Stellen Sie auf Ökostrom um?

Fukushima war ein Weckruf: Plötzlich tragen wir wieder Anti-Atomkraft-Anstecker wie in den 80er Jahren, für die man noch vor einigen Monaten müde belächelt worden wäre. Doch um auf Atomkraft langfristig verzichten zu können, muss in alternative Technologien investiert werden. Ein Weg, das zu unterstützen, führt über den Bezug von Ökostrom. Dafür jedoch braucht es ein wenig mehr Zeit und Mühe als für das bloße Lippenbekenntnis: „Atomkraft – nein danke!“.

Man muss Anbieter vergleichen, muss sich informieren, wo die Gebühren tatsächlich in die Forschung fließen. Und nicht zuletzt ist da auch noch die Frage nach dem lieben Geld: Klar sind wir für regenerative Energien, aber mehr Geld für Strom zahlen? Und die Frage zu klären, ob Ökostrom tatsächlich drastisch teurer sein muss, würde wiederum Zeit kosten – und wer hat die schon?

Wir wollen in unserer Leserfrage diesmal von Ihnen wissen: „Nach Fukushima: Stellen Sie auf Ökostrom um?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.

Die Frage der vergangenen Woche lautete: „Preiserhöhung: Gehen Sie noch in den Tiergarten?“ Mit Ja antworteten 47 Prozent, mit Nein 53 Prozent. sieb

6 Kommentare in “Stellen Sie auf Ökostrom um?

  1. Bin ich so ein geschmähter „Gutmensch“? Wohl schon, denn mir sind meine Ideale wichtig, ich habe einen gut bezahlten Arbeitsplatz und damit zumindest keine Geldsorgen. Muss ich deshalb ein schlechtes Gewissen haben? Wem gegenüber denn? Den Schlechtrednern in diesem Blog vielleicht? Nee! Wer weiß denn, was und wer hinter denen steckt! Was wahr ist, wird man wohl sagen dürfen, und was Scheiße ist, wird man wohl als Scheiße benennen dürfen. Selbst heute, wo auch die CSU gegen Kernkraft ist, wird man wohl sagen dürfen, dass Kernkraft unmoralisch ist. Reibach auf dem Rücken von hunderttausenden von Geschädigten. Das wird natürlich diejenigen, die dem Götzen Geld nachjagen und lieber den Steuerzahler die Zeche bezahlen lassen, nicht überzeugen. Armes Deutschland. Aber das Blatt scheint sich zu wenden. Langsam.

  2. Sorry, aber bei mir wächst die Wut immer mehr, erstens über die Medien, aber auch über zig sogenannter „Gutmenschen“, die selbst 1-2 Autos haben, mit einer oder zwei Personen auf 140 qm wohnen, 1-2 mal in den Urlaub fliegen, alle technischen Geräte besitzen, gut bezahlte jobs im öffentlichen Dienst haben, in Aktien etc. investieren und dann ständig vom Energiesparen reden. Wenn diese Leute ihren Lebensstandard deutlich mindern, bräuchten wir nicht so viel Energie. Für mich sind viele Deutsche „Kaviar-Sozialisten“, die viel von Gerechtigkeit, Klimaschutz, Integration schwafeln, selbst aber fast nichts dafür tun, bzw. nur was ihnen nicht weh tut. Übrigens auch die Journalisten handeln so, überprüfen sie mal ihren Lebensstandard, sie reden und fordern viel von anderen, tun aber fast nichts. Und mit einer Energiesparbirne oder Ökostrom ist NICHTS getan !!

  3. Ich zahle lieber 17.5 cent inkl. MwSt – hoffentlich klimafreundlichen KKW – Strom, sonst läuft meine Klimaanlage noch häufiger.

  4. Seit erstem Mai fließt bei uns Ökostrom von Naturstrom.de. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass wir bei einem Wechsel tiefer in die Taschen greifen müssen und hätten dies sogar in Kauf genommen. Dass wir im Endeffekt jetzt weniger bezahlen als bei unserem alten EON Vertrag, mit 40% Atomstromanteil, ist ein positiver Nebeneffekt. Von den 22,50 Cent pro KWh gehen dabei noch 1,25 Cent an den Ausbau von erneuerbaren Energien.

  5. Da muss ich zustimmen. Wer einfach einen günstigen Strompreis will, schaut in die Röhre. Und sucz der, der gar nicht auf Öko um jeden Preis steht, muss z. B. die unsinnige (ineffiziente) Solarenergie mitbezahlen.

  6. Eine gesonderte Umstellung auf Ökostrom ist.m. e. nicht erforderlich, da bei derderzeitigen Hysterie zu diesem Thema einem in absehbarer Zeit keine Wahlmöglchkeit mehr gegeben sein wird.

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