Sind Spielplätze für Hunde sinnvoll?

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) will Hundehalter und ihre Schützlinge nicht nur ständig mit neuen Auflagen, Strafgebühren und Leinenpflicht behelligen, sondern ihnen auch etwas Gutes tun. Deswegen wird in der Grünanlage im Sterntorzwinger auf einer 1300 Quadratmeter großen Fläche ein Hundespielplatz mit Treppen zum Hochklettern und Slalomstangen errichtet.

Dieses gut gemeinte Unterfangen ist indes heftig umstritten. Selbst Hundefreunde sagen, dass sie ihren Vierbeiner solche Übungen lieber im ohnehin besser ausgerüsteten Hundesportverein absolvieren lassen. Zudem kritisieren sie, dass der eine Platz den Mangel an Freilaufflächen für Hunde in der Stadt nicht annähernd kompensiert. Andere kritisieren die Kosten, immerhin stellt die Stadt in Zeiten klammer Kassen ein Budget von 13000 Euro zur Verfügung.

Hundehalter kommen ins Gespräch

Manche befürchten Beißereien auf dem Gelände, andere allerdings freuen sich darauf, dass die Hunde auf dem neuen Spielplatz miteinander toben und so auch die Halter ins Gespräch kommen können. Zudem verweisen die Befürworter darauf, dass sich die Plätze in Berlin bewährt hätten.

Unsere Leserfrage lautet deshalb in dieser Woche: „Sind Spielplätze für Hunde sinnvoll?“ Geben Sie Ihr Votum bitte unter www.nz.de ab.

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Soll die EM in der Ukraine boykottiert werden?“ Mit Ja antworteten 69 Prozent, mit Nein 31 Prozent.

M.P.

7 Kommentare in “Sind Spielplätze für Hunde sinnvoll?

  1. Prinzipiell finde ich die Idee ganz gut. Zum Thema klamme Kassen kann ich nur sagen, dass die vielen Hundebesitzer mit ihrer Hundesteuer den Stadthaushalt mit unterhalten – oTon „was bekomme ich denn für meine Hundesteuer – die Feuerwehr kommt wenn es bei Ihnen brennt“ finde ich es schon mehr als Gerecht hier wenigstens einen Teil für die Tiere auszugeben. Allerdings würde ich mir wünschen, dass Verbesserungen an den bestehenden Freilaufzonen vorgenommen werden würden. Zäune dort, wo der Hund zwar theoretisch frei läufen dürfte aber faktisch jeder vernünftige Hundebesitzer darauf verzichtet, um Unfälle zu verhindern bspw. am Luitpoldhain wo im schöner Regelmäßigkeit die Straßenbahn am Rande der Wiese fährt. Wer hat eigentlich über die Lage der Freilaufzonen entschieden? Bis auf wenige Ausnahmen, sind viele davon nämlich aus genannten Gründen nicht nutzbar!!!! Also statt Hundespielplatz lieber Sicherungsmaßnahmen und anständige Pflege (mähen) an bestehenden Freilaufzonen und wenn dann noch was übrig ist vielleicht die eine oder andere Bank und Mülleimer zum Entsorgen des Kots. Damit wäre vielen Hundebesitzern in Nürnberg geholfen!

  2. Die Idee mit dem Hundespielplatz halte ich auch für nicht besonders durchdacht. Es wäre wirklich wichtiger, mehr Freilaufflächen auszuweisen, die für diesen Zweck auch geeignet sind. Bisher fragt man sich ja oft, was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben: An der Schultheißallee die Freilauffläche direkt an einer viel befahrenen Straße, droben an der Frankenstraße eine viel zu kleine Wiese, die noch dazu direkt neben einem Kinderspielplatz liegt. Hier gäbe es echten Nachholbedarf. Hundesport sollte meines Erachtens wirklich in Hundeschulen und Vereinen unter fachkundiger Betreuung stattfinden. Es wäre schon wichtiger, den Hunden die Möglichkeit zu geben, auch mal ihren Bewegungsdrang auszuleben, statt immer nur an der Leine bleiben zu müssen. Dadurch nimmt man auch viel „Dampf“ aus der Diskussion – denn ausgeglichene Hunde sind eben auch so in der Stadt gelassener …

  3. Keinerlei Verständnis haben wir für solche Ideen. Jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer geht mit seinem Hund in eine Hundeschule und dann kann er mit ihm sich mit ihm im Gelände bewegen. Ein solcher Hundespielplatz wird schnell zu einem „Hundekampfplatz“, denn es sind nicht die gleiche Rasse und Stärke anwesend.
    Wenn SÖR und sein verantwortlicher Bürgermeister keine besseren Ideen hat, sollte er beim ehemalige OBM Dr. Schönlein in die Schule gegen und ihn über die Idee der Taubenhäuser befragen.

    • Es ist falsch, dass es verantwortungslos ist, seinen Hund unter geeigneten Bedingungen frei laufen zu lassen. Es gibt in Nürnberg an verschiedenen Stellen Hundspielplätze auf denen Hunde unangeleint spielen dürfen (Silbersee, Pegnitztal an der C. Schmidt Str.). Ich habe an diesen Spielstellen noch nie eine ernsthafte Auseinandersetzung unter Hunden erlebt. Und mit der Hundeschule ist es, abgesehen von Mitgliedschaft, der Zahl der Hundeplätze und den Öffnungszeiten, auch nicht so, dass es nie zu einem Gerangel kommt außer dass es unter fachlicher Aufsicht geschieht.

  4. Gut finde ich die Hundauslaufplätze, wie z. B. im Pegnitzgrund durchaus über das ganze Stadtgebiet verstreut. Für Übungen mit Hundesportgeräten sind allerdings sicher tatsächlich Hundesportvereine besser geeignet. Was ich allerdings nicht mehr hören kann ist das dauernde Gejammere über klamme Kassen, solange diese „Klammheit“ noch immer überdeckelte Frankenschnellwege und U Bahnen zu aufgelassenen Eisenbahnhaltepunkten zuläßt.

  5. Ist mir unverständlich, warum für bestimmte Gruppen, wie Inline-Skater oder Hundebesítzer bei leerer Kasse solche Projekte durchgezogen werden.
    Hunde haben in der Innenstadt nichts verloren. In Vororten sind Hundespielplätze dagegen überflüssig.

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