Gefällt Ihnen der Name Grundig-Stadion?

Im Vergleich zu „easyCredit-Stadion“ wirkt der neue Name des Stadions solide. Er ist weniger bizarr als viele andere Stadionnamen in Deutschland und er steht für ein in der Region verwurzeltes Unternehmen.

Dennoch gibt es – wenn auch wenige – immer noch Vereine in Deutschland (etwa Werder Bremen, FC St. Pauli), die auf einen Verkauf der Namensrechte verzichten, trotz aller Kommerzialisierung ist dies also kein Muss.

Stadt und Betreibergesellschaft, so meinen die Anhänger eines „Max-Morlock-Stadions“, hätten ein Zeichen setzen können, in dem sie sich für die Vereins-Ikone als Namenspatron entschieden hätten. Unsere Leserfrage lautet daher in dieser Woche: „Gefällt Ihnen der Name Grundig-Stadion?“

Geben Sie Ihr Votum bitte auf  NZ.de auf der rechten Seite ab. Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: „Doktortitel: Geht die Jagd zu weit?“ Mit Ja antworteten 71 Prozent, mit Nein 29 Prozent.

11 Kommentare in “Gefällt Ihnen der Name Grundig-Stadion?

  1. endlich ein name der mit nürnberg einen bezug darstellt.
    bei allem respekt vor maxl morlock – ein stadion mit
    diesem namen ist doch überzogen.
    servus

  2. Ich finde auch, dass der Name „Grundig“ nicht so glorreich ist. Das ist hier nur noch eine Briefkastenfirma mit Sitz in Istanbul.
    Die aktuelle Firma hat mit dem früheren Konzern außer dem Namen und dem Logo absolut nichts gemeinsam.
    Ehrlich gesagt, da war „easy-credit“ ehrlicher, denn das war immerhin eine Nürnberger Firma.
    Und diejenigen, die alten Idolen nachtrauern, sollten sich mal überlegen, ob sie auch bereit wären, höhere Eintrittspreise zu bezahlen.

    • Der Name ist aber doch das einzige, worum es hier eigentlich geht. Selbst wenn die Firma außer dem Namen und dem Logo nicht mehr viel mit dem früheren Konzern zu tun hat, spielt das doch keine Rolle – am Namen „Grundig“ hat sich dadurch nichts geändert.

      • Ihre Naivität ist schon beachtlich. Es geht nicht um einen Namen, sondern um einen gewaltigen Etikettenschwindel. Ein türkischer Handelskonzern lässt hier aus miesen Komponenten, die weltweit unter grotesken Bedingungen hergestellt sind zu Niedriglöhnen im Außland Unterhaltungselektronik und anderes herstellen, die dann unter einem deutschen Namen auf den Markt geworfen werden um so ein Qualitätsprodukt vorzutäuschen. Und jetzt soll diese Masche auch noch unterstützt werden, indem ein deutscher Traditionsverein mit diesen legalen Betrügereien in Verbindung gebracht wird. Die Türken dürfen ja von mir aus machen was sie wollen, aber dass jetzt auch noch mein Fußballverein in dieses miese Spiel reingezogen wird finde ich zum Kotzen. Ich hoffe nur dass sich das schnell rumspricht und kein Mensch hier mehr ein „Grundig“ Produkt kauft.

      • Name und Logo weisen genau auf den türkischen Konzern. Das ist ja auch Sinn der Sache. Wenn das Stadion „Max-Grundig-Stadion“ heißen würde, wäre das schon etwas anderes. Das würde an den Gründer erinnern, wäre aber kommerziell natürlich nicht relevant. Dann könnte man auch jeden anderen Namen verwenden …

        • Was hat Putin/Schröders Gasprom mit Gelsenkirchen zu tun, jedenfalls weniger als Grundig mit Nürnberg, auch heute noch.
          Es gibt die Firma Grundig noch immer in Nürnberg. Dass Grundig nur in Fürth war ist und war immer falsch. Max Grundig ist nicht nur Nürnberger, er hat(te) auch Werke in Nürnberg nicht zuletzt das noch bestehendedas Werk 11 am Bf. Frankenstadion.
          Natürlich wäre Max Grundig Stadion schöner, aber Grundig ohne Max ist immer noch besser als eine engliche Bezeichnung des Nürnberger Stadions. Außerdem ist es ein Bekenntnis der türkischen Eigentümers von Grundig zu Nürnberg.
          Ich halte die Entscheidung pro Grundig für gut. Und dass alles kommerzialisiert wurde und daher der Namen verkauft werden muß, beruht ja nicht auf türkischer Eingebung sondern der gnadenlosen Kommerzialisierung des Fußballs allgemein. Zu Zeiten von Max Morlock war Fußball noch Sport und nicht der Beruf von Legionären bei denen ausschließlich das Geld Motivation ihrer Arbeit und ihres Arbeitgebers ist. Und das Stadion als ihr „Circus Maximus“ soll von dieser Regierung des Geldes über den Sport ausgenommen werden, das ist weltfremd. Die Fans hätten allerdings sicher die Namensrechte auch kaufen können, besonders wenn sie sich jetzt so aufregen.

  3. Passt wunderbar. Grundig ist und bleibt der Name eines fränkischen Traditionsunternehmens – auch wenn die Glanzzeiten des Unternehmens lange vorbei sind und es schon lange nicht mehr fränkisch ist. Das tut dem Namen aber keinen Abbruch. Damit passt Grundig als Namensgeber für das Stadion neben dem Grundig-Hochhaus prima.

    Ansonsten geht mir die unsägliche Diskussion um den Stadionnamen, aber fürchterlich auf den Geist. Im Alltagsgebrauch bleibt es für mich eh nur das „Stadion“ oder auch das „Frankenstadion“. Das würde selbst ein Max Morlock nicht ändern. Genauso wie das Kaufhaus am Aufseßplatz auch dann noch der „Schocken“ war, als Kaufhof über dem Eingang stand.

    • Sie sind wohl aus Fürth wenn sie es toll finden, dass der Club in einem Stadion mit dem Namen eines Pleiteunternehmens aus der Nürnberger Westvorstadt spielt. Für mich als Nürnberger ist es jedenfalls unerträglich, wenn der Club jetzt auch noch mit dem Elektronikschrott eines türkischen Unternehmens in Verbindung gebracht wird.

      • Ich bin waschechter Nürnberger, dem allerdings das krankhafte Herumhacken auf der „Westvorstadt“ schon lange das Herz bluten lässt. Als Nürnberger haben wir es eigentlich nicht nötig, uns ständig nur über unseren Hass auf die Nachbarstadt zu definieren.

        Ich würde so gerne auch aus Nürnberger Mund wieder einmal ein „Ich mag Nürnberg.“ oder ein „Ich bin Clubfan.“ hören (wohlgemerkt mit Punkt am Ende!) – einfach so als Aussage, die für sich allein gilt, ohne dass da ein „Scheiß-Fürth“ (oder auch „Scheiß-München“) hintergeschoben werden muss. Eigentlich habe ich mich als Clubfan auf die Saison gefreut, in der endlich mal wieder zwei Vereine aus unserer Gegend in der Bundesliga spielen, aber inzwischen kann ich das Saisonende kaum erwarten. Wenn der Club dann nächste Saison wieder „allein“ in der Bundesliga herumdümpelt, kann ich mich wenigstens wieder über Siege freuen und Niederlagen ärgern, ohne mir die ständigen gehässigen Kommentare über Fürth anhören zu müssen.

  4. Eigentlich müsste der Titel einer solchen Nachricht:
    „Nürnberg muss sich Namensgebeber aus Nachbarstadt holen“ oder „Man rückt immer näher an Fürth“ lauten!

  5. Warum nicht gleich „Atatürk Stadion“? Viel Unterschied wär ja nicht. Von wegen ein „in der Region verwurzeltes Unternehmen“, was für eine Volksverblödung. Grundig ging 2003 Pleite und ist nur noch ein beliebiger Handelsname für einen türkischen Elektronik-Konfektionär.

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