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Auch in Nürnberg fragen sich angesichts der verheerenden politischen Entwicklung in vielen Ländern viele: Wohin soll und kann denn nun unsere Urlaubsreise noch gehen? Die Fluggastzahlen nach Ägypten, Türkei und Tunesien sind aufgrund der politischen Entwicklung in den vergangenen Monaten eingebrochen, wie jüngst auch von der Nürnberger Flughafen-Geschäftsleitung zu hören war.
So wurden nach Ägypten 64,7 Prozent weniger Passagiere gezählt, Richtung Türkei ging die Zahl der Reisenden um 14,9 Prozent zurück. Eine der wichtigsten Verbindungen für den Nürnberger Flughafen ist die Linie nach Antalya. Im vergangenen Jahr flogen 365.000 Personen in die Partnerstadt Nürnbergs. In den letzten Monaten sank die Zahl der Reisenden nach Antalya um 38,3 Prozent.
Der Nürnberger Flughafen hat reagiert: Ziele wie Faro, Ibiza oder Sibiu sind neu im Sommerflugplan, Rom, Mailand, Budapest und Malta im Winterflugplan. Ryanair kündigt an, ab November, zum Teil täglich, nach London-Stanstead, Budapest, Malta, Manchester, Mailand-Bergamo und Rom-Ciampino zu fliegen.
Rund 1,18 Millionen Passagiere hoben ab Nürnberg mit Direktflügen zu ihren Urlaubszielen ab. Das entspricht einem Wachstum von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wachstumstreiber war hier allen voran SunExpress. Die türkische Fluggesellschaft mit deutschem Ableger weitete das Angebot ab Nürnberg deutlich aus und beförderte rund 100.000 Passagiere mehr als im Vorjahreszeitraum.
Trotzdem stellt sich die Frage, ob diese Angebote tatsächlich den Ansprüchen und Vorstellungen der Urlaubsreisenden entsprechen oder ob noch weitere Ziele angeboten werden sollten.

Dieter Wegener

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