Louis Vuitton macht dicht

79_0E5QYDCSie läuft gut und wird trotzdem geschlossen: In einem Jahr werden die letzten Louis Vuitton-Taschen in der Filiale an der Kaiserstraße über die Ladentheke gehen. Dann muss der Laden schließen. Es ist ein Bild, das man häufig in der Innenstadt sieht: Touristen mit dunkelbraunen Papiertaschen, darin enthalten sind edle Täschchen, Geldbeutel, Schals und andere luxuriöse Accessoires der französischen Nobelmarke Louis Vuitton. Die schicken Papiertüten werden aber schon bald aus dem Stadtgebiet verschwinden. Denn in einem Jahr wird die Filiale an der Kaiserstraße geschlossen.

Das Kuriose daran: Eigentlich läuft der Laden in Nürnberg gut. Mit dem Abzug aus Franken will der Konzern aber die Filialen in Frankfurt und München stärken. Fashionvictims haben bereits eine Facebook-Seite erstellt. Ihr Anliegen ist der Erhalt der Geschäfts in Nürnberg – sie wollen nicht extra nach München fahren, wenn sie ein neues Täschchen brauchen.

Louis Vuitton hat der Kaiserstraße durchaus immer einen gewissen Glanz verliehen. Unabhängig davon, ob man sich die Taschen nun leisten konnte oder nicht – einen Blick ins Schaufenster haben sich viele Nürnbergerinnen gern gegönnt. Schaufenstershopping als Ersatzbefriedigung eben.
Wie aber wird es ohne Louis Vuitton? Lohnt sich da der Bummel durch die Kaiserstraße überhaupt noch? Oder muss man künftig gleich nach München fahren, wenn man exklusiver dekorierte Schaufenster ansehen will?

3 Kommentare in “Louis Vuitton macht dicht

  1. @Wulf Fischer: Vielen Dank für den Hinweis. Im Eifer des Gefechts passieren leider manchmal auch Fehler. Natürlich müsste es im letzten Satz „München“ heißen und nicht „Nürnberg“.

  2. In einer Stadt in der die Redakteure der lokalen Zeitung nicht zwischen Nürnberg und München unterscheiden können, würde ich meinen Laden auch dicht machen.

  3. Touristen fahren sicherlich nach München und Frankfurt um bei besagtem Unternehmen einzukaufen.
    Ansonsten widerspricht es sämtlicher Logik, dass man eine gut laufende Filiale schließt um schwächere Filialen zu stärken – aber im hippen München und wichtigen Frankfurt ist eine Filiale anscheinend unerlässlich – im Gegesnatz zum schönen Franken…

Kommentarfunktion geschlossen.