Braucht Nürnberg ein Bratwurstmuseum?

Nürnberg ohne seine Bratwurst, das wäre wie Paris ohne Eiffelturm, wie Fix ohne Foxi. Warum die Stadt ihr berühmtes essbares Wahrzeichen nicht schon längst in einem eigenen Museum oder zumindest einer Dauerausstellung würdigt, leuchtet vielen Einheimischen und Gästen überhaupt nicht ein. Die mindestens 700 Jahre lange Historie böte genug Stoff, damit so ein Projekt auch ohne zu viel Firmenwerbung gelingen kann.

Und so hat Nürnbergs oberster Bratwurstfreund Hartmut Frommer, der den Schutzverband für das Würstlein leitet, jetzt nach langer Pause wieder öffentlich den Wunsch nach einem solchen Museum geäußert.

Aber was ist mit all jenen, die schon beim Gedanken daran Magenschmerzen kriegen, weil Nürnberg dann an Biederkeit endgültig nicht mehr zu übertreffen sei? Lasst den Thüringern ihr Wurstmuseum, sagen sie – in Nürnberg brauchen wir Kunst, die man nicht essen kann. Wir wollen in unserer Leserfrage von Ihnen wissen: „Braucht Nürnberg ein Bratwurstmuseum?“

11 Kommentare in “Braucht Nürnberg ein Bratwurstmuseum?

  1. Noch eine Idee: ein Bratwurstmuseum in Nürnberg –
    aber dann nur mit Herrn Uli Hoeneß als Sponsor.
    Er macht ja jährlich Millionen mit dem Namen
    „Nürnberger Bratwurst“.
    Herr Frommer – gehen Sie zu Herrn Hoeneß und
    holen sich den Scheck, den Sie brauchen !!

    Bratwurst AHA AHA

  2. Wieder diese Biederheit – Nürnberg solch sich
    endlich seiner Vergangenheit bewusst werden.
    Dürer-Sachs-Henlein-Behaim usw. DAS muss man
    der Welt zeigen. Die Bratwürstl braucht man nicht
    zeigen, die soll man essen!
    Und Nürnberg soll endlich der Bierdimpflstadt
    München die Stirn zeigen. Die Elite Bayerns
    kam und kommt aus Franken. Und wie sagte ein
    Frankenwürfelträger: ihr in Oberbayern habt die
    Berge, wir in Franken haben den Weitblick!
    Also worauf warten die Franken?

  3. Nürnberg hat jetzt schon kein Geld und Millionenschulden. Will man sich damit noch einen Ausgabeklotz mehr ans Bein binden ? Nur damit Touristen dies besuchen und man evtl. eine Bratwurst-Prinzessin jährlich krönen kann ? Das ist rausgeworfenes Geld.

    • Na gut, wenn ein Bratwurstmuseum her soll, dann natürlich zum Geldverdienen, nicht zum Geldausgeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dafür wahnsinnig viel finanzieller Aufwand nötig ist. Und wenn es nicht profitabel durchführbar ist, dann braucht man es selbstverständlich gar nicht erst anleiern.

      Im Übrigen: Warum muss so etwas überhaupt immer von der öffentlichen Hand getragen und finanziert werden? Könnte man da nicht mal private Investoren ranlassen?

  4. Braucht Nürnberg ein Bratwurst-Museum? Nein! Sollte Nürnberg ein Bratwurst-Museum haben? Klar, warum nicht?

    Ich weiß nicht, ob mich persönlich das interessieren würde (was gibt es über Bratwürste schon groß zu lernen?), aber wenn ein Markt dafür da ist, warum nicht? Eine kleine Touristenattraktion mehr kann auf keinen Fall verkehrt sein.

  5. @ Lebkoungcitybou

    Der Frommer als schwäbischer Beutefranke ist doch wohl eher ein „Bratwötschle-Bäbstle“.

  6. unbedingt und dann sollte aber noch folgen: die „Bradwoschd-Brinsessin“, ein „Bradwoschd-Blatz“, der „Bradwosch-Feierdoch“ und über alles wacht dann der Frommer´s Hartmut in seiner Eigenschaft als „Bradwosch-Babsd“

  7. ein bratwurst museum warum nicht?
    aber bitte eines, dass die lebensbedingungen der dänischen schweine in der massentierhaltung , die für die „nürnberger“ geschlachtet werden, aufzeigt.
    eines, dass aufnahmen vom schlachthof hat.
    eines, dass die antiseptischen zustände und die arbeitsbedingugen in den grossen wurstfabriken aufzeigt.
    eines, dass den ewig gleichen schaustellern, die sich in der fussgängerzone und an den märkten den markt „teilen“ ein gesicht gibt usw.

    kurz der romantische frommer ist nicht zum aushalten!

  8. Unbedingt. Nürnberg es hat zwar noch nicht geschafft ein Dürermuseum auf die Beine zustellen, das ist aber offensichtlich unwichtig. Ein Bratwurstmuseum muss aber unbedingt her. Ich schlage vor dass sich der Hilleprandt aus seiner pseudo-uralt-Bratwurstküche nach seinen baldigst zu erwartenden Ableben plastinieren lässt, als Prunkstück der Ausstellung. Als Beispiel für die dreisteste Räubergeschichte aus dem Bereich Bratwurstküchengeschichteerfindung.

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