Kann der Außendienst für Ordnung sorgen?

Ab Montag, 3. Dezember, sind in Nürnberg Mitarbeiter der Stadt in blauen Uniformen unterwegs: Der Außendienst nimmt seine Arbeit auf, er soll das „Auge und Ohr“ der Verwaltung sein, wie es bei der Vorstellung der zwölfköpfigen Truppe hieß. Konkret: Das Team hat künftig ein Auge auf das Benehmen der Bürger. Denn weil das zu wünschen übriglasse, sei der ADN überhaupt erst nötig geworden, so Bürgermeister Klemens Gsell.
Zwölf Leute – zwei im Innendienst, zehn im Außendienst, sollen mit den Menschen reden, die zu laut sind, ihre Kippen einfach wegschnippen, ihren Müll auf die Straße fallen lassen. Zunächst sind sie nur für die Altstadt zuständig, ab April dann für die ganze Stadt. Die Abgrenzung zu den Aufgaben der Polizei sei ganz klar, so die Stadtverwaltung. Es gehe vor allem um Prävention.
Menschen in Uniform, die freundlich, aber bestimmt an Regeln erinnern – das klingt gut. Kritiker werfen allerdings ein, dass zwölf Leute kaum etwas ausrichten können. Die Stadt hat aber von der Politik grünes Licht dafür bekommen, das Team, wenn nötig, um weitere zehn Personen aufzustocken.

Gabi Eisenack

Kann der Außendienst für Ordnung sorgen?

1 Kommentar in “Kann der Außendienst für Ordnung sorgen?

  1. Der ADN ist sicher ein Fortschritt, neben Sicherheitswacht, Parkwächtern usw. Problematisch ist seine Schwerpunkteinengung v.a. auf Sauberkeit und seine Begrenzung der Einsatzzeit auf 21 Uhr. Angesichts geringer polizeilicher Präsenz und Verfügbarkeit in den Abend-und Nachtstunden wäre -zumindest an den Tagen Donnerstag-Samstag auch ein Nachteinsatz erforderlich, natürlich nicht mit hoheitlicher Kompetenz, aber mit Hinweis-und Präsenzfunktion für Polizei und Kommunale Verkehrsüberwachung, die-wie man gelegentlich hört-, die Polizei von Anwohnern erwartet, was nicht zumutbar ist.

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