Stören Sie die Skater auf dem Kornmarkt?

Eigentlich tun sie genau das, was wir wollen: Sie saufen und sie grölen nicht. Sie treiben Sport, sind ehrgeizig und motiviert. Und doch erregen sie Unmut: Die Skater auf dem Kornmarkt haben immer wieder Ärger. Weil es Geräusche macht, wenn sie mit ihren Brettern rollen, springen und landen. Und weil sie gerne das Inventar des Platzes für ihre Kunststücke nutzen. Doch ganz verjagen will sie offensichtlich auch niemand. Zumindest wurde das im Jugendhilfeausschuss von allen Seiten bekundet. Man wolle sich mit den Skatern zusammensetzen und einen Kompromiss finden.

Das klingt erfreulich, denn wäre es nicht schade, wenn die jungen Leute von ihrem Stammplatz verscheucht würden? Sie haben doch ohnehin kaum Möglichkeiten, im öffentlichen Raum ihren Hobbys nachzugehen. Immer heißt es gleich, sie seien zu laut und überhaupt irgendwie störend. Als ob es schön wäre, in einer schweigenden Stadt zu leben, in der nur noch Baustellen, Autos, Flugzeuge und Rettungsfahrzeuge Geräusche machen.

Freilich muss niemand Horden besoffener Partylöwen vor seiner Haustür akzeptieren. Die nerven, das ist klar. Aber darum geht es beim Kornmarkt-Streit auch gar nicht. Es geht um Jugendkultur in einer Großstadt. Von Ihnen wollen wir diesmal in unserer Leserfrage wissen: „Stören Sie die Skater auf dem Kornmarkt?“

8 Kommentare in “Stören Sie die Skater auf dem Kornmarkt?

  1. Nein sie stoeren nicht. Mich stoert, dass Nuernberg mal wieder den Eindruck einer Stadt fuer laermempfindliche Rentner macht (Polemik beabsichtigt).
    Skaten ist Sport und es gibt in Nürnberg nun mal keine Einrichtung für diese Sportler. Die Stadt sollte sich mal an Köln ein Beispiel nehmen. Großstädte leben u.a. von Jugend- und Subkultur, nicht von leeren, toten Plätzen.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Skater auf dem Kornmarkt stören mich in keinster Weise.
    Ich bin bis vor etwa 2 Monaten während meiner Mittagspause jahrelang regelmäßig dort oder gegenüber auf dem Gehweg vorbei gegangen und war immer begeistert von den jungen Burschen mit ihren Skater-„Vorführungen“. Was mich natürlich auch gestört hatte war, dass die jungen Leute dabei auch die dortigen Sitzmöglichkeiten für ihre Übungen benützt hatten. Dieses Problem könnte doch durch Anbringen von enstsprechenden kleinen Rampen gelöst werden. Der gesamte Platz sieht etwas leer und trist aus und würde so mit Leben erfüllt werden. Zu der Lautstärke möchte anfügen, dass der zweifellos dabei erzeugte Lärm auf dem riesigen Platz nicht zur Geltung kommt und verhallt. Wenn man dort unmittelbar vorbeigeht oder kurz an den Bänken verweilt, ist es selbstverständlich etwas laut.
    Anfügen möchte ich noch, dass ich in zwei Tagen meinen 60. Geburtstag feiern werde und deshalb wohl nicht mehr zu den ganz jungen Leute gehöre.
    Mit freundlichen Grüßen
    Willibald Landmann

  3. Nürnberg will doch Metropole sein! Aber doch bitte nur werktags von 8 bis 20 Uhr!

  4. Also, wenn meine Meinung gefragt ist: mich stören die
    Skater. M.E ist das eine Mode-Sportart und gehört als
    Artistik eigentlich in den Zirkus. Wer einen Sport
    ausüben will, geht normalerweise in einen Sportverein.

  5. sagen wir es mal so:
    ich wohne in der fürther strasse. dort gibt es schallschutzfenster.
    wenn also die werten damen und herren vom germanischen
    nationalmuseum alle (!) zu fuss mit dem fahrrad oder den oeffentlichen in die arbeiten gehen, also selber keinen laerm produzieren – gut, dann waere ihre beschwerde über den laerm der skater berechtigt.
    da davon aber nicht austzugehen ist, sollen sie sich bitte schoen zurückhalten!
    das verhalten der mitarbeiter des germanischen ist typisch deutsch. immer sind die anderen schuld. jeder fährt auto, aber keiner will die strasse vor der haustür haben usw.

    die skater müssen bleiben und die bereits befestigten krampen müssen demontiert werden.

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