Christian Ude – geeigneter Ministerpräsident?

Was für ein Knall: Nicht nur die CSU staunt, auch die bayerische SPD kann es kaum fassen, denn sie hat etwas bekommen, mit dem sie wohl nicht mehr rechnen konnte: einen namhaften Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2013.

Christian Ude muss der SPD in Bayern deshalb wie Phönix aus der Asche erschienen sein. Eigentlich hat sich der clevere langjährige Münchner Oberbürgermeister selber wie das Kaninchen aus dem Zylinder gezaubert. Auf solche „Zaubertricks“ hätte Horst Seehofer sicher gerne verzichtet.

Mit Christian Ude droht ihm ein ernst zu nehmender Kandidat um das höchste politische Amt in Bayern. Ude könnte, wenn für Seehofer alles schief läuft, der Kretschmann Bayerns werden. Der voll ausgebildete Jurist und Journalist ist seit 18 Jahren roter Oberbürgermeister im Herzen des tiefschwarzen Bayerns. Er hat in München keinerlei Verschleißerscheinungen gezeigt, im Gegenteil: 2008 wollten ihn 66,8 Prozent wieder als OB haben. Gewinnt Ude 2013, schreibt er Geschichte: Der letzte SPD-Sieg einer bayerischen Landtagswahl war 1953.

Allerdings vertritt der stets eloquente Ude Positionen, die bei vielen Genossen für Sodbrennen sorgen, Stichwort dritte Start- und Landebahn in München. Und wollen die Wähler in Bayern Christian Ude wirklich im Verbund mit Grünen und Freien Wählern – etwas anderes kommt kaum in Frage – bayerische Politik machen sehen?

Von Ihnen wollen wir diesmal in unserer Leserfrage wissen: „Christian Ude – ein geeigneter Ministerpräsident?“

35 Kommentare in “Christian Ude – geeigneter Ministerpräsident?

  1. Was bildet sich dieser selbstherrliche Mensch
    eigentlich ein? Soll er doch in Minga bei seinen
    Bierdimpfln ein eigenes Kabarett in Schwabing
    eröffnen. Er will den Münchner-Flughafen auf
    Kosten von Nürnberg ausbauen. ALLES NACH
    MÜNCHEN RAFFEN. UND die Franken schauen total
    teilnahmslos zu. WO BLEIBT DIE FRÄNKISCHE SPD?
    Wo bleibt OB Maly, er ist um das Wohl Nürnberg´s verpflichtet!!
    ALSO IHR FRANKEN : jagt den Ude aus Franken und
    sperrt ihn im Hofbräuhaus für alle Zeit ein.
    ZEIGT E U R E N S T O L Z !!!!

  2. Lassen wir doch Herrn Ude Altoberbürgermeister in München werden. Dann hat er Zeit von seinem Ferienquartier in Griechenland, den Griechen bei der Sanierung des EURO in Griechenland zu helfen. Das wäre eine Aufgabe für ihn und die SPD täte mit ihm eine gute Tat für die Griechen und für uns in Deutschland und ganz Europa.

    • Und er könnte sogar noch regelmäßig einen in Stein geschlagenen bayrischen Löwen aus griechisch- bayrischer Tradition zu seiner Ergötzung betrachten.
      Grichenland dürfte Herrn Ude sicher auch politisch- moralisch näher stehen als Franken.

  3. Alles besser als die CSU! Und vielleicht klappts ja sogar mit den Grünen, wer weiß das schon. Als Halb-Franke/Halb-Oberbayer muss ich sagen, dass ich es zwar auch ziemlich **** finde, wenn München&Co bevorzugt werden, aber was alles andere betrifft – wie wär es mal zwischen Franken und Bayern Frieden zu schließen? Also ich will kein fränkisches Bundesland!

    • Wie bereit Bayern ist mit Franken Frieden zu schließen zeigt ja die Dauer der Regierung Beckstein. Er wurde von der (ober)bayrischen CSU ganz schnell wieder abgesägt.
      Gut Söder darf noch wirken, wenn er aber sein leicht trotteliges Auftreten ablegt ist er auch weg vom Fenster. Um der über Affären gestolperten Strauß Tochter zu einem Sitz im Europaparlament zu verhelfen dazu ist Franken dann gut genug. So wird es keinen Frieden geben.
      Wenn Bayern wirklich Zusammenarbeit will, könnte doch der zeitweise mit der Ansage Radio München auftretende Bayrische Rundfunk als staatsnahes Unternehmen einen Merkstein setzen. Aber er tut genau das Gegenteil, ein unfähiger Franke darf als Hilfsermittler einmal im Tatort aus München auftreten, ein Tatort mit fränkischen Kommisaren ist undenkbar. Das ist nur ein Beispiel von vielen.
      So verfährt Bayern mit Franken auf allen Ebenen. Und nun sollen die Franken sogar noch Mister München als ihren Vertreter für gut befinden. Das ist schon etwas viel verlangt.

  4. Das grundsätzliche Problem in Bayern ist wirklich die Übermacht Oberbayerns. Kein Wunder, dass deshalb fast alle Ministerpräsidenten von dort kommen.
    Und dass die dann vor allem die Interessen ihrer Region im Auge haben, ist auch klar.
    Deshalb ist es also kein Wunder, dass Oberbayern und vor allem die Region München immer bevorzugt wird.

    • Nochmal zur Ergänzung: Wäre Franken ein eigenes Bundesland (jetzt nur die bayr. Bezirke mitgerechnet), dann würde es nach Einwohnern so aussehen:
      1. Nordrhein-Westfalen – 17,873 Mio
      2. Baden-Württemberg – 10,745 Mio
      3. (Rest-)Bayern – 8,368 Mio
      4. Niedersachsen – 7,029 Mio
      5. Hessen – 6,062 Mio
      6. Sachsen – 4,162 Mio
      7. Franken – 4,122 Mio

      Alle anderen 10 Bundesländer sind kleiner!
      Also von daher wäre ein eigenes Bundesland Franken in keiner Weise unrealistisch.
      Franken würde dann wohl mehr durch den Länderfinanzausgleich profitieren als nun innerhalb von Bayern.

    • Und sollte einmal ein Ministerpräsident wie Beckstein aus Franken kommen wird er umgehend wieder abgesägt.

  5. Begreift man es in Franken immer noch nicht, dass weder eine SPD noch CSU Franken helfen werden. Seit über 200 Jahren werden wir als Kolonie verwaltet und gibt uns den Münchner Rest der übrig bleibt.
    Wir haben seit fast 2 Jahren eine fränkische Partei und der Großteil un FRanken weiß das nicht einmal. Wir können 2013 eine PARTEI wählen die FRÄNKISCHE Interessen vertritt. Aber ich sehe schon wieder das Wahldebakel, Franken wählen 50-60% CSU, obwohl die Quadriga Strauß, Streib, Stoiber, Seehofer – Franken nach Strich und Faden benachteiligt hat. Begreifen es die FRANKEN vielleicht 2013 einmal? Ich bin gespannt.

    • Nachdem die Altbayern die Mehrheit haben, bringt eine Frankenpartei gar nichts.
      Bringen würde nur ein eigenes Bundesland Franken etwas. Franken hätte dann etwa die Einwohnerzahl von Rheinland-Pfalz oder Sachsen und hätte deutlich mehr Einwohner als Thüringen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

      • Und das soviel ich weiß, alleine das bayrisch besetzte Franken, die fränkischen Gebiete Thüringens südlich des Rennsteigs, Badens und Württembergs noch gar nicht eingeschlossen. Was meinte kürzlich ein Crailsheimer Schaffner in der Bahn: Auch wir sind Franken. Und damit hatte er recht.

        • Immerhin dürfen die Hohenloher Franken den fränkischen Bocksbeutel verwenden. 😉
          Bei gut 4 Mio. habe ich in der Tat nur Mittel-, Ober- und Unterfranken zusammengezählt.
          Schwaben könnte man übrigens auch zu Baden-Württemberg nehmen, dann wäre Bayern noch ein wenig mehr gestutzt.

  6. NOCH EINMAL : WENN EIN FRANKE DEN HERRN UDE
    WÄHLT, DER WÄHLT SEINEN EIGENEN METZGER !!!
    WO BLEIBT DER FRANKENSTOLZ ???

  7. Aus meiner Sicht gibt es nur eine Partei in Bayern, der Franken wirklich am Herzen ist:
    Die neue „Partei für Franken – DIE FRANKEN“.

  8. Herr Ude tut bei jeder sich bietenden Gelegenheit kund, wie groß seine Abneigung gegen Franken ist. Dann ist da noch dieser Forderungskatalog von ihm, wenn er denn ja sagen würde. Gehts noch, so schlecht kann es doch selbst der Bayern-SPD nicht gehen, daß sie sich derart der Lächerlichkeit preisgibt! Ich kann nur hoffen, daß seine Gattin nicht auch so eitel ist wie er und ihn überzeugt, den verdienten Ruhestand in Griechenland mit Katzenschutz zu verbringen. Das wäre die beste Tat seines Lebens.

  9. O-Ton Münchner Merkur:
    „Als Münchner Bürger kann man sich Herrn Ude als bayerischen Ministerpräsidenten nur wünschen. Herr Ude bringt nicht nur die fachliche Qualifikation für dies hohe Amt mit; der Landtag liegt ja einige Höhenmeter über dem Rathaus am Marienplatz . Mit seinem Humor und mit seiner Lebensphilosophie vermittelt er in hervorragenden Weise unsere bayerische Lebensart. In seiner Lebensanschauung ist er fest verwurzelt in der bayerische Heimat und ist nicht wankelmütig. Was aus meiner Sicht besonders hervor zu heben wäre, ist die Tatsache, dass Herr Christian Ude als Ministerpräsident die erste frischgezapfte Maß Bier auf dem Oktoberfest bekommen würde. …“
    Dazu kein weiterer Kommentar.

  10. Oder mal ein paar andere Beispiele zu München und Nürnberg. Die Stadt München hat am Flughafen einen deutlich kleineren Anteil als Nürnberg.
    Für die blödsinnige Olympiabewerbung war locker reichlich Geld vom Land da, bei Infrastrukturkosten und -investitionen für den Nürnberger Flughafen ziert man sich.

    • Abgesehen davon, dass alle Blogger mit ‚Ude = München‘ völlig recht haben, werden sich am Wahlabend alle wundern:

      Vorallem Udes sog. Wunschkoalitionäre, Grüne und FW, werden sehen, sie sind einer großen Verarsche aufgesessen. Da lacht dann Herr Ude als Superminister einer sog. Großen Koalition und verkauft als stv. MP diese SPD-Regierungsbeteilgung als strategischen Meilenstein…

      Nur um auf Steuerzahlers Kosten von seiner Politikabhängigkeit nach und nach entwöhnt zu werden – ich danke schön. Und Olympia 2022 in M lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Das können dann nicht mal die Grünen verhindern!

      • Das Bild zu dem Artikel zeigt ja schon die Koalition/Einigkeit zwischen CSU Ministerpräsident und SPD Kandidat, im Biere zum Wohle Münchens vereint. Zur Olympiabewerbung haben ja SPD Bürgermeister, CSU Ministerpräsident und Erich Honeckers SED Vorzeigesportlerin Witt entgegen allen sonst angeblich bestehenden Resentiments bewiesen, was zum Wohle Münchens möglich ist. Ein Ministerpräsident Ude wäre Frankens endgültige Unterwerfung unter das Regime südlich des Weißwurstäquators Donau.

        • „Ein Ministerpräsident Ude wäre Frankens endgültige Unterwerfung unter das Regime südlich des Weißwurstäquators Donau.“
          Es gibt nicht wenige südlich des Weißwurstäquators, die genau das wollen.
          Für den Bayerischen Rundfunk kommt ja z.B. auch erst München und dann lange, lange, lange nichts …

    • „Die Stadt München hat am Flughafen einen deutlich kleineren Anteil als Nürnberg.“

      Die Stadt Nürnberg hätte ihren Anteil an dem nicht zukunftsträchtigen Nürnberger Flughafen in den letzten Jahren für viel Geld verkaufen können, ja müssen. Und mit dem Geld teilweise den Stadthaushalt sanieren können. Aber den Nürnberger Provinzpolitiker Maly, Riedel und Prölß fehlt es für solche Entscheidungen eben an jedlicher geschäftlicher Erfahrung und Sachverstand. Jetzt werden wieder mehrere 10 Millionen Euro der Stadt Nürnberg in ein Fass ohne Boden geschütttet. Geld, dass die Stadt nicht einmal hat. Alleine deswegen ist es absurd, den Totalversager Maly mit Christian Ude zu vergleichen.

      • Ich denke, die Substanz zu verkaufen, um sich zu sanieren, ist nicht die beste Lösung. Man hätte dann schon eher bei den Ausgaben drastisch kürzen müssen, auch im Sozialbereich.
        Wenn schon Tafelsilber verkaufen, dann bitteschön die wbg. Eine Stadt muss sich nicht im Wohnungsmarkt einmischen, hatte aber die Aufgabe, sich um die Infrastruktur, eben z.B. um den Flughafen zu kümmern.

        • Was für ein Tafelsilber? Was für eine Substanz? Einen nicht zukunftsträchtigen Flughafen, der auch mittelfristig nur Verluste einfahren wird? Da könnte man nur glücklich sein wenn man jemanden findet der dafür noch den Buchwert zahlen würde.
          Und die WBG ist übrigens schon teilweise an die Banken „verkauft“, als Sicherheit für die ÖPP-Geschäfte in dreistelliger Millionenhöhe der letzten Jahre über deren Tochtergesellschaft WBG-Komunal GmbH. Auch so eine Glanzleistung des Oberschuldenmeisters Maly.

  11. Zunächst einmal, ich bin kein SPD-Anhänger.
    Aber die Voraussetzungen in Nürnberg und München sind doch recht unterschiedlich. Vieles, was in Nürnberg die Stadt tragen muss (z.B. in der Kultur), zahlt in München das Land. Dazu hat München zwei Top-Unis und nicht die Zweigstelle einer zweitklassigen Uni.
    Fazit: niemand kann doch ernsthaft bestreiten, dass München bevorzugt wird.
    Und unter Ude würde diese Bevorzugung noch enorm verstärkt.

    • Ich würde sagen – ganz im Gegenteil. Der ist der alte Hase der weis wo etwas zu streichen wäre für Minga, damit er Sympathie aus ganz Bayern erlangt. Sprich Oportunitätsprinzip

  12. @ Hahe

    Im Gegensatz zu Maly hat Ude wenigstens bewiesen, dass er eine Großstadt erfolgreich regieren kann.

    • Bei aller Abneigung gegen Bayern, dem ist nichts hinzuzufügen. Er weiß was er will, und er versucht das durchzusetzen.
      Maly muß immer erst die Vögel oder Fischer fragen was er gerade will. Und wenn ihm z. B. Tunnels für Schiene und Straße eingeredet werden, will er sie auch, obwohl er als früherer Kämmerer weiß, dass dafür wirklich kein Geld da ist. Er ist so wendefähig dass er noch nach Amtsantritt behauptet hat die U 3 sei ihm von der CSU aufs Auge gedrückt worden, warum spricht er jetzt nach dem Baustop nach Gebersdorf nicht endlich ein Machtwort zu Gunsten der Finanzen der Stadt und dem Wohl ihrer Bürger. Offenbar traut er sich nicht. Da könne er von Ude und seiner Stadtpolitik lernen und dieser Lernprozeß würde Nürnberg sogar helfen.

  13. Mal abgesehen von der Einseitigkeit für München, ich finde die Rhetorik von Ude auch nicht sehr berauschend – klingt alles so gestelzt. Da ist Maly wesentlich gewandter. Doch Maly ist ein Franke und hat somit in Bayern keine Chance.

  14. Welch eine Chance für das Frankenland! Sollte er,
    der Herr Ude, wirklich das Amt anstreben, dann muß
    das Frankenland zusammen stehen – er darf hier
    keinen Stich bekommen!! Dieser Obermünchner soll
    bleiben wo er ist – bei seinen Bierdimpfln. Hört
    man ihn sprechen, so entsteht der Eindruck, daß
    für ihn Bayern 30 Kilometer von Minga (BABYSPRACHE)
    entfernt endet. Franken muß ihn abwatschen –
    eine von rechts – und eine von links !!
    Habe dere …………

  15. Gerade hat uns das olympische Kommittee dazu verholfen nicht zu Lasten Frankens die zweite Olympiade in und um München zu bezahlen, entdeckt Herr Ude wie die Strauß Tochter Hohlmeier, dass es Bayern nicht nur München, Garmisch und Königsee umfasst. Er hat aber wohl noch gar nicht bemerkt, dass der Bezirk eines bayrischen Ministerpräsidenten über Herrn Seehofers Ingolstadt hinaus die seit 1806 dank Napoleon besetzten Gebiete Frankens umfasst. Die Franken müssten ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein den Chef von Groß – München zu ihrem Ministerpräsidenten zu wählen. Da ist ja selbst die CSU noch fränkischer.

    • Warum man hier in Franken über SPD und CSU diskutiert, und wer davon Franken besser helfen will, ist mir schleierhaft. Noch einmal ein Weckruf an alle Franken. Es gibt sei 31.10.2009 eine fränkische Partei die fränkische Interessen am besten vertreten wird. Also, warum soll man hier noch diskutieren.

  16. Christian Ude hat bereits jetzt festgelegt, wo bei ihm die Prioritäten sind:

    München, München, München und nochmal München!

    Eigentlich schade, dass die SPD anscheinend niemand mit Format vorweisen kann. Ach so, die CSU auch nicht. Außer Masse hat Seehofer ja auch nichts zu bieten.

    Aber es gibt ja auch noch die Grünen und – auf dem aufsteigenden Ast – die Freien Wähler.

  17. nicht mal die oberbayern-spd ist komplett für ude. freising hat schon abgewunken, andere werden folgen. am wahlabend werden sie ihre 18 prozent wieder euphorisch bejubeln, man kennt das schon…

  18. Also ehrlich, ich bin aus den Latschen gekippt, als ich die Forderungsliste von „Mister Minga“ gesehn hab! Mit dem wärs noch schlimmer als es mit der CSU ist!!!

  19. Was kann Nordbayern bzw. Franken von einem langjährigen Münchner OB als Ministerpräsidenten erwarten?
    Klar! Nichts!

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