Greta Thunberg – ist der Personenkult übertrieben?

Seit etwa vier Monaten gehen Schüler auf der ganzen Welt auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Und ein Ende der Bewegung „Fridays for Future“ scheint nicht in Sicht. Ins Leben gerufen hat den wöchentlichen Schulstreik Greta Thunberg, eine 16 Jahre alte Schwedin (Foto: dpa). Die junge Klimaaktivistin ist das Gesicht der Bewegung: Sie sprach auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, ließ sich von Anne Will interviewen, schüttelte Papst Franziskus die Hand und kommt nach Hamburg, um mit den deutschen Schülern zu streiken.
Das amerikanische „Time“-Magazine wählte Thunberg in die Liste der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres 2018 und in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019. Zum Internationalen Frauentag wurde sie in Schweden 2019 zur wichtigsten Frau des Jahres ausgerufen, sogar für den nächsten Friedensnobelpreis ist sie nominiert. Ganz schön viel Aufhebens um ein junges Mädchen. Die Schülerbewegung will – das ist immer wieder zu hören – unabhängig sein und sich nicht vereinnahmen lassen, sondern Politik und Wissenschaft zum Handeln auffordern. Muss da ein junges Mädchen medienwirksam zum Papst reisen? Greta Thunberg ist gerade einmal 16 Jahre alt, sie diskutiert mit den Großen der Welt, was kommt danach? Kritiker sprechen bereits von „Personenkult“ und davon, dass die Klimaaktivistin als „Allheilmittel“ angesehen werde.
Andererseits: Eine erfolgreiche Bewegung braucht ein Gesicht, um gehört zu werden. Eine junge Schwedin, die es schafft, bis zu 300.000 Schüler auf die Straße zu holen, ist schon außergewöhnlich. In einer nicht repräsentativen Umfrage des Berliner Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, dass Thunberg ihr Interesse am Thema Klimawandel befördert hätte. Ohne eine Identifikationsfigur ist das nicht möglich.

Wir wollen daher in unserer Leserfrage der Woche wissen: „Greta Thunberg – ist der Personenkult übertrieben?“

Judith Horn

Greta Thunberg – ist der Personenkult übertrieben?


4 Kommentare in “Greta Thunberg – ist der Personenkult übertrieben?

  1. Es tut gut zu erleben, daß es noch Realisten wie Engracio Fajardo gibt, für die Grundlage ihres Lebens Gottes Wort, offenbart in der Heiligen Schrift, ist.
    Wo nicht nur salbungsvoll in Gottesdiensten vom Allmächtigen Gott geredet und gesungen wird (vgl. Ostern oder Weihnachten), sondern wo der Glaube an IHN das Denken, Sprechen, Tun und Handeln prägt!!!
    Welche die Hoffnung auf unserm Schöpfer und nicht auf irgendwelche Vermutenschaftler setzen. IHN nicht nur unsern Herrn nennen, sondern auch tun, was ER befiehlt!
    Wenn Priester bzw. Bischöfe das Kind Greta mit Jesus Christus gleichsetzen bzw. vergleichen, dann offenbart sich darin eine gotteslästerliche Gesinnung, wie sie schlimmer nicht sein kann.
    Selbst wenn es den Menschen gelänge – was nie der Fall sein wird – das CO2-Gas und die Styx Oxide vollkommen abzuschaffen bzw. bedeutsam zu reduzieren, würde dies die nach Gottes Plan beschlossenen Katastrophen und Seuchen, welche die Menschen aus ihrem geistig-geistlichen Tiefschlaf wachrütteln sollen, nicht stoppen können!!!

  2. Den Kommentaren von Sieglinde sowie Karin Vetter ist uneingeschränkt zuzustimmen.
    Ergänzend möchte ich dazu anführen:
    Würden die Menschenkinder die Worte ihres Schöpfers, offenbart in der Heiligen Schrift, ernst nehmen, dann wüßten sie, daß für den Klimawandel – den ja selbst ein Mr. Trump nicht leugnet – allein der Allmächtige Gott verantwortlich zeichnet!
    Durch Katastrophen, Krankheiten und Seuchen jeder Art, sollten die Menschen dazu gebracht werden, zu erkennen, wie schnell das Leben zu Ende gehen kann und sich Gedanken über den Sinn des Lebens machen.
    Sie sollten sich ihrer gottlosen Lebensweise (Genderwahn, Hurerei, Abtreibung, Homosexualität, Lügen, Stehlen usw.) bewußt werden und ihre egoistische Lebensweise mit Gottes Hilfe ändern.
    Aber stattdessen doktern sie an Symptomen herum, setzen ihre Hoffnung auf Vermutenschaftler, was nichts, aber auch gar nichts bringt – im Gegenteil!
    Denn indem sie glauben, mit ihrer Macht gegen den Plan Gottes ankämpfen zu können, spotten sie unserm Schöpfer (Matth.24,5-8; Offb.16,1-11 u. 17-21) und werden kläglich scheitern!!!
    Nur wenige wachen aus ihrem der Welt zugewandten Schlaf auf, um den Weg des Habenwollens zu verlassen und mit Freude den Weg des Dienens nach dem Vorbild und Beispiel Jesu Christi zu gehen.
    Insofern kann einem die 16-jährige Greda nur leidtun.
    Wird sie doch von ihren Eltern sowie den unterschiedlichsten Interessenverbänden schamlos instrumentalisiert.
    Vermutenschaftler streiten sich über die Ursachen des Klimawandels, aber das Kind Greda und ihre Anhänger kennen die Lösung.
    Da muß man schon von allen guten Geistern verlassen sein oder träumen, wenn man als Mensch glaubt, das Klima beeinflussen und dem Allmächtigen Gott, der alles unter Kontrolle hat, ins Handwerk pfuschen zu können (s.a. Leserbrief von L. Irion in der NZ vom 23.04.19).

  3. Diese Instrumentalisierung eines kranken Mädchens-mit Aspergersyndrom-halte ich für nicht gut. Sie ist vollständig auf die CO2 -Problematik fokussiert. Umweltschutz ist wichtig ,aber nur das Spurengas mit 0.040 für den Klimawandel, den es immer schon gab,verantwortlich zu machen ist absurd.

  4. Wenn ein deutscher Bischof ,wie geschen ,diese Greta mit Jesus vergleicht, dann kann man das ganze „Schauspiel“ wohl nicht mehr ernst nehmen.Sie reist nur noch dorthin, wo sie ohne Flugzeug hinkommt, sagt sie. Soll dies nun von allen Menschen auch so gehandhabt werden? Sollen wir unsere gesamte Lebensweise nach diesm Kind ausrichten. Sie und ihre willfährigen Anhänger haben eben keine Ahnung oder ignorieren die gesamten Auswirkungen auf unsere Arbeitsplätze etc., wenn man nur ideologisch argumentiert ohne Zusammenhänge zu erkennen und keinerlei Verantwortung übernehmen muss/will. Dass in den Osterferien die Anzahl der FFF-Demonstarnten erheblich schrumpte, ist wohl symptomatisch für dren Ernsthaftigkeit. Nein wirklich ernst kann man die nicht nehmen.

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