Ladenöffnungszeiten: Sollen sie freigegeben werden?

Die Diskussion über die Ladenöffnungszeiten ist alt, neu belebt haben sie kürzlich die bayerischen Liberalen, die mit dem Thema in den Landtagswahlkampf ziehen. Sie fordern eine flexible Handhabung an sieben Tagen der Woche.

In anderen Bundesländern sind die Zeitgrenzen für den Konsum längst gefallen. In Berlin oder Hamburg dürfen Läden bis 24 Uhr geöffnet bleiben. Für Sonntage bestehen unterschiedliche Regelungen. In Nürnberg gibt es in diesem Jahr zwei verkaufsoffene Sonntage: am 6. Mai in der Südstadt und am 16. September in der Altstadt.

Gegen verkaufsoffene Sonntage sprechen sich neben den Gewerkschaften auch die Kirchen aus. Sie möchten, dass nicht auch noch dieser Tag dem Konsum geopfert wird. Die Gewerkschaften sind dagegen, weil der Sonntag der Familie, den Freunden und der Erholung gehören soll. Wenn dann auch noch die Geschäfte in die Innenstädte locken, ist es mit dem Sonntagsfrieden vermutlich vorbei – dann wird die Warenwelt durchkämmt, statt der Wanderrucksack geschnürt.

Die FDP jedoch ist der Meinung, dass liberale Ladenöffnungszeiten vor allem den kleinen Geschäften nutzen. Und schließlich sei im Internet Einkaufen rund um die Uhr sowieso schon längst Normalität.

Gabi Eisenack

Ladenöffnungszeiten: Sollen sie freigegeben werden?

1 Kommentar in “Ladenöffnungszeiten: Sollen sie freigegeben werden?

  1. Kommentieren Sie bitte die Meinung der FDP. Es ist schlichtweg nicht wahr, dass die Freigabe der Ladenöffnungszeiten vor allem den kleinen Geschäften nützt. Seit der Jahrtausendwende wird von den großen Handelsketten systematisch in Salamitaktik die vollständige Freigabe der Ladenöffnungen betrieben. Auf Kosten der kleinen Geschäfte, wie Engagierte der Sonntagsallianzen immer wieder in Gesprächen erfahren haben. Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes und der obersten Verwaltungsgerichte von Bund und Ländern werden da von der „Partei der Freiheit“ missachtet.

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