Fühlen Sie sich in der Bahn noch sicher?

Meldungen über versuchte Brandanschläge auf die Bahn rund um Berlin verunsichern dieser Tage viele Reisende. Zwar ist bislang niemand zu Schaden gekommen, aber die Sabotagehandlungen sind ernst zu nehmen. Man diskutiert inzwischen sogar, ob wir es hier mit Terrorakten zu tun haben.
Sie reihen sich ein in eine ganze Bandbreite von Unannehmlichkeiten, die ein Bahnkunde auf sich nehmen muss, von massiven Verspätungen einmal abgesehen. An Abenden und am Wochenende fühlt sich manch ein Reisender unwohl in überfüllten Abteilen und Großraumwagen mit alkoholisierten und gröhlenden Mitfahrern. Gelegentlich kommt es auch zu Gewalttaten, vor allem an den Bahnsteigen. Und viele Frauen fühlen sich schon lange nicht mehr wohl, wenn sie nachts in entlegene Orte unterwegs sind und nirgends ein Bahnmitarbeiter im Zug zu sehen ist. Ganz zu schweigen von den großen Bahnhöfen, wo sich vermehrt gewaltbereite, betrunkene und unter Drogen stehende Jugendliche aufhalten und so eine unangenehme Atmosphäre schaffen. Gleichwohl schwören überzeugte Bahnkunden noch immer auf die Schiene als sichersten, umweltfreundlichsten und günstigsten Transportweg.
Unsere Leserfrage lautet also in dieser Woche: „Fühlen Sie sich in der Bahn noch sicher?“ Geben Sie Ihr Votum bitte hier ab.
Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Halten Sie die Pkw-Maut für nötig?“ Mit Ja antworteten 69,2 Prozent, mit Nein 30,8 Prozent. Das Lautsprechersystem hat Walther Schort aus Langenzenn gewonnen. In dieser Woche verlosen wir unter den Teilnehmern an der Leserfrage das Stadtkrankenhaus von Lego.

1 Kommentar in “Fühlen Sie sich in der Bahn noch sicher?

  1. Mit der Sicherheit bei der Bahn habe ich noch die wenigsten Probleme, die ich mit der DB AG habe.
    Die gestörten Systeme fallen immer in die sichere Richtung. Insofern bestand bisher keine Gefahr für Reisende.
    Viel mehr Probleme habe ich damit, dass die Attentate, wie ich die Staatsbahn von Autofetischistin Merkel kenne, wieder als Vorwand genommen werden und sei es nur dafür die Fahrpreise zu erhöhen – wie bereits erfolgt, da man mehr Sicherheitspersonal braucht – oder Entschädigungen – wegen höherer Gewalt – zu verweigern. Bei der Bahn war schon immer alles höhere Gewalt oder die Schuld Dritter, bis hin zu den falschen, als schadhaft erkannten, mangels Ersatzteilen aber nicht getauschten, Radsätzen im ICE von von Eschede. Eigenes Verschulden gibt es nicht. Das ist die Gefahr, der sich Bahnbenutzer aussetzen.
    Und auf seine Gerichte kann sich die Bahn ja verlassen, die sprechen sie schon von jeder Schuld frei.
    Ich kann mich an meine Zeit in Karlsruhe erinnern, wo ein Mister X sogar Züge zum Endgleisen brachte, da ist das was derzeit um Berlin geschieht noch nahezu harmlos, ohne es verniedlichen zu wollen.
    Das viel größere Problem als die Sicherheit, die durch Dritte gefährdet wird, ist die hausgemachte Unzuverlässigkeit. Man eröffnet neue S Bahnlinien, aber statt das Netz auszubauen, baut man selbst hier Streckenkapazitöät ab, wie die in ein Biotop umgebauten Überholgleise in Lauf und Hersbruck, oder man fährt von Nürnberg nach Fürth eingleisig und ist ein Jahr nach Eröffnung der S Bahn nicht einmal in der Lage in Fürth sich zwei S Bahnzüge begegnen zu lassen. Das sind die Schrecken der Bahnbenutzer und das treibt sie auf andere Verkehrsmittel, erstlinig das viel unsicherere Auto. Und das sind vielleicht auch die Gründe, warum vielleicht sogar genervte Bahnbenutzer ihre Wut an den Anlagen der Bahn auslassen. Viel schlimmer als es ist, kann es ja selbst durch zerstörte Kabel gar nicht mehr kommen.

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