Kreuze in allen staatlichen Dienstgebäuden?

Kreuze gehören zu Bayern wie die Berge. Das soll Ministerpräsident Edmund Stoiber schon 1995 auf einer Großdemonstration in München gesagt haben. Seinerzeit brachte der „Kruzifix-Beschluss“ des Bundesverfassungsgerichts die Massen in Wallung. Karlsruhe erklärte damals die Anordnung zum Kreuz in bayerischen Klassenzimmern für verfassungswidrig. In der Praxis darf es seither trotzdem hängen bleiben, es sei denn, jemand erhebt Einspruch.

Mehr als 20 Jahre danach ordnet der aktuelle Ministerpräsident Markus Söder Kreuze für alle staatlichen Dienstgebäude an – und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus (Foto: dpa). Quer durch die Republik werfen Politiker, Kirchenvertreter und -verbände dem bayerischen Regierungschef berechnende „Symbolpolitik“ für Traditionalisten vor. Aus den Unionsparteien bekommt Söder auffallend wenig Unterstützung, vom Zuspruch Stoibers abgesehen.

Der deutsche Alltag ist heute noch religionsferner als in den 1990er Jahren. Warum also dient das Kreuz überhaupt noch zum Kulturkampf? Die einen fühlen sich dadurch bedrängt, sie möchten weder vom Christentum noch von irgendeiner Religion so kumpelhaft umarmt werden. Die anderen, meist sind es bekennende Christen, sehen das Kreuz in außerkirchlichen Zusammenhängen zum Dekorationsgegenstand herabgewürdigt. Das Zeichen für den Kreuzestod Christi sei eben gerade kein Brauchtumsding wie die Lederhose und der Bierkrug. Es steht universell für die Humanität des Christseins, losgelöst von jedem Staatsgebilde. Die Frage ist also weniger, ob das Christentum eine Vereinnahmung aushält. Sondern eher, ob Politik es aushält, sich auf ein religiöses Symbol zu stützen.

Isabel Lauer

Kreuze in allen staatlichen Behörden?

5 Kommentare in “Kreuze in allen staatlichen Dienstgebäuden?

  1. Gerne antworte ich Herrn Pustel.
    Auch bin ich bereit, mich mit ihm zu treffen, um auf der Grundlage der Heiligen Schrift mit ihm von Angesicht zu Angesicht Gedanken auszutauschen.
    Meine Anschrift: Markgraf-Alexander-Straße 54A, 90556 Cadolzburg.
    Wie viele in der Politik, so hat auch Markus Söder keine Hemmungen, sich wahrheitswidrig als einen Nachfolger Jesu Christi darzustellen.
    Denn wäre er ein solcher, würde er ein Leben führen nach dem Vorbild und Beispiel des Messias‘, anstatt als Verkleidungskünstler aufzutreten.
    Inwiefern ich auf Andersdenkende respektlos draufgehaut habe, ist mir schleierhaft.
    Wie alle Freunde Jesu Christi, wie z.B. Johannes der Täufer, warne ich doch nur vor denen, die Gottes Heiliges Wort für ihre machtpolitischen Zwecke schamlos mißbrauchen.
    Nicht umsonst bezeichnet unser Heiland solche als Schlangen- und Otternbrut!!!
    Für christliche Religionen mag ein Kreuz mit oder ohne Menschengestalt Erkennungszeichen sein;
    nicht jedoch für diejenigen, die an den Allmächtigen Gott glauben (IHN kennen,IHN vertrauen und IHM gehorchen), außer dem kein Gott ist!!!
    Wurde doch das Kreuz – eines der brutalsten Folterwerkzeuge – erst im 4.Jhrh.n.Chr. unter Kaiser Konstantin zum Zeichen der christlichen Religion gemacht (siehe Wochenmagazin NN/NZ vom 18.05.2018/ so Alexander Jungkunz, Chefredakteur der NN) und entspricht niemals dem Willen Gottes!!!
    Die Heiligen in Gottes Gemeinde erkennt man daran, daß sie SEINEN Befehlen mit Freude und dankbarem Herzen gehorchen.
    Alle Religionen – auch und besonders die christlichen – sind doch nur der wertlose Ersatz für den verlorengegangenen Glauben an Gott.
    Der Glaube an Gott ist keine Religion!!!
    Würde es der Allmächtigen Gott sein, auf den in vielen christlich geprägten Verfassungen Bezug genommen wird – wie z.B. auch den USA – dann würden deren Staatsführer tun, was der Schöpfer Himmels und der Erde befiehlt.
    Aber mir ist kein Land bekannt, wo das der Fall ist.
    Nicht umsonst ruft Jesus Christus denen auch heute zu: Ihr habt den Teufel zum Vater (Joh.8,44-45)!!!
    Eindringlich warnt uns der Ewige vor Satan, der sich verlogen als Fürst bzw. als Gott dieser Welt aufspielt (Joh.12,31; 2.Kor.4,4).
    Satan ist der Herr aller Religionen, er verkörpert den breiten Weg, der in die Verdammnis führt.
    Bestand haben in alle Ewigkeit hat allein Gottes Gemeinde der Heiligen – nicht Christen – deren Haupt und Fels Jesus Christus ist!!!

  2. Woher weiß Herr Belzner eigentlich, dass die Heilige Schrift nicht zu den drei wichtigen Dingen des Herrn Söder gehört? Unabhängig davon, wie man zu Herrn Söder steht.
    Das Kreuz ist eben nicht ein werbewirksames Markenzeichen der Christen. Es ist viel mehr. Um das zu verstehen, muss man sich aber etwas damit befassen und auch gewillt sein, den anderen zu verstehen. Dann eignet es sich allerdings nicht mehr zum respektlosen Draufhauen auf anders Gläubige.
    Was die christlichen Religionen betrifft, war zuerst das Kreuz und dann die christlichen Religionen. Wäre Christus nicht am Kreuz gestorben und von den Toten auferweckt worden, gäbe es das christliche Kreuz und die christlichen Religionen nicht.
    Dass unter dem Kreuz Verbrechen begangen worden sind, ist unbestritten. Die Menschen, die diese Verbrechen begangen haben, hatten aber die Bibel gegen sich.
    Im Übrigen sichert das Kreuz nicht das Überleben des Christentums. Wie ich oben beschrieben habe, gehört das Kreuz zum Christentum dazu.
    Der Gott, auf den die Verfassungsväter Bezug nehmen, ist nicht der Satan dieser Welt. Herr Belzner redet vom Satan und vom Weg zur Verdammnis. Damit wird den Menschen Angst eingeredet. Herr Belzner ist damit um keinen Deut besser als die mittelalterlichen christlichen Machtmenschen, die auf diese Art und Weise erpresserisch Geld verdienten.
    Verdammnis, Hölle, vielleicht auch noch Rache Gottes, für wie primitiv wird denn Gott gehalten? Albert Keller hat in seinem Buch „Zeit, Tod, Ewigkeit“ sinngemäß diesen netten Vergleich von der Größe Gottes beschrieben:
    Ich gehe zu mitternächtlicher Stunde durch Nürnberg und werde von einem total betrunkenen Menschen übelst und mit im nüchternen Zustand beleidigenden Worten angeredet. Dieser betrunkene Mensch kann mich doch gar nicht beleidigen. So hoch stehe ich darüber. Gott steht noch unendlich viel höher über den Menschen als ich über dem Betrunkenen.
    Ist es nicht eine maßlose Selbstüberschätzung von Menschen, die meinen, Gott beleidigen zu können?
    Was die Träumer und Toren betrifft, empfehle ich 1. Kor. 1, 18:
    Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
    Was den Allmächtigen Gott und den Gott dieser Welt, nämlich Satan, betrifft: Gib es da zwei Götter? Für mich gibt es nur den Allmächtigen Gott. Und ich denke, Gott ist allmächtig. Dann hat er doch wohl auch Macht über den Satan. Oder etwa nicht? Wenn er diese Macht über den Satan nicht hat, dann ist er ja wohl auch nicht allmächtig.
    Satan. Dieses Wort steht für mich für das Schlechte in dieser Welt. Für die Fehler, die der Mensch hat. Übrigens, Gott hat doch die Menschen geschaffen. Dann hat er sie doch auch wohl mit ihren Fehlern, mit ihrer Sündhaftigkeit geschaffen. Hätte Gott einen Menschen ohne Fehler erschaffen, dann hätte er ja einen Gott erschaffen. Ich darf mich immer wieder vertrauen an Gott wenden. Ich habe es nicht geschafft, meine Fehler zu überwinden. Schenke mir Stärke.

  3. Herr Lehrieder, wenn Leute wie Sie glauben, mit Kreuzen dem Christentum das
    Überleben sichern zu können, dann machen Sie die Rechnung ohne den Allmächtigen Gott, von dem alles ist, was ist!!!
    Die Gottesbezüge in den diversen Verfassungen beziehen sich auf den Gott dieser Welt, nämlich Satan.
    Damit will man eine Verbindung zu unserm Schöpfer vortäuschen, die im Christentum nie bestanden hat. Es ist der breite Weg, der in die Verdammnis führt.
    Wie spricht Jesus Christus: Ihr nennt mich Herr, Herr, aber ihr tut nicht, was ich euch gebiete.
    Nenne Sie mir einen, der sich Christ nennt, der ein Leben führt nach dem Vorbild und Beispiel unseres Heilands.
    Der Heilige Vater in den Himmeln hat dem gottlosen Treiben der Christenheit lange genug zugeschaut.
    Das Christentum ist zum Untergang verurteilt genauso wie das christliche Europa.
    Nur Träumer und Toren wollen das nicht wahrhaben.

  4. Sowohl das GG als auch die Bayerische Verfassung beinhalten in ihren Präambeln einen Gottesbezug. Die Verfassungsväter haben sich, gerade nach dem gottlosen Dritten Reich, zu ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen bekannt. Warum sollte dann in einer Behörde kein Kreuz hängen dürfen? Gerade in einer Zeit der Entchristlichung der Gesellschaft ist Söders Vorstoß nicht hoch genug einzuschätzen, zumal führende Geistliche völlig versagen und das Kreuz verleugnen.
    Danke Herr Söder, nach dem Abgang einer Frau Wöhrl, die offensichtlich in der falschen Partei war, kann ich nun wieder CSU wählen.

  5. Da kann ich dem katholischen Hochschulpfarrer Burkhard Hose ausnahmsweise einmal zustimmen, wenn er Söder der Heuchelei bezichtigt.
    Ist doch Söder jedes Mittel recht, wenn es nur seinem eigenen Vorteil, seiner Machtausübung dient.
    Selbst Gottes Wort, die Heilige Schrift muß dafür herhalten, von der er behauptet, sie gehöre zu den drei wichtigsten Dingen seines Lebens, auf die er auch in München keinesfalls verzichten möchte.
    Da mögen Leute wie z.B. Schabenstiel, Knobloch, Wolf oder Schick noch so herumeieren, was Söder mit dem Anbringen des Kreuzes in sämtlichen bayerischen Behörden zum Ausdruck bringen will. Das Kreuz ist ganz einfach das Markenzeichen derer, die sich Christen nennen, die sich den Namen unseres Heilands aus durchsichtigen Gründen zugelegt haben.
    Denn gäbe es die christlichen Religionen (über 40.000 verschiedene Gruppierungen)) nicht, gäbe es auch das Kreuz nicht.
    Ist doch das Kreuz – das höchstwahrscheinlich ein Pfahl war – das Mordinstrument, mit dem der Teufel in seinem Wahnsinn glaubte, den Messias ein für alle Mal ausschalten zu können.
    Jedenfalls ist das Kreuz für Gottes Gemeinde, deren Haupt und Fels Jesus Christus ist, nicht kennzeichnend.
    Nachfolger bzw. Die Freunde Jesu Christi erkennt man daran, daß sie die göttlichen Gebote und Gesetze nach seinem Befehl, seinem Vorbild und Beispiel hier auf Erden lieben, leben und lehren und nicht an einem Kreuz!
    Das Kreuz der Christen steht u. a. für grausame Kreuzzüge, für Hexenverbrennungen, für Kriege von Christen gegen Christen, für straffreies Töten ungeborener Kinder nach staatlich vorgeschriebenem Reglement, für Abschaffung von Unzucht und Ehebruch, dafür, daß Homosexualität nicht mehr als Sünde erkannt wird und homosexuelle Verbindungen der Ehe gleichgesetzt werden.
    Jedenfalls ist das Zeichen Gottes, das bei der Wiederkunft Jesu Christi für alle sichtbar sein wird, nicht das Kreuz.
    Und im Übrigen sind solche Kruzifixe nicht gerade billig. Da werden Steuergelder nutzlos verschleudert.

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