Soll das Sozialticket eingeführt werden?

Im vergangenen Jahr kam es zum großen Knall unter den Stadträten der Linken Liste, und Hans-Joachim Patzelt sowie seine einstigen Mitstreiterinnen Marion Padua sowie Eylem Gün gehen seither getrennte Wege. In einem ist sich das Trio aber nach wie vor einig: Die Stadt braucht ein Sozialticket, damit Menschen mit wenig Einkommen nicht von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ausgeschlossen werden.

Durch die nunmehr vom Stadtrat beschlossene Anhebung der Preise für Bus und Bahn um 30 Prozent bis 2015 erhält dieses Argument neue Nahrung. Auch die Jusos und die ÖDP sind für die Einführung eines solchen Tickets, mit dem sozial Benachteiligte die Verkehrsmittel der VAG verbilligt nutzen könnten. Die VAG sagt indes, es gebe bereits ein Sozialticket, auch wenn es offiziell nicht so heißt – immerhin dürften die Besitzer des Nürnberg-Passes, der Bedürftigen ausgestellt wird, eine Monatskarte der Tarifstufe 2 (Nürnberg, Fürth, Stein) für 30,80 Euro lösen (statt 50,50). Dieses Ticket sei auch nicht von den Erhöhungen betroffen.

Dennoch halten es die Sozialticket-Befürworter für zu teuer und 15 Euro für einen angemessenen Preis. Sie glauben, dass dadurch wesentlich mehr ärmere Menschen Bus und Bahn nutzen würden und so dieses Sozialticket der VAG auch keine Verluste bescheren würde. Derzeit läuft eine Studie, die bis 2012 die Wirtschaftlichkeit eines Sozialtickets ermitteln soll.

Wir wollen aber in unserer Leserfrage schon jetzt von Ihnen wissen: „Soll das Sozialticket eingeführt werden?“ Diskutieren Sie mit uns!

4 Kommentare in “Soll das Sozialticket eingeführt werden?

  1. Mich würde interessieren, was diese Studie kosten wird, die wahrscheinlich eh nur für’n Ofen ist.
    Ich meine grundsätzlich sollten die „Öffentlichen“ günstiger sein, denn man will ja schließlich auch die Städte von den Autos entlasten und nicht lediglich Leute befördern!

    • Wenn Geld da ist Elektroautos und sogar Autos mit Verbrennungsmotor über Steuererlaß und Abwrackprämie zu fördern, wird wohl auch Geld da sein, Elektromobilität unter Nutzung der elektrischen Straßenbahn zu Gunsten der Ausgegrenzten der Gesellschaft zu fördern. Zudem ist in Nürnberg Geld für Tunnels (U Bahn und Straße) quer durch die Stadt bis ins Rednitztal vorhanden, wobei die Unterhaltungskosten der U Bahntunnels ja nicht ganz unschuldig an der Fahrpreiserhöhung sind. Man kann über eine Sozialfahrkarte sicher unterschiedlicher Meinung sein, aber dass kein Geld da sein soll, kann ich einfach nicht mehr hören.
      Verkaufen wir notfalls die VAG an die Griechen, schauen wir mal wieviel Geld Fau Merkel dann plötzlich spenden kann.
      Man sollte ganz einfach mit dem Todschlagsargument von dem fehlenden Geld nicht mehr hören, solange für jeden Blödsinn selbstverständlich ausreichend Mittel zur Verfügung stehen.

  2. Finde ich klasse immer herdamit und bitte ohne ausschlusszeiten weil oft muss man schon vor 9 uhr bei verschiedenen terminen sein diese ausschlusszeiten finde ich wieder eine beeinträchtigung meines lebens

    ICH SAGE JA ZUM SOZIALTICKET FÜR 15 EURO

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