Gefällt Ihnen der neue Friedrich-Ebert-Platz?

Mit der Verlängerung der U3 wurde auch der Friedrich-Ebert-Platz offiziell wieder in Betrieb genommen. Die Autofahrer brausten zwar schon länger über die neu asphaltierte Teerdecke, doch für die Fußgänger und Nutzer von Straßen- wie U-Bahnen wurde er erst in den letzten Tagen fertiggestellt. Kritik wurde laut, dass der Platz in Einzelteile zerfalle.

Es scheint ein architektonisches Konzept zu fehlen. Vieles wirkt willkürlich aufgestellt und die Zugänge zur U-Bahn sowie der Aufzug wirken monumental. Nüchterne Zeitgenossen sehen dagegen die Pragmatik der Platzes: Hauptsache, er funktioniert als Verkehrsknoten. Auf Schönheit komme es nicht an.

Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Gefällt Ihnen der neue Friedrich-Ebert-Platz?“ Geben Sie Ihr Votum bitte  unter www.nz.de ab. Über die Leserfrage diskutieren können Sie hier.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Eisbahn am Aufseßplatz – eine gute Idee?“ Mit Ja antworteten 60 Prozent, mit Nein 40 Prozent.

9 Kommentare in “Gefällt Ihnen der neue Friedrich-Ebert-Platz?

  1. Das selbe wurde doch mit dem Aufseßplatz in der Südstadt gemacht, er sollte Pflegeleicht und günstig sein, jetzt ist es eine graue Betonlandschaft.
    Das Ende vom Lied es fühlt sich keiner mehr wohl, keiner will mehr hin. Das Kaufhaus Horten (Schocken), jetzt Kaufhof schliesst auch dieses Jahr (Juni 2012).Die Wölckernstraße schaut aus wie irgendwo in Anatolien, nur Döner-Geschäfte,Handyläden, Ramsch und Friseure.
    Es tut einem in der Seele weh, dass alle miterleben zu müssen!

  2. Ich muss Herrn Peters recht geben. Besser kann man es nicht sagen.
    Ich hoffe, die Stadt tut schnell was am Friedrich Ebert Platz.
    Die Linie 9 vermisse ich auch. Es ging wahrscheinlich bei der Verlängerung der U3 wirklich nur darum, die Straßenbahn von der Pirkheimer Straße zu nehmen.
    Freie Fahrt für rücksichtlosen Autoverkehr, koste was es wolle.
    Die Nutzer der Straßenbahn, die nun umsteigen müssen und längere Fahrzeiten haben, sind egal.
    Das ist die Politik der Stadt. Aber dafür zahlen wir doch gern noch höherer Fahrpreise…

  3. Die trist-grauen Betoneinfassungen der U-Bahneingänge sind eine architektonische Entgleisung und Bausünde.
    Es ist überhaupt nicht gelungen, die U-Bahnausgänge an die Architektur an die an sich sehr schönen Gründerzeitarchitektur anzupassen.

    Hier haben aus meiner Sicht die Stadt und die Architekten total versagt.

    Auch sind die Straßen viel zu breit geraten.
    Wozu gibt es z.B. zwei Fahrspuren beim Kirchenweg in Fahrtrichtung Ebert-Platz? Zwei Spuren sind überdimensioniert. Eine Spur hätte völlig gereicht. Der Ebert-Platz ist so kein Platz mehr, sondern eine unübersichtliche Ansammlung von Verkehrsinseln. Autowahn pur.
    Aber was tut die Stadt um diese Fehler zu beheben? Wenn Herr Dr. Maly als OB sagt, die U-Bahnzugänge seinen nicht Architekturpreis-verdächtig, quittiert er vor allem sich selbst Unfähigkeit. Wo ist sein „Reparaturkonzept“ für den Platz?

    Dass man aus Thon zum Hauptbahnhof nun umständlich umsteigen muss und längere Fahrzeiten hat, davon möchte ich gar nicht erst reden.
    Nur der Autolobby bei CSU und SPD haben gewonnen. Denn sie haben es endlich geschafft, die Straßenbahn 9 von der Pirkheimer Straße zu bekommen. Die Verlierer sind viele ÖPNV-Nutzer.

  4. Noch was: Der Aufgang neben dem Bleck-Gebäude hat seltsamerweise auch kein Dach. Dort hätte ein Dach gar nicht gestört …

  5. Der Platz ist grausam häßlich! Das Argument, dass für die Aufgänge Sachzwänge ursächlich wären, ist eine dumme Ausrede. Man muss doch den Untergrund an die Oberfläche anpassen und nicht umgekehrt. Außerdem – warum musste der Aufgang vor dem Jugendstilhaus unbedingt ein Dach haben? Weil das Vorschrift ist? Warum geht es dann z.B. am Rathenauplatz oder an der Lorenzkirche ohne Dach?

    • Am beachtlichsten finde ich die von Herrn Baumann vorgebrachten angeblichen Sachzwänge u. a. wegen der Bebauung. Da frage ich mich, wie man den Tunnel und den Bf. Kaulbachstr. in die enge Straße brachte.
      Die Sachzwäge waren alleine, dass man den Bf. so legen wollte, dass für alle Zeit eine Straßenbahn in den Kirchenweg unmöglich wird.
      Außerdem weiß ich nicht was die grausame Außengestaltung des Kiosk mit Sachzwängen zu tun hat.
      Jedenfalls ist interessant, dass der F Ebert Platz bevor für fast 100 Mio. Euro die gut funktionierende Straßenbahnlinie 9 dorthin ersetzt werden mußte, und als zusätzlich noch eine Strecke zum Westfriedhof führte, funktional und optisch gelungener war als nachdem offenbar ohne Wissen des Baureferenten, dunkle Mächte den Platz zu Gunsten einer unterirdischen Bahn verunstaltet haben. So ist jedenfalls die Aussage des Herrn Baumann zu verstehen. Und warum Treppen zu einem Bahnhof 15 m tiefer leichter möglich gewesen wären, bleibt wohl auch auf ewig ein Geheimnis der Nürnberger Bau-/Stadtverwaltung.

  6. The worst first: Ich bekam einen richtigen Schock, als ich sah, wie das schönste Haus am Platz vom eckigen, glotzigen Westaufgang halb verdeckt wurde (Glasdach gestalten geht viel besser, siehe Bhf. Schoppershof). Die runden Hochbeete sowie die Bushaltestelle finde ich sehr gelungen. Heller Stein, viele Sitzgelegenheiten, freundlich. Das „Aufzug-Ungetüm“ ist schlichtweg ohne Worte und schreit förmlich nach Unglücksfällen (auch im Graffitibereich). Um einen perfekten, in sich harmonischen Platz zu gestalten, müßte man die Haltestellen nach Norden verschieben (wo ja auch viel mehr Raum zur Verfügung steht). Aus meiner Sicht ist es zwischen Archivpark und Ladenzeilen nicht gelungen, die Enge dort optisch einheitlich zu nutzen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier nur geübt wurde!! Dringend warte ich auf den Tag, an dem sich Bürger demokratisch an der öffentlichen Gestaltung beteiligen dürfen!!

  7. Drei große Kritikpunkte:

    1. Die Linie 9 werde ich (und viele andere) schmerzlich vermissen !!! – das wäre nicht nötig gewesen.

    2. Es ist mir vollkommen unverständlich, warum man die Archivstraße zum Friedrich Ebert Platz hin wieder für den Strassenverkehr geöffnet hat. Seitdem ist die Pilotystraße/Archivstraße wieder eine beliebte Raser-Abkürzung. Vor kurzem ist dort am Zebrastreifen!!! erst ein Kind angefahren worden. Hier haben die Verkehrsplaner bewiesen das sie ihren Beruf verfehlt haben.

    3. Der Ebertplatz sieht gelinde gesagt beschissen aus ! Ich hoffe man wird zumindest einen teil der großzügigen Betonoberflächen noch mit bepflanzten Inseln ausstatten.

    • Also, Sie können doch jetzt nicht verlangen, dass die Stadt plötzlich mit dem Platzverschandeln aufhört, nachdem sie in den letzten 30 Jahren schon alle Plätze und Strassen im Zusammenhang mit dem U-Bahnbau verschandelt hat. Zumindestens wird in Nürnberg einheitlich verschandelt. (Sark aus).

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