Radschnellwege – eine gute Idee?

Im Großraum Nürnberg könnte es künftig Radschnellwege geben. Zumindest empfehlen es drei Planungsbüros in einer Machbarkeitsstudie. Diese Woche wurden die Ergebnisse vorgestellt. Sieben Strecken haben die Experten genau untersucht. Ob alle gebaut werden, ist noch offen. Die Zuständigkeiten sowie die Finanzierung wären noch zu klären. Die Stadt Nürnberg verspricht sich einiges von den Radschnellwegen und zeigt sich zuversichtlich, dass die Bürger sie annehmen, auch, weil immer mehr von ihnen E-Bikes und Pedelecs nutzen.

Doch ob die Menschen tatsächlich diesen Schritt tun, ist ungewiss. Hinzu kommt, dass die Strecken einiges kosten. Sollten alle sieben Routen gebaut werden, würden rund 150 Millionen Euro dafür anfallen, hieß es bei der Vorstellung der Studie.

Doch die Schätzung von heute bedeutet nicht immer die Realität von morgen: Es ist anzunehmen, dass die Kosten eher noch steigen – für die Baumaßnahmen und für die Grundstücke, die den Besitzern abgekauft werden müssten, um dort die Strecken zu legen. Auch wenn es Förderungen für den Bau möglich wären, wird das Vorhaben die Stadt etwas kosten. Um den Verkehr zu entlasten und die Umwelt zu schützen, könnte die Stadt dieses Geld stattdessen für den weiteren Ausbau der Radwege innerhalb der Stadt oder für die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Radschnellwege – Eine gute Idee?

3 Kommentare in “Radschnellwege – eine gute Idee?

  1. Warum sollte man 150 Millionen Euro für Radschnellwege in den Sand setzen wo jetzt schon rücksichtslose Radfahrer den Gehweg benutzen obwohl bereits Radwege vorhanden sind.Das Geld wäre besser im Sozialbereich aufgehoben.

  2. Damit die rücksichtslosen Radfahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern noch rücksichtsloser fahren können. Ich wäre auch dafür, für Radfahrer eine Versicherungspflicht wie bei Mofas einzuführen. Zwischen Hagenbüchach und Puschdorf wurde mit viel Geld ein Radweg geschaffen. Und wo fahren die Hobbyrennfahrer mit dem Rad? Auf der Straße. Wenn schon Radwege, so sollte auch die Pflicht der Nutzung durch die Radler konsequent durchgesetzt werden. Und was machen ältere oder kranke Menschen, die nicht mehr Radfahren können?

  3. Wenn schon denn schon. Dann sollte man auch eine Farradsteuer ähnlich der Kfz-Steuer einführen.
    Wieviel Zeitgewinn bringt denn ein solcher Farradschnellweg wirklich? Das bewegt sich doch im MInutenbereich. Mich regt besonders auf, dass das Fahrrad als optimalstes Verkehrsmittel dargestellt wird. Befeuert wird diese Diskussion natürlich von einer Farradlobby die besonders laut diese These vertritt. Es wird nie erwähnt wwas gegen dieses Verkehrsmittel spricht. Alte und kranke Menschen, schlechtes Wetter, geringe Transportmöglichkeit, etc. Noch ein Beispiel: Zwischen Behringersdorf und Günthersbühl wurde ein Radweg gebaut der etliche Kilomerter lang ist. Hierfür wurden etliche Hektar Wald abgeholzt, für Radfahrer die man wirklich zählen kann. Gegen diese Abholzung erfolgte keine Gegenstimme, während gegen das Fällen einzelner Bäume regelmäßig Einwände erfolgen.

Kommentarfunktion geschlossen.