Höhere Strafen für Müllsünder?

Da bleibt ein Einweg-Grill liegen, dort wird eine Zigarettenkippe hingeschnippt, Kaffeebecher landen auf der Wiese, Sofas im Wald. Das Müllproblem in den großen Städten wächst. Da kann die Verwaltung noch so viele Abfalltonnen aufstellen lassen und ihre Mitarbeiter immer häufiger zum Aufräumen losschicken: Besserung scheint nicht in Sicht. Weil es offenbar kein Mittel gegen Ignoranz gibt.

Vielleicht hilft nur eines: den Müllsündern wehtun, indem saftige Strafen verhängt werden. Einige Kommunen haben die Bußgelder bereits erhöht. Wer in der Mannheimer Einkaufsmeile seinen Kaugummi auf den Boden spuckt, zahlt zum Beispiel bis zu 250 Euro Strafe. Das Wegwerfen eines Zigarettenstummels wird mit 75 Euro belangt. Dagegen muten die 15 bis 35 Euro in Nürnberg harmlos an. Thorsten Brehm, der OB-Kandidat der SPD, fordert deshalb, die Strafen zu erhöhen.

Abschreckung mag ein gangbarer Weg sein. Manches Problem lässt sich offenbar doch am besten über den Geldbeutel lösen. Aber: Damit sie wirkt, muss auch kontrolliert werden. Dazu braucht es personelle Kapazitäten.

Gabi Eisenack

Höhere Strafen für Müllsünder?

1 Kommentar in “Höhere Strafen für Müllsünder?

  1. Liebe Frau Eisenack, liebe andere 97%,
    als Pate einer RoboDok Station in Rehhof, muß ich leider feststellen, dass einige Mitbürger ihren Müll von der letzten Party eines angrenzenden Gartenvereins dort abstellen. Ich finde sowas sehr unanständig (mir fallen schlimmerer Worte dafür ein). Beim nachforschen ist es keiner gewesen und man hat natürlich auch keinen gesehen. Schade, dass man solche Chaoten nicht auf frischer Tat erwischt.
    Die Strafen für solch ein Umweltbewusstsein können gar nicht hoch genug sein!

    Danke!

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