Hamstern Sie schon Vorräte für den Notfall?

Es ist ein alter Hut sagen die einen. Andere sprechen von Panikmache. Jedenfalls hat die Bundesregierung mit ihrem neuen Zivilschutzkonzept vor Aufregung gesorgt: Der Bevölkerung wird geraten, Lebensmittel (Foto: Oliver Berg) für zehn Tage zu bevorraten. Begründet wird dies damit, dass es mittlerweile eine sehr sensible Infrastruktur gebe.
Dazu gehörten die Telekommunikations-Infrastruktur ebenso wie die Energie- und Trinkwasserversorgung, die über das Internet gesteuert würden. Im Falle eines Falles also, der allerdings überhaupt nicht näher beschrieben wird, soll die Bevölkerung dadurch im Notfall zum Selbstschutz fähig sein.
Die Rede ist hier von „hybriden Konflikten“, wenn also Computerviren oder Sabotage die digitalen Schaltzentren lahm legen würden. Fest steht, dass die meisten Haushalte in Deutschland auf derartige Krisenszenarien nicht vorbereitet sind. Was für die einen reine Panikmache ist, ist für andere praktische Weitsicht. Hätten beispielsweise die Münsterländer 2005 eine solche Bevorratung bereits im trauten Heim gehabt, wären sie damals dem November-Schneechaos nicht so ausgeliefert gewesen: Orte waren tagelang ohne Strom und von der Umgebung abgeschnitten.
Andererseits ist auch die Kritik der Skeptiker dieses Zivilschutzkonzepts im Hinblick auf den IS-Terror nachvollziehbar: Man könne die Menschen mit immer neuen Vorschlägen, so auch zu Hamsterkäufen, endgültig verunsichern. Und dann gibt es noch die Spötter, die davor warnen, das Haus zu verlassen, es könnte nämlich gerade dann ein Ziegelstein herunterfallen – auf den Kopf des Ahnungslosen… Und so erinnert man sich auch an Erich Kästners Spruch: „Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!“

 

 

 

 

Hamstern Sie schon Vorräte für den Notfall?

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3 Kommentare in “Hamstern Sie schon Vorräte für den Notfall?

  1. Wenn man einfach diejenigen haltbaren Lebensmitteln, die man sowieso in kleinen Mengen bevorratet, in etwas größerer Menge lagert, baut man sich auch einen Vorrat auf und die Sachen müssen nicht in 2 oder 3 Jahren weggeworfen werden.

  2. Ein kleiner Vorrat kann nichts schaden, dachte ich mir. Allerdings ist das in den meisten kleinen Wohnungen heute in der Stadt schwierig umzusetzen. Ich hab meine Vorräte in den Keller, allerdings sind die da im Zweifelsfall leider nicht sicher.
    Auf jeden Fall ist eine Bevorratung ziemlich kostenintensiv. Da sind schnell 500€ – 1000€ weg. Nur für Essen, Medikamente und bissi Grundversorgung an Wasser. Und vielleicht bissi mehr.
    Aber auf unsere Regierung etc würde ich mich gerade nicht verlassen wollen. Die hat sich eh zu weit vom Volk entfernt.

  3. Wir haben seit Jahren einen Vorrat angelegt. Im Fall des Falles wären wir für eine gewisse Zeit völlig autark, sowohl was Essen aber auch Trinken und Energie angeht.

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