Gänse abschießen am Wöhrder See?

Die Freude über die neue Bademöglichkeit am Wöhrder See ist schnell getrübt worden. Denn in der Norikusbucht und auch am Strand gegenüber fühlt sich nicht nur der Mensch wohl, sondern auch die Gans (Foto: Eduard Weigert). Diese hat eine große Familie und bevölkert dementsprechend üppig Land und Wasser.

Was an sich kein Problem darstellt, wären da nicht die hässlichen Hinterlassenschaften. Der Gänsekot ist nicht nur eklig, er enthält auch Keime (E.coli, Campylobacter), die Durchfall verursachen können. Das bereitet nicht nur den Eltern von Kleinkindern Sorgen.

Die Stadt Nürnberg will das Problem nun angehen und, wie berichtet, auf die Tiere schießen lassen. Freilich sollen die Wasservögel nicht in Massen erlegt werden – es geht um Abschreckung. Tierschützer sind trotzdem schon auf die Barrikaden gegangen. Sie verteidigen die unschuldigen Vögel, die der Mensch durch verbotenes Füttern angelockt hat, und finden, die Natur gehöre schließlich auch ihnen. Andere Stimmen befürchten, es könnten nicht nur Gänse, sondern auch Spaziergänger vom Jäger getroffen werden.

Gabi Eisenack

 

Sollen am Wöhrder See Gänse abgeschossen werden?

  • Ja (81%, 30 Stimmen)
  • Nein (19%, 7 Stimmen)

Wähler insgesamt: 37

5 Kommentare in “Gänse abschießen am Wöhrder See?

  1. Die Gänse brauchen nicht abgeschossen zu werden. Wie heute in der NZ steht, ist ein 84 jähriger Rentner engagiert dabei den Kot zu beseitigen. Dass ist eine sehr praktikable Lösung. Doch sollte die Stadt, die 3,5 Mio für die Neugestaltung ausgegeben hat, auch sich dafür zuständig fühlen einen geringfügig Beschäftigten mit der Aufgabe zu betrauen. Und mit Hubert Brüggen haben sie eine engagierten Mann, der für sein Engagement auch entlohnt werden sollte. Bitte Stadtverwaltung rafft auch auf. !!!

  2. Die ganzen selbsternannten Gänseschützer hier haben es scheinbar noch nicht in natura erlebt wie es aussieht wenn die ganze gefiederte Flotte auf gut Deutsch zum scheißen anlandet. Die waren noch irgendwie niedlich als es bloß ein Dutzend oder so waren, aber inzwischen ist jede einzelne Gans ein Zahnrad in der riesigen Kotmaschine geworden die den Strand versifft. Die lassen sich auch nicht mehr vom Menschen beeindrucken, sondern fauchen den Passanten einfach ins Gesicht.
    Wer die Gänse unbedingt hier behalten will soll einfach mal persönlich vorbei kommen und mal die Kacke aus dem Sand schaufeln. Das wird die Meinung ganz schnell ändern.

  3. Was für eine Arroganz! Erst werden die Gänse gefüttert und wenn sie dann koten ist es ekelig. Das was die Menschen ständig an Müll hinterlassen ist genauso ekelig. Es gibt sicher auch andere Möglichkeiten langfristig den Strand unattraktiv für die Gänse zu machen und auch die Population zu mindern. Gelege einsammeln. Futterstellen in der Nähe einrichten und das Füttern am Strand verbieten. Wenn der Strand in diesem Jahr nicht genutzt werden kann, dann muss der Mensch eben auch mal verzichten können und nicht wie derzeit in vielen Situationen üblich seinen Willen durchsetzen, mit Abschuss. Nach dem Motto: Was mich stört wird beseitigt, egal wie. Dem Mensch fällt ein, er möchte jetzt sich dort breit machen, dann muss alles andere auf die Seite springen und Platz machen. Das ist asozial! Sozial geht anders, egal ob Tier oder Mensch.

  4. Dann stelle ich eine Gegenfrage: Wem haben wir Menschen die natürliche Flussaue zuvor genommen?

  5. Die Frage ist relativ einfach zu beantworten: Für wen ist der Sandstrand errichtet worden?

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