Brauchen wir mehr Zugang zur Pegnitz?

Die Stadt Nürnberg hat einen Plan: Die Pegnitz soll zugänglicher und besser erlebbar werden, für Einwohner wie für Touristen. Man hat zwei Landschaftsarchitekten beauftragt, die Vorschläge machten, wie das zu realisieren sein könnte. Mit einer Treppe hinunter zum Ufer beispielsweise, mit Bänken und einem Steg am Wasser. Letztlich sollen aber die Bürger entscheiden, was davon umgesetzt wird. Und sie werden dazu aufgerufen, eigene Vorschläge zu machen.

Man könnte nun argumentieren, dass es Wichtigeres gäbe, in das die Stadt ihr Geld und ihre Zeit investieren könnte, als in derartige Pläne: Schulen, Straßen, vernachlässigte Grünanlagen. Ist die bessere Erschließung der Pegnitz da nicht ein Luxusproblem?

Und doch: Wasser bedeutet Lebensqualität. Das gilt nicht nur fürs Meer. Der Blick aufs Wasser beruhigt. Wir Nürnberger haben das Glück, dass unser Fluss mitten durch die Innenstadt fließt. Doch davon bekommt man kaum etwas mit, es sei denn, der Weg führt über eine der zahlreichen Brücken. Meist ist die Pegnitz weit weg, weit unter uns. Das kann sich nun ändern. Vielleicht wäre das eine gewisse Investition wert.

Unsere Leserfrage lautet in dieser Woche „Brauchen wir mehr Zugang zur Pegnitz?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab Über die Leserfrage diskutieren können Sie hier.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Sind Kaufhäuser noch zeitgemäß?“ Mit Ja antworteten 76 Prozent, mit Nein 24 Prozent.

4 Kommentare in “Brauchen wir mehr Zugang zur Pegnitz?

  1. In vielen deutschen Städten wurden die Flüsse wegen des Hochwasserschutzes zu Kanälen umgebaut. So schön eine Öffnung zum Fluss wäre, in der Altstadt, an der Insel Schütt, sehe ich dazu keine Chance. Nicht ungefährlich dürften auch die Wasserwalzen an den städtischen Wehren werden. Ein ungeübter Schwimmer hat dort keine Chance wieder das rettende Ufer zu erreichen.

  2. Es sind schon recht angenehme Momente, wenn man auf einer Parkbank sitzend, sich entspannt und die Atmosphäre eines Flußes auf sich wirken lassen kann.
    Eine Sitzgelegenheit und ein möglichst freier Blick.
    An manchen Plätzen dürfte das nicht viel Geld kosten, bringt aber dem Nutzer viel Freude und Energie.

  3. Investiert die Stadt nicht vielzuviel an Geld und Arbeitsleistung ihrer Mitarbeiter in Straßen, insbesondere auch die Überdeckelung, oder U Bahnen statt z. B. den ÖPNV wirklich auszubauen, siehe Straßenbahnen nach Kornburg, Erlangen oder auch Eibach oder Zabo. Das heißt es wird viel Zeit und Arbeitsleistung aber auch Geld völlig falsch aufgewandt. Die Pegnitz fließt mitten durch die Stadt, ist inzwischen wieder vertretbar sauber, da ist es sicher eine gute Idee den Fluß besser für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Das Floß am Fleischhaus, die Wiesen am Trödelmarkt oder die venezianischen Bootsfahrten zeig(t)en ja wie gut mögliche Zugänge zur Pegnitz angenommen werden.

  4. Schön wäre das schon. Aber es wird so schnell kaum kommen. Es gibt ja auch Verschönerungsprojekte für Hauptmarkt, Obstmarkt und Egidienplatz – und nichts passiert!
    In Nürnberg werden vor allem Abwasserkanäle saniert – sonst ist da nicht viel los …

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