Bahnhofsplatz: Was halten Sie von den neuen Plänen?

Nuernberg, 10.03.2013 Sonntagsausflug , Tag der Offenen Tür / Tuer im Grandhotel , Blick von einer Suite auf den Bahnhofsplatz und den Hauptbahnhof Ressort:  Lokales  Foto: Stefan Hippel
Die meisten Nürnberger Plätze könnten besser gestaltet werden. Doch es mangelt an guten Ideen, aber auch am Geld. Für einen der hässlichsten Plätze im Stadtgebiet zeichnet sich jetzt aber Besserung ab: den Bahnhofsvorplatz. Die von Baureferent Daniel Ulrich und Verkehrsplaner Frank Jülich vorgestellten Pläne sind bei CSU und SPD bereits auf positive Resonanz gestoßen.

Es sei zwar nicht „der ganz große Wurf“, entschuldigt sich Ulrich. Bei diesem hätte man den Autoverkehr unter die Erde verbannt. Doch das hätte Hunderte von Millionen Euro gekostet. Angesichts der finanziellen Spielräume der Stadt sei das nicht fianzierbar.

Die jetzigen Pläne bringen etliche kleinere Verbesserungen am Vorplatz des Hauptbahnhofs (siehe auch Grafik unten):

1. Von der Mittelhalle des Hauptbahnhofs aus wird es einen ebenerdigen Fußweg über den Bahnhofsplatz zur Brücke des Handwerkerhofs geben. Für die Autofahrer wird dies kein weiteres Hindernis bedeuten, denn die Schaltung der Fußgängerampel lässt sich in die vorhandenen Ampelintervalle integrieren.

2. Die Parkplätze für Kurzparker sollen wegfallen. Den frei werdenden Raum sollen die Taxifahrer bekommen. Da das Bahnhofsparkhaus, das noch über freie Kapazitäten verfügt, sollen dort die Kurzparker aufgenommen werden. Für diejenigen, die nur jemanden am Bahnhof aus dem Auto kurz aussteigen lassen, werden sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze auf dem jetzigen Taxistand angelegt.

3. Die VAG-Straßenbahninsel soll komplett barrierefrei umgebaut werden. Dafür fällt auch eine Abbiegespur Richtung Eilgutstraße, die schon in den vergangenen Monaten gesperrt war, und kaum mehr benutzt wird, weg.

4. Vor dem Grand Hotel soll ein zweispuriger Radweg angelegt werden. Der Platz ist vorhanden, weil die Rechtsabbiegespur in den Königstrograben, die kaum genutzt wird, wegfällt.

5. Am Frauentor ist geplant, den Fußgängerweg zu verbreitern. Dafür muss ein Brüstung abgesenkt werden. Vor dem Rundbau sind einige Taxiparkplätze geplant. Je nachdem, welcher Entwurf verwirklicht wird, der die ehemalige Hauptpost ersetzen soll, kann auch noch ein kleiner Platz entstehen.

Rund fünf Millionen Euro sollen die Einzelmaßnahmen kosten. Demnächst sollen sich die Stadträte in den zuständigen Ausschüssen um die Details kümmern.

Was halten Sie von den Plänen?

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5 Kommentare in “Bahnhofsplatz: Was halten Sie von den neuen Plänen?

  1. Ich muss den Platz zweimal täglich passieren. Mit dem Auto. Deshalb begrüße ich jede positive Veränderung.

    Was mir fast täglich negativ auffällt, ist die Einfahrt zum Kurzzeitparker. Immer wieder bremsen Fahrzeuge überrascht ab, um dort einzufahren. Das fördert Gefahrensituationen, da gerade eine große Menge Fahrzeuge am beschleunigen in Richtung Bahnhofstraße ist. Da dieser Parkplatz generell überfüllt ist, staut es sich auf die Fahrbahn zurück. Was ebenfalls Gefahren fördert.

    Und weshalb sollen die Fußgänger ebenerdig in die City gelangen, wenn es doch eine bequeme und verkehrsfreie Möglichkeit unterirdisch gibt?

  2. Die Pläne bringen auf den ersten Blick echte Verbesserungen vor allem für Touristen, Fußgänger und Radfahrer.

    Vor allem der Zwei-Richtungs-Radweg vor dem Grandhotel ist außerordentlich wichtig, damit Radfahrer aus der Nordstadt endlich eine vernünftige Möglichkeit haben, den Bahnhof zu erreichen und vom Allersberger Tunnel aus die Innenstadt zu erreichen.

    Aber leider ist ein wichtiger Bereich in den Plänen ausgespart: Was ist mit dem Stück zwischen Gleisbühlstraße und Allersberger Straße? Wenn da nicht gleichzeitig etwas geschieht, ist die Umsetzung dieser Pläne wieder nur Stückwerk

  3. Der Bahnhofsvorplatz muss natürlich dringend verändert werden.
    Einige Kritikpunkte an diesem Vorschlag sind jedoch unvermeidlich .
    Der Messestandort Nürnberg wächst rasant.
    26 Taxen am Warteplatz Bahnhof sind ein Witz. Momentan passen etwa 45 Wagen auf den Warteplatz.
    Die Anfahrt zum Grund Hotel und zum
    neu entstehende Plaza Hotel daneben soll
    über die Hopfengasse erfolgen.
    Der Imposante Eingang des Grand Hotel wird durch einen zweispurigen Radweg unterbrochen? Wie soll das gehen und wer braucht dort einen solchen Monsterradweg .
    Die Marienstr. wäre dafür eine wesentlich
    bessere Lösung.

  4. Das ist ja wirklich ein ganz kleiner Wurf – im wesentlichen neue Abmarkierungen…

    Wie wäre es denn mit etwas Gestaltung und vor allem Grün auf dem Platz…

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