müssen.

    Zum guten Schluß: Wollen Sie nicht auch Undine Kurth Ihren guten Rat schicken? Wissen Sie, wer Undine Kurth ist? (Bei dem Wissen, daß man bei Stadtoberen und Politikern antrifft, ist ja mit Mankos vieler Art zu rechnen.) Haben Sie ihren Offenen Brief an Mägdefrau vom 2.7.2010 gelesen? Wenn nicht, sehr traurig, denn das war Ihre Aufgabe. Und wenn doch, ebenfalls sehr traurig, denn auch dieser Brief hat bei Ihnen und Ihresgleichen zu nichts geführt. Impertinenz ist nicht Ihre Aufgabe als Bürgervertreter! Warum haben Sie sich wählen lassen, wenn Sie die Aufgaben, die die Bürger Ihnen vorgeben, nicht erfüllen wollen?! Na ja, von Bürgern ohne Hirn u. Meinung …

    Hier noch eine Mail, die mich auf die Weiterleitung Ihrer Antwort erreichte:

    Liebe Frau Suchanek,

    solchen Menschen, deren Verstand und Gefühl nur durch die jeweils erreichbare Geldmenge berührt wird, ist nicht beizukommen. Sie machen sich zu viel Mühe mit Ihren Briefen an dieselben. Die Erde wird sich letzten Endes von ihnen befreien, aber das dauert. Inzwischen müssen alle anderen Lebewesen unter ihnen Furchtbares ausstehen.
    Diese meine Antwort an Sie können Sie dem Herrn gern weiterleiten.
    Viele Grüße

    Sind auch all die Bürger, die auf dieser hp Stellung zum städtischen Verbrechen bezogen haben, uninformiert, hirnlos und ohne Meinung, wie Sie uns alle zu „beurteilen“ wagen:

    http://blog.nz-online.de/senf/2011/05/08/preiserhohung-gehen-sie-noch-in-den-tiergarten/#comment-3130

    Halten Sie sich lieber an die Aufträge der Bürger, wie das Ihre Aufgabe und das ist, wonach Sie und Ihre Genossen sich bei jeder Wahl so heftig drängeln! Oder wonach drängeln Sie und sie sich? Nun, rein rhetorisch gefragt.

    mit freundlichem gruß
    astrid suchanek

    —–Ursprüngliche Nachricht—–
    Von: Utz Ulrich
    An: ‚astrid‘ ; „‚Undisclosed-Recipient:;'“@imapmaster1.odn.de
    Gesendet: Montag, 9. Mai 2011 11:09
    Betreff: AW: Delphinarium Nürnberg

    Liebe Frau Suchanek,

    schalten Sie doch mal Ihr Gehirn ein, informieren sich ordentlich und grümdlich und versuchens Sie es dann mit einer eigenständigen Meinung

    Mit freundlichen Grüßen

    Utz W. Ulrich

    Stadtrat

    Prinzregentenufer 5

    90489 Nürnberg

    Fon: 0911-20 614 0

    Fax: 0911-20 614 20

    uu@odn.de

    ——————————————————————————–

    Von: astrid [mailto:astrid.suchanek@kabelbw.de]
    Gesendet: Montag, 9. Mai 2011 09:00
    An: Undisclosed-Recipient:;
    Betreff: Delphinarium Nürnberg

    Zur Information, auf

    http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/preiserhohung-gehen-sie-noch-in-den-tiergarten-1.1213283

    findet sich folgender Kommentar:

    Wer soll denn diese Pfütze ansehen wollen, in der die Delphine in lebenslänglichem Knast dahinvegetieren sollen? Den Tierquälern und Geschäftemachern unser Geld für ihre Verbrechen an den Delphinen hinterherschmeißen?! Diese Tierversklaver gehören lebenslänglich ins Gefängnis wie die Delphine, die sie frech aus dem Meere geklaut haben! So etwas in Deutschland, dem Land der Humanisten, Dichter und Denker! Tiefstes Mittelalter im Zeitalter von Atomstrom und Weltraumflügen. Goethe dreht sich im Grab um. Die Stadtpolitiker, Aigner und Co., die dergleichen Verbrechen an den Tieren fördern, gehören mindestens abgewählt, der richtigere Platz für Sie wäre ebenfalls der Knast!!

    Im Delphinarium wäre als letztes Wort wohl passender gewesen. Mit diesem Mio-Grab setzen Sie sich ein ewiges Denkmal der peinlichen Art in Ihrer Stadt, denn die Besucher werden ausbleiben. Die sind nämlich inzwischen nicht mehr so dumm, die unsensiblen Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Stoppen Sie den Geldmißbrauch, solange noch Zeit ist! Der Verlust heute wird durch den künftigen gemildert. Aber an Stadtmachthaber braucht man nicht zu apellieren, die sind anscheinend vernunftresistent, wie sich hier wie bei Stuttgart (21) zeigt. Die Zeit wird die Strafe bringen.

    mit freundlichem gruß

    astrid suchanek

    mannheim

    • von einem FDP-Stadtrat in NÜrnberg war nichts anderes als Antwort zu erwarten. Beschämend.

  8. Tierparks sind für mich tabu, da schäme ich mich, wenn ich den „ausgestellten“ Tieren in die Augen sehe. Meine Kinder sind mit einer Empathiefähigkeit auf die Welt gekommen, die ALLE Lebewesen miteinschliesst. Es würde ein Drama geben, wenn sie die eingesperrten Tiere sehen müssten. Als sie noch ganz klein waren, fragten sie uns eines Tages was Fleisch ist. Als wir ihnen vorsichtig erklärten, was es ist, hätte man den Blick filmen müssen: So stellte ich mir den Ausdruck in Gesichtern von Wesen vor, die aus der Zukunft zurückreisen oder von einem schon zivilisierterem Planten zu Besuch kämen. Die Kinder sind noch ehrlich, die sollten wir fragen. Leider hält man ihnen die Wahrheit vor und lügt sie im Grunde an. Später können sie dann auch nicht mehr unterscheiden, was richtig und falsch ist, Wahrheit und Lüge. Das ist sehr schade. Kinder würden niemals ihre Freunde essen, wenn sie es wüssten. Deshalb werden sie ihnen gleich in zerhackter Form serviert, damit sie ja keinen Verdacht schöpfen und Fragen stellen. Aber wehe in der Nähe taucht ein sich pflanzlich ernährender Spielkamerad auf, dann wird schnell in die Floskelkiste gegriffen, damit „alles wieder so läuft, wie es immer gelaufen ist.“ Was die Tierparks und Delphinaien angeht: Irgendwann muss es doch endlich mal beim Dümmsten angekommen sein, solange wie das schon diskutiert wird. Oh, mann.

  9. zu RGL:
    gibt es eigentlich irgendein Tier, dass in einem Zoo artgerecht gehalten werden kann – außer Mäusen und Maulwürfen vielleicht? Antwort: nein, gut erkannt.

    Ist die Haltung von Menschen in lauten 2-Raum-Wohnungen eigentlich artgerecht? Antwort: Unsinn, hat mit der Sache nichts zu tun, ist aber eine beachtliche Frage.

    Und ist die jahrtausendelange Zucht von Haustieren nicht eigentlich auch ganz schrecklich? Antwort: sehr gut erkannt und deshalb zu verbieten.

    Oder noch besser wir Menschen rotten uns selbst aus, dann können sich die Viecher ganz artgerecht auf der Erde ausbreiten und die Starken werden siegen. Antwort: genau so. Wieder richtig erkannt. Nur das Wort Viecher würde ich nicht verwenden.

    zu Wolferl:
    gut gebrüllt, Löwe.
    Es ist die Pflicht eines jeden aufrechten Nürnbergers, mindestens dreimal im Jahr den Zooeintritt zu zahlen…
    Nur 3mal? Doch bitte monatlich! Sonst dauert das entschieden zu lange, bis die mißbrauchten Gelder den im Schlaf „verdienten“ Profit einfahren.

  10. Es ist unglaublich welch perverse Ideen in Business umgewandelt werden! Tiere – welcher Art auch immer, in einem Tiergarten einzusperren ist STAATLICH GEFÖRDERTE TIERQUÄLEREI und für diese sollte der Staat belangt werden ! Und jene die auf Kosten der Tiere Lohnempfänger sind, sollen sich schämen sich für solch eine Ungeheurlichkeit herzugeben. Wacht auf Leute, denn ihr selbst oder eure Kinder werdet sonst eines Tages einen hohen Preis zahlen müssen.

  11. Ich persönlich gehe niemals in einen Tierpark, oder ein Delfinarium, weil ich es für eine grausame und Art fremde Haltung halte.
    Kein Delfin würde in Freiheit solche dämlichen Tricks freiwillig machen, garnicht davon zu sprechen in welcher QUAL die Tiere leben(falls man das Leben nenen darf).
    Und das das sogennante Zuchtprogramm zur Arterhaltung ein reines Inzestöses Chaos ist, sollte nach Knut jedem bekannt sein.

  12. Der Freund

    Meine Welt ist klein, zu klein. Dabei war sie es nicht immer. Doch, ich erinnere mich. Es war schön früher, wenn ich durch das Wasser schoss. Nach oben springend und nach unten tauchend. Tief tauchend. 500 Meter und doch stieß ich an keine Balken. Die Welt stand mir offen. Nicht, dass ich dies geschätzt hätte. Ich kannte es nicht anders, niemand kannte es anders. Wenn ich mich unterhielt mit meinen Eltern, meinen Geschwistern, meinen Kameraden war das nie Thema. Wie sollte es auch? „Grenzen“ – hierfür hatten wir nicht einmal ein Wort.

    Oh, sie bemühen sich hier. Ich bin sicher, sie mögen mich sogar. Das Wasser ist ideal für mich. Kennt ihr das, wenn etwas ideal ist? Nein? Habt ihr noch nie etwas ideales erlebt? Dann müsst ihr glücklich sein. Ideal ist fad, langweilig, immer gleich, ohne jegliche Überraschung. Wenn ich schwamm, durchaus 100 Kilometer am Tag, veränderte sich das Wasser, wurde salziger, kälter. Manchmal begegneten wir auch großen, hohen, majestätischen Tieren, mit einer Haut viel härter als der Beckenrand hier, die in gerader Linie unbeirrt ihre Bahnen zogen. Wir wollten mit ihnen spielen, aber sie reagierten nicht. Wahrscheinlich waren sie blind. Manchmal glitt hinten raus eine merkwürdige Flüssigkeit, die sicherlich nicht gesund war. Wie sehr vermisse ich diesen Geschmack! Wie ich etwas vermissen kann, was mir nicht gut tut? Ja, könnt ihr das nicht verstehen? Es war draußen! Es war in Freiheit! Es war dort, wo ich glücklich war! Es war ungesund und gefährlich und wir haben es alle gehasst und sind schnell davon weg geschwommen, aber es war der Geschmack vom Leben. Auch wenn er ungesund war. Hier ist nichts ungesundes. Hier ist kein Leben.

    Ob ich einsam bin? Ich weiß es nicht. Es ist nicht die Einsamkeit, die ich beklage. Um mich herum sind drei meiner Art. Manchmal höre ich auch von ferne Geräusche, die von vielen Menschen zu kommen scheinen. Was sie wollen ist mir unklar. Aber ist das alles? Drei meiner Art und immer die gleichen drei. Eine Schicksalsgemeinschaft in der Gefangenschaft. Niemand von meinen Eltern, Geschwistern, Freunden. Und manchmal waren es unzählige, vielleicht 1.000. Und man traf immer wieder welche, von denen man glaubte, man hätte sie aus den Augen verloren. Dann kamen sie zurück und hatten – und hatten… Ich mag nicht darüber reden.

    Aber ich will ehrlich sein. Ich will euch alles sagen und da gehört auch dies dazu. Sie hatten Kälber. Was für ein Erlebnis war es, wenn die Mutter mit ihrem ersten Pfiff ihre Erkennungsmelodie an ihr Junges weitergab! Wird jemals jemand meinem Pfiff so lauschen? Hier gab es noch kein Kalb in all den langen Jahren nicht. Ich werde nie ein Kalb gebären, werde nie fühlen, wenn sich Leben in mir regt. Kein Leben außerhalb von mir. Kein Leben in mir. Kein Leben. Nirgends.

    Ob ich Kälber wollen würde? Wie sollte ich keine Kälber wollen? Wie sollte ich Kälber wollen? Kann ich ihnen diese sterile enge Welt antun? Ich würde wollen, dass sie glücklich sind. Aber wie könnten sie hier glücklich sein. Könnten sie es, wenn sie nichts als diese leblose Enge kennen würden? Wenn sie nichts von der Tiefe, den 1000 Artgenossen wissen würden? Man kann sich an alles gewöhnen. Und sie müssten sich noch nicht einmal an etwas gewöhnen.

    Nein, aufgegeben habe ich mich nicht. Ich spiele weiter und die Menschen freut es. Es ist der einzige Spaß, den ich habe. Und sie ernähren mich ja auch gut. Ein immer gedeckter Tisch. Sorgen um die Nahrung brauche ich mir nicht zu machen. Aber mir fehlt auch die Jagd. Es ist herrlich, wenn die ganze Schule als einer Art Kooperative, einen Fischschwarm umkreist, wenn wir die Angst in deren Augen sehen, unsere Macht und Einheit feiern und dann endlich zupacken, um unseren Hunger zu stillen. Verachtet ihr mich jetzt? Wusstet ihr denn nicht, dass ich kein Spielzeug sondern ein Raubtier bin?

    Habt ihr nicht eure Mythen, in denen ihr mich verehrt? Ist dies Becken, diese Zurschaustellung euer Zeichen von Ehrerbietung. Nun, auf diese Ehre kann ich gern verzichten.

    Warum lasst ihr uns nicht einfach in Ruhe? Was wollt ihr eigentlich im Ozean? Das ist nicht eure Welt. Das ist unsere Heimat. Wir gehen ja auch nicht aufs Land. Wie würde das auch aussehen? Aber sieht es besser aus, wenn ihr euch im Schwimmen versucht? Gewiss nicht.

    Ach so, ich habe mich gar nicht vorgestellt. Verzeiht mir, aber man verlernt hier so einiges. Ich bin’s, Flipper! Euer bester Freund.

    Was tut ihr eigentlich euren Feinden an?

    ————

    Ralf Henrichs – Münster – im März 2010

    • WOW!!!!! Seeeehr gut geschrieben! Genau auf dem Punkt gebracht. Also dieser Text sollte nun wirklich auch dem letzten kaltherzigen Vollidioten die Augen und das Herz öffnen!!!!
      Danke für diese tollen Worte!!!

  13. Es ist schön, so viele tierfreundliche Meinungen zu lesen. Auch ich schließe mich dem an. Der Mensch hat keine besonderen Rechte auf der Erde. Er ist nicht „mehr wert“ als Tiere. Wenn Tiere Leid empfinden, leiden sie genauso sehr wie die Menschen. Wir müssen aufhören, Tiere zu quälen. Jedes Delphinarium ist eine schlimme Delphinqual, weil es immer ein enges Gefängnis darstellt. Delphine sind hochintelligente Meeressäuger und sie tun uns nichts an , wenn wir sie in Freiheit erleben. Auch wir sollten sie respektieren und ihnen nichts antun. Dazu gehört auch, sie nicht einzusperren.

  14. Unverschämtheit, man kann doch jetzt nicht den Tiergartenbesuch verweigern, nur weil man mit den Delfinen Mitleid hat. Haben Sie doch mal Mitleid mit dem Nürnberger Stadtkämmerer Riedel, der bleibt am Schluß noch auf den 25 Millionen Euro Investitionskosten sitzen. Es ist die Pflicht eines jeden aufrechten Nürnbergers mindestens dreimal im Jahr den Zooeintritt zu zahlen, weil sonst das Konzept des Oberbürgermeister Maly nicht aufgeht, das er zusammen mit seinen Freunden von der Beraterfirma Rödl ausgekungelt hat und dass die Beraterfirma Rödl fast ganz umsonst erbacht hat. Eine Verweigerung des Tiergartenbesuchs durch die Nürnberger hätte zu Folge, dass die beiden Herrn Riedel und Maly von der SPD ganz schön blöd aussehen würden. Und das wollen Sie doch nicht?

  15. „Wen eines Thieres Quaal erfreuet …“
    Wer auf Kosten von Wildtieren Profit macht, sie in kleinen Käfigen quält, dahin vegetieren läßt, wird für seine Raff- und Profitgier bestraft werden. Wer will das Delfinarium denn? Ihr solltet euch in Grund und Boden schämen, dass ihr euch an Gottes Schöpfung vergreift. Hätte Gott gewollt, dass Define in Delfinarien leben sollen, hätte er ihnen welche gebaut! Läutet euch selbst und lobet bessere Menschen zu werden.

  16. JETZT ERST RECHT NICHT!!!
    25.500 qm Anlagefläche davon aber nur ca 1.600 qm Becken für die Delfine und Robben gleichzeitig!!!???
    Das ganze nennt man dann Lagune – bessere Haltungsbedingungen??? – der blanke Hohn.
    Die Verantwortlichen sollten diese Millionen aus ihrer eigenen Tasche zahlen müssen!!!!!!
    Delfinarien und Delfintherapie bedeuten Delfinleid pur, da ist uns England weit voraus, dort wurden schon lange alle Delfinarien geschlossen.
    Ob Zirkus, Delfinarien oder zoologische Gärten, wie arm ist unsere Spaß-Gesellschaft, die ihren Kindern und Enkeln eingesperrte und verhaltensgestörte Tiere näher zu bringen versucht und ständig neue Zoos, Aquarien und Delfinarien baut – zur Belustigung und zur Unterhaltung des Menschen. Es fehlt an Respekt und Demut. Es wird Zeit umzudenken!!!
    Es gibt genügend Freizeit-, Erlebnisparks und Hochseilgärten etc. als Alternative – ohne Tierqual.

  17. Es ist ein bodenlose unverschaemtheit mit steuergeldern eine neue delfinanlage zu bauen. Jeder halbwegs informierte buerger weiß, dass DELFINARIEN AUSLAUFMODELLE sind. Die unmoeglichkeit, einen delfin in gefangenschaft „artgerecht“ zu halten -was das auch sein mag, denn artgerecht kann fuer JEDES ZOOTIER nur DIE FREIHEIT sein-
    bedeutet, dass primaer delfinarien und moeglichst bald auch auch zoos geschlossen werden muessen. NUR DANN HOERT DAS UNENDLICHE LEIDEN DER TIERE AUF!

  18. In Delphinarien werden Delphine grundsätzlich gequält. Ich spreche mich aus diesem Grund gegen die Haltung von Delphinen in Gefangenschaft aus. Zoos, Zirkusse, Delphinarien, sollten umgehend abgeschafft werden. Wann hört dieses Elend endlich auf!

    • Wenn viele den Zoo in Nürnberg boykottieren. Dann hat diese elendige Delfinquälerei auch ein Ende.

  19. Wir leben im 21.Jahrhundert und lernen doch nicht dazu. Wir halten heute
    die Tiere wie wir damals Sklaven gehalten haben. Gerade bei der
    Delphinhaltung geht mir echt der Hut hoch. Tiere, die in Freiheit
    mehrere hundert Kilometer am Tag schwimmen werden hier in winzigen
    Betonbecken gehalten. Das ist schlimmer als Sklavenhaltung!!! Meiner
    Meinung nach sollte jeder der Delphine in Gefangenschaft hält zu
    mehrjähriger Freiheitsstrafe verurteilt werden, damit er am eigenen
    Leib erfährt, was er da angestellt hat!!!!! Tierquälerei zur
    Belustigung kann und darf es im 21 Jahrhundert nicht mehr geben!!!!!
    Schliessen und zwar noch heute!!!!!

  20. 24 Millionen für ein Delfinarium, dass niemand mehr will.
    Warum? Weil die Stadt Nürnberg damit Millionen verdienen will, natürlich mit dem Leid von Delfinen.
    Dieses Delfinarium wird von einem Biologen betreut, der gleichzeit mit seinem Projekt Yaku Pacha wildlebende Delfine schützen will. Gegensätzlicher gehts nimmer.
    Weltweit steigen die Proteste gegen Delfinarien und Nürnberg meint, mit 24 Millionen die Natur ersetzen zu können. Dieses Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt und die Zeche zahlt letztlich wiedermal der Steuerzahler. Dazu soll nach der Eröffnung der Lagune die unsinnige Delfintherapie angeboten werden, die wiederum ein großes Geschäft mit der großen Hoffnung Betroffener werden soll. Auch diese sogenannte Therapie steht unter weltweiter Kritik und konnte ihre Daseinberechtigung bisher nicht mit UNABHÄNGIGEN Forschungsergebnissen belegen.

    Dazu auch diese Informationsquelle: http://therapieohnedelfine.de.to/

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